Wie entsteht Lava?

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Wie entsteht Lava?

Als Lava wird geschmolzenes Gestein (Magma) bezeichnet, das nach einem Vulkanausbruch an die Erdoberfläche gelangt. Je nachdem, wo ein solcher Vulkanausbruch erfolgt, ist die chemische Zusammensetzung der Lava verschieden. Im Unterschied zum Magma sind hier keine Gase mehr zu finden.

 

Der Hauptbestandteil von Lava ist meist Silikat

Lava wird zur Gruppe der Vulkanite gerechnet. Silikate sind die in der Erdkruste und auch im Inneren der Erde am häufigsten vorkommenden Minerale. In der Erdkruste ist mit über 50 Prozent das Silikat Feldspat zu finden. Ton, Granat und Olivin sind weitere bekannte Silikate. Beim Quarz scheiden sich die Geister. In Deutschland gehört dieses Mineral zu den Oxiden, während die Amerikaner es bei den Silikaten einordnen. Der Anteil von Silikat im Lavagestein beträgt zwischen 45 und 70 Prozent.

Beim Aufstieg von Magma, welches bis zu 1200 °Celsius erreichen kann, schmelzen die Silikate zu einem flüssigen Brei.

Lava mit weniger als 52 Prozent Silikat ist als Basalt bekannt. Auch Bims oder Bimsstein gehört zu den Basalten. Hier haben Gase zu großen Poren geführt, was Bims häufig leichter als Wasser macht.

 

Ausnahmen bestätigen jede Regel - Karbonatit als Hauptbestandteil

Seltener gibt es Lava, die zum Großteil aus Karbonatit besteht. Ein Vulkan, der diese Magma in die Luft schleudert, ist der 'Ol Doinyo Lengai' in Tansania. Zu den bekannten Karbonatiten gehören Calcit und Dolomit. Diopsid, Zirkon und Apatit werden trotz des Silikats ebenfalls zu den Karbonatiten gezählt. Lava dieser Art zeichnet sich durch 70 bis 90 Prozent Karbonatit aus.

In die Lava gerät das Karbonatit genau wie das Silikat durch Schmelze. Entstehende Gase machen den Weg nach oben frei, schlussendlich erfolgt ein Vulkanausbruch.

Lavagestein wird im Gartenbau als Dünger ebenso verwandt, wie im Straßenbau als Split. Zudem wird Lava gern verwendet, um Haushaltsgegenstände wie Mörser, Brettchen oder Schalen herzustellen.

 

Weitere Bestandteile, aus denen sich Lava zusammensetzt

Nach Silikat oder Karbonatit folgt in der Masse das Mineral Magnesium. Da Magnesium sehr reaktionsfreudig ist, taucht es allerdings immer als Verbindung auf. Bekannte Magnesiumverbindungen sind Serpentin, Talk und Spinell.
Es folgt das Eisen. Jenes kann sowohl ungebunden, als auch als Erz vorkommen. Hier sind die bekannten Mineralien Magnesit, Hämatit und Pyrit.
Je nach Standort des ausgebrochenen Vulkans befinden sich noch Kalzium, Wasser, Kupfer und / oder Titanit in der Lava.
Allerdings kommt nicht die komplette Lava, die in unserem Erdboden gebildet wird, auch tatsächlich an die Oberfläche. Oft passiert es, dass Magma schon vor einem Ausbruch erkaltet und in der Erdkruste verbleibt.

Lava findet auch in der Kunst Verwendung. So werden Figuren aus diesem Gestein ebenso hergestellt wie Schmuck.

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