Was muss beim Kauf eines Walkie-Talkies oder eines PMR-Funkgerätes beachtet werden?

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Was muss beim Kauf eines Walkie-Talkies oder eines PMR-Funkgerätes beachtet werden?

Walkie-Talkies und PMR-Funkgeräte können als Kommunikationsmittel vielfältig eingesetzt werden. Sowohl Erwachsene als auch Kinder werden von den Einsatzmöglichkeiten begeistert sein. Bevor allerdings eine Kaufentscheidung getroffen werden kann, sollten Sie sich zunächst mit dem erwünschten Verwendungszweck auseinandersetzen. Die unterschiedlichen Varianten stellen nicht nur im beruflichen Umfeld, sondern auch in privater Hinsicht einen kostenfreien Mehrwert dar. Umso wichtiger ist es allerdings, einige Feinheiten bei der zu treffenden Auswahl zu berücksichtigen.

Die Unterschiede zwischen Walkie-Talkies und PMR-Funkgeräten

Bevor sich Verbraucher für ein Modell entscheiden, ist es unerlässlich, dass sie sich zunächst mit den verschiedenartigen Ausführungen vertraut machen.

Die Besonderheiten eines Walkie-Talkies

Ein Walkie-Talkie, oder auch Handfunkgerät genannt, ist ein Funkgerät, das über eine Funktechnik Kontakt zu anderen Endgeräten aufnehmen kann. Charakteristisch ist, dass die Geräte vom Verwender, schon aufgrund des geringen Gewichts und der handlichen Form, bequem in der Hand oder am Körper getragen werden können. Das Besondere ist, dass die einzelnen Geräte über einen Frequenzbereich Kontakt zu anderen Walkie-Talkies herstellen. Dementsprechend können Verbraucher über die kleinen Handmodelle miteinander kommunizieren, ohne dass ein zusätzlicher Dienstleistungsvertrag abgeschlossen werden muss, wie es bei klassischen Handys der Fall ist. Des Weiteren stehen Sender und Empfänger in dauerhaftem Kontakt zueinander. Die Vorteile dieser Technik werden nicht nur von Privatpersonen, sondern auch vorwiegend gewerblich oder beruflich genutzt. Polizei, Feuerwehr oder Rettungsdienste greifen auf die flexibel einsetzbaren Helfer zurück.

PMR-Funkgeräte benötigen keine spezifische Lizenz

Bei einem PMR-Funkgerät handelt es sich um ein klassisches Walkie-Talkie, das auch als Jedermannfunkgerät bezeichnet wird. Der Grund liegt darin, dass für den Gebrauch keine spezifische Lizenz erworben werden muss. Die Geräte können somit frei verkauft und auch tatsächlich genutzt werden, obgleich es beim Gebrauch einige Besonderheiten zu beachten gilt. Die Bezeichnung PMR charakterisiert den Frequenzbereich, den die Modelle als Kommunikationsschnittstelle nutzen.

Das Leistungsspektrum der Walkie-Talkies und PMR-Funkgeräte

Die tragbaren Kommunikationsgeräte sind vor allem im professionellen Bereich mit mindestens 8 Kanälen ausgestattet, die in einem 12,5-KHz-Abstand zueinander angelegt sind. Die Anzahl der Kanäle erleichtert die Funkverbindung, da sich die Nutzer auf ein Frequenzband festlegen können. Dadurch können sämtliche Kommunikationsströme aufgezeichnet werden, die innerhalb des Radius ausgestrahlt werden. Lästige Störgeräusche können aufgrund der flexiblen Nutzung minimiert werden. Für Einsteiger und Laien sind hingegen 2-4 Kanäle vollkommen ausreichend, um eine Kommunikation miteinander zu ermöglichen. Profimodelle können demgegenüber mit bis zu 40 Kanälen betrieben werden.

Auf die Reichweite achten

Bei der Wahl sollten Verbraucher insbesondere auf die mögliche Reichweite achten. Maßgeblichen Einfluss hat dabei der Ort der Nutzung. Unbebaute und ländliche Gebiete sind ideal, um auf Walkie-Talkies zurückzugreifen, die eine Reichweite von bis zu 10 km haben können. In bebauten Wohngebieten wird die Sendeleistung aufgrund der Störeinflüsse nicht selten auf maximal 3 km begrenzt. Ferner ist der Einsatz nicht nur vom Standort, sondern auch von möglichen Hindernissen sowie dem Wetter abhängig.
Neben den Handgeräten ist auch der Einsatz von mobilen Fahrzeuggeräten denkbar. Diese Technik wird unter anderem von Fahrschulen genutzt, damit zwischen dem Fahrlehrer und seinem Schüler eine Verbindung hergestellt werden kann. Für Privatpersonen hat die Rechtsprechung den Gebrauch indes während der Fahrt verboten. Das bedeutet allerdings nicht, dass die generelle Anbringung einer funktechnischen Vorrichtung verboten ist. Vielmehr stellt ausschließlich der aktive Gebrauch, wie es auch bei Handys der Fall ist, einen Verstoß gegen das Verkehrsrecht dar.

Die Einsatzmöglichkeiten von Walkie-Talkies oder PMR-Funkgeräten

Walkie-Talkies oder PMR-Funkgeräte können immer dann eingesetzt werden, wenn eine frei lizenzierte Kommunikation erwünscht ist. Insofern ist nicht nur ein professioneller Gebrauch, sondern auch die Verwendung als Überwachungsinstrument oder sogar als Kinderspielzeug denkbar.

