Warm und weich! Edle Kaschmir- und Wollpullover für Damen

Aufrufe 1 Mal bewertet mit „Gefällt mir” Kommentare Kommentar
Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
Weich, weicher, noch weicher! Edle Kaschmir- und Wollpullover für Damen

Kaschmir – schon der Klang des Wortes lässt Frauen und Liebhaber des feinen Materials dahinschmelzen. Der Begriff leitet sich von der Region Kaschmir ab, in der die gutmütigen Tiere leben, denen wir den weichsten aller Stoffe zu verdanken haben. Die feinen Schals und Pullover schmiegen sich sanft wie eine zweite Haut an unseren Körper, sie sind purer Luxus und haben ihren Preis. Kaum vorstellbar, dass es gemeine Hausziegen aus den Hochebenen Südasiens sind, die dieses natürliche Produkt in die teuersten Luxusläden der westlichen Welt bringen.

Von der Bergziege zum Luxuspullover

In Indien und Pakistan und zu einem gewissen Teil in China leben die friedfertigen gehörnten Kaschmirziegen mit den Schlappohren und würden sich wahrscheinlich sehr darüber wundern, welche Faszination ihr Fell auf der anderen Seite des Globus ausgelöst hat. Etwa 20 Arten dieser Wollziegen kommen für die Gewinnung des edlen Stoffes infrage. Weiße, graue, braune und schwarze Ziegen lassen seit über 1000 Jahren ihr Haar, welches zu den begehrten Kaschmirtextilien verarbeitet wird. Je weißer das Fell, desto teurer ist auch die Wolle. Denn nur wirklich weiße Fasern können in den schillerndsten Farben gefärbt werden.

Gewinnung und Eigenschaften der besonderen Kaschmirwolle

Anders als bei einem Schaf wird die Wolle der Kaschmirziege nicht geschoren, sondern traditionell behutsam ausgekämmt. Dafür eignen sich nur die kurzen Zeiträume während des Fellwechsels im Winter und Frühjahr. Nach dem Kämmen werden die feinen Härchen per Hand gesammelt. Jedes Tier gibt im Durchschnitt etwa 150 Gramm der begehrten Wolle. Sind alle Haare aufgelesen, müssen diese nun nach Farben sortiert, gewaschen und gereinigt werden. Dieser aufwendigen Prozedur folgt ein nicht minder konzentrationsfordernder Arbeitsschritt – das Entgrannen. Als Grannen bezeichnen Fachleute das grobe Deckhaar der Ziege. Dies eignet sich nicht zur Herstellung eines Kaschmirstoffes und muss von der feinen Unterwolle getrennt werden. Obwohl einige Hersteller auch diesen Schritt noch per Hand durchführen, um den Status des edlen Produktes zu erhalten, haben sich viele Hersteller zur Zeitersparnis dazu entschlossen, die Grannen maschinell zu entfernen. Sobald alle groben Haare aussortiert sind, kann der feine Wollfaden gesponnen werden.

Das so aufwendig gewonnene Unterhaar der Kaschmirziege hat gerade mal einen Durchmesser von ca. 15 bis maximal 19 Mikrometern. Diese Höchstgrenze darf bei der Herstellung von Kaschmirtextilien nicht überschritten werden. Die besonders feinen Fasern werden zu Recht zur Kategorie der Edelwollen gezählt. Damit reiht sich Kaschmir in die Gruppe der Angora-, Alpaka-, Vikunja- und Yakwolle und verspricht einen ganz einzigartigen Tragekomfort. Durch die besonders aufwendige Herstellung und den eher mageren Gewinn pro Tier wird die besondere Naturfaser häufig mit anderen Stoffen wie Merinowolle oder Vergleichbarem vermischt. Eine absolute Sicherheit, ob es sich bei Ihrem neuen Kaschmirschal tatsächlich um reines Kaschmir handelt, gibt es bislang nicht.

