Was die beliebte Boeing 747 als Flugzeug-Standmodell auszeichnet

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Was die beliebte Boeing 747 als Flugzeug-Standmodell auszeichnet

Detailliert, originalgetreu und imposant – es gibt eine Vielzahl von Gründen, warum sich viele Leute für das Hobby des Modellbaus entscheiden. Meist ist es auch die persönliche Biografie, die eine entscheidende Rolle spielt. Die Liebe zum Originalmodell spielt dabei eine entscheidende Rolle. Denn egal ob Lokomotive, Traktor oder Segelschiff – fast allen kleinen Modellen liegt eine gewisse Passion zugrunde. Dabei ist auch zu unterscheiden, ob es sich bei den kleineren Modellen um welche handelt, die es gilt, selbst aufzubauen oder ob diese bereits vollständig konstruierte Standmodelle darstellen.

Egal ob aus Holz, Metall oder Kunststoff gefertigt - diese Standmodelle überzeugen mit edler Präsenz und vielschichtigem Design und werden dementsprechend mit aller Liebe und Fürsorge bedacht. Flugzeuge bilden hierbei keine Ausnahme. Und gerade die edle Boeing 747 gilt als eines der beliebtesten Modelle in diesem Sektor. Der folgende Überblick soll dabei helfen, mehr über die einzelnen Standmodelle zu erfahren und den besonderen Fokus auf die Lufthansa-Maschine zu legen und auf alles, was Sie über diese wissen müssen.

Was definiert ein Standmodell, was grenzt es ab?

Wie der Name bereits verrät, sind Standmodelle in erster Linie nicht für Fahr- und in diesem Fall Flugbetrieb geeignet. Ästhetische Schauwerte überwiegen hierbei, die Modelle zeichnen sich durch eine sehr hohe Detaildichte aus und sind den Originalen in der Regel 1:1 nachempfunden. Kategorisiert werden sie dabei nach Verwendungszweck des Originals sowie deren Baugröße beziehungsweise dem Maßstab. Bei Flugzeug-Standmodellen sind im deutschsprachigen Raum die Maßstäbe 1:32, 1:48 und 1:72 gängig, bei mehrmotorigen Maschinen ist auch die Größe 1:44 geläufig.

Für den Alltagsgebrauch oder regelmäßiges Spielen sind die Modelle nicht geeignet, allerdings verlaufen die Grenzen zu vielen Spielzeugmodellen hierbei recht fließend. Diese können sich ebenfalls als recht detailliert und robust erweisen. Hinterfragen Sie dabei auch Ihre eigenen Präferenzen. Generell sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass das Hobby des Modellbaus eines ist, das mit viel Zeit und Geduld verbunden ist. Im Falle des detaillierten Selbstaufbaus ist ein wenig handwerkliches Geschick auch nicht zu verachten. Auch den entsprechenden finanziellen Aufwand sollten Sie nicht außer Acht lassen.

Führende Hersteller von Flugzeug Modellen

Dabei findet sich für den geneigten Luftfahrzeug-Fan so gut wie alles was das Herz begehrt im Sortiment der großen Hersteller. Egal, ob Sie alte Militärmaschinen aus dem Zweiten Weltkrieg oder historische Doppeldecker-Flugzeuge mögen – es gibt so gut wie nichts, was es nicht gibt. Zu den weltweit führenden Herstellern in dem Bereich zählen:

Funktionsmodelle – ein wichtiger Unterschied zu den Standmodellen

Wenngleich die begriffliche Trennschärfe zwischen Standmodellen und Spielzeugen manchmal etwas verschwommen wirken mag, so gilt es, die Funktionsmodelle ein wenig klarer abzugrenzen. Diese orientieren sich ebenfalls sehr maßstabsgetreu am Original, fallen aber auch etwas detailärmer aus. Dies ist notwendig um eine gewisse Funktionalität zu gewährleisten. Die integrierte Elektronik nimmt dabei etwas mehr Platz in Anspruch.

