Wie der Golf I zu seinem Kultstatus kam

Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war

Wie der Golf I zu seinem Kultstatus kam

Mit dem VW Golf I beginnt 1974 die Erfolgsgeschichte des Kompaktwagen-Konzepts von Volkswagen. Gemeinsam mit dem Passat führt dieses Modell aus der deutschen Absatzkrise der 1970er. Der Golf I legt den Grundstein für mittlerweile insgesamt sechs Golf-Generationen.

 

Anfang einer Ära – der VW-Golf Kompaktwagen

Bereits zwei Jahre nach Produktionsstart rollt der einmillionste Golf aus den Werkstätten der Volkswagenwerk AG. Vorläufer wie der Passat oder der VW Käfer stellten die Weichen für dieses kompakte Modell. Der Golf I bildet seinerseits die Basis für die Herausbildung einer neuen Automobil-Entwicklung. Vom Frühjahr 1974 bis 1983 befinden sich über 6 Millionen Golf-Limousinen im Bau. Dazu reihen sich rund 200.000 vom 1er-Golf abgeleitete Modelle des Pick-up VW Caddy ein. 1983 tritt mit dem VW Golf II der große Bruder des deutschen Automobils die Nachfolge an. Wie beliebt der erste Golf zu dieser Zeit ist, zeigen Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes von 2008. Ende Dezember sind hier 4518 Fahrzeuge des Typs Golf I gemeldet. Als ein Meilenstein der Golf I-Familie gilt dabei der Golf GTI. Ursprünglich rechnet VW mit einer Zahl von 5000 Fahrzeugen im ersten vollen Verkaufsjahr – es werden letztendlich zehn mal so viele.

 

Aussehen und Leistung: der Golf I in der Kompaktübersicht

Intern trägt der Golf I die Bezeichnung Typ 17. Bis 1983 läuft er unter den Verkaufsbezeichnungen „Volkswagen Golf“, „Volkswagen Rabbit“ sowie „Volkswagen Caribe“. Unter „Volkswagen Citi“ läuft die Produktion bis 2009 auf südafrikanischem Boden. Kennzeichnend für den Meilenstein der Kompaktklasse ist das Leergewicht von 750-805 kg mit einem Radstand von 2400 mm. Der Golf I kommt auf eine Länge von 3705 mm und ist ca. 1610 mm breit. Zu Anfang ist hier noch der Ottomotor mit einem Tank bis zu 1,8l und 37-82 kW im Einsatz. Ab 1976 löst der Dieselmotor diesen Golf I-Motor ab. Der Tank umfasst in der Regel 1,5-1,6l, die Leistung 37-51 kW. Als Karosserieversionen stehen Kombilimousine und Cabriolet auf dem weltweiten Automarkt-Parkett. Der erste VW Golf ist an der Vorderseite mit Trommelbremsen ausgerüstet. Scheibenbremsen sowie Bremskraftverstärker sind beim Golf S serienmäßig dabei. Auch verfügte das Urmodell über Diagonalreifen, die bei den späteren Modellen von Gürtelreifen abgelöst wurden.

 

Modellgeschichte: Pflege und Typen des VW Golf

Umbauten gehören zur Erfolgsgeschichte des Golf I. Eine besondere Stellung nimmt der Golf 928 ein. Bei diesem Umbau ist die Karosserie des Automobils dem des Porsche 928 angepasst. Das Modell kommt auf 300 PS Leistung und trägt damit den Titel „stärkster Golf der Welt“. Der Export in die USA im Jahr 1976 trägt seinen Teil zum Erfolg des Golf I bei. Der Rabbit als US-Version des deutschen Golfs begünstigt den internationalen Zuwachs des Unternehmens. Infolge der regelmäßigen Modellpflege kristallisieren sich die heute bekannten Golf-Modelle heraus: VW Golf I GTI, VW Jetta, Golf I-Cabriolet, Golf GTD und VW Caddy. Gerade mit dem GTD als sparsamstes Serienauto auf dem Genfer Salon 1982 und dem Golf I-GTI deckt VW ein breites Portfolio ab. Der Golf I zeigt sich international salonfähig und avanciert zum deutschen Liebling auf vier Rädern.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden