Wissenswertes über Messerblöcke, Messerhalter und Messersets

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Kleine Messerkunde für Hobbyköche: Wissenswertes über Messerblöcke, Messerhalter und Messersets

Zur Küche und zum Kochen gehören scharfe Messer wie der Deckel auf den Topf. Und wer einmal ein schönes Messerset besitzt, der möchte es nicht wieder hergeben. Geht doch das Schneiden in der Küche plötzlich viel schneller von der Hand. Wo allerdings soll man die scharfen Messer gut aufbewahren? Wer kleine Kinder im Haus hat, oder selbst etwas tollpatschig ist, möchte scharfe Messer keinesfalls offen herum liegen haben. Die Gefahr dass sich jemand verletzt ist einfach zu groß.

Die Lösung ist ein Messerblock oder ein praktischer Messerhalter, der die scharfen Klingen sicher unterbringt und aufbewahrt. Das ist nicht nur sicherer, sondern sieht auch noch hübsch und geordnet aus. Was es alles zu Messerblöcken, Messerhaltern und Messersets zu wissen gibt, erläutern wir für Sie in diesem Ratgeber.

Warum man Messer nicht lose aufbewahren sollte

Sicherheit ist nur ein Aspekt bei der Aufbewahrung von Messern in der Küche. Wie alle scharfen, spitzen und gefährlichen Geräte sollten auch Messer außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahrt werden. Sie sollten so gelagert sein, dass Erwachsene sich nicht versehentlich verletzen können. Bei Messern von guter Qualität in der Küche müssen die Messer selbst allerdings auch geschützt werden. Denn gerade besonders scharfe Messer können schnell stumpf werden, wenn man sie falsch behandelt. Legt man solch ein Messer in die Schublade zum Besteck, dann stößt die scharfe Klinge immer wieder an andere Messer und wird dadurch schnell abgestumpft. Scharfe Klingen sollten am besten überhaupt keinen Kontakt zu anderen Materialien haben. Selbst das Herunterstreichen von geschnittenem Gemüse von einem Brett schadet der Klinge bereits. Eine Aufbewahrung in der Schublade sollte daher als Tabu gelten. Besonders teure Messer sollte man sich nicht nach dem Kauf unnötig schnell ruinieren, indem man sie nicht sachgemäß behandelt. Wir stellen Ihnen im Folgenden daher eine Reihe von Möglichkeiten vor, wie Sie Ihre Messer sachgemäß und ansprechend aufbewahren können.

Die einfache Lösung für die Wand - Magnetleisten

Während fast jeder schon einmal einen Messerblock gesehen hat, sind Magnetleisten für Messer nicht ganz so bekannt. Dabei handelt es sich um eine einfache Leiste mit einem starken Magnetkern. Sie kann über der Kochfläche oder an einer anderen freien Stelle der Wand angebracht werden, zusammen mit den Haltern für Kellen, Rührloffel und Ähnlichem. Scharfe Messer werden einfach mit der flachen Seite der Klinge an die Leiste gehalten und bleiben dann durch den Magnetismus daran kleben. So werden die scharfen Klingen nicht beschädigt und die Messer sind jederzeit griffbereit. Auch Gemüseschäler aus Metall und andere Küchengeräte aus Metall können daran angebracht werden. Wer Messer aus Keramik Zuhause hat, muss auf Magnetleisten allerdings verzichten.

Magnetleisten verleihen Ihrer Küche einen aufgeräumten Eindruck und nehmen keinen Platz auf der Arbeitsoberfläche weg. Wem eine metallene Leiste nicht gefällt, der findet auch Magnetleisten mit attraktivem Holzüberzug. Der Vorteil von Magnetleisten besteht im Übrigen auch darin, dass Sie nicht wie bei Messerblöcken auf eine passende Größe achten müssen. Jedes Messer kann einfach in wenigen Sekunden daran befestigt werden. Achten Sie beim Kauf auf Länge und Breite der Leiste.

Eine Sonderform der Magnetleiste sind sogenannte Magnetbretter oder Magnetblöcke. Dabei handelt es sich um Bretter mit Ständern, welche ebenfalls magnetisch sind und Messer aufnehmen.

Der klassische Aufbewahrer – Messerblock mit Messerset

Häufig gibt es sie bereits zusammen zu kaufen. Messersets und Messerblöcke in einem. Wer ein Messerset besitzt, kann sich aber problemlos einen Messerblock nachkaufen. Viele Menschen finden die Optik von Messerblöcken sehr ansprechend. Sie bringen Ordnung in das Messerset und machen alle Messer leicht verfügbar. Messerblöcke gibt es als klassische Holzblöcke, in modernen runden Designs, in verschiedenen Farben und sogar als Männchen, die von den Messern scheinbar aufgespießt werden. Die Auswahl ist in Hinsicht der Materialien und Designs sehr groß. Beim Kauf sollten Sie unbedingt darauf achten, wie lang die Messer maximal sein dürfen und wie breit. Länge, Breite und Höhe werden bei Messerblöcken ohne Messer in aller Regel vom Hersteller angegeben.
Wer sich nicht auf eine bestimmte Anzahl Messer festlegen möchte, kann auch Messerblöcke erwerben, die sich erweitern lassen. Hier bestehen sämtliche Lücken für die Messer aus beliebig oft anbaubaren Modulen. Eine Alternative dazu sind Messerblöcke mit Bambusborsten als Einsteckfläche. Hier können beliebig viele und beliebig große Messer eingesteckt werden. Solche Lösungen empfehlen sich wenn Sie wissen, dass Sie ihr Messerset vermutlich noch erweitern werden. Einige Messersets verfügen übrigens auch gleich über einen Schlitz zum Nachschleifen der Messer oder über einen geeigneten Schleifstein oder Messerschärfer.

