dZi beads - Himmelsperlen - heaven pearls

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Aus aktuellem Anlaß (aufgrund mehrerer Nachfragen) möchte ich mich heute mit einem etwas ausgefallenen Thema beschäftigen:

'dZi beads' = Himmelsperlen

Diejenigen, die nichts damit anfangen können oder wollen, sollten besser gleich abbrechen, bevor sie aus Langeweile mit einem Nein bewerten ;-)
Das Thema ist wirklich sehr speziell, aber denjenigen, die vielleicht dZi beads über EBay kaufen wollen, oder die sich einfach nur für dZi beads interessieren, kann dieser Ratgeber vielleicht eine kleine Hilfe sein.
Da es leider nicht sehr viele Informationen in deutscher Sprache dazu gibt, habe ich mir die Mühe gemacht, das aufzuschreiben was ich weiß, ergänzt mit dem was ich an brauchbaren Information in englischsprachigen Quellen recherchieren konnte.

Bevor es richtig losgeht, hier ein paar Bilder von 'bezahlbaren' dZi beads
damit der unvorbelastete Leser einen ersten Eindruck bekommt:






Definition:


Deutsch: "Himmelsperle"
Englisch: "heaven pearl"
Chinesisch 天珠 = tian zhu (Aussprache ungefähr 'tjän dschu', das dsch dabei in etwa wie das j von Jeans)
oder eben kurz Tibetisch: dZi (sprich 'dsi' mit langem i und weichem s wie beim deutschen Sie), bedeutet 'hell', 'strahlend', 'leuchtend'

[Anmerkung: Im Englischen unterscheidet man generell zwischen bead und pearl, was beides ins Deutsche mit Perle übersetzt wird, wobei mit pearl stets etwas natürliches und kostbares gemeint ist, während bead auch etwas künstliches künstlerisches sein kann.
dZi bead klingt dabei also bescheidener als das englische heaven pearl. Das kommt daher, dass die meisten beads nicht natürlich sind, aber durchaus den Wert einer pearl haben]


Man unterscheidet grob zwischen:

1. authentische dZi beads. Diese bestehen aus meist Agate/Achat, manchmal aus Karneol, und werden unterteilt in:

    1.1. "pure dZi", also reine dZi, die abgesehen von einer mechanischen Formung natürlich gewachsen und extrem selten und kostbar sind.

    1.2. "chong dZi", sogenannte zweitrangige, also künstlich 'verfeinerte' dZi (eine sehr aufwendige Art der Beizung oder Ätzung)

    1.3. "dZi-type beads", also dZi-verwandte Perlen

2. nicht authentische dZi beads

    2.1. ähnlich den 'chong dZi hergestellt aus anderen natürlichen Materialien (Jade, Serpentin, Marmor etc.)

    2.2. Fälschungen von authentischen dZi (insbesondere von pure dZi und chong dZi) aus Glas, Keramik, oder Materialverbunden

Anmerkung zu 1.1. und 1.2.: Die Geister scheiden sich bei sehr alten originalen dZi beads, die zwar eigentlich chong dZi sind, aber 3 bis 5000 Jahre alt sind. Experten zählen sie richtigerweise zu den chong dZi, während das Gros der Sammler und Verkäufer sie - auch nicht ganz unberechtigterweise - zu den pure dZi zählen.

Anmerkung zu 1.3: ich halte den gängigen Begriff 'dZi-type' für unglücklich gewählt, da man ihn mit 'nur dZi-ähnlich' übersetzen könnte. Tatsächlich handelt es sich aber um eine authentische dZi-Art und nicht um eine Kopie. Manche nennen sie 'of-dZi-family' was der verwandtschaftlichen Ähnlichkeit viel näher kommt

Anmerkung zu 2.2: es gibt billigen Ramsch aus einfachem Glas, bis hin zu sehr aufwendigen Mineral-Keramik Konstrukten mit eingegossenem Schwermetallkern, um möglichst viele Eigenschaften (Dichte, Magnetfeld etc.) eines pure dZi verblüffend gut zu imitieren. Letzteres ist zwar enorm aufwendig, aber immerhin werden hier Perlen kopiert die einige zig Tausend Dollar einbringen sollen und können


Herkunft und Bedeutung:

