Wo liegen die Unterschiede zwischen PS3, PS3 Slim und dem neuen Modell der PS3 Slim?

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Wo liegen die Unterschiede zwischen PS3, PS3 Slim und dem neuen Modell der PS3 Slim?

Die Entscheidung darüber, welche Spielkonsole für Sie die richtige Wahl ist, kann mitunter schwierig sein. Viele Konsolen haben verschieden Extras, wie zum Beispiel die Funktion eines Streaming Players. Doch auch, nachdem Sie diese Frage für sich geklärt haben, und sich für den Kauf eines PlayStation 3-Systems entschieden haben, ist die letztendliche Wahl noch nicht getroffen, da Sie nun vor einer neuen Frage stehen: Welchem Modell der Sony-Konsole sollten Sie den Vorzug geben? Nach der Erstveröffentlichung der PlayStation 3 im November 2006 hat Sony immer wieder Anpassungen an seinem System vorgenommen, die nicht nur die Größe und Optik, sondern mitunter auch die technischen Aspekte der Konsole betreffen. Als Folge existieren drei verschiedene PlayStation 3-Modelle auf dem Markt, die Sie teilweise neu, aber in jedem Fall gebraucht erwerben können. Um herauszufinden, wie viel eine gebrauchte Playstation kostet, haben wir für Sie einen Preisindex für Restwerte von Spielekonsolen erstellt. Vor dem Kauf einer PlayStation 3-Konsole sollten Sie sich überlegen, welche Variante der Spielkonsole für Sie die beste Wahl ist, um nach dem Kauf nicht eventuell eine Enttäuschung erleben zu müssen.

Das erste Modell: die sogenannte "PlayStation 3 Fat"

Die von Sony im Jahr 2006 in Japan und Amerika sowie 2007 in Europa veröffentlichte Version der PlayStation 3 ist im Vergleich zu den Folgemodellen mit den Namen Slim sowie Super Slim das größte und schwerste Modell der Konsole. Offiziell einfach als "PlayStation 3" (ohne Zusatz) bezeichnet, werden Konsolen der ersten Generation inoffiziell "Fat" oder auch "Fat Lady" genannt. Doch auch bevor Sony das Design der Spielkonsole mit der "Slim"-Variante anpasste, gab es bereits Veränderungen innerhalb der Hardwarestruktur. So sind etwa nur die ersten Varianten der "Fat Lady" abwärtskompatibel, und können somit neben PlayStation 3-Titeln auch PlayStation Spiele der Vorgängerkonsolen PlayStation 1 und 2 abspielen.

Auf die Abwärtskompatibilität achten

Waren bei der Erstveröffentlichung der PS3-Konsole in Japan und Amerika noch die Chips der PlayStation2 verbaut, um eine reibungslose Abwärtskompatibilität zu gewährleisten, war dies bereits beim ersten Modell, das in Europa erschien, anders. Vermutlich um die Kosten der Konsole zu senken, wurde die Unterstützung von PlayStation 1 und 2-Titeln nun über eine Software-Emulation geregelt, was jedoch nicht zufriedenstellend funktionierte, sodass manche Titel der alten Generationen nur fehlerhaft oder überhaupt nicht auf der neuen Konsole liefen. Bei allen "Fat"-Modellen, die ab Oktober 2007 ausgeliefert wurden, sowie den kleineren Folgemodellen "Slim" sowie "Super Slim", fehlt die Abwärtskompatibilität komplett. Wenn Sie also keine PlayStation 1 oder 2 besitzen, oder einfach nicht mehrere Konsolen in Ihrem Regal stehen haben möchten, so sollten Sie beim Kauf Ihrer Konsole darauf achten, dass in der Auktion ausdrücklich bestätigt wird, dass es sich um ein abwärtskompatibles Modell handelt.

Was ist eigentlich das "Yellow Light of Death"?

Der Controller der ersten PS3-"Fat"-Modelle unterstützte zudem noch keine Rumble-Funktion, was jedoch mit dem DualShock3-Controller ausgebessert wurde. Ein Nachteil der alten "Fat"-Modelle ist, dass diese sich auf lange Sicht als relativ fehleranfällig erwiesen haben. Durch Überhitzung der Konsole kann es zu einer Unterbrechung der Lötkontakte am Grafikchip kommen, wodurch sich die Konsole nicht mehr in Betrieb nehmen lässt. Durch das gelbe Licht, den die Kontrollleuchte die Konsole als Fehlermeldung anzeigt, wird dieser Defekt umgangssprachlich auch als "Yellow Light of Death", oder kurz YLOD bezeichnet. Zwar kann dies theoretisch auch mit einer PlayStation 3 der Reihe "Slim" oder "Super Slim" passieren, jedoch wurde das Problem der Überhitzung bei diesen Modellen weitgehend gelöst, weswegen die alten "Fat"-Modelle mit einer wesentlich größeren Häufigkeit an diesem Defekt leiden.

