Wissenswertes vor dem Kauf von Laufbändern

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Wissenswertes vor dem Kauf von Laufbändern

Sind Sie auf Ihre Fitness bedacht und laufen sowieso schon regelmäßig, oder sie möchten das Lauftraining erst beginnen, spricht vieles für ein Laufband. Das Laufband, einmal aufgestellt in Ihrer Wohnung, macht Sie unabhängig von jedem Wetter. Möchten Sie einmal abends trainieren, ist auch dies kein Problem mehr: Es gibt keinerlei Stolperfallen wegen der Dunkelheit, die Taschenlampe brauchen Sie nicht. Dadurch, und natürlich durch die nicht vorhandene Glätte bei entsprechender Witterung, reduziert sich auch die Unfallgefahr mit einem Laufband.

Und noch mehr: Wohnen Sie im Flachland, können Sie bei einem Laufband mit entsprechender Ausstattung ganz einfach Berg- oder Hügelläufe simulieren. Den „Berg" müssen Sie anschließend nicht hinunterlaufen, was sich schonend auf die Gelenke auswirkt. Außerdem können Sie mithilfe eines Laufbandes sehr konstante Daten über Ihren eigenen Körper während des Laufens sammeln. So können Sie beispielsweise eine konstante Geschwindigkeit oder einen konstanten Pulswert laufen.

Selbstverständlich ergeben sich auch Nachteile durch ein Laufband, die hier auch nicht unerwähnt bleiben sollen. Zum einen: Für ein vernünftiges Laufband sollten Sie auch ein wenig tiefer in die Tasche greifen. Außerdem kann sich Langeweile einstellen, wenn Sie zu Hause am Laufband alleine oder ohne irgendeine Ablenkung für das Auge laufen. Und die frische Luft fehlt auch. 

Sie sollten in jedem Fall alle Vor- und Nachteile gegeneinander abwägen und danach entscheiden, ob Sie die Anschaffung eines Laufbandes für richtig halten. Bei dieser Entscheidung möchte Ihnen dieser Ratgeber behilflich sein. Er wird Ihnen einige Grundinformationen zum Thema Laufbänder vermitteln und Ihnen zwischendurch praktische Tipps und Hinweise liefern.

Wie funktioniert ein Laufband?

Wenn man das Laufband mit anderen Trainingsgeräten vergleicht, fällt auf, dass das Laufband mit Abstand den höchsten Materialbelastungen ausgeliefert ist. In seiner mechanischen Funktionsweise unterscheidet es sich zunächst einmal nicht von herkömmlichen Fließbändern. Es gibt einen Antriebsmotor, der einen Förderteppich bzw. Laufteppich transportiert. Der einzige, aber nicht unerhebliche Unterschied: Auf dem Förderband liegen die Gegenstände ruhig auf dem Förderteppich, während beim Laufband zu jeder Zeit hohe (Körper-) Gewichte auf die Laufmatte treffen. Diese beanspruchen den Antriebsmotor, das Deck und die Rahmenkonstruktion in höchster Weise.

Ein Laufband muss also so konstruiert sein, das kein vorzeitiger Verschleiß auftritt. Sie können sich sicherlich vorstellen, dass eine gute Material- und Verarbeitungsqualität auch ihren Preis hat. Möchten Sie ein Laufband erwerben, dann seien Sie vorsichtig gegenüber Discounterangeboten. Dieser Ratgeber möchte Ihnen von unzulänglich hergestellten Laufbändern abraten.

Kein Laufband ohne den entsprechenden Antriebsmotor

Der Antriebsmotor ist die entscheidende Komponente bei einem Laufband. Die Motorleistung muss dabei ganz auf die angestrebte Nutzungsart abgestimmt sein, d. h.: Der Motor muss eine ausreichend starke Leistung erbringen, je nachdem, wie das Laufband genutzt werden soll, beispielsweise zum Laufen oder Gehen. Dies ist auch abhängig vom Körpergewicht des Laufenden. Dabei lässt sich bereits anmerken: Alle Laufbänder, die mit einer PS-Zahl unter 2 PS ausgeschrieben sind, sind nur zum Gehen geeignet.