Über die Herkunft solcher Schätze wird natürlich gestritten. Bewiesen ist die Existenz solcher Perlen seit mindestens 4000 Jahren (manche Quellen geben 5000 Jahre an), und definitiv wurde der allergrößte Teil in Tibet gefunden (und gebunkert). Es gibt unterschiedliche Gerüchte und Belege über die Existenz solcher Perlen in Persien/Mesopotamien, und dass Tibetische Soldaten sie von dort mitgebracht haben sollen, aber im großen und ganzen ist man sich einig, dass sie aus Tibet stammen. Das gilt mindestens für die pure dZi, größtenteils aber auch für die chong dZi, während einige chong dZi und ein großer Teil der dZi-type beads zudem aus den benachbarten Ländern Bhutan, Indien (insbesondere Kashmir), Ladakh, Sikkim und Nepal kommen, sowie aus Mesopotamien, Pakistan, Afghanistan.

Die Geschichten um die Himmelsperlen sind vielfältig, insbesondere in Tibet. Sie wurden und werden in Ketten und anderen Schmuckstücken eingearbeitet als Amulett getragen, und sollen heilen, beschützen, Kraft geben, ein langes Leben bescheren, Unheil und Geister abwehren, außerdem werden sie in der Tibetischen Medizin gegen alle möglichen Krankheiten eingesetzt, um - neben anderen Maßnahmen - Körper und Seele in das richtige Gleichgewicht zu bringen.

Nachdem es also vor - sagen wir - 3000-4000 Tausend Jahren eine gewisse dZi-Kultur gegeben hat, sind sie scheinbar irgendwie verschwunden (oder gehütet worden), und tauchten erst vor 1000 bis 1500 Jahren in Tibet wieder auf. Angeblich waren es Schäfer und Bauern die einige dieser Steine im Grasland gefunden haben. Da sie sich insbesondere an fruchtbaren und heiligen Stellen befanden, unterstellte man ihnen, dass sie versteinerte Geister von Lebewesen, insbesondere von Mönchen waren (Tatsächlich waren wahrscheinlich Mönche oder hohe Beamte genau an diesen heiligen Stellen begraben worden und hatte dZi beads bei sich, im Laufe der Jahre sind aber nur die Perlen übrig geblieben).
Nicht ganz ohne Hintergrund nennt man daher die runden Punkte und Kreise auch 'Augen'. Man nimmt heute an, dass gerade aufgrund dieser Ursprungsthese die Steine in Tibet besondere Heilwirkungen zugesprochen werden. In jedem Fall gelten sie als heilige Geschenke der Götter.

Tatsächlich werden wissenschaftlich die meisten dZi beads interessanterweise auf ein Alter von 2500 bis 2800 Jahren datiert. Es erscheint seltsam, dass diese Perlen nur in einer Region der Welt aufgetaucht sein sollen, und das auch nur in einer relativ kurzen Epoche. Somit wird diese wissenschaftliche Erkenntnis als Nachweis der Theorie angesehen, dass die Perlen ein Geschenk der Götter sind und nicht von dieser Erde stammen! (es gibt eine Legende im gesamten Himalaya, nachdem es einen bösen Geist gibt, der ab und an auf die Erde der Menschen kommt, um Plagen zu verbreiten und Unheil zu säen. Aber wie immer in solchen Legenden gab es auch einen guten Geist, der die Menschen beschützten wollte, und seine Gnade in Form von dZi beads vom Himmel regnen ließ, so dass die Menschen, die sie fanden, von nun an vor dem bösen Geist beschützt waren, da er immer ein offenes Auge des guten Geistes bei sich hatte. Daher kommt im übrigen auch der Begriff der Himmelsperle.

Die am wenigsten belegte Geschichte erzählt vom Tibetischen Herrscher Gisa der um das Jahr 700 herum seine Soldaten in das heutige Persien schickte, und dort im Palast die Schätze mitgehen ließ. Darunter waren Unmengen von dZi beads, die im Saal getanzt haben sollen. Alten Aufzeichnungen nach, soll es sich um 390.000 dreiäugige dZi und etwas über 50.000 hochwertigere gehandelt habe. Interessanterweise, gehen heutige Schätzungen von einem ähnlich hohen weltweiten Bestand an pure dZi und chong dZi aus.