Ein weiterer Nachteil der ersten PlayStation 3-Generation ist, dass diese Konsolen gerade bei langem Betrieb teilweise laute Lüftungsgeräusche von sich geben. Gerade, weil die großen Modelle der PlayStation 3 seit 2009 nicht mehr produziert werden, und somit meistens keine Garantie mehr vorhanden ist, sollten Sie sich überlegen, ob Ihnen die Abwärtskompatibilität das Risiko wert ist, eventuell nach einiger Gebrauchszeit einen YLOD-Defekt zu bekommen. Viele beliebte Titel, die ursprünglich auf der PlayStation 1 oder 2 erschienen sind, können mittlerweile (kostenpflichtig) über das PlayStation Network online bezogen werden, oder sind in grafisch überarbeiteten HD-Versionen für die PlayStation 3 in Bundles neu erschienen. Für Bastler und technikinteressierte Menschen, die nicht viel Geld für ihre Konsole ausgeben möchten, könnte aber interessant zu wissen sein, dass sich ein YLOD unter Umständen auch wieder reparieren lässt, und defekte Konsolen mit diesem Problem teilweise sehr günstig angeboten werden. Hier gilt natürlich, dass Sie keine Garantie haben, das Problem wieder in den Griff zu bekommen, und sich eventuell über umsonst ausgegebenes Geld ärgern.

Die PlayStation 3 Slim: kleiner und leiser

Im September 2009 veröffentlichte Sony mit der PlayStation 3 Slim ein generalüberholtes Modell der Konsole. Am auffälligsten ist hierbei das stark veränderte Design, durch das die Konsole nicht nur ein komplett anderes Aussehen verpasst bekommen hat, sondern auch etwas kleiner geworden ist. Zusätzlich ist das Slim-Modell in unterschiedlichen Farben erhältlich, so etwa in weiß. Die Slim Version bringt knapp 2kg weniger auf die Waage, als es beim "fetten" Modell der Fall ist. Während das Design natürlich eine Frage des Geschmacks ist, und man sich darüber streiten kann, ob die kleineren Ausmaße für den Kunden einen wirklichen Vorteil bringen, sofern kein akuter Platzmangel auf dem Fernsehtisch vorhanden ist, bringt die PlayStation 3 Slim auch klare Vorteile mit sich: So wurde der Stromverbrauch im Gegensatz zum alten Modell von ca. 380 Watt auf 250 Watt reduziert, was sich gerade für Menschen, die viel und gerne spielen, ein Pluspunkt ist, wenn die Stromrechnung bezahlt werden muss. Das Kühlsystem der Konsole wurde ebenfalls überarbeitet, so dass es beim Slim-Modell nur noch in Ausnahmefällen zu einem "YLOD"-Defekt kommt.

Doch auch bei der Geräuschentwicklung wurde nachgebessert: Während manche Besitzer eines alten PlayStation 3 Modells, gerade bei leisen Spielszenen, die Lautstärke des Lüfters als störend empfinden, so sind Geräusche beim Lesen von einer Disk oder durch den Lüfter zwar auch beim Slim-Modell noch hörbar, aber ein ganzes Stück leiser, als bei der "Fat Lady". Ein weiterer Unterschied ist, dass die PlayStation 3 Slim nicht mehr über berührungssensitive Knöpfe zum Ein- und Ausschalten verfügt, sondern über solche, die gedrückt werden müssen. Zudem hat Sony beim Slim-Modell leider auch was die Ausstattung der Konsole angeht, ein wenig abgespeckt: So sind nur noch zwei statt vier USB-Anschlüsse vorhanden, und auf einen Flash-Karten-Leser wurde komplett verzichtet. Ein weiterer Nachteil der Slim-Version ist, dass es nicht mehr möglich ist, ein inoffizielles Betriebssystem wie etwa Linux auf der Konsole laufen zu lassen. Gerade für technikaffine Menschen ist dies sehr ärgerlich, war es mit der PlayStation 3 "Fat" zumindest bis zum Firmware-Update auf Version 3.21 noch möglich, die Konsole unter Linux als vollwertigen Computer zu benutzen.

