eBay-Ratgeber: Harmonielehre Teil 1 Noten

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eBay-Ratgeber: Harmonielehre Teil 1 Noten

Eigentlich ist Musikmachen ganz einfach. Man kann so ziemlich alles miteinander kombinieren und arrangieren. Es gibt immer nur eine Devise, es muss gut klingen! Oft funktioniert diese Methode. Aber was, wenn man dabei einmal in eine Sackgasse gerät? Wenn es nicht funktioniert und irgendwie schräg oder seltsam unharmonisch klingt? Dann wäre es doch schön, wenn man das bisher Gespielte analysieren könnte, um dann herauszufinden, was da nicht gepasst hat. Diese Anleitung erhebt nicht den Anspruch, die Harmonielehre komplett abzudecken, sondern soll lediglich helfen, die Grundzüge zu verstehen.

Noten

Was genau sind eigentlich Noten? Zunächst einmal sind Noten eine Sprache, mit der wir Melodien und ganze Musikstücke beschreiben können. Jeder, der in der Lage ist, Noten zu lesen, kann dann unser Musikstück spielen. Dazu wurde das sogenannte Notensystem definiert. Mit seiner Hilfe kann man sowohl Notenlänge, als auch Tonhöhe, Lautstärke und Spielweise vorgeben. Ein Standardnotensystem besteht aus fünf Linien. Einige Informationen sind bereits in diesem leeren Notensystem enthalten. Zum Ersten der so genannte Violinschlüssel, der uns sagt, das wir alle Noten so lesen, wie sie geschrieben werden und nicht etwa transponiert werden müssen, wie das z.B. beim Basschlüssel der Fall ist. Taktstriche geben an, dass hier ein Takt endet und der neue Takt beginnt. Zwei übereinander stehende Vierer machen deutlich, dass es sich hier um einen 4/4-Takt handelt und nicht etwa um einen Walzer im 3/4-Takt. Um das Ganze nun zu füllen, brauchen wir Noten und eine Möglichkeit, den Noten eine bestimmte Dauer zuzuordnen. Hierzu gibt es Notensymbole für ganze Takte, halbe Takte, viertel Takte usw. Gleiches gibt es dann nochmals für Pausen, denn man muss auch deutlich machen können, an welcher Stelle nichts klingen und Ruhe herrschen soll. Eine ganze Note beansprucht einen ganzen Takt für sich. Das heißt, sie dauert im Viervierteltakt vier Schläge lang. Eine halbe eben nur halb so lang, nämlich 2 Schläge usw. Die Noten werden immer mit einem Kreis gekennzeichnet. Eine ganze Note ist einfach ein leerer Kreis. Eine halbe Note ein leerer Kreis mit Strich. Die Viertelnote ein ausgefüllter Kreis mit Strich. Für jede weitere Halbierung des Notenwertes kommt dann noch jeweils ein kleiner Schweif hinzu. Liegenden Balken kennzeichnen entweder einen ganzen oder einen halben Takt Pause. Die Symbole für Viertel- Achtel- und Sechzehntelpausen sind ebenfalls dargestellt und füllen die Lücken zwischen den Noten jeweils so auf, dass keine Lücken entstehen und die Summe aus Noten und Pausen innerhalb eines Taktes stets aufgeht. Weitere Noten(zwischen)werte kann man erreichen, indem man diese mit einem Punkt versieht. Dieser Punkt verlängert den Wert der Note um die Hälfte. Man nennt das dann eine „punktierte“ Note. Zum Beispiel verlängert ein Punkt eine halbe Note um die Hälfte, also auf drei Schläge. Folglich muss danach eine Viertelpause stehen, damit das Ganze in der Summe wieder vier Schläge gibt.

Tonhöhe

Bisher haben wir uns lediglich mit dem zeitlichen Aspekt beschäftigt. Also der Frage, wie lange eine Note klingen soll. Noch wichtiger aber ist, welcher Ton erklingen soll. Dazu dienen die fünf Linien des Notensystems. Jede Linie und jeder Zwischenraum ist für eine Tonhöhe reserviert und weist eindeutig darauf hin, um welchen Ton es sich handeln soll. In unseren bisherigen Beispielen handelt es sich beispielsweise immer um den Ton C. Beginnen wir deshalb zunächst mit der C-Dur-Tonreihe. Diese besteht aus folgenden Tönen: C, D, E, F, G, A, H und wieder C. Beginnend beim C läuft die Tonleiter nach oben, und die Töne klingen immer höher und enden schließlich wieder bei C, diesmal aber ein Oktave höher (dazu später mehr).

C-Dur Tonleiter

Allerdings gibt es in unserem westlichen Tonsystem insgesamt zwölf Töne, wir hören aber hier lediglich 7 (der letzte Ton entspricht wieder dem ersten). Das kommt daher, dass es neben den zuvor erwähnten Tönen noch fünf weitere gibt. Eine Tonleiter kann man auch als eine Auswahl aus diesem Tonvorrat verstehen, der harmonisch zusammen passt. Oder anders gesagt lässt man alle diejenigen Töne weg, die nicht gut zu einem bestimmten Ton klingen. Unser Beispiel einer C-Dur Tonleiter oben besteht beispielsweise aus fünf Ganztonschritten und zwei Halbtonschritten. Sprich, zwischen die fünf Ganztonschritte würde jeweils noch ein Halbton dazwischenpassen.