Eine andere Geschichte aus genau der gleichen Zeit erzählt dagegen vom Kaiser Tai Jong aus der Tang-Dynastie (also ebenfalls vor ca. 1300 Jahren), der seine Tochter Prinzessin Man Shing - wie sollte es auch anders sein - aus strategisch politischen Gründen mit dem König von Tibet vermählen wollte. Da so etwas wie üblich nicht ohne Geschenke abläuft, gab es gratis den Buddhismus und eine Statue des hochverehrten Gottes der Gnade Kwan Yin, die über und über mit kleinen Schätzen geschmückt war, unter anderem sehr viele dZi beads, insbesondere die seltenen kostbaren neunäugigen. Danach sind wieder rund 1000 Jahre vergangen, ohne dass neue DZi beads entstanden wären. Erst vor rund 350 Jahren wurden in Tibet wieder dZi beads (zumindest offiziell und nachweisbar) hergestellt, und das bis ungefähr zur vorletzten Jahrhundertwende.

Daher kann man die dZi beads neben der obigen Klassifizierung noch in drei Epochen unterteilen:

     a.) antike (ancient period) dZi beads sind 1300 bis über 4000 Jahre alt

     b.) alte dZi beads (middle period) sind 100 bis 350 Jahre alt (also etwa von 1650-1910)

     c.) neue dZi beads (new period) sind nagelneu und selten älter als 30 Jahre (ab etwa 1980)

Bis vor 50 Jahren waren die originalen Steine extrem selten, in der westlichen Welt nur wenigen Experten und Sammlern bekannt, und auf der ganzen Welt sagenumwoben, da überhaupt nur sehr wenige verfügbar waren. Das änderte angeblich sich mit der Flucht des Dalai Lamas und vielen anderen Tibetern 1959: um das Überleben im Exil zu sichern sollen nämlich viele dieser Steine mitgenommen und verkauft worden sein. Ob das die Ursache für ein verhäuftes Aufkommen ist, gilt jedoch als nicht bewiesen


Aussehen und Nutzen:

DZi (insbesondere pure dZi und chong dZi) sind meistens:

- länglich oval, manchmal rund, selten flach (goat-eye-beads = Ziegenaugenperle oder sheep-eye = Schafsauge)

- zweifarbig, schwarz-weiß bis braun-beige, manchmal mit roten punktförmigen Zinnober-Einschlüssen (QuecksilberSulfit)

- hochglänzend poliert, oder durch das Tragen und Benutzen über viele Generationen wachsähnlich schimmernd

- gerade alte beads haben eine rötlich feinädrig aufgerissene oder schuppig aufgeplatzte Oberfläche (sogenannte 'Drachenhaut')

- verschiedene Symbole mit unterschiedlichen Häufigkeiten und Bedeutungen, meistens sogenannter Augen (helle Ringe/ dunkle Punkte

- der Länge nach durchbohrt um sie in Ketten und Amulette einzuarbeiten

- typischerweise 2-8 cm lang und 0,5-2 cm dick, 5-40 Gramm schwer (wobei prinzipiell auch kleinere und größere vorkommen)

Einige typische DZi beads habe ich zu einer Abbildung (siehe unten) zusammengefasst, die meisten sind etwa 5-6 cm lang

Wie gerade erwähnt, haben die meisten dZi beads sogenannte Augen, es gibt aber noch eine Vielzahl anderer Elemente wie Linien (Geraden, Zickzack, Wellen, Schlangen), Ringe, Rechtecke/Rauten, etc. Die Art und Anzahl dieser Formelemente, sowie die vielfältigen Kombinationen daraus, führen zu verschiedensten Gesamtsymbolen mit unterschiedlichen Bedeutungen und Wirkungen. Die meisten davon sind heute gar nicht, oder nur noch wenigen Geheimnishütern bekannt.

Unter anderem sind folgende (Teil-)Bedeutungen und Anwendungen weitgehend bekannt:

- alle DZi beschützen den Träger, indem sie auf ihn aufpassen und ungünstige Energien ablenken

- während die einen gute Geister enthalten die den Träger stärken und heilen, enthalten andere die Seelen von Teufeln und Dämonen, ganz nach dem Motto: Feuer mit Feuer bekämpfen

- je mehr 'Augen' auf der dZi bead sind, desto kraftvoller ist sie, hierbei ist eine ungerade Anzahl wesentlich beliebter als eine gerade

- gerade 'neuere' beads tragen klassische teils stark stilisierte Symbole für YinYang (Harmonie), Drachen (Kraft und Macht), Lotus (Reinheit), und viele andere Symbole für Glück, Reichtum, langes Leben usw., sowie für die chinesischen Tierkreiszeichen (zodiac signs)

- lange schmale dZi beads werden von Frauen bevorzugt, von Männern eher runde und dickere.