Die PlayStation 3 Super Slim

Drei Jahre nach der Veröffentlichung der PlayStation 3 Slim bot Sony ab September 2012 ein nochmal überarbeitetes Modell der Konsole mit dem Namen "Super Slim" an. Erneut bekam die PlayStation 3 ein neues Design spendiert, und wurde im Vergleich zur Slim noch einmal ein ganzes Stück verkleinert. Somit ist die Super Slim die konsequente Fortentwicklung nach dem Übergang des ursprünglichen Modells, hin zu einer kleineren und stromsparenden Variante. Die größte Änderung von der Slim zur Super Slim ist, dass die Disks nun nicht mehr per Slot-In in die Konsole geschoben werden. Der automatische Einzug wurde beim neuen Modell durch ein Top-Lader-Verfahren ersetzt, so dass Disks nun "per Hand" in die Konsole eingelegt und wieder entnommen werden müssen.

Da sich beim Super Slim-Modell nur eine relativ dünne Plastikabdeckung über der Disk befindet, sind die Lesegeräusche des Laufwerks nun deutlicher zu hören, als es bei beiden Vorgängermodellen der Fall war. Von manchen Spielern wurde der Wechsel des Diskeinzugs negativ aufgenommen, da sie das Top-Lader-Verfahren im Vergleich zu den Vorgängermodellen als qualitativ weniger hochwertig empfanden. Trotz der recht geringen Ausmaße der Konsole ist der Lüfter des Modells auch im Dauerbetrieb erstaunlich leise, sodass die Super Slim insgesamt immer noch leiser ist, als das ursprüngliche "Fat"-Modell. Abgesehen von diesen Änderungen entspricht die PlayStation 3 Super Slim im Prinzip den technischen Spezifikationen des Vorgängermodells: Auch hier sind zwei USB 2.0 Schnittstellen vorhanden, ein alternatives Betriebssystem kann nicht auf die Konsole gespielt werden, und auch die Abwärtskompatibilität für PlayStation 1 und 2-Spiele ist nicht gegeben.

Die Sache mit der Festplatte

Unabhängig davon, für welches PlayStation 3-Modell Sie sich entscheiden, sollten Sie bedenken, dass alle Modelle in unterschiedlichen Versionen ausgeliefert werden, die jeweils eine Festplatte mit teilweise sehr stark variierendem Datenvolumen beinhalten. Da sich der Markt für Computerspiele seit der Erstveröffentlichung der PlayStation 3 im Jahr 2006 zunehmend auf Onlineangebote verlagert hat, können insbesondere die alten "Fat"-Modelle mit 20 oder 40 Gigabyte schnell an ihre Grenze stoßen. Das gleiche gilt umso mehr für die Einstiegsvariante der Super Slim-Generation, die lediglich über einen internen 12 Gigabyte-Flash-Speicher verfügt.

Viele PlayStation 3-Spiele kopieren teils beachtliche Datenmengen auf die Festplatte, bevor das Spiel in Betrieb genommen werden kann, und viele Titel werden zudem durch größere Updates aktualisiert oder bieten herunterladbare Zusatzinhalte. Ein weiterer Punkt ist, dass manche Spiele optional oder sogar ausschließlich als Download im PlayStation Network erworben werden können. Außerdem können Sie Ihr PlayStation 3-System ebenfalls nutzen, um persönliche Daten wie Fotos, Musik oder Videos auf ihr zu speichern und abzuspielen. Sie sollten sich also für eine Variante entscheiden, die Ihnen ausreichend Speicherplatz bietet. Alternativ können Sie Ihre PlayStation 3 jedoch auch jederzeit mit einer größeren Festplatte aufrüsten. Der Einbau ist relativ einfach, und die PlayStation 3 ist mit jeder 2.5 Zoll-Festplatte kompatibel, sofern ihre Bauhöhe nicht 9mm überschreitet. Sony bietet für den Festplatteneinbau spezielle Gehäuse an, die separat erworben werden können, und einen sicheren Halt des Speichermediums in der Konsole garantieren.

Welches Modell ist nun das Richtige für mich?

Die Frage, welches Modell der PlayStation 3 für Sie die beste Wahl ist, müssen Sie letztendlich selbst beantworten. Falls es Ihnen wichtig ist, auch alte PlayStation 1 und 2-Titel auf Ihrer Konsole spielen zu können, oder wenn Sie Linux auf Ihrem System installieren möchten, sollten Sie zu einem alten "Fat"-Modell greifen, sofern Sie die technischen Schwierigkeiten und Fehleranfälligkeit der ersten Generation nicht abschrecken. Da die Unterschiede zwischen Slim und Super Slim vor allem optischer Natur sind, können Sie ansonsten einfach nach Ihrem ästhetischen Empfinden zugreifen, je nachdem, welches Design Ihnen mehr zusagt.

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