Virtual-Reality-Brillen im Vergleich

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Virtual-Reality-Brillen stellen die zentrale Komponente zur Vermittlung der künstlichen Realität dar. Sie sind in vielen verschiedenen Varianten erhältlich. Um ein stereoskopisches, dreidimensionales Bild darzustellen, besitzen sie entweder eigene Displays oder nutzen das Display eines Smartphones zur Bildwiedergabe. Über verschiedene Lage- und Positionssensoren ermitteln sie zudem die Kopfhaltung und die Position des Trägers und erlauben eine dynamische Anpassung der dargestellten Bilder.

Virtual-Reality-Brillen (VR-Brillen) vermitteln ihrem Träger ein sehr realistisch empfundenes Bild einer virtuellen Wirklichkeit. Hierfür bedecken sie das komplette Sichtfeld und blenden das reale Bild aus. Es wird ersetzt durch ein am Computer generiertes künstliches Bild, das dank stereoskopischer Bildwiedergabe mit je Auge leicht versetzter Perspektive dreidimensional empfunden wird. Damit sich der Träger in der virtuellen Welt umschauen oder sich in ihr bewegen kann, besitzt die Brille verschiedene Sensoren, die die Lage und die Position bestimmen. Abhängig von diesen Messwerten passt sich das dargestellte Bild dynamisch an. Zusätzlich erlauben viele Virtual-Reality-Brillen eine Verbindung mit einem Eingabegerät wie zum Beispiel einem Datenhandschuh und ermöglichen dadurch das Agieren und Ausführen von Befehlen in der künstlichen Welt. Am Markt ist eine ganze Reihe unterschiedlicher VR-Brillen verfügbar. Die Spanne reicht von einfachen Pappbrillen für wenige Euro, die ein eingelegtes Smartphone zur Darstellung der virtuellen Welt verwenden, bis hin zu professionellen Brillen mit extrem fein auflösenden Displays und aufwendigen Systemen zur Bestimmung der Position des Trägers. Hier ein kurzer Überblick mit Vor- und Nachteilen zu populären Virtual-Reality-Brillen.

Google Cardboard — mit geringen Einstiegskosten in die Faszination der virtuellen Welt eintauchen

Wer sich ohne große Investitionen einen ersten Eindruck der virtuellen Welt verschaffen möchte, für den ist eine Pappbrille wie zum Beispiel Google Cardboard die ideale Lösung. Die Brille besteht aus einem faltbaren Pappgehäuse und zwei optischen Linsen. In das Gehäuse lässt sich ein für Virtual Reality geeignetes Smartphone mit einer Bildschirmgröße von vier bis sechs Zoll einlegen. Dadurch verwandelt sich ein Smartphone binnen kürzester Zeit zu einem Fenster in die virtuelle Welt. Alle Funktionen wie die stereoskopische Bilddarstellung, die Berechnung der virtuellen Welt und die Bestimmung der Kopfneigung und -position übernimmt das Smartphone. Hierfür lassen sich zahlreiche Apps für Smartphone-Betriebssysteme wie Android oder iOS kostenlos oder kostenpflichtig aus den Appstores herunterladen. So liefert zum Beispiel Google mit "Google Cardboard" oder mit der "Google Cardboard Kamera" App passende Anwendungen, mit denen sich virtuelle Bilder bestaunen oder mit Hilfe der Smartphone-Kamera selbst erstellen lassen. Sehr beeindruckend ist die "Within"-App, die zahlreiche kostenlose VR-Demos beinhaltet. Darüber hinaus sind viele VR-Spiele und Simulationen in den Appstores zu finden.
Vorteil dieser Brille ist ihr günstiger Preis und die trotz einfacher Technik beeindruckende Darstellung virtueller Welten. Allerdings ist die Brille nur für eine begrenzte Nutzung geeignet. So verschleißt die Pappe bei häufiger Verwendung relativ schnell und die Bedienung des Smartphones inklusive der Steuerung der Apps ist teilweise durch das von außen schwer zugängliche Smartphone recht unkomfortabel. Zudem ist die Brille bei längerer Verwendung unbequem und hinterlässt schnell Druckstellen.