- neben ihrer Eigenschaft als Alltagsamulett, findet die dZi bead Verwendung buddhistischen Zeremonien

- ferner kann die Kraft einer dZi bead direkt und indirekt an eine Medizin abgegeben werden, sie wirkt gegen die Hitze des Körpers und die Krankheitswinde (also die in der traditionellen chinesischen Medizin häufigsten Ursache für Krankheiten die aus einem inneren Ungleichgewicht entstehen), so dass viele Mediziner ein oder mehrere dZi beads benutzen um die Effekte einer ganzheitlichen komplexen Behandlung zu fördern.

- aufgrund ihrer Beschaffenheit verfügen viele dZi beads über sehr günstige Feng shui Eigenschaften.

- manche dZi beads gelten als heilig und sind von buddhistischen Mönchen gesegnet

Im übrigen sollte hier noch das Phänomen erwähnt werden, dass alle alten Kulturen (Ägypten, Mesopotamien, Indien, China etc.) so etwas wie eine Augen-Kultur gelebt haben. Man denke zum Beispiel an das 'dritte Auge in der hinduistischen und buddhistischen Kultur. Immer handelt es sich um das Guckloch eines Gottes, eines Geistes oder einer Seele, und fast immer handelt es sich um eine ungerade Anzahl. Je mehr Augen vorhanden sind, desto stärker ist die Macht die davon ausgeht, und je schärfer die Ränder sind, desto klarer und deutlicher die Wirkung. Oder in anderen Worten, je mehr Augen und je perfekter der Stein, desto wertvoller ist er.


Häufigkeit, Wert, Echtheit

pure dZi sind sehr rar und sehr sehr teuer. Die begehrtesten sind die neunäugigen, sie können einige Hunderttausend Dollar kosten und sind unter normalen umständen nicht zu bekommen. Die legendäre 13-äugige sowieso nicht. Es gibt originale alte 3-äugige pure dZi die je nach Größe und Qualität für einige hundert bis tausend Dollar gehandelt werden. Laut offizieller tibetischer Klassifizierung dürfen übrigens neue pure sei nur aus Achat sein, während antike pure dZi nur in 80% der Fälle aus Achat sind, in 20% der Fälle ist es Karneol oder andere Mineralien.

chong dZi sind zwar viel häufiger als pure dZi aber immer noch selten, Färbung und Muster vielseitiger (es gibt zum Beispiel 21äugige dZi beads), und werden ja auch heute noch (bzw. wieder) hergestellt. Die Herstellungsverfahren haben sich geändert, wobei es in Tibet einige wenige Künstler geben soll, die sich der ganz alten Verfahren bedienen. Davon, sowie vom Alter, vom Material, vom Muster, und vom Zustand, sind die Preise abhängig. Es gibt sehr schöne alte seltene chong dZi, die einige zig Tausend Dollar kosten können. Die meisten erwerbbaren chong dZi sind aber entweder schlechtere Qualitäten aus dem Mittelalter oder bessere Qualitäten aus der Gegenwart. Diese sind häufig zu Preisen zwischen 200 und 1000 Dollar zu bekommen, wobei man mittlerweise gute neue dZi für 50 Dollar und weniger erwerben kann.

dZi-type beads (authentisch und nicht-authentisch) gibt es viele, und zwar auch sehr viele schöne. Die der dZi bead nachgesagten Wirkung soll auch von solchen dZi beads ausgehen, nur halt nicht in dem gleichen Masse. Dafür sind sie aber auch viel günstiger und man kann stattdessen mehr erwerben. In der Regel handelt es sich um Granit, Marmor, Jade oder anderen Mineralien, in die die Muster eingeätzt werden, am beliebtesten sind hier grobe dreiäugige dZi beads mit matter unebener Oberfläche. Auch solche Steine können gesegnet werden und zu Schmuck oder Amuletten verarbeitet werden. Der Vorteil: sie kosten je nach Größe und Qualität nur zwischen wenigen Cent und ein paar Dollar (bis zu 50 Dollar bei erstklassiger Arbeit und Material und: sie sind (fast) immer echt! Das heißt, sie können auch vom Laien relativ sicher und risikoarm im Internet gekauft werden.

