Vintage-Damenmode neu entdeckt: authentische Jacken & Mäntel von damals

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Vintage-Damenmode neu entdeckt: authentische Jacken & Mäntel von damals

Vintage ist hip. In der Modewelt ist es absolut angesagt, Kleidung und Accessoires aus vergangenen Zeiten aufzustöbern, in die eigene Garderobe zu integrieren und modern in Szene zu setzen. Vor allem im Bereich Vintage-Damenbekleidung gibt es zahlreiche Retro-Trends zu entdecken, die den Charme früherer Jahrzehnte in die heutige Zeit transportieren.

Vintage gehört zu den angesagtesten Trends in der Modewelt. Mit Kleidung und Accessoires aus längst vergangenen Jahrzehnten bekommt jeder Look und jeder Style einen ganz besonderen Charme. Vintage-Mode erlaubt es Ihnen, sich individuell und originell zu kleiden. Die Wahrscheinlichkeit, auf der Straße jemandem zu begegnen, der das gleiche Kleidungsstück trägt, ist ziemlich gering, wenn Sie Vintage-Teile in Ihre Garderobe integrieren. Außerdem entscheiden Sie sich mit dem Kauf von Vintage-Damenmode nicht nur für einen ganz besonderen Kleidungsstil, sondern auch für gute Qualität. Denn Kleidungsstücke und Accessoires, die bereits Jahrzehnte überstanden haben, sind auch dementsprechend hochwertig hergestellt und verarbeitet. Diese Nachhaltigkeit, die Generationen überdauert, ist ein momentan sehr angesagter Gegentrend zur Schnelllebigkeit der heutigen Wegwerfgesellschaft, in der Billigklamotten en masse produziert werden, die oft noch nicht einmal eine Saison lang halten.

Vintage oder auf Vintage gemacht - ein großer Unterschied

Wenn Sie sich mit Vintage-Damenmode beschäftigen, ist es wichtig, dass Sie zwischen zwei ganz unterschiedlichen Phänomenen unterscheiden können. Unter der eigentlichen Bedeutung von Vintage-Mode versteht man Kleidung und Accessoires, die zwischen den 1920er bis 1980er Jahren hergestellt wurde. Das bedeutet: Das jeweilige Stück ist dementsprechend alt, gebraucht und authentisch dem jeweiligen Jahrzehnt zuzuordnen, aus dem es stammt. Allerdings wird der Begriff Vintage in der Mode inzwischen auch für Kleidungsstücke verwendet, die gar nicht alt sind, sondern lediglich so hergestellt werden, dass sie entweder getragen aussehen oder den Stil einer bestimmten Modedekade widerspiegeln. Darunter fallen auf alt getrimmte Klamotten wie beispielsweise Jeans, die durch Abschleifen, Waschen und andere Methoden einen gewollten Vintage-Effekt bekommen, oder auch Kleider, die optisch so aussehen, als wären sie aus den 1950er Jahren, in Wirklichkeit aber fabrikneu sind.

Nicht nur Kleidung, die im Gebraucht-Look hergestellt wird, sondern auch Secondhand-Ware aus jüngeren Jahren wird inzwischen oft mit dem Attribut Vintage versehen, um einen größeren Kundenkreis anzulocken und auf der angesagten Vintage-Welle mitschwimmen zu können. Zwar sind echte Vintage-Stücke auch immer automatisch Secondhand-Teile, weil sie alt sind und dementsprechend bereits getragen und benutzt wurden, aber umgekehrt sind nicht alle Kleidungsstücke und Accessoires aus zweiter Hand auch wirklich Vintage-Funde. Oft handelt es sich dabei um Stücke, die erst wenige Jahre alt sind und das Prädikat Vintage also noch lange nicht verdient haben. Im Gegensatz zu Secondhand-Ware ist authentische Vintage-Damenmode in der Regel rar gesät, schwieriger zu bekommen und somit auch wesentlich teuerer.