Der Antriebsmotor ist dafür da, die Laufmatte über das Laufdeck zu transportieren. Dabei passiert Folgendes: Jeder Schritt lässt das eigene Körpergewicht samt Aufprallenergie auf das Laufband wirken, das dadurch abgebremst wird. Je schneller man also läuft, desto stärker wirkt die Bremskraft der eigenen Schritte auf das gesamte Antriebssystem, das aus Motor, Laufmatte, Gleitrollen und Gleitrollenlager besteht.

Achten Sie aufgrund dieses Sachverhaltes besonders darauf, dass der Hersteller des Gerätes eine möglichst lange Garantieleistung auf sein Produkt gewährt. Einige Hersteller bieten weiterhin auch einen Vor-Ort-Reparatur-Service an, der als Angebot oder eventuell auch als zukaufbare Leistung nicht zu verachten ist. Für ein vernünftiges Lauftraining sollten Sie sich für ein Laufband entscheiden, dessen Leistung 2 PS oder darüber beträgt. Auch wenn Sie nur ein Gehtraining absolvieren wollen, sollten Sie eher zu diesen Laufbändern greifen. Bekannte Markenhersteller für Laufbänder sind Horizon, Christopeit, Vision, Stamm oder Maxxus. Weitere Hersteller wären etwa Kettler, Reebok, Buffalo oder auch Life Fitness.

Sollten Sie ein höheres Körpergewicht besitzen, kann sich bei jedem Auftreffen der Füße auf dem Laufband ein unangenehmes Ruckeln einstellen. Dieses kann sich dabei sehr gelenkschädigend auswirken. Daher gibt es bei qualitativ hochwertigen Laufbandherstellern extra verstärkte Rahmenkonstruktionen und ebensolche Laufdecks für schwere Läufer und hohe Geschwindigkeiten.

Die Qualität eines Motors erkennt man übrigens, wenn man das Band auf 2 km/h stellt und mit größter Kraft einen Fuß auf den Laufteppich stemmt. Wenn der Laufteppich stoppt, ist dies ein Zeichen für mindere Qualität des Motors.

Was muss ein Laufband leisten?

Es ist in jedem Fall Vorsicht geboten, was die Angaben zur PS-Leistung bei Laufbändern angeht. Unterscheiden sollte man hier zwischen Dauerleistung und Höchstleistung. Entscheidend ist, dass das favorisierte Laufband mindestens 2 PS Dauerleistung besitzt. Dauerleistung meint die Leistung, die der Motor kontinuierlich als Geschwindigkeit leisten kann. Höchstleistung ist die Leistung, die der Motor kurzzeitig als Geschwindigkeitsspitze leisten kann. Auch wichtig in dem Zusammenhang: Seriöse Anbieter geben sowohl die Art der PS-Leistung an, also auch das dazu korrespondierende, zu transportierende Höchstgewicht.

Die Höchstgeschwindigkeiten werden dabei nicht selten auch in km/h angegeben. Ein weiteres Detail, das man oft nicht bedenkt: Achten Sie auf Angaben zum Geräuschpegel des Laufmotors. Bei hoher Leistung kann dieser auch schnell sehr laut werden.

Steuerung, Genauigkeit und Dämpfung

Die Motorsteuerung ist dafür zuständig, die eingestellte Geschwindigkeit an den Antriebsmotor weiterzugeben. Eine konstante Geschwindigkeit ist hierbei ein Zeichen von Qualität. Bei minderwertigen Laufbändern ergeben sich oft Ungenauigkeiten bei der Geschwindigkeit. Ebenso sehr ist auf die richtige Dämpfung der Laufbänder zu achten. Ist das Laufband zu weich, kann es zu Reizungen der Achillessehne kommen. Ist die Lauffläche zu hart, kann die Aufprallenergie des Fußes nur ungenügend abgefedert werden. Dies kann zu einer ganzen Reihe unterschiedlicher Verletzungen und Beeinträchtigungen an den Wirbel-, Hüft-, Knie- und Fußgelenken führen.

Die Dämpfung des Laufbandes wird durch spezielle Stoßfänger erreicht, die unterhalb des Laufdecks montiert werden. Auch verantwortlich für eine gute Dämpfung sind Tiefe und Qualität des Laufbretts und des Laufteppichs. Sind diese Bauteile zu dünn, kann es schnell zu Rissen kommen oder zu Vertiefungen. Daher sollte das Laufband mit Laufbrettern ausgestattet sein, die eine Spezialbeschichtung aufweisen. Die Beschichtung ist wichtig, um die Leitfähigkeit des Laufdecks zu gewährleisten, über das die Laufmatte gefahren wird.

Qualität der Gleitrollen und des Rahmens

Der Laufteppich wird über eine Gleitrolle vorne und eine Umlenkrolle hinten am Laufband transportiert. Der Durchmesser der Rollen sollte dabei nicht unter 4 Zentimeter betragen. Ist das der Fall, ist ein schneller Verschleiß des gesamten Systems vorausprogrammiert. Bei schmaleren Rollen muss der Teppich nämlich mit einer viel höheren Spannung über die Rollen laufen, was zu einer höheren Belastung aller beteiligten Komponenten führt.

Bei größeren Rollen ist es jedoch möglich, dass der Teppich insgesamt lockerer aufgehängt und transportiert werden kann. Dies trägt zur Schonung des Antriebssystems bei. Für Ihr Laufband sollten Sie daher auf Rollen achten, die ungefähr einen Durchmesser von 6 Zentimetern besitzen.

Der Rahmen: Dieser sollte sehr stabil gehalten sein, da er größeren Erschütterungen ausgesetzt ist. Wenn der Rahmen zu schwach ist, fängt es bald an zu klappern und zu wackeln. Das kann in allerkürzester Zeit den Spaß am Laufen verderben. Sie sollten daher auf die folgende Regel achten: Je höher das Gewicht des Läufers, desto stabiler muss der Rahmen sein.

Messen Sie ihren Puls

Ein Vorteil des Laufbandes ist, dass man seine Herzfrequenz messen kann. Der Belastungspuls wird dadurch permanent am Cockpit angezeigt. Hier muss man unterscheiden zwischen Pulsmessung und Pulssteuerung.

Wenn das Laufband mit einer Pulsmessung ausgestattet ist, bedeutet das, dass das Cockpit ihren Puls mittels Brustgurt oder Hautsensoren misst. Bei einer Ausstattung mit Pulssteuerung ist es möglich, die Intensität des Trainings mithilfe ihrer Pulsfrequenz zu steuern. Dazu ist es notwendig, dem Trainingscomputer einen Höchstpuls anzugeben. Die Geschwindigkeit des Laufbandes wird dann durch den Computer gesteuert und festgelegt. Wenn ihr Puls den angegebenen Wert überschreitet, wird das Laufband eigenständig langsamer und/oder verringert selbstständig die Steigung der Lauffläche.

Bei vielen Herstellern ist es heutzutage so, dass sie ihre Laufbänder mit Handpulssensoren ausstatten. Diese Variante der Pulsmessungen ist indessen nicht immer zuverlässig. Sie sollten daher darauf achten, dass Ihr favorisiertes Laufband auch mit einem Empfänger zur Pulsmessung am Brustgurt ausgestattet ist. Der Brustgurt misst den Puls direkt oberhalb des Brustkorbes. Der Pulsgurt überträgt die Werte dabei zuverlässig an den Computer bzw. die Anzeige des Laufbandes. In den allermeisten Fällen funktioniert die Übertragung ohne ein Kabel.

Bei einem geeigneten Puls-Messsystem sollten Sie darauf achten, dass Polar-Bauteile in der Anzeige des Laufbandes vorhanden sind. Wenn Sie bemerken, dass es sich lediglich um Polar-kompatible Bauteile handelt, ist Vorsicht geboten. 

Worauf man bei der Wartung des Bandes achten sollte

Wie bei fast allen technischen und mechanischen Geräten sollte auch beim Laufband darauf geachtet werden, dass dieses gut gewartet wird, um eine maximale Langlebigkeit zu erzielen. Achten Sie daher darauf, wo Sie Ihr Laufband platzieren. Direkte Sonneneinstrahlung kann den Computer beeinträchtigen. Teppichfussel, Schmutz und Unebenheiten des Untergrundes wirken sich ebenso negativ auf die Fitness Sportgeräte aus. Reinigen Sie dieses in jedem Fall regelmäßig. Außerdem sollten Sie von Zeit zu Zeit die Schmierung erneuern. Auch eine neue Justierung des Laufbandes sollte vorgenommen werden, wenn das Band nicht mehr zentriert läuft. Fragen Sie in jedem Fall auch Ihren Fachhändler, welche zusätzlichen Pflegemaßnahmen es gibt.

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