Zubehör für MiniDisc- & CD-Recorder-Kombinationen

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Zubehör für MiniDisc- & CD-Recorder-Kombinationen

Haben Sie sich in den 1990er oder 2000er Jahren einen CD/MD-Recorder zugelegt? Oder haben Sie sich gerade ein gebrauchtes Gerät gekauft? Fehlen Ihnen Zubehörteile für den Recorder? Ist Ihnen etwa die Fernbedienung abhandengekommen oder die Anleitung? Wissen Sie nicht, welche CDs der integrierte CD-Player abspielen kann oder benötigen Sie neue Leer-MDs zum aufnehmen?

Für Sie gibt es diesen Ratgeber, der Ihnen einen ersten Eindruck über das Angebot an Zubehörteilen für Kombinationsgeräte aus CD-Player und Mini-Disc-Recorder vermitteln möchte. Der Ratgeber wird dabei zwar notwendigerweise unvollständig bleiben. Er erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Dennoch wird er Ihnen hoffentlich einige wichtige Tipps liefern können.

Dabei listet er das Zubehör nicht nur einfach auf, sondern gibt Ihnen auch Hinweise für die richtige Verwendung. Bei einigem Zubehör (beispielsweise bei der Verkabelung) wird er Ihnen auch tiefer gehende Informationen bieten können, was beispielsweise die Verbesserung von Wiedergabe und Aufnahme angeht.

Ein kurzer Rückblick zur CD und MiniDisc

Der CD/MD-Recorder ist ein Kind der 1990er und 2000er Jahre. In den 1990er Jahren setzte Sony ganz auf die MiniDisc, die die Audiokassette und das DAT ersetzen sollte. Dieses Vorhaben gelang jedoch nicht. Außer in Japan hatte die MiniDisc nur mittelmäßigen Erfolg. Das lag an verschiedenen Faktoren.

Zum einen war mit der CD seit den frühen 1980er Jahren ein digitaler Tonträger am Markt, der auch den Endverbraucher gut erreichte. Die CD erfuhr im letzten Jahrzehnt des Jahrtausends ihren Siegeszug und verdrängte die übrigen analogen Tonträger von der Bildfläche.

Zum anderen brach sich mit der zunehmenden Digitalisierung – auch was die Etablierung des Internets angeht – eine neue Kultur des digitalen Musikgenusses Bahn: die MP3 und der iPod. Jedoch ließ sich Sony lange Zeit nicht beirren. Der Konzern entwickelte seinen Tonträger kontinuierlich weiter, bis zum Ende der 2000er Jahre. Hatten die lizenznehmenden Unternehmen bereits Stück für Stück die Produktion von MiniDisc-Playern und –Recordern aufgegeben, stellte Sony erst 2011 die Produktion von MiniDisc-Geräten ganz ein.

In der Hochzeit der MiniDisc wurden besonders portable Recorder bevorzugt. Darüber hinaus gab es ebenfalls MiniDisc-Decks als Baustein für die Hifi-Anlage. Eine „Unterkategorie“ dieser Decks waren bzw. sind die Kombigeräte aus je einem CD- und MiniDisc-Laufwerk. In aller Regel ist ein CD-Player zur Wiedergabe und ein MD-Recorder zur Aufnahme und Wiedergabe verbaut.

Welches Zubehör ist für CD/MD-Recorder erhältlich?

Zubehör für CD/MD-Recorder gibt es eine ganze Menge. Das fängt bei den richtigen Tonträgern für beide Laufwerke an, führt über Kabel und Pflegeutensilien, hin zu Anleitungen, Fernbedienungen und andern Teilen. Als Erstes soll es nun um die richtigen MiniDisc-Tonträger gehen.

Die MiniDisc als Tonträger und zum Aufnehmen

Für Ihre CD/MD-Recorder-Kombination benötigen Sie die richtigen MiniDiscs. Die MiniDisc selbst besteht aus einem fast quadratischen Gehäuse aus Polykarbonat. Die Abmessungen betragen 72 x 78 mm bei 5 mm Gehäusehöhe. Im Gehäuse befindet sich die eigentliche MiniDisc als Datenscheibe. Ihr Durchmesser beträgt 64 mm. Durch diese Abmessungen ist der Tonträger äußerst kompakt.