Alle Töne

Die Kreuze und kleinen b´s im Notensystem dienen dazu, die Lücken zwischen den Ganztönen mit Halbtönen zu füllen. Eine Note mit einem Kreuz davor wird um einen halben Ton erhöht, durch ein b wird die Note um einen halben Ton nach unten verschoben. Wenn man jetzt alle Töne hintereinander spielt klingt es nun nicht mehr ganz so harmonisch wie zuvor. Das liegt daran, dass immer sieben Töne zusammen eine Tonart bilden und die übrigen fünf eben ausschließen.       Unser erstes Beispiel war die C-Dur Tonleiter. Wenn wir deren Noten mal anschauen, so werden wir feststellen, dass die Reihe aus einem ganz bestimmten Muster an Halb- und Ganztönen besteht. C-D und D-E sind Ganztonschritte, dann folgt mit E-F ein Halbtonschritt, F-G, G-A, A-H sind wieder Ganztonschritte und schließlich nochmals ein Halbtonschritt H-C. Wenn wir nun eine andere Tonart wünschen, so müssen wir lediglich einen anderen Grundton wählen und dann die Reihenfolge von Ganz- und Halbtonschritten einhalten. Eine D-Dur-Tonleiter würde dann wie folgt lauten: D-E-Fis-G-A-H-Cis-D. Hier wurde das F zum Fis erhöht, damit zwischen dem dritten und vierten Ton ein Halbtonschritt liegt, außerdem das C zum Cis gemacht, damit wir zwischen der 7. und 8. Stufe ebenfalls einen Halbton haben.

D-Dur

Man wählt also seinen Grund oder Start-Ton, geht immer die entsprechenden Ganz- bzw. Halbtonschritte in der richtigen Reihenfolge aufwärts und erhält damit die gewünschte Tonart. Alle anderen Töne ignoriert man ganz einfach. Bildet man aus diesen Tönen nun Melodien, wird man feststellen, das es fast immer „richtig“ klingen wird. Man wird es kaum schaffen etwas „Schräges“ damit anzustellen.

Womit Hängt das Zusammen?

Töne kann man physikalisch einfach als Schwingungen verstehen. Wenn man etwa eine Saite anschlägt, wird diese schwingen und dadurch einen bestimmten Ton erzeugen. Dabei gilt das einfache Prinzip, je schneller eine Saite oder ein Körper schwingt, desto höher klingt der Ton, je langsamer, desto tiefer. Würde man die Frequenzen der Töne analysieren, die gemeinsam eine Tonleiter bilden, so würde man feststellen, dass diese Frequenzen stets proportional zueinander sind. So hat etwa das zweite (höher gelegene) C in unserem C-Dur Beispiel die doppelte Frequenz wie das tiefe C. Die fünfte Stufe (G) hat die anderthalbfache Frequenz wie das erste C. Es handelt sich also offenbar um eine Kombination von Tönen, die auch mathematisch „sinnvoll“ sind. Das ist hier jetzt natürlich sehr vereinfacht dargestellt, aber es kann hilfreich sein, sich solche musikalischen Zusammenhänge einmal bildlich oder mathematisch vorzustellen. Die Materie verliert dadurch einiges von ihrem Schrecken und wird entmystifiziert. Wie gesagt, das Notensystem ist lediglich eine Sprache, auf die man sich geeinigt hat, um Musik zu notieren. Und diese Sprache kann man auch wunderbar mathematisch, bzw. physikalisch begründen.

Dur und Moll

Eine weitere Unterscheidung in der Notenlehre ist die zwischen Dur und Moll. Und hiermit endet dann die Fähigkeit der Naturwissenschaften, Musik zu erklären. Warum Moll traurig klingt und Dur fröhlich, wird wohl nie ganz geklärt werden können. Rein technisch gesehen, befinden sich bei einer Molltonleiter lediglich die Halb und Ganztonschritte an anderer Stelle.

C-Dur / C-Moll

Hier hört man einen deutlichen Unterschied. Während die Dur-Leiter offen und frei klingt, ist die Moll-Variante bedrückter und trauriger. Hier liegen die Halbtöne übrigens zwischen 3. und 4. sowie zwischen 5. und 6. Stufe. Man sieht also, die Zusammenhänge in der Harmonielehre folgen durchaus nachvollziehbaren Regeln und Strukturen. Macht man sich diese Zusammenhänge deutlich, fällt es einem leichter, sich mit Musik auseinandersetzen oder etwa mit seinen Mitmusikern zu kommunizieren. In diesem Artikel sollten ein paar ganz grundsätzliche Kenntnisse dazu vermittelt werden.

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