Kaschmirwolle – nur echt mit 85 Prozent

Die Wolle echter Kaschmirziegen stammt in der Regel aus den Erzeugerländern Iran, Mongolei und China. Doch auch in den Regionen Schottland, Neuseeland und Australien werden die Materialien auf großen Zuchtfarmen gewonnen. Wenn Sie hierzulande ein Produkt mit der Kennzeichnung „Kaschmir" erwerben möchten, so können Sie sicher sein, dass die Ware mindestens zu 85 Prozent aus reinem Kaschmir besteht. Die meisten Produkte jedoch erhalten die Kennzeichnung „kaschmiranteilig" und können gerade mal einen Anteil von 14,5 Prozent Kaschmir aufweisen. Allein die Produkte mit den höchsten Qualitätsansprüchen bestehen aus 100 Prozent Kaschmirwolle und haben einen entsprechenden Preis. Auch beim Kauf von feinen Kaschmirprodukten sollten Sie auf eine gute Qualität des Materials achten. Die Stoffe müssen sorgfältig gewebt und verarbeitet sein, besonders an den Nähten. Außerdem dürfen Schals und Pullover aus Kaschmir keine Stoffpartikel auf dem Rest Ihrer Kleidung hinterlassen. Fachleute sprechen in diesem Zusammenhang von sogenannten Peelen.

Der Pashmina-Trick – die besondere Kaschmir-Variante

Die Nachfrage bestimmt den Preis – diese Weisheit dürfte wirklich jedem bekannt sein. Doch um der unstillbaren Lust der betuchten Käuferinnen und ihrer Suche nach dem einzigartigen Modeerlebnis auch gerecht werden zu können, haben sich gewiefte Händler etwas einfallen lassen – Pashmina. Diese Wolle sollte die Exklusivität der Kaschmirprodukte noch um ein Vielfaches übertreffen. Das Material stammt in diesem Fall von Bergziegen aus dem Himalaja, dem höchsten Gebirge der Erde. Doch abgesehen vom Lebensumfeld der Ziege unterscheidet sich die Wolle nicht im Geringsten von der gewöhnlichen Kaschmirwolle. Achten Sie beim Kauf darauf und lassen Sie sich nicht auf den Trick mit dem Himalaya-Pashmina ein.

Himmelweich versorgt durch den Winter – kuschlige Pullis sind ein Muss

Eisige Temperaturen, ein frischer Wind und viel Schnee setzen unserer Haut während der Wintermonate stark zu. Der ständige Wechsel zwischen den kalten Außen- und den warmen Innentemperaturen ist eine Belastung für das größte Organ des menschlichen Körpers. So sollten Sie Ihre Haut immer sorgfältig pflegen und nicht zusätzlich durch kratzige Pullover strapazieren. Ein himmelweiches Oberteil aus Kaschmir oder Angora schmeichelt zart Ihrem Körper und fühlt sich einfach nur gut an. Genießen Sie die verführerische Umarmung dieses besonderen Materials und machen Sie es sich mit einer heißen Tasse Tee vor dem Kamin gemütlich. Die feinen Stoffe versprechen ein heimeliges Wohlgefühl und kommen auch ganz ohne schnörkelige Verzierungen oder aufwendige Details aus. Die Schönheit liegt im Material selbst. Das butterzarte Fell der Kaschmirziege eignet sich auch hervorragend in Form eines Schals als Geschenk für Ihre beste Freundin.

Kaschmirwolle – ein Hauch von Sommer

Auch in der warmen Jahreszeit gehört der Kaschmirpullover in jeden Kleiderschrank. Vor allem Weltenbummler und Reisefans wissen das zarte Material an lauen Sommerabenden zu schätzen. Die dünnen Stoffe schützen Sie vor dem Wind während eines Strandspaziergangs bei Sonnenuntergang und bringen Sie dennoch nicht ins Schwitzen. Das minimale Gewicht der schönen Wollpullis werden Sie auf der Haut kaum spüren. Farbenfroh und mit dezent schmückenden Details eignet sich die edle Kaschmirmode sowohl in der Freizeit als auch im Beruf.

Es muss nicht immer Kaschmir sein – die edlen Alternativen

Es mag Leute geben, die sich trotz der besonderen Eigenschaften nicht mit den Produkten aus Kaschmir anfreunden können. Das muss Sie natürlich nicht davon abhalten, ebenso edle Wollpullover aus anderen Naturfasern zu tragen. Eine gelungene Alternative bietet dabei die Alpakawolle – auch bekannt unter dem Namen „Vlies der Götter". Schon die alten Inkas verehrten das seltene Fell der Alpakas und kleideten ausschließlich den Adel in diese feinen Materialien. Heutzutage führten vor allem das Gesundheitsbedürfnis und der Wunsch nach umweltfreundlichen Naturfasern zu einem Umdenken der Modeindustrie. Auch das Verlangen nach Exklusivität und Luxus hat seine Wirkung nicht verfehlt.

Durch die Hohlräume in jedem einzelnen Alpakahaar können Pullover und Schals aus diesem Material eine hohe Isolation vorweisen und halten Sie im Winter ordentlich warm. Dennoch ist der Stoff extrem leicht, ähnlich den Materialien Kaschmir und Angora. Der Tragekomfort ist außerordentlich und lässt Sie vom ersten Moment an auf Wolken schweben. Zudem eignet sich die Naturfaser ideal für Allergiker. Alpakawolle besitzt nur sehr wenig Wollfett und hat somit sogar als naturbelassenes Produkt eine antibakterielle Wirkung. Das äußerst widerstandsfähige Material gibt es in 22 natürlichen Farben, es kann jedoch genauso gut in jeder erdenklich gefärbten Variante erstanden werden.

Was viele nicht wissen ist, dass es ebenso Angorakaninchen gibt. Die flauschigen Tiere stehen der Kaschmirwolle in nichts nach. Vor allem für den Winter ist diese Angorawolle eine ideale Alternative zu Kaschmir. Das extrem weiche Material kann die Körperwärme sehr gut speichern und hält Sie auch bei Minusgraden wunderbar warm. Einige Fachleute gehen sogar so weit zu sagen, Textilien aus Angora hätten eine heilende Wirkung für Knochen und Gelenke. Wenn Sie zum Beispiel unter Rheuma leiden, sollten Sie es einmal mit einem Angorapulli versuchen. Damit das feine Material nicht fusselt, empfehlen Experten den Handgriff zum Haarspray. Ein kleiner Schub versiegelt die einzelnen Fasern und macht den Pulli oder Schal länger haltbar.

Ein weiteres erstklassiges Produkt bildet die Merinowolle. In diesem Fall stammt das Material von einer bestimmten Schafsorte. Merinowolle ist sehr weich und zudem äußerst elastisch. Diese Eigenschaften machen es perfekt für eigene Strickmode. Mit einem selbst gestrickten Pullover aus Merinowolle bekommen Sie nicht nur ein absolutes Unikat, sondern zugleich ein Textil der Extraklasse. Es hält Sie im Winter warm, ist schmutzabweisend und knittert nicht. Bei der Aufbewahrung im Schrank sollten Sie darauf achten, dass Sie die Strickmode aus Merino stets liegend lagern und nicht auf einen Kleiderbügel hängen. Sonst könnten die Fasern mit der Zeit ausleiern.

Merino, Kaschmir und Co. – die Pflege der edlen Stücke

Eine besondere Faser braucht eine besondere Pflege. Wolle aus Angora, Merino oder Kaschmir ist ein Naturprodukt und kann nicht einfach bei 60 Grad in die Waschmaschine gelegt werden. Maximal 30 Grad sind bei den feinen Stoffen erlaubt, im Idealfall waschen Sie lieber mit der Hand. Einen Kaschmirpullover sollten Sie nicht an zwei aufeinanderfolgenden Tagen tragen. Die Naturfaser erhält seine natürliche Form und Schönheit durch ausreichendes Lüften von ganz alleine wieder zurück. Je nach Beanspruchung sollten Sie die Stücke nach etwa zehn Tragetagen waschen. Drehen Sie den Pullover dafür auf links und stecken Sie ihn in einen Kissenbezug. Verwenden Sie ein mildes Wollwaschmittel und verzichten Sie unbedingt auf einen Weichspüler. Programmieren Sie wenn möglich eine Drehzahl von maximal 600 Umdrehungen pro Minute. Besser ist es jedoch, ganz auf den Schleudergang zu verzichten und die Teile von Hand vorsichtig auszuwringen. Wenn Sie sich die Mühe sparen wollen, bringen Sie Ihre edle Kaschmirkleidung ganz einfach in die nächste Reinigung. So werden Sie noch lange Freude an den besonderen Stücken aus feinster Wolle haben.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden