Wie Sie mit Festplatten und Docks Ihre Daten sichern

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So bauen Sie sich Ihre eigene Datensicherung – Festplatten und Docks vorgestellt

Für fast alle Benutzer von Computern stellt sich irgendwann die Frage, wie Back-ups auf eine einfache und zuverlässige Weise erstellt werden können. Das gilt insbesondere im beruflichen Einsatz, wenn wichtige geschäftliche Dokumente auf keinen Fall verloren gehen dürfen. Doch auch als Privatanwender wollen Sie regelmäßig Urlaubsfotos, Videos und Musik speichern. Eine besonders effektive Lösung stellen hier die Docking-Stationen dar.

Ein Systemausfall lässt sich im täglichen Umgang mit Computern kaum vermeiden. Das gilt für PC- und Mac-Systeme gleichermaßen. Ein Datenverlust ergibt sich zum Beispiel dann, wenn das System nicht ordnungsgemäß heruntergefahren und Dokumente nur teilweise auf die Festplatte geschrieben wurden, oder dann, wenn ein Laufwerk abgenutzt ist und einen Defekt aufweist. Die Festplatten-Laufwerke werden laufend beansprucht und müssen Millionen von Lese- und Schreib-Operationen bewältigen, so dass die Möglichkeit eines Verschleißes immer gegeben ist. Fällt die Festplatte aus, lassen sich Ihre Dokumente häufig nur noch teilweise oder gar nicht mehr wiederherstellen, so dass Ihnen die Dokumente nicht mehr zur Verfügung stehen.

Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sie regelmäßig Back-ups Ihrer wichtigsten Dateien erstellen. Eine Möglichkeit besteht darin, dass eine externe Festplatte an den Computern angeschlossen wird und die Dokumente überspielt werden. Hierbei handelt es sich zumeist um USB-Festplatten, die sich von ihrem Aufbau her von internen Festplatten unterscheiden. Als Alternative hierzu stehen jedoch auch Docks zur Verfügung. Diese Geräte werden ebenfalls extern angeschlossen, verfügen jedoch über ein eigenes Netzteil und können SATA-, IDE- und andere Festplatten aufnehmen, die eigentlich für den internen Gebrauch gedacht sind. Auf diese Weise ergeben sich für Sie eine größere Flexibilität bei der Auswahl Ihrer Back-up-Medien sowie viele weitere Vorteile.

Ebenfalls wertvoll ist eine Archivierungs-Möglichkeit dann, wenn Sie häufig mit großen Datenmengen arbeiten und diese nicht alle auf der internen Festplatte des Computers verbleiben können. Wenn Sie etwa Videobearbeitung betreiben, sind externe Speicher für die Archivierung von großer Wichtigkeit. Die externen Festplatten können in einem solchen Fall den Speicher erweitern und eine Auslagerungsmöglichkeit bieten.

Das sind die Vorteile der Docking-Stationen

Docking-Stationen bringen in der Praxis eine ganze Reihe von Vorteilen mit sich. Einer der wichtigsten ist, dass Sie alle internen Festplatten-Typen verwenden können. Sie umgehen dabei je nach Anschlussart in einigen Fällen sogar die USB-Schnittstelle, die in der Regel deutlich langsamer ist als z. B. SATA, und können so mit dem Archiv-Medium arbeiten in einer Geschwindigkeit, wie Sie es von Ihrer internen Festplatte gewohnt sind. Damit können Sie auch interne Festplatten aus nicht mehr benötigten Computern ausbauen und als externe Festplatte einsetzen.

Ein weiterer großer Vorteil ist darin zu sehen, dass interne Laufwerke relativ günstig sind hinsichtlich der gebotenen Festplattenkapazität. Ein Gigabyte lässt sich bei einem internen Laufwerk in der Regel günstiger einkaufen als ein Gigabyte bei einem externen Laufwerk. Da die Docking-Stationen selbst in der Anschaffung relativ günstig sind, kann so langfristig Geld gespart werden. Der Kostenvorteil ist umso größer, je mehr Archivierungsmedien Sie sich im Zeitablauf anschaffen möchten.

Die größte Stärke der Docks ist jedoch vielleicht darin zu sehen, dass Sie auf Archivmedien von einer großen Anzahl von externen Laufwerken gleichzeitig zugreifen können. Statt nur ein einzelnes Laufwerk anzuschließen, können Sie hier je nach Ausstattung des Docks eine Vielzahl von Laufwerken installieren, die Ihnen dann allesamt nach Verbindung des Docks mit dem PC zur Verfügung stehen. So können Sie etwa ein Laufwerk für Fotos einrichten, mehrere Laufwerke für Videos und ein kleines Laufwerk für Geschäftsdokumente. Sollte die Anzahl Ihrer externen Festplatten, die Sie bisher einzeln angeschlossen haben, zu groß geworden sein, könnte es daher Zeit werden für die Anschaffung einer Dockingstation.

Zu den weiteren Vorteilen gehört die deutlich bessere Stromversorgung bei Docking-Stationen. Eine über USB angeschlossene Festplatte besitzt in der Regel keinen zusätzlichen Netzstecker und wird über den USB-Port und damit über das Mainboard mit Strom versorgt. Das Mainboard stellt den USB-Ports jedoch nur eine begrenzte Menge Strom zur Verfügung, so dass es bei einer großen Zahl gleichzeitig angeschlossener USB-Festplatten zu Instabilitäten kommen kann. Diese äußern sich zum Beispiel so, dass eine angeschlossene Festplatte erst gar nicht gestartet werden kann. Dieses Problem wird bei einer Docking-Station umgangen, da diese über einen eigenen Netzanschluss verfügt.

Ebenfalls von Vorteil ist die einfache Erweiterbarkeit der Docking-Stationen. Sollte in Zukunft der Platz auf der Station nicht mehr ausreichen, können Sie einfach ein weiteres Laufwerk hinzukaufen. Hierbei handelt es sich in aller Regel um die üblichen Laufwerke im 3,5-Zoll-Format. Damit ist der zusätzliche Speicherplatz für Ihr System kaum begrenzt.

Diese Nachteile können Docks mit sich bringen

Wie alle anderen Festplatten-Lösungen auch weisen Docking-Stationen spezifische Nachteile auf. So kann es sich für den Anwender zum Beispiel als störend herausstellen, dass bei diesen Geräten ein eigener Stromanschluss benötigt wird. Damit muss auch ein weiteres Kabel verlegt werden und es wird eine weitere Steckdose belegt. Zudem nimmt die Docking-Station zusätzlichen Platz auf dem Schreibtisch ein und muss wiederum mit einem Kabel mit dem Computer verbunden werden.

Anders als bei einer externen USB-Festplatte muss neben dem Laufwerk selbst auch die Docking-Station bei den Anschaffungskosten berücksichtigt werden. Dafür sind wie oben erwähnt die Laufwerke jedoch häufig günstiger als spezielle externe Laufwerke.

Die Docks bringen es konstruktionsbedingt mit sich, dass die eingesteckten Laufwerke frei liegen und nicht in einem Käfig oder unter einer Abdeckung geschützt werden. Hierdurch sind die Festplatten relativ anfällig gegenüber Staub und Schmutz, was bei der Aufstellung der Station berücksichtigt werden sollte. Da die Laufwerke jedoch in stabilen Metallgehäusen untergebracht sind, sollte dieser Nachteil nicht zu schwer wiegen. Weiterhin ist eine senkrechte Aufstellung von Festplatten nicht optimal, wenn es um die Vibrationen geht. Diese können bei dieser Art der Aufstellung verstärkt werden und sich auf die Tischplatte übertragen. Hier können Vibrationsstopper weiterhelfen, die an der Unterseite der Festplatte angebracht werden.

Zudem sollten Laien berücksichtigen, dass sich die Installation einer Docking-Station schwieriger gestalten kann als die Installation einer externen Festplatte. Während die externe Festplatte einfach nur per USB eingesteckt wird, müssen bei der Docking-Station zusätzlich die Laufwerke mit der Station verbunden werden. Hierbei handelt es sich jedoch um wenige Handgriffe, die auch von kaum versierten Anwendern zu bewältigen sind.

Diese Modelle stehen zur Auswahl

Hinsichtlich der Anschlüsse bieten Ihnen Docking-Stationen eine große Vielfalt. Die Docks lassen sich sowohl per USB und Firewire als auch per SATA und Thunderbolt anschließen. Welche Verbindungsart dabei für Sie am besten geeignet ist, hängt im Wesentlichen von der Ausstattung Ihres Computers ab und der Geschwindigkeit, mit der Sie Daten übertragen möchten.

Weit verbreitet sind auch bei den Docking-Stationen die USB-Anschlüsse. Sollte hier USB 2.0 zum Einsatz kommen, müssen Sie jedoch mit einer geringeren Geschwindigkeit rechnen, als es bei SATA oder USB 3.0 möglich wäre. Gerade bei älteren Computern bietet sich damit jedoch in jedem Fall eine Möglichkeit, von den Docking-Stationen zu profitieren.

Schneller sind die Anschlüsse Firewire, USB 3.0 und SATA bzw. eSATA. Sollen besonders große Datenmengen verschoben werden, sind diese Anschlussarten vorzuziehen. Sie ermöglichen Ihnen ein zügigeres Erstellen und Auslesen der Back-ups auf den externen Festplatten.

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Docks: Die richtigen Festplatten sind entscheidend

Damit von einem Dock möglichst stark profitiert werden kann, sollten Sie dafür auch die passenden Laufwerke auswählen. Hier haben Sie den großen Vorteil, dass im Prinzip alle Festplatten mit dem Formfaktor 3,5-Zoll eingesetzt werden können. Viele Docks verfügen darüber hinaus auch über einen Schacht für 2,5-Zoll-Platten. Dennoch gilt es beim Kauf dieser Laufwerke zu beachten, dass die Lautstärke, die Umdrehungsgeschwindigkeit und die Kapazität eine wichtige Rolle spielen.

Der wichtigste Faktor beim Kauf der Festplatten ist die Kapazität. HDD-Festplatten werden mit einer Speicherkapazität von 120 GB bis hin zu einem Terabyte verkauft. Sollen Back-ups lediglich für kleinere Dokumente wie Texte und E-Mails mit Dateianhängen angelegt werden, reichen kleinere Festplatten aus. Bei Videos und Fotos sowie der Speicherung einer Vielzahl anderer Mediendateien werden häufig Hunderte von GB an Speicher benötigt. Hier haben Sie die Wahl, ob Sie gleich eine große Festplatte anschaffen oder später bei Bedarf kleinere Laufwerke als Ergänzung dazukaufen.

Neben der Speicherkapazität sollten Sie jedoch weitere Faktoren beachten wie etwa die Lautstärke der Laufwerke. Je höher die Umdrehungszahl der HDDs ist, desto lauter sind die Festplatten in der Regel im Betrieb. Hier kann es sinnvoll sein, auf langsamer drehende Laufwerke auszuweichen, wenn auf die Back-up-Medien nicht nur gelegentlich, sondern ständig zugegriffen wird.

Da Docking-Stationen nicht nur mit HDDs und damit mit mechanischen Festplatten, sondern auch mit SSDs eingesetzt werden können, bietet sich hier eine Alternative mit einer geringeren Lautstärke. SSDs arbeiten lautlos und bringen zudem den Vorteil mit sich, dass sie keine Abwärme produzieren. Wenn Sie die Docking-Station auf dem Schreibtisch aufstellen möchten und einen möglichst ruhigen Arbeitsplatz vorziehen, sind die SSDs daher als Laufwerke für die Docking-Station eine interessante Alternative.

Bei den SSDs ergibt sich jedoch der Nachteil, dass sie in der Anschaffung deutlich teurer sind als alle anderen HDD-Laufwerke. Der sehr viel höhere Anschaffungspreis pro Gigabyte sorgt dafür, dass gerade bei großen Archiven mit mehreren Laufwerken die Kosten insgesamt stark ansteigen können. Aus diesem Grund werden HDDs in der Praxis vorgezogen, wenn es um den Aufbau einer Back-up-Lösung geht. Weiterhin haben SSDs Nachteile wenn es um das Verschieben großer Dateien geht, was gerade im Bereich der Archivierung häufig vorkommt. Beim Lesen vieler kleiner Dateien haben die SSDs aus technischen Gründen wiederum deutliche Vorteile.

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