Damit komme ich auch zum Schluss zur wesentlichen Frage: woran erkenne ich eigentlich ob eine dZi bead echt ist?

Antwort: gar nicht!

Während nämlich die 'einfachen' und günstigen dZi beads praktisch immer echt sind (warum sollte man sie auch fälschen, wenn Aufwand und Wert derselbe wäre), werden die pure beads und chong dZi selbstverständlich gerne gefälscht oder nicht als das verkauft was sie wirklich sind.

Zwar gibt es Indizien für eine echte dZi bead (Oberflächenbeschaffenheit, Farbe, Reinheit des Materials, Durchgängigkeit der Färbung, Härte und Dichte, etc.), aber das Problem ist zum einen die Altersbestimmung, zum anderen die Materialbestimmung, denn dafür fehlt es dem Laien an Hilfsmitteln (Säuren, X-Rays, Feinwaage, Härtemesser, UV-Licht, etc.), zum anderen bekommt er die dZi ja nicht in die Hand, wenn er sie im Internet kauft, um sie einem Experten zur Prüfung vorzulegen. Manche Verfahren wären zudem teuer und lohnen sich nur für sehr wertvolle Stücke. Gewissheit bekommt man nämlich erst, wenn man in die dZi bead reingucken kann, und das bedeutet normalerweise die Zerstörung der Perle. Da ich mich auch niemals auf ein offizielles gesigeltes Zertifikat eines dubiosen Ínternethändlers verlassen würde (das läßt sich nämlich sehr viel leichter Fälschen als die dZi bead), kann ich eigentlich nur von dem Kauf solcher Perlen im Internet abraten, sondern empfehle entgegen meiner Gewohnheit (ich kauf nämlich alles im Internet) den persönlichen Gang zu einem anerkannten Juwelier. Das kostet zwar ein bisschen mehr, bringt aber die höchste Sicherheit. Kein Juwelier riskiert sein Geschäft wegen einer gefälschten dZi bead.

Was jedoch die dZi beads der oben aufgeführten Klassen 1.3 und 2.1 betrifft, also die dZi-ähnlichen beads, so kann ich nur den Kauf im Internet empfehlen, da dort wirkliche schöne Stücke zu Schnäppchenpreisen erworben werden können.

Vorsicht nur bei dZi beads, die aussehen wie pure dZi oder chong dZi und für wenig Geld angeboten werden. Diese bestehen fast immer aus Glas, Keramik, oder Mineral (man erkennt das spätestens dann, wenn man sie 'aufbricht', da sie dann einfach unecht und wie außen beschichtet aussehen). Die schön gemachten Stücke sind aufwendig hergestellt (mit Ätzbeize und Einbrennen), sehen den echten dZi verblüffend ähnlich, und sind durchaus auch ihr Geld wert. Manche werden für 20 Euro und mehr verkauft, und das ist auch in Ordnung. Man zahlt am Ende das Design und die künstlerische Handarbeit, und erhält dafür ein schönes Unikat, das trotz allem eine positive Wirkung ausstrahlen kann. Solange man sich darüber im klaren ist, dass es keine pure dZi oder chong dZi ist, spricht nichts dagegen, und da die Begriffe nicht geschützt sind, handelt es sich auch nicht um ein Plagiat.


Ich hoffe ich konnte dem Interessierten ein bisschen Licht ins Dunkel bringen, und würde mich freuen wenn sich die viele Arbeit für den ein oder anderen Ebayer gelohnt hat.

Viel Spaß beim shoppen, skai



P.S.: ich bitte nur zu beachten, dass ich versucht habe, nach bestem Wissen und Gewissen das zu sammeln, was ich wusste und in Erfahrung bringen konnte. Es handelt sich um ein komplexes Thema, und ich bin kein Juwelier. Das heisst, ich gebe keine verbindlichen Tips und jeder Leser muss selbst wissen wie er eigenverantwortlich damit umgeht.

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