Im Flugzeug-Sektor spricht man dabei auch häufig von den Modellflugzeugen. Sie werden mittels Fernsteuerung betrieben und dabei durch die Lüfte bewegt. Sie können diese Modelle als Bausatz in drei unterschiedlichen Abstufungen erwerben:

  • ARF (“Almost ready to fly“)
  • RTF (”ready to fly”)
  • RTB (“ready to bind”)

Je nach Abstufung müssen Sie dann mehr Aufbauarbeit leisten. Angetrieben werden die Modelle meist mittels Propeller, gesteuert mittels Funk- oder Infrarot-Fernsteuerung. Auch größere Modelle wie die Boeing 747 können auf diese Weise verwendet werden, allerdings gilt es dabei, die Größenverhältnisse zu beachten. Viele Modellflugzeug-Freunde tendieren auch dazu, sich die Modelle in aufwendiger Eigenarbeit selbst zusammenzubauen. Dies bringt nicht nur eine zusätzliche kreative Komponente mit ins Spiel, Sie haben somit auch mehr Kontrolle über das Design. Berücksichtigen Sie dabei dennoch stets eine detaillierte Bauanleitung.

Die Firma Boeing – Traditionsunternehmen und Marktführer

Kaum ein zweiter Name steht so sehr für Kontinuität in der Luftfahrt wie Boeing. Der weltweit größte Hersteller von zivilen und militärischen Flugzeugen und Hubschraubern ist eine unverkennbare Macht in seinem Sektor. Zusammen mit dem europäischen Unternehmen Airbus hält Boeing auch das Duopol für Großraumflugzeuge. Begonnen hat alles im kleinen Rahmen im Seattle des Jahres 1915. Damals entwickelte William Edward Boeing, Sohn eines deutschen Immigranten, in Zusammenarbeit mit George Conrad Westervelt ein erstes Flugzeug. Genauer gesagt handelte es sich um ein Wasserflugzeug, welches Boeing am Ende allein fertigstellen musste. Offiziell gegründet wurde sein Luftfahrtunternehmen im Jahr 1916, ein Jahr später wurde es dann schlussendlich in „Boeing Aereoplane Company“ umbenannt.

In den darauffolgenden Jahren konnte Boeing seine Gewinnspanne zusehends vergrößern und damit auch die eigene Reputation kontinuierlich steigen. Besonders die Militärmaschinen während des Zweiten Weltkrieges hatten einen entscheidenden Anteil daran. Später stieg das Unternehmen auch erfolgreich in die Raumfahrt ein. So schaffte man nach einigen Krisen um die Jahrtausendwende letztendlich den Sprung an die Weltspitze, wo sich die Firma aktuell festgesetzt hat.

Die Boeing 747 – das Herzstück unter den Jumbojets

Wenn Sie in der Regel nach Flugzeugtypen der Marke Boeing fragen, dann bekommen sie mit 95%-iger Wahrscheinlichkeit die Antwort „747.“ Das vierstrahlige Großflugzeug ist das mit Abstand beliebteste und begehrteste Modell des Unternehmens. Die liebevolle Bezeichnung als „Jumbojet“ ist inzwischen im Bewusstsein vieler Menschen verankert. Seit seinem Jungfernflug im Jahr 1969 hat sich dieser Flieger als langlebiges Qualitäts-Luftfahrzeug erwiesen, das durch viele neue Versionen kontinuierlich erweitert und verbessert wird. Bei seiner Entwicklung Ende der 60er Jahre war das Flugzeug die größte Zivilmaschine, die zum damaligen Zeitpunkt gebaut wurde. Die Tatsache eine solch groß angelegte Maschine zu entwickeln stellte das Boeing-Team vor ungeahnte Herausforderungen.

Die bekannteste und am meisten verbreitete Variante stellt dabei mit Sicherheit die Boeing 474-400 dar, welche erstmals 1989 das Rollfeld verließ. Wenngleich sie im Jahr 2010 offiziell durch die 747-8 ersetzt wurde und nicht mehr produziert wird, befinden sich immer noch viele Modelle dieser Bauvariante auf dem Markt. Mit einer Länge von rund 70 Metern und einer Flügelspannweite von über 60 Metern bildet dieses Modell immer noch eine imposante Erscheinung. Die 747-8 ist mit 76,30 Metern noch gewaltiger und damit auch insgesamt das längste Passagierflugzeug der Welt. Neben vielen kleineren technischen Neuerungen sind es vor allem emissionsfreundlichere und leisere Triebwerke, welche den Nachfolger charakterisieren. Der wichtigste Kunde bleibt dabei die deutsche Lufthansa.

Was Sie beim Kauf der Boeing 747 als Modell beachten sollten

Wie Sie bereits gemerkt haben dürften, ist Boeing 747 nicht gleich Boeing 747. Das Erfolgsmodell des Luftfahrt-Giganten hat sich aufgrund seiner ständigen Beliebtheit in den letzten Jahrzehnten stetig weiterentwickelt und es gibt viele aktualisierte Versionen auf dem Markt. Fast alle sind davon in unterschiedlicher Art und Weise auch als Standmodell vorhanden.  Sie sollten daher im Vorfeld für sich genau klären, welchen Typ in welcher Bauweise Sie bevorzugen. Die erste Variante ist die 100er-Variante, die neueste die 747-8I. Doch immer wieder gab es spezielle Bauweisen aller Modelle.

Einige Varianten besitzen eine Frachtvariante, häufig gibt es auch die SR-Bauart, welche für „Short Range“ steht. Diese Variante kombiniert das Fassungsvermögen der 747 mit dem flexiblen Komfort für Kurzstreckenflüge, speziell im Inland. Achten Sie also beim Modellkauf unbedingt darauf, dass das Modell richtig gekennzeichnet ist. Beachten Sie außerdem dass alle Modelle auch stets für einen speziellen Hersteller geliefert werden und dieser auf dem Modell mit Logo zu finden ist. Die deutsche Lufthansa markiert dabei mit Sicherheit den größten Anbieter, aber auch Nippon Cargo Airlines aus Japan oder der südkoreanische Anbieter Korean Air lassen sich von der Traditionsfirma beliefern. Hier sollten Sie auch das Angebot der jeweiligen Hersteller direkt vergleichen. Einige von Ihnen bieten die Modelle nämlich von Haus aus an.

Standmodelle sind in der Regel bereits vorgefertigt oder benötigen nur ein bis zwei Handgriffe, um präsentationsbereit zu sein. Achten Sie in jedem Fall auf detaillierte Anfertigung und originalgetreuen Look. Besonders wenn Sie Kenner des Originals sind, sollten Sie spezielle Elemente gezielt ins Auge nehmen und somit auch die Echtheit prüfen. Dies ist insofern auch wichtig, da die Modelle einen entsprechenden Preis haben, der von Maßstab zu Maßstab variiert. Die Variante 1:200 bekommen Sie bereits für unter 50 Euro, sobald es in den Bereich 1:100 geht, müssen Sie bereits ein paar hundert Euro investieren. Noch detailliertere und größere Modelle werden dabei noch kostenintensiver. Informieren Sie sich am besten im Vorfeld über den Hersteller sehr gut.

Die richtige Pflege ist entscheidend für den Erhalt des Modells

Gerade weil die Investition von guten Standmodellen nicht gerade günstig ist und sich meist viele Liebhaberstücke darunter befinden, ist gute Pflege sehr wichtig. Der lange Erhalt der kleinen Flugzeuge ist wichtig, Pflege und Wartung sind ein sehr wichtiger Faktor. Am besten empfiehlt sich bei den Liebhaberstücken die Investition in eine Vitrine aus Glas. Diese schützt optimal vor Wind und Witterung und natürlich macht sie auch optisch einiges in den eigenen vier Wänden her. Erhöhte Luftfeuchtigkeit sollte gleichermaßen vermieden werden wie große Kälte oder enorme Hitze. Starke und direkte Sonneneinstrahlung kann auch zu einem Ausbleichen der Farben führen und ist ebenfalls zu vermeiden.

Das Entstauben sollte regelmäßig und mithilfe eines feinen Pinsels geschehen. Ein feuchtes Abspülen mit Wasser, Seife oder anderen Reinigungsmitteln sollte vermieden werden. Je nach Material lässt sich allerdings durchaus eine feine Schicht an Autopolitur auftragen. Informieren Sie sich dennoch immer über die chemische Zusammensetzung und deren Reaktion auf Ihr Material. Lassen Sie Ihr Modell dabei auch nicht unbeobachtet in fremde Hände, gerade in die von Kindern.

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