Das Gehäuse besitzt an der Seite eine rechteckige Aussparung. Darüber befindet sich ein Schieber, der beim Einlegen ins Laufwerk zur Seite geschoben wird. Darunter liegt die Mini-Disc-Scheibe frei und ist bereit zum Lesen bzw. Beschreiben. Es gibt verschiedene Typen von MiniDiscs. Fertig bespielte Mini-Discs werden – wie Audio-CDs – maschinell „gepresst“.

Für Ihren Fall interessanter: die unterschiedlichen Typen von Leer-MiniDiscs. Diese sind in unterschiedlichen Konfigurationen bzw. mit unterschiedlicher Spieldauer erhältlich. Für den normalen Aufnahmemodus existieren MiniDiscs mit einer Spieldauer von 60, 74 und 80 Minuten.

Was bedeutet eigentlich ATRAC?

Ähnlich wie bei einer MP3 nutzt die MiniDisc beim Aufnehmen ein spezielles Kompressionsverfahren, ATRAC (Audio Transform Acoustic Coding) genannt. Auch dieses arbeitet mithilfe eines psychoakustischen Verfahrens. Um die Datenmenge bzw. –Größe so gering wie möglich zu halten, werden „nicht hörbare Frequenzen“ der Aufnahme gelöscht. Das Verfahren wird daher als „verlustbehaftet“ definiert. Für das normale Ohr sind die Unterschiede jedoch nicht zu hören.

Sonys Weiterentwicklung des ATRAC bescherte der MiniDisc das sogenannte MDLP-Format (ATRAC3). MiniDiscs lassen sich damit mithilfe eines „Long-Play-Modus“ aufnehmen. Der Clou: Sie können auf eine Minidisc bis zu viermal so lang aufnehmen, wie vorher. Eine MD mit einer Spieldauer von 80 Minuten kann so maximal 320 Minuten Audio aufnehmen.

Vorsicht: Nicht jede CD könnte abgespielt werden

Was für generell alle älteren Geräte gilt, gilt auch für die CD/MD-Recorder-Kombination. Es kann vorkommen, dass nicht jeder CD-Typ abgespielt wird. Hier ist eine Prüfung im Vorfeld eines Kaufes zu empfehlen. Selbstverständlich können Sie in allen Geräten normale kommerziell „gepresste“ Audio-CDs abspielen. Bei CD-Rs und CD-RWs, also selbst gebrannten Rohlingen, kann das (bei älteren Geräten) schon mal nicht der Fall sein.

Die „normale“ Variante beschreibbarer Rohlinge ist dabei die CD-R. R steht für „recordable“ um macht darauf aufmerksam, dass die CD nur ein einziges Mal bespielbar ist. Sie können jedoch mehrere „Sessions“ nacheinander auf die CD-R brennen und sie beim Erreichen der Maximalkapazität dann „finalisieren“.

Die CD-RWs lassen sich im Unterschied zu den CD-Rs mehrmals löschen und wiederbeschreiben. Die Hersteller sprechen hierbei von einer maximalen Wiederbeschreibmöglichkeit von bis zu 100.000-mal.

CD-Rohlinge werden in unterschiedlichen Spiellängen angeboten. Gängig sind CDs mit einer Spieldauer von 74 oder 80 Minuten. Darüber hinaus finden sich jedoch auch Sonderformen. CD-Rohlinge mit Überlängen von 90 oder 99 Minuten etwa. Oder die Kapazitäten liegen im unteren Bereich bei 63 Minuten. Es ist auf jeden Fall empfehlenswert, dass Sie ihren CD/MD-Recorder auf die unterstützten CD-Formate hin überprüfen.

Wer über die richtigen Kabel verfügt, kann noch einiges aus der Aufnahme herausholen

Wenn Sie ein neues Gerät für Ihre Hi-Fi-Anlage kaufen, kommt es vor, dass sich Anschlusskabel im Lieferumfang befinden. Gerade bei Geräten mit digitaler Signalverarbeitung – wie Ihrem CD/MD-Recorder – ist ein digitales Anschlusskabel mit dabei.

Diese Kabel erfüllen in der Regel einen gewissen Standard. Sie können jedoch auch versuchen, mit hochwertigeren Kabeln den Klang und die Qualität der Aufnahme sowie der Wiedergabe zu verbessern. Dafür haben Sie bei Ihrem CD/MD-Recorder zwei Möglichkeiten.