Walkie-Talkies oder PMR-Funkgeräte als Babyüberwachung nutzen

Babys müssen von den Eltern stets überwacht werden, damit diese auf sämtliche Eventualitäten, die mit dem neuen Leben einhergehen, reagieren zu können. Klassische Babyfone bieten sich vor allem in kleineren Wohneinheiten an, da ihre Leistung für den gewünschten Überwachungseffekt ausreichend ist. Bei größeren Häusern kann die Verbindung allerdings schon aufgrund der Reichweite und des Mauerwerks gestört sein. Solche Defizite werden mit einem Walkie-Talkie für Babys überbrückt, da diese Geräte einen erhöhten Frequenzbereich haben. Dementsprechend können sich die Eltern sogar im Gartengelände aufhalten, ohne dass die Sicherheit des Kleinkindes außer Acht gelassen wird.

Walkie-Talkies oder PMR-Funkgeräte als Kinderspielzeug nutzen

Die technischen Handgeräte sind als Kinderspielzeug sehr beliebt. Für die Kleinen stellt es eine außergewöhnliche Besonderheit dar, wenn sie mit Gleichaltrigen kommunizieren können, ohne dass sie im direkten Kontakt mit dem Spielfreund stehen. Aus pädagogischer Sicht fördern die Geräte den Spieltrieb im Freien. Im Vergleich zu professionellen Varianten unterscheiden sich die Modelle für Kinder vor allem bei der optischen, aber auch bei der technischen Ausgestaltung. Die Walkie-Talkies überbrücken typischerweise eine geringere Reichweite, die den Spaß hingegen nicht trübt. Immerhin handelt es sich bei den Kommunikationsgeräten um Hilfsmittel, die der Unterhaltung dienen sollen. Sobald das Kind größer und älter geworden ist, können Eltern nachträglich auf professionelle Lösungen zurückgreifen. Dadurch wird ein größerer Entfernungsradius der Kinder zueinander ermöglicht.

Walkie-Talkies oder PMR-Funkgeräte im Profibereich nutzen

Handfunkgeräte werden aufgrund der flexiblen Einsatzmöglichkeiten bevorzugt im professionellen Einsatzbereich genutzt. Der wesentliche Vorteil liegt darin, dass die Geräte eine dauerhafte Verbindung miteinander herstellen können. Das bedeutet, dass die Nutzer ständig miteinander verbunden sind. Je mehr Kanäle und folglich Frequenzbereiche zur Verfügung gestellt werden, desto größere Entfernungen können schließlich überbrückt werden, ohne dass die Empfangsqualität leidet.
Besonders auf freiem Gelände bietet die kostenfreie Funktechnik eine dynamische Handhabung. Dadurch entfällt die Nutzung eines Handys oder Smartphones, was insbesondere dann vorteilhaft sein kann, wenn der Netzempfang eingeschränkt ist. Dementsprechend ist es sogar möglich, die professionellen Endgeräte bei der Ausübung von Extremsportarten, wie zum Beispiel dem Bergsteigen, zu verwenden. Andererseits können die technischen Kommunikationsmittel auch in abgelegenen Waldgebieten eingesetzt werden, was vor allem für Förster vorteilhaft sein kann. Aufgrund der hohen Reichweite wird eine vielfältige Einsatzmöglichkeit garantiert.

CB-Funk und seine Besonderheiten

Eine besondere Alternative zu herkömmlichen Walkie-Talkies sind sogenannte CB-Funkgeräte. Dabei handelt es sich zwar auch um einen kostenfrei nutzbaren Datenfunk. Allerdings wird ein Kontakt zu einem öffentlichen Raum hergestellt, der über eine Stationsantenne ausgeweitet werden kann. Entfernungen von bis zu 80 km können auf diese Weise zurückgelegt werden. Sinn und Zweck ist eine private Kontaktaufnahme zwischen Funkern, die sich im Zweifelsfall gar nicht kennen. Der Jedermannfunk dient sowohl der freien Kontaktaufnahme als auch dem Meinungsaustausch. Funkgeräte dürfen hingegen nicht selbst gebaut werden, bei der Herstellung von CB-Funkantennen müssen die gesetzlichen Vorgaben zwingend eingehalten werden.

Spezielle Richtantennen verbessern die Sendeleistung

Wer auf spezielle Richtantennen zurückgreifen möchte, kann gleichzeitig die Sendeleistung erheblich verbessern, sodass einige Hundert Kilometer abgedeckt werden können. Im Vergleich zu Handgeräten werden CB-Funkgeräte an längere Antennenvorrichtungen angeschlossen. Die Empfangsleistung wird dadurch nicht durch geografische sowie klimatische Besonderheiten begrenzt. Sobald der Nutzer einen Frequenzbereich ausgewählt hat, kann er theoretisch mit allen Verwendern kommunizieren, die im gleichen Sendebereich unterwegs sind. Nach wie vor greifen besonders Lkw-Fahrer häufig auf diese Technik zurück, da sie andere Fahrer beispielsweise über eine Stauentwicklung auf der Autobahn informieren möchten. Die CB-Funkgeräte bieten eine ideale Gelegenheit, um andere Menschen, die dem Nutzer bislang unbekannt waren, kennenzulernen.

Fazit

Walkie-Talkies und PMR-Funkgeräte sind flexibel und in sämtlichen Altersklassen ideal einsetzbar. Der wesentliche Vorteil der Technik liegt darin, dass der Sende- und Empfangsbereich kostenfrei zur Verfügung gestellt wird. Es entstehen nach dem Kauf insofern keine Folgekosten. Weiterhin ermöglichen die unterschiedlichen Modelle im Hinblick auf die technische Ausgestaltung ein breites Spektrum an Nutzungsmöglichkeiten. Der Handel bietet ein großes Sortiment an hochwertigen Endgeräten, sodass für jeden Verwendungszweck ein passendes Gerät offeriert wird.

 
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