Messertaschen – die mobile Aufbewahrung für Messer

Wer aus beruflichen Gründen oder zum Campen etc. eine gute Lösung benötigt, um seine Messer zu transportieren, dem seien Messertaschen empfohlen. Viele renommierte Hersteller von Qualitätsmessern bieten auch passende Messertaschen, zumeist Rolltaschen, an. Wie der Name schon vermuten lässt, können hier mehrere Messer eingesteckt werden und die Tasche wird anschließend zusammengerollt und verschlossen. Häufig verfügen die Taschen auch über eine magnetische Arretierung für die Messer, das Material ist meist Nylon mit extra Polstern zur Absicherung. Auch scharfe Messer können sich nicht durch dieses Material schneiden. Messertaschen werden oft mit passenden Messern im Set angeboten. Auch wer seien Messer eigentlich nur Zuhause verwenden möchte, kann natürlich Messertaschen dafür verwenden. Zusammengerollt passt die Messertasche auch platzsparend in die Schublade zum restlichen Besteck, ohne dass die guten Messer Schaden nehmen.

Messerkoffer – edle Aufbewahrung für die guten Messer

Ganz wie beim Silberbesteck aus Großmutters Zeiten, gibt es auch heute für gute Küchenmesser im Set die Aufbewahrungsmethode Messerkoffer. Gerade für größere Sammlungen von Messern bietet es sich an, einen Koffer dafür zu kaufen. Darin sind alle Messer, auch die, welche sich nicht in täglichem Gebrauch befinden, sicher und geschützt untergebracht. Die Messer, die öfter gebraucht werden, können in der Küche in einem Messerblock oder an einer Magnetleiste untergebracht sein. Die anderen Messer können sich im Schrank oder im Messerkoffer befinden. So haben Sie alle Messer immer griffbereit, müssen Ihre Arbeitsflächen aber nicht mit selten genutzten Messern vollstellen. Messerkoffer gibt es in vielen verschiedenen Designs und schon zu einem recht günstigen Preis. Zudem können Sie Ihre Messer mit einem Messerkoffer auch einfach transportieren.

Schutzhüllen – individueller Schutz für einzelne Messer

Wer nur wenig Platz hat oder keine andere Aufbewahrung verwenden möchte, kann Messer auch einzeln mit einer Schutzhülle versehen. Manche Messersets gibt es bereits mit solchen Hüllen, bei anderen müssen sie nachgekauft werden. Solche Schutzhüllen werden nur über die Klinge gezogen und lassen den Griff frei. Auf diese Art geschützt können Messer in den normalen Besteckkasten oder in die Schublade gelegt werden, ohne dass die Schneide abstumpft. Für den kleinen Geldbeutel und für Küchen mit sehr wenig Platz ist dies eine gute Lösung. Schutzhüllen gibt es in vielen verschiedenen interessanten Farben.

Schutzhüllen selbst basteln – die Methode mit der Pappe

Wer eine schnelle Lösung benötigt, während eine Bestellung für einen Messerblock oder Ähnliches unterwegs ist, kann sich auch selbst recht einfach eine Schutzhülle basteln. Auch wenn ein Messer einmal transportiert werden muss und man Zuhause nur eine Magnetleiste oder einen Messerblock besitzt, ist dies eine schnelle, gute Lösung. Für eine passende Schutzhülle benötigt man nichts weiter als ein wenig starke Pappe, z. B. von Tetrapacks oder anderen Verpackungen und Klebeband oder Panzerband. Damit lässt sich eine passende Schutzhülle im Handumdrehen zurechtschneiden und –kleben. Die Länge sollte genau vom Griff bis zur Messerspitze reichen. Die Breite sollte etwas breiter als die Klinge selbst sein, damit die Schneide im Inneren nicht direkt die Pappe berührt. Achten Sie dagegen darauf, dass die Schutzhülle auf der flachen Seite möglichst eng anliegt. So erhalten Sie eine erstaunlich rutschfeste Schutzhülle, die kurzfristig gute Dienste leisten kann.

Messeraufbewahrung passend zum Messerset

Wie Sie gesehen haben, gibt es recht viele Möglichkeiten, die guten Küchenmesser geschützt aufzubewahren, egal ob man sie transportieren möchte oder nicht. Wer sich kein Messerset direkt zusammen mit einer Aufbewahrung kauft, sondern bereits ein Messerset besitzt und nach der passenden Aufbewahrung sucht, muss aufmerksam sein. Bei Magnetleisten bestehen wie erwähnt keine Probleme, doch bei Messerblöcken, Messertaschen, Schutzhüllen und Messerkoffern, kann es passieren, dass Messer einmal nicht passen. Achten Sie genau auf die Maßangaben, damit die Messer auch passen. Oder kaufen Sie vom selben Hersteller, von dem auch Ihre Messer sind. Einzelne Marken wie Zwilling, WMF usw. bieten in der Regel zu ihren Messersets auch passende Aufbewahrungen an. Diese passen dann auch vom Design her zueinander. Wer unbedingt eine andere Aufbewahrung haben möchte, sollte gegebenenfalls die eigenen Messer in einer Schutzhülle mit in den Laden nehmen und an den Messerblöcken ausprobieren. Alternativ sollte man genau nachmessen und die Angaben des Herstellers sorgfältig lesen.

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