UVC-Wasserklärer

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Hier mal ein positiver Bericht über den UVC-Wasserklärer

Von den Gegnern der Klärer liest man immer wieder, das auch die guten Bakterien abgetötet werden. Die Fische haben keine Immunabwehr mehr etc. etc.

Jetzt muss man sich doch erst mal Gedanken machen, wo der grosse Unterschied ist, zwischen natürlichen Gewässern und einem Aquarium oder Gartenteich. Bei letzterem haben wir das Problem, das nur ein sehr begrenzter Wasservorrat durch eine Pumpe zirkuliert. Nur durch diverse Wasserwechsel kommt hier Frischwasser ins Aquarium. Dann stellt sich die Frage, wer macht das bei einem Gartenteich. Das was da mal reinregnet, kann man vergessen. Ganz anders verhält es sich in der Natur. Hier findet ein ständiger Wasseraustausch statt, so das ständig Frischwasser zur Verfügung steht. Wenn nun das Wasser nur spärlich erneuert wird und nur durch eine Pumpe zierkuliert, können sich hier jetzt Bakterien und Krankheitserreger sowie auch Algen stark vermehren. In der freien Natur dagegen bleibt die Anzahl der Bakterien und Erreger durch den ständigen Wasseraustausch auf einem niedriegen Niveau. Mit einem UVC-Wasserklärer erreicht man nun, die Mikroorganismen auf einem ebenfalls niedrigem Niveau zu halten. Falsch ist definitv, das die Fische Ihre Immunabwehr verlieren oder verweichlichtwerden. Sie müssen in einem Aquarium oder Teich ohne Wasserklärer mit einer viel höheren Konzentration an Krankheitserregern fertig werden, wo das Immunsystem ständig einer Dauerbelastung ausgesetzt ist. Der Einsatz eines Wasserklärers hält wie gesagt, diese Belastung gering, so das der Fisch nun seine "Kräfte" in besseres Wachstum und schönere Farben setzen kann.

Erweiterung 24.08.2006: Mittlerweile habe ich mir nun die Berichte von einigen Teichbesitzern durchgelesen. Hier war allesamt von einer Teichfläche von ca. 30-40 oder mehr Quadratmeter die Rede. Es sollte denen schon klar sein, das bei mehreren tausend Lietern Wasser ein einzelner Wasserklärer verloren ist. Auch wenn die Angaben auf den Verpackungen bis zu 12000 Liter grosse Teiche versprechen muss man sich erst mal überlegen, wie ich diese Menge erst mal durch den Klärer bekomme. Dazu bräuchte ich ein kleines Wasserkraftwerk, damit das Wasser komplett 2-3 Mal durchläuft. Eine Menge, was die herkömmlichen Pumpen und Filter auf dem Markt unmöglich schaffen. Das hier dann negative Erfahrungen kommen ist dann mehr als selbstverständlich. Bei diesen Grössen ähnelt der Teich wirklich einem natürlichen Biotop und hier ist es auch besser mit einer entsprechenden Bepflanzung gegen die Algen zu kämpfen. In solchen Teichen ist dann auch der nötige Platz dafür da. Da hilft auch keine Pumpe mehr um etwaige Schadstoffe abzubauen. Das regelt ein Teich in dieser Grösse von selbst. Bevor solche "Testberichte" veröffentlicht werden, sollten sich diejenigen schon erst mal darüber Gedanken machen. Jetzt die Frage, wer hat denn schon den Platz für einen solchen Badesee? Ist der Grossteil an Teichen nicht wesentlich kleiner. Somit auch das Wasservolumen entsprechend weniger und das Biotop um einiges empfindlicher und schwieriger zu händeln wie bei einem grossen Gewässer. Klar kann man auch hier erst mal versuchen, mit natürlichen Mitteln wie Bepflanzung etc. dagegen anzugehen. Nur kann man hier sich das Leben entscheidend erleichtern, wenn man mit der Technik nachhilft. Wenig Futter und ein eher geringer Fischbestand sollten aber auch bei kleinen Teichen die Regel sein. Dann möchte man auch den kleinen Teich nicht mit Pflanzen zu pflastern, sondern es sollte doch dann ein überschaubar schönes Bild mit Pflanzen und schön angelegten Steinen ergeben.

Wie bei allem kann auch bei einem Wasserklärer des Guten zu viel sein. Hier wird eigentlich immer wieder der grösste Fehler gemacht und daher auch die oft negativen Meinungen. Ein Wasserklärer darf NIEMALS rund um die Uhr laufen. Denn dann wird in der Tat auch alles Nützliche abgetötet und das soll ja nicht sein. Der Klärer braucht auf jeden Fall eine eigene Zeitschaltuhr, wo die Bestrahlungszeit begrenzt wird. Man sollte anfangs mit 1 - 2 Stunden über mehrere Tage beginnen und dann langsam die Zeit erhöhen. So bald sich die Algen auf dem Rückzug bewegen und das Wasser klar wird (die Erreger sieht man ja nicht), hat man die nötige Zeit erreicht. Wird das eingehalten, lebt der Fisch in einem Wasser, welches seiner natürlichen Umgebung entspricht, wo er eben nur eine geringe Anzahl von Bakterien und Krankheitserregern ausgesetzt ist. Die Pausen ausserhalb der Bestrahlungszeit reichen vollkommen, das die "guten" Bakterien im Kies und Filter ausreichend vorhanden sind und ihre Arbeit machen können.

Noch ein Vorurteil, mit dem aufgeräumt werden muss. Es wird behauptet, das die Fische keine Immunabwehr mehr haben und verweichlicht sind. Das kommt daher, das doch auch mal Fische in ein anderes Aquarium umgesetzt werden. Das Immunsystem des Fisches in einem Aquarium  mit Klärer hat sich auf die geringere Erregerbelastung eingestellt. Der Fisch kann jetzt nicht einfach sofort in ein Becken ohne Klärer gesetzt werden. Da in diesem Becken die Erregerbelastung um ein Vielfaches höher ist, erleidet das Immunsystem einen Schock und der Fisch kann dadurch sterben. Wie bei allen Lebewesen muss sich der arme Kerl erst wieder an das "verseuchte" Wasser gewöhnen. Das liest sich zwar jetzt auf den ersten Blick schon so, das die Fische eben doch verweichlicht sind. Nur wenn man sich mal erst Gedanken darüber macht, stellt sich die Frage, was besser für den Fisch ist. Ständig sich mit Erregern rum zu schlagen oder artgerecht gehalten zu werden.

Ich kann nur die grösstenteils positiven Meinungen aus verschiedenen Foren wiedergeben. Glasklares Wasser, agile Fische mit prächtigen Farben und definitiv keine Krankheiten mehr. Das ist auch bei mir der Fall. Ich hab seit einem Jahr einen Klärer im Einsatz und nur gute Erfahrungen damit gemacht.

Der Name Wasserklärer ist meiner Meinung nach auch falsch. Wie in meinem Beitrag vielleicht schon raus zu lesen ist, sollte er abgeändert werden. Mir geht es bei einem Einsatz des Klärers erst mal darum, ein fischgerechtes Wasser zu erzeugen. Das dadurch auch die Algenbelastung reduziert wird ist für mich eher nur ein positiver Nebeneffekt.

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