Vintage-Jacken und Mäntel aus vergangenen Jahrzehnten

Vintage-Mode ist ein Spiegel ihrer Zeit und ermöglicht es Ihnen, einen Teil spannender Vergangenheit ins Hier und Jetzt zu transportieren und neu zu interpretieren. Jedes Jahrzehnt hatte seine ganz eigenen Gegebenheiten, Lebensgewohnheiten und Bewegungen, die sich natürlich auch in der Mode widerspiegeln. Wenn Sie Vintage-Jacken und -Mäntel suchen und noch einmal genau wissen möchten, was zu welcher Zeit modern war, orientieren Sie sich einfach an dem folgenden Leitfaden und holen Sie sich Inspiration und Anregung für Ihren ganz persönlichen, modernen Vintage-Look.

Uniformstil: Jacken und Mäntel aus den 1930ern und 1940ern

Die Mode der 1930er und 1940er Jahre war praktisch und zweckmäßig. Schmale Kostüm- und Bolerojäckchen wurden zu weiten Marlenehosen kombiniert. Während des Kriegs und in den Jahren danach bestimmten Jacken und Mäntel im Uniformstil die Damenmode. Aus Gründen von Materialknappheit wurden Damenkostüme und -mäntel oft aus Militäruniformen der Männer zusammengeschneidert.

Verspielt oder geradlinig: Jacken und Mäntel aus den 1950ern und 1960ern

Die 1950er Jahre waren das Jahrzehnt, in dem Weiblichkeit ganz groß geschrieben wurde. Nach den langen Kriegsjahren trugen Frauen gerne wieder schicke Kleider, weit schwingende Petticoats und verspielte Jacken und Mäntel, die ihre weiblichen Reize in Szene setzten, tailliert daherkamen oder mit einem Gürtel auf Figur geschnürt wurden. Wenn Sie zu den beneidenswerten Frauen mit Sanduhrfigur gehören, ausgewogene Proportionen und eine schmale Taille haben, dann sind die Jacken und Mäntel aus den 1950ern wie für Sie gemacht. Achten Sie bei Vintagefunden auf alles, was tailliert ist oder einen Taillengürtel hat.

Was die Damenmode angeht, versuchten die 1960er Jahre einen Kontrast zum feminin-lieblichen Charme des vergangenen Jahrzehnts zu schaffen. Frauen trugen erstmals enge Hosen, der Minirock wurde erfunden und Jacken kamen jetzt kurz und kastenförmig daher. Die moderne Geradlinigkeit dieser Epoche macht ihre Stücke so zeitlos und auch heute noch universell einsetzbar. Kastenjacken, Tweedjäckchen und Mäntel in A-Linie sind charakteristisch für die 1960er Jahre.

Protestbewegung: Jacken und Mäntel aus den 1970ern

Freiheit und Individualität waren in den 1970er Jahren das große Thema und wurden durch bunte Farben und schrille Muster ausgedrückt. Jacken und Mäntel hatten große Kragen, gerne mal weite Trompetenärmel und wurden von bunten Stickereien geziert. Der Parka setzte sich als Symbol der absoluten Antikriegshaltung durch und wurde zusammen mit anderen Militärjacken zum Zeichen des Protestes in abgewandelter Form in die Alltagsgarderobe übernommen. Die gleiche Haltung sollten auch die betont bunten Klamotten der Hippie-Bewegung ausdrücken, die das Jahrzehnt mit Flower Power und Ethno-Elementen nachhaltig prägten. Lässige Strickjacken, (Kunst-)Pelzmäntel, Parkas und bunt gemusterte Sakkos sind typische Vintage-Funde aus diesem Modejahrzehnt.

Starke Schultern: Jacken und Mäntel aus den 1980ern

Beim Stichwort 1980er Jahre Mode fallen einem sofort Mäntel und Jacken mit großen Schulterpolstern ein. Es ging darum, aufzufallen, von Konventionen und Regeln abzuweichen und sich selbst in Szene zu setzen. Übertrieben akzentuierte Schultern gehörten dazu - gerne an weit geschnittenen Blazern, Neon-Jacken aus Ballonseide und XXL-Parkas. In diesem Jahrzehnt setzte man oben herum auf Volumen und kombinierte weite Jacken und Mäntel zu schmalen Karotten- und Steghosen. Diese Vintage-Funde sind die perfekte Wahl für Sie, wenn Sie zu den Frauen gehören, deren Oberkörper deutlich schmaler ist als der Unterkörper. Die sogenannte A- oder Birnen-Figurform zeichnet sich dadurch aus, dass Oberkörper und Arme sehr schlank sind, während Hüfte und Oberschenkel mehr in die Breite gehen. Um diese unausgewogenen Proportionen optisch auszugleichen und von den Problemzonen abzulenken, ist es für Sie ratsam, im oberen Bereich für etwas mehr Volumen zu sorgen - Schulterpolsterjacken aus den 1980ern sind dafür wie gemacht.