Samsung Gear VR — eine Virtual-Reality-Brille für das Samsung Smartphone mit mehr Komfort

Für mehr Komfort bei VR-Brillen auf Basis eines Smartphones sorgen Produkte wie zum Beispiel die Samsung Gear VR Brille. Auch bei dieser Brille übernimmt das Smartphone die Darstellung der virtuellen Inhalte. Jedoch setzt Samsung Gear VR für die Nutzung je nach Version aktuelle Samsung Smartphones wie das Galaxy Note oder Modelle aus der Galaxy S6- oder S7-Serie voraus. Diese Brille ist wesentlich robuster als die verwandten Modelle aus Pappe und bietet einen besseren Tragekomfort. Zudem nutzt die Brille eigene Sensoren wie einen Beschleunigungsmesser, Gyroskop, Magnet-Sensor und Näherungssensor für die Lage- und Positionsbestimmung. Dies lässt eine bessere und genauere Anpassung der jeweiligen Perspektive mit kürzerer Verzögerung zu. Dank fokaler Anpassung sind diese Brillen bei Kurzsichtigkeit oder bei Weitsichtigkeit nutzbar. An der Brille angebrachte physische Bedienelemente wie Touchpad, Zurück-Taste und Lautstärketaste sorgen für eine einfache Bedienung.

Zeiss VR One — kompatibel mit vielen verschiedenen Smartphones

Die Zeiss VR One Brille zeichnet sich durch ihre Kompatibilität mit vielen verschiedenen Smartphones aus. Es handelt sich bei der VR-Brille ebenfalls um ein Smartphone-Gehäuse, das höheren Komfort und mehr Robustheit als Pappbrillen bietet. Die Brille unterstützt Smartphones mit Bildschirmdiagonalen von 4,7 bis 5,5 Zoll.

VR-Brille für den PC oder die Konsole mit eigenem Display: die Oculus Rift VR-Brille

Für die Nutzung der Oculus Rift Brille benötigen Sie kein Smartphone, denn sie besitzt ein integriertes Display. Die Brille lässt sich mit einem PC verbinden und stellt die Inhalte kompatibler Anwendungen und Spiele direkt auf dem eigenen Display stereoskopisch dar. Gegenüber der Darstellung mit Smartphones bietet dies den Vorteil, dass sich wesentlich höhere Auflösungen erzielen lassen. Oculus Rift erreicht Full-HD-Auflösungen. Das Display füllt zudem das komplette Sichtfeld aus und erlaubt absolut real wirkende Bildeindrücke. Ebenfalls sehr ausgereift ist die Positions- und Lagebestimmung der Brille mittels verschiedener Sensoren, die zu einer Verminderung der Verzögerungszeit zwischen Kopfbewegung und Bilddarstellung führt und den Grad der Immersion (Eintauchen in eine Szene virtueller Realität) enorm erhöht. Nachteil der Brille ist der bedeutend höhere Preis im Vergleich zu VR-Brillen, die Smartphones verwenden. Zudem sind die Brillen auf kompatible Software und leistungsstarke Computer angewiesen.

HTC Vive — exakte Bestimmung der Raumposition über externe Sensoren

Auch die HTC Vive VR-Brille besitzt ein eigenes integriertes Display für die Darstellung der virtuellen Welt. Das Display löst sehr fein auf und liefert scharfe, detailreiche Bilder. Das besondere an der VR-Brille ist die Positionsbestimmung. Denn neben den verschiedenen integrierten Sensoren für die Erfassung der Kopfbewegungen erhalten Käufer der Brille zusätzlich externe Sensoren, die im Raum aufgestellt werden. Mit Hilfe dieser Sensoren, die diagonal in einem Raum zu platzieren sind, wird die Position des Trägers exakt mitverfolgt. Personen können sich dadurch fast frei im Raum bewegen und steigern dadurch das Mittendrin-Gefühl. Sie können in der virtuellen Welt tatsächlich herumlaufen. Zudem erfasst das Gerät die Trackpads, die die Hände in der virtuellen Welt darstellen. Diese Technik hat ihren Preis und ist wesentlich aufwendiger zu installieren und einzurichten als andere VR-Brillen ohne externe Sensoren. Die Brille lässt sich nicht an beliebigen Orten nutzen und benötigt einen möglichst leeren Raum. Software, die diese Technik unterstützt, ist noch recht spärlich vorhanden. Ähnlich wie die VR-Brille Oculus Rift stellt die HTC Vive recht hohe Mindestanforderungen an den verwendeten PC was Rechnerleistung und Arbeitsspeicher angeht. Mit zur Ausstattung der Brille gehören die Trackpads und die Basisstation.
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