WLAN Reichweite erhöhen.

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Richtfunkstrecken im WLAN-Bereich haben in der Ausbreitung schon lichtähnlichen Charakter. Ein Kriterium bei der Planung von Richtfunkstrecken ist die Fresnel-Zone, die den von Hindernissen freien Bereich als größten Durchmesser um eine Sichtverbindung angibt. Somit ist die Sichtverbindung nicht das Spannen eines Fadens gemeint, sondern ein dreidimensionaler Bereich in Form einer Zigarre, abhängig von der Frequenz und der Größe der Entfernung. Die Hochfrequenz wird also wie durch ein gedachtes Rohr durchgeleitet. Je größer die Entfernung zur Gegenstelle ist, desto breiter ist die Fresnel-Zone. Das heißt, dass Bäume, Häuser u.a. Hindernisse niedriger sein müssen als bei kurzen Entfernungen. Vorraussetzung für die verwendung von Richtfunkstrecken ist der Sichtkontakt zur Gegenstation. Um eine stabile Verbindung hin zu bekommen, muss auch die Gegenseite Sie erreichen. Beide Antennen müssen miteinander kommunizieren, es sind also zwei gleich gute Richtantennen erforderlich, sonst geht die Verbindung wie die schlechteste Antenne oder gar nicht, da die Gegenstelle Sie nicht erreicht. Richtantennen funktionieren nur, wenn sie exakt ausgerichtet werden. Man muss sich das wie eine Taschenlampe mit Reflektor vorstellen. In der Vorzugsrichtung ist ein gutes Signal vorhanden, alle anderen Richtungen werden unterdrückt. Ist auf der Gegenseite eine Rundstrahlantenne, so muss die Yagi Antenne mit den Stäben nach unten, also ebenfalls senkrecht stehen. Die Antennen sind vertikal polarisier. Wird eine Antenne vertikal und eine horizontal gestellt entsteht eine Dämpfung von -20dB, es kommt nur noch 1/100 an. Es würde nicht funktionieren. Also immer beide Antennen gleich stellen. Die horizontale Polarisation ist zu bevorzugen, da viele Störungen vertikaler Natur sind und können dadurch ausgeblendet werden. Die Reichweite wird bei einer Richtfunkstrecke von der schlechtesten Antenne bestimmt es wird durch die Yagi die Reichweite erhöht, da sie empfindlicher ist. Bei großen Entfernungen sollte man immer zwei gleich gute Antennen verwenden. Um Verluste durch das Antennenkabel zu vermeiden, verwenden Sie nur kurze Antennenkabel. Am besten den AP gleich mit am Mast im wetterfesten Gehäuse unterbringen und mit Netzwerkkabel zur Netzwerkkarte oder zum Verteiler leiten. Die Empfindlichkeit der Antenne bleibt dadurch erhalten. Wenn kein Stromanschluss vorhanden ist, kann der AP auch über das Netzwerkkabel mit Strom versorgt werden. Das Netzwerkkabel hat 4 Adernpaare und 2 Adernpaare werden nur benötigt. Für die Stromversorgung, also z.B. 12V können dann die freien Adernpaare benutzt werden. Am besten die Adernpaare vor dem Netzwerkstecker herausführen. Die Ethernet-Belegung ist unbedingt einzuhalten. Die Adern sind paarweise und verdrillt. Bei Nichteinhaltung der Ethernet-Belegung entstehen hohe Verluste! TV und Videosender arbeiten auf der gleichen Frequenz wie WLAN und führen zu Störungen und können WLAN sogar total unbrauchbar machen!

 Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und immer eine gute WLAN-Verbindung.

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