Was Sie beim Kauf von Vintage-Damenmode beachten sollten

Wenn Sie nun bereits mit dem einen oder anderen Vintage-Teil liebäugeln, gibt es noch einige Dinge, auf die Sie vor dem Kauf achten sollten. Das betrifft zum einen die Größen von Vintage-Damenmode. Bei Jacken und Mänteln, die in vergangenen Jahrzehnten hergestellt wurden, können Sie sich nicht darauf verlassen, dass Ihre normale Konfektionsgröße auch wirklich der damaligen Größe entspricht. Die Größenangaben von früher sind nämlich nicht immer mit denen gleichzusetzen, die Sie aus der heutigen Zeit gewöhnt sind. Wenn Sie normalerweise Mäntel und Jacken in Größe 38 tragen, kann es dennoch sein, dass Ihnen zum Beispiel ein Mantel aus den 60er Jahren in Größe 42 passt oder eine Jacke aus den 80ern in einer 36 perfekt sitzt. Sie sollten also ein besonders schönes Stück nicht von vornherein ausschließen, nur weil die "falsche" Größe auf dem Etikett steht. Je nachdem, welcher Figurtyp Sie sind, stehen Ihnen manche Vintage-Teile besser und andere eher weniger gut.

Ob Sie sich in einem Vintage-Mantel oder einer Vintage-Jacke wirklich wohlfühlen, kommt also sehr darauf an, wie das jeweilige Teil geschnitten ist. Und genau das können Sie nur wirklich zuverlässig beurteilen, wenn Sie es tragen und sich selbst darin im Spiegel sehen.

Gebrauchsspuren gehören bei echter Vintage-Mode dazu

Beim Kauf von Vintage-Damenmode sollten Sie stets die Tatsache im Hinterkopf behalten, dass es sich bei Ihrem neu erworbenen Kleidungsstück um ein dementsprechend altes Teil handelt, das bereits mindestens einen Vorbesitzer hatte und so auch gewisse Abnutzungserscheinungen und Gebrauchsspuren aufweisen darf. Diese Merkmale sind bei Vintage-Mode durchaus gängig und häufig sogar gewollt, denn sie machen den ganz besonderen Charme dieser Kleidungsstücke aus. Allerdings sollten Sie dennoch darauf achten, dass solche Verschleißerscheinungen im Rahmen dessen bleiben, was Sie persönlich für zumutbar halten. Prüfen Sie, ob Ihr Objekt der Begierde gut erhalten ist, vom Vorbesitzer gut gepflegt oder angemessen aufbereitet wurde, ob es aufgerissene Säume, störende Flecken, Risse oder sonstige Mängel zu beanstanden gibt. Häufig lassen sich solche Makel recht einfach beheben, aber stellen Sie sicher, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis in diesen Fällen stimmt.

Wissenswertes zu Pflege und Reinigung von Vintage-Mode

Wenn Sie nun Ihren Traum-Vintage-Mantel oder Ihre lange gesuchte Vintage-Jacke endlich in den Händen halten, sollten Sie das gute Stück vor dem ersten Tragen erst einmal einer gründlichen Reinigung unterziehen. Denn so gut erhalten das Kleidungsstück auch sein mag - es handelt sich schlussendlich dennoch um ein bereits vielfach getragenes und lange benutztes Teil, von dem Sie in der Regel nicht wissen, wer es wann, wo und wie lange in Gebrauch hatte. Und auch wenn für Sie Vintage-Mode gerade dadurch interessant wird, dass sie eine Geschichte hat, ist es ratsam, die Ausdünstungen vergangener Zeiten herauszuwaschen, bevor Sie den Mantel oder die Jacke im heutigen Hier und Jetzt in Szene setzen. Denken Sie aber daran, ein entsprechendes Fein-, Woll- oder Spezialwaschmittel zu verwenden und vorsichtig vorzugehen, wenn es sich um besondere Materialien oder Stoffe handelt, die sie nicht genau bestimmen können.

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