Wie Sie Ihre Spiegelreflexkamera perfekt einstellen

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Die Fotografie ist ein tolles Hobby, dem viele Menschen nachgehen, um die Eindrücke die sie in ihrer Umwelt wahrnehmen festzuhalten oder bestimmte Szenen selbst zu inszenieren. Wer sich intensiv mit dem Thema Fotografie auseinandersetzt, stolpert früher oder später über Spiegelreflexkameras und die vielfältigen Einstellungsmöglichkeiten, die diese bieten. Im Gegensatz zu den meisten Kompaktkameras können die Einstellungen auf Wunsch manuell vorgenommen werden, aber auch das Fotografieren im unkomplizierten Automatikmodus ist möglich.

Das Zusammenspiel von Blende, Belichtungszeit und ISO

An einer Spiegelreflexkamera gibt es verschiedene Einstellungsmöglichkeiten, die alle die Belichtung betreffen und sie beeinflussen. Die Einstellungen können manuell vorgenommen werden, um ein korrekt belichtetes Foto und verschiedene Effekte zu erzielen. Die drei Parameter, die an einer analogen und digitalen Spiegelreflexkamera eingestellt werden können, sind Blende, Belichtungszeit und ISO. Diese drei Parameter greifen direkt ineinander und müssen einander angepasst werden.

Blende

Die Blende ist die Öffnung im Objektiv, durch die das Licht auf den Sensor bzw. den Kamerafilm fällt. Sie ist in etwa mit der Pupille des menschlichen Auges zu vergleichen: Wenn sie weit geöffnet ist, fällt viel Licht auf die Netzhaut bzw. auf den Sensor oder den Film, wenn sie fast vollständig geschlossen ist, kann hingegen nur noch wenig Licht eindringen. Wenn die Blende geschlossen wird, spricht man vom Abblenden, was durch einen auf der Kamera hoch eingestellten Blendenwert erreicht wird. Im Gegensatz dazu ist die Blende umso weiter geöffnet, je niedriger die Zahl ist. Die größtmögliche Blende, die an einem Objektiv möglich ist, wird als Offenblende bezeichnet. Wenn eine Situation mehr Licht erfordert, aber wegen der Bewegungsunschärfe nicht länger belichtet werden kann, kann die Blende geöffnet werden. Umgekehrt kann sie geschlossen werden, wenn länger belichtet werden soll, es draußen aber bereits sehr hell ist. Dies sind nur zwei Beispiele für sehr viele Lichtsituationen, in denen die Blende eine entscheidende Rolle spielt.

Die Blende ist jedoch nicht nur entscheidend für die Lichtmenge, die auf den Sensor oder den Film fällt, sondern auch für die sogenannte Tiefenschärfe: Je weiter die Blende geschlossen ist, desto schärfer ist das Bild insgesamt. Wenn also beispielsweise ein Mensch auf einer Parkbank sitzt, erscheint nicht nur er selbst scharf, sondern auch der Vorder- und Hintergrund. Wenn die Blende allerdings möglichst weit geöffnet wird und man wie üblich auf die Augen fokussiert, erscheint nur das Gesicht des Menschen scharf, während der Rest unscharf ist. Insbesondere weit entfernte Objekte und Landschaften, die sich im Hintergrund befinden, können so stark verschwimmen, dass eine gleichmäßige, weiche Fläche entsteht. Dieser Effekt wird genutzt, um eine Person oder ein Objekt optisch freizustellen und die Aufmerksamkeit eines Betrachters auf einen Punkt im Bild zu lenken.

ISO

Der ISO-Wert meint die sogenannte Lichtempfindlichkeit, die so reguliert werden kann, dass das Foto zusätzlich aufgehellt wird. Wenn also eine Lichtsituation zu dunkel ist, kann mit dem ISO-Wert entgegengesteuert werden, damit das Foto nicht unterbelichtet wird. Das Äquivalent an analogen Spiegelreflexkameras ist der ASA-Wert, mit dem die Filmempfindlichkeit gemeint ist. Ein Nachteil, der mit einem hohen ISO-Wert auftritt, ist häufig ein Rauschen im Bild, das die Schärfe mindert und auch unabhängig davon störend wirken kann. Aus diesem Grund sollte man, sofern dies möglich ist, den ISO-Wert immer möglichst gering halten. Der geringste Wert, der bei den meisten Spiegelreflexkameras einzustellen ist, ist ISO 100. Die Obergrenze variiert und reicht bis 12000 oder sogar 24000. Manche Aufnahmen erfordern einen hohen ISO-Wert, beispielsweise beim Fotografieren des Himmels oder bei anderen Nachtaufnahmen. Neben den einzelnen Werten an sich kann man an einer Spiegelreflexkamera den ISO-Wert in der Regel auch auf Automatik setzen, sodass die Kamera selbst entscheidet, welcher Wert in der jeweiligen Situation am passendsten ist. Allerdings kann es hierbei schnell dazu kommen, dass der gewählte Wert deutlich zu hoch ist und die Qualität des Fotos leidet, obwohl in der entsprechenden Situation mittels Blende und Belichtungszeit hätte dagegen gesteuert werden können. Wenn möglich, sollte man den Wert also besser per Hand einstellen.

Belichtungszeit

Die Belichtungszeit meint die Dauer, in der das Foto geschossen wird bzw. die Dauer, in der das Licht auf den Sensor oder den Kamerafilm fällt. Je länger dies passiert, desto heller fällt das Foto naturgemäß auch aus. Wenn eine lange Belichtungszeit erwünscht ist, das Foto dann aber überbelichtet sein könnte, muss man mit einer möglichst weit geschlossenen Blende und einem geringen ISO-Wert gegensteuern. Die Belichtungszeit spielt aber nicht nur eine Rolle für die Belichtung an sich, sondern ist darüber hinaus auch wichtig, um Bewegungen einzufrieren oder eine gewollte Bewegungsunschärfe zu erzielen. Ein klassisches Beispiel für eine gewollte Bewegungsunschärfe sind nächtliche Aufnahmen von Autos, die eine Straße entlang fahren und deren Lichter als rote und weiße Streifen sichtbar bleiben sollen. Wenn die Bewegungen allerdings scharf dargestellt werden sollen, muss eine kurze Belichtungszeit eingestellt werden.

Wenn ein unbewegtes Objektiv aus der Hand, also ohne Stativ, fotografiert werden soll, liegt die Belichtungszeit je nach Brennweite zwischen 1/60 und 1/130 Sekunde. Hierbei gilt, dass längere Brennweiten generell kürzere Belichtungszeiten erfordern. Um Bewegungen einzufrieren, bewegt man sich am besten zwischen 1/200 und 1/2000 Sekunden. Schnell wird deutlich, dass es hierbei auf die Bewegungsart und die Schnelligkeit ankommt: Wenn beispielsweise sehr agile Hunde in ihrem Bewegungsablauf fotografiert werden sollen, sollte eine Belichtungszeit von etwa 1/2000 gewählt werden. Das Gleiche gilt für Sportfotografien und Bilder von anderen schnellen Objekten. Dieser Umstand macht es nötig, den ISO-Wert zu erhöhen oder mit einer weit geöffneten Blende gegenzusteuern, da das Bild bei einer so kurzen Belichtungszeit sonst stark unterbelichtet wäre. Alternativ kann auch ein Blitz hinzugezogen werden, damit die Situation aufgehellt wird.

Verschiedene Modi einer Spiegelreflexkamera

Jede Spiegelreflexkamera verfügt in der Regel über verschiedene Modi, die es ermöglichen, die Parameter ISO, Blende und Belichtungszeit allein einzustellen oder nur die Blende oder die Belichtungszeit vorzuwählen, sodass die Kamera die anderen Werte selbstständig anpasst. So kann man selbst für sich entscheiden, welcher Wert in der jeweiligen Situation Priorität hat und welche Werte entsprechend ergänzt werden sollen. Dies ist vor allem für Einsteiger in der Fotografie mit einer Spiegelreflexkamera spannend, allerdings können auch fortgeschrittene Fotografen von diesen Möglichkeiten profitieren. Insbesondere in Situationen, die schnell festgehalten werden sollen, kann dies praktisch sein, da man so keine Zeit mit der Einstellung verliert.

Programmautomatik

In diesem Modus wählt die Kamera die passende Einstellung für alle drei Parameter selbst aus, sodass das Fotografieren ohne vorherige manuelle Einstellung möglich ist. Der Modus eignet sich für Anfänger, die die verschiedenen Einstellungen noch nicht selbst vornehmen können oder wollen, oder auch für Schnappschüsse, die ohne viel Überlegung spontan gemacht werden sollen.

Blendenautomatik

Bei der Blendenautomatik werden die Verschlusszeit und der ISO-Wert selbst festgelegt, während die Kamera selbst die dazu passende Blende wählt. Dieser Modus sollte gewählt werden, wenn die Verschlusszeit Priorität hat, beispielsweise, weil man einen Bach länger belichten möchte, damit das Wasser weich und verwischt wirkt oder aber weil man eine Sportszene einfrieren möchte.

Verschlusszeitautomatik

Die Blende und der ISO-Wert werden selbst eingestellt und die Kamera wählt die entsprechende Verschlusszeit. Die Blende kann beispielsweise Priorität haben, wenn der Hintergrund verschwommen dargestellt werden soll und daher eine große Blende erforderlich ist.

Manueller Modus

Im manuellen Modus werden alle drei Parameter, also die Verschlusszeit, der ISO-Wert und die Blende manuell eingestellt. Die Abhängigkeit dieser drei Einstellungsmöglichkeiten voneinander und von der jeweiligen Lichtsituation, unter dem Aspekt des erwünschten Effekts, müssen selbst erfasst und verstanden werden. Dieser Modus eignet sich vor allem für Experten auf diesem Gebiet, allerdings können sich hier auch Anfänger ausprobieren und ihre Spiegelreflexkamera verstehen lernen.

Die Belichtungskorrektur der Spiegelreflexkamera einstellen

Wenn man nicht manuell fotografiert, sondern einen der Modi nutzt, wie die Verschlusszeitautomatik oder die Blendenautomatik, hat man die Möglichkeit, eine Belichtungskorrektur einzustellen. Diese Möglichkeit entfällt in dem manuellen Modus, da man dort diese Korrektur selbst vornehmen kann. Wenn draußen Schnee liegt, empfiehlt es sich beispielsweise, immer zwei Blendenstufen überzubelichten, da der Schnee auf diese Weise weiß und strahlend und nicht gräulich wirkt.

Große Auswahl an Spiegelreflexkameras auf eBay

eBay bietet in seinem großen Sortiment nicht nur eine vielfältige Auswahl an Kameras im Allgemeinen, sondern auch ein breitflächiges Angebot an Spiegelreflexkameras. Wer sich noch unschlüssig darüber ist, für welchen Hersteller oder welches Modell er sich entscheiden möchte, sollte einfach durch die entsprechenden Kategorien stöbern und sich nach dem passenden Angebot umsehen. Obwohl die digitale Fotografie wohl mittlerweile stärker vertreten ist, verwenden begeisterte Hobbyfotografen gerne auch noch alte Analogkameras. In der Kategorie Foto & Camcorder finden sowohl Anhänger von Digitalkameras als auch solche, die die Analoge Fotografie bevorzugen, genau die Kamera, die ihren Ansprüchen gerecht wird.

Hilfreich bei der Suche nach einer Spiegelreflexkamera ist auch die Einstellung eines Suchradius, der es Ihnen ermöglicht, sich nur Produkte von Verkäufern aus Ihrer Umgebung anzeigen zu lassen. Dies macht es Ihnen später möglich, sich auch für eine Selbstabholung des gekauften Produkts zu entscheiden und den Versandweg so zu umgehen. Einen weiteren Vorteil haben Sie auch durch das Kaufen in sogenannten Produktbündeln. Hierbei können Sie neben dem Hauptprodukt weitere Produkte wie Ersatzteile und Werkzeuge oder Zubehör wie Speicherkarten und Filter erwerben und sich mehrfache Versandkosten sparen, da alles als ein Gesamtpaket gewertet wird.

Fazit

Die manuellen Einstellungsmöglichkeiten an einer Spiegelreflexkamera sind vielfältig, können jedoch mit ein wenig Übung schnell verstanden und umgesetzt werden. Das manuelle Einstellen hat viele Vorteile gegenüber der Automatik, da man so individuell bestimmen kann, wie die Wirkung des Bildes sein soll. Allerdings eignen sich vor allem die Automatikprogramme sehr gut, um als Anfänger den Einstieg in die Fotografie mit einer Spiegelreflexkamera zu finden oder unkompliziert und schnell einen Schnappschuss zu machen.

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