Auf der einen Seite besitzt Ihr Gerät die üblichen Cinch-Anschlüsse bzw. –Kabel zum Anschluss an den analogen Hochpegeleingängen und –Ausgängen. Diese sollten in jedem Fall sehr gut isoliert und abgeschirmt sein. Außerdem sollten Sie darauf verzichten, sehr lange Kabel zu verwenden. Je länger der Signalweg, desto mehr Verlust. Eine korrosionsfreie und gut leitende Variante stellt ein Cinch-Kabel mit goldbeschichteten Steckern dar.

Die höhere Qualität bei der Aufnahme bekommen Sie jedoch mit Kabeln, die in der Lage sind, digitale Signale zu transportieren. Hierbei gibt es zwei Möglichkeiten. Einerseits können Sie (je nach Vorhandensein einer entsprechenden Schnittstelle am Gerät) ein Koaxialkabel verwenden. Dieses transportiert das Signal mithilfe elektrischer Spannung.

Andererseits können Sie auch optische Kabel verwenden. Diese bestehen aus Glasfasern, in denen das digitale Signal per Licht übertragen wird. Beim Koaxialkabel gilt auch wieder: Je länger das Kabel, desto verlustreicher das Signal. Optische Kabel sind aufgrund ihrer Eigenschaften daher Koaxialkabeln vorzuziehen.

Irgendwann muss man es dann doch tun: Reinigen

In Ihrem CD/MD-Recorder ist zum Teil empfindliche Elektronik verbaut. Besonders die Linsen der CD- und MD-Laufwerke können verschmutzen. Das äußerst sich dann in einem „Stottern“ des Wiedergabeprozesses, einem „Springen“ und dergleichen mehr.

Sie können hierbei zum einen eine manuelle Reinigung vornehmen. Dabei müssen Sie allerdings das Gerätegehäuse aufschrauben, eventuell Bauteile entfernen, um an alle Stelle zu kommen. Wer diesen Aufwand scheut, kann auch zunächst einmal ausprobieren, ob es nicht an einer verdreckten Linse liegt.

Hier werden spezielle Reinigungsträger angeboten. Für den CD-Player existieren spezielle Reinigungs-CDs. Diese haben auf der laserzugewandten Seite eine kleine weiche Bürste, die bei Rotation der CD über die Linse fährt. Auch für Ihr MD-Laufwerk existieren Reinigungs-MDs, die nach dem gleichen Prinzip arbeiten.

Gerade bei gebrauchten Geräten gerne nicht mehr dabei: Anleitungen & Schaltpläne

Wenn Sie ein gebrauchtes Gerät erwerben, ist die Betriebsanleitung vielleicht nicht mehr vorhanden und verloren gegangen. Das ist zwar nicht sehr tragisch, wenn man das Gerät gut kennt. Als Einsteiger kann die Anleitung jedoch sehr hilfreich sein. Schaltpläne sind zwar seltener anzutreffen. Aber gerade für Menschen mit elektrotechnischem Fachwissen interessant, beispielsweise um den CD/MD-Recorder zu tunen oder zu reparieren.

Beides, sowohl Anleitungen als auch Schaltpläne, sind jedoch wiederzubeschaffen. Es lassen sich große Sammlungen von Betriebsanleitungen finden, auch einzeln werden sie angeboten.

Geht auch oft verloren: die Fernbedienung

Der Klassiker bei verloren gegangenen Zubehörteilen ist die Fernbedienung. Mit ihrer Hilfe lassen sich CDs komfortabel vom Sofa aus abspielen. In den meisten Fällen ist sogar die Aufnahmesteuerung mittels Fernbedienung möglich.

Sollten Sie allerdings partout keine Fernbedienung mehr finden, die zu Ihrem Gerät gehört, können Sie sich auch überlegen eine sogenannte Universalfernbedienung anzuschaffen. Mit Ihrer Hilfe können Sie nicht nur Ihren CD/MD-Recorder bedienen, sondern auch weitere Hi-Fi- und TV-Geräte. Achten Sie in jedem Fall darauf, dass der CD/MD-Recorder von der Fernbedienung unterstützt wird.

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