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Tipps für den Bau oder Kauf eines Gewächshauses

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Tipps für den Bau oder Kauf eines Gewächshauses
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Der ultimative Ratgeber für Gewächshäuser

Jeder, der einen eigenen Garten hat, liebäugelt früher oder später auch mit einem eigenen Gewächshaus. Ein Gewächshaus kann die Gartensaison deutlich verlängern, und auch als Winterquartier für exotische oder empfindliche Pflanzen eignet sich ein Gewächshaus hervorragend. Doch beim Überwintern gelten andere Gesetze als beim Ziehen von Gemüse oder Blumen im Frühjahr. Darüber hinaus eignet sich nicht jedes Gewächshaus auch für jeden Garten. Wie Sie das passende Gewächshaus finden und worauf Sie beim Kauf oder Eigenbau achten müssen, das erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Fundamente für stabile Verankerung

Unabhängig davon, ob ein Gewächshaus zum Überwintern oder zum Vorziehen von Pflanzen bestimmt ist: In beiden Fällen kommt es auf das richtige Material an. Und das fängt bereits beim Fundament an. Wer das Gewächshaus komplett selber bauen möchte, der sollte für Fundament und Grundmauern auf sogenannte Kanalklinker zurückgreifen. Diese Klinkersteine kommen auch im Kanalbau zum Einsatz und können starke Temperaturschwankungen problemlos aushalten. Das Fundament ist also bei starkem Frost ebenso sicher wie im milden Frühling und im Hochsommer. Darüber hinaus verfügen Kanalklinker über hervorragende Isolationseigenschaften. Ein weiterer Vorteil dieses Baumaterials: Im Gegensatz zu anderen Steinen sieht Kanalklinker sehr natürlich aus und fügt sich deshalb harmonisch in jeden Garten ein. Wer ein fertiges Gewächshaus kaufen möchte, sollte darauf achten, dass der Bau solide verankert ist. Am besten eignet sich dafür ein frostfreies Punkt- oder Streifenfundament, das rund 80 Zentimeter unterhalb des Geländeniveaus verlegt werden sollte, um einen sicheren Stand zu gewährleisten.

In manchen Kommunen sind Gewächshäuser im Garten genehmigungspflichtig. Vor dem Bau sollten Sie sich also beim zuständigen Bauamt erkundigen, ob Sie eine Genehmigung brauchen und welche Papiere Sie dafür einreichen müssen. Die Errichtung eines nicht genehmigten Gewächshauses kann mit empfindlichen Geldbußen belegt werden.

Die richtigen Scheiben

Neben dem Fundament sind die Scheiben der wichtigste Bestandteil eines Gewächshauses. Um den Anforderungen an ein Gewächshaus gerecht zu werden, werden für die Scheiben heute in der Regel nicht mehr Gläser, sondern Hohlkammerplatten aus Kunststoff verwendet. Bei Gewächshäusern ist dies meist Polykarbonat, ein transparenter und farbloser Kunststoff aus der Familie der Polyester. Die Polykarbonatplatten verfügen dabei über gleich mehrere Vorteile. Zum einen wirken sie wärmedämmend, zum anderen sind sie vergleichsweise leicht und stabil. Anders als Glas sind die Hohlkammerplatten zudem relativ bruchsicher, was vor allem bei Herbststürmen oder im Winter ein Vorteil sein kann. Durch eine spezielle Beschichtung bieten die Platten außerdem einen guten UV-Schutz. Der einzige Nachteil solcher Polykarbonatplatten: Sie sind zwar transparent, jedoch anders als Glas nicht völlig durchsichtig, sondern eher milchig.

Wer beim Gewächshaus auf traditionelle Glasscheiben und eine klare Sicht nicht verzichten will, der sollte darauf achten, dass die Scheiben aus Einscheibensicherheitsglas sind. Dieses Glas ist etwas teurer als herkömmliches Glas, weil es speziell gehärtet wird und somit auch Stöße oder Schläge bei stürmischen Witterungsbedingungen aushält.

Um einen möglichst optimalen Lichteinfall in das Gewächshaus zu gewährleisten, sollte der Sockel des Gewächshauses relativ niedrig sein. So erhalten auch Pflanzen, die dicht über dem Boden wachsen, genügend Sonnenstrahlung.

Wo sollte das Gewächshaus am besten stehen?

Der richtige Standort eines Gewächshauses hängt von der Art der Nutzung ab. Am wichtigsten ist es, für einen idealen Einfallswinkel des Sonnenlichts zu sorgen. Nur dann kann das Prinzip des Gewächshauses, kurzwellige Lichtstrahlen beim „Aufprall“ in langwellige Strahlung und damit in Wärme zu verwandeln, optimal umgesetzt werden. Steht ein Gewächshaus dauerhaft im Schatten, ist es nur für einige wenige Pflanzen wirklich geeignet. Darüber hinaus sollte der Stellplatz möglichst windgeschützt sein, damit die Auskühlung verlangsamt wird.

Wird ein Gewächshaus vornehmlich im Sommer genutzt, ist eine Nord-Süd-Ausrichtung der Längsachse ideal für einen guten Sonneneinfall. Soll das Gewächshaus in erster Linie dazu dienen, im Frühjahr Pflanzen vorzuziehen oder empfindliche Pflanzen dort zu überwintern, empfiehlt sich eine Ausrichtung der Längsachse in Ost-West-Richtung. Vor allem im Frühjahr und Winter steht die Sonne regelmäßig sehr tief. Eine Ausrichtung in Ost-West-Richtung sorgt dann dafür, dass die wenigen Sonnenstrahlen optimal eingefangen werden können.

Tipps für die Bewässerung der Pflanzen im Gewächshaus

Insbesondere im Sommer, wenn die Verdunstung besonders hoch ist, müssen die Pflanzen im Gewächshaus zuverlässig bewässert werden. Bereits beim Bau des Gewächshauses sollte man deswegen darauf achten, dass ein Wasseranschluss in der Nähe vorhanden ist oder ohne großen Aufwand eine nachträgliche Leitung gezogen werden kann. Aber was ist günstiger: manuelles Gießen oder ein automatisches Bewässerungssystem?

Während beim manuellen Bewässern in der Regel die Gießkanne zum Einsatz kommt, gibt es für ein automatisches Bewässerungssystem im Gewächshaus verschiedene Möglichkeiten. Eine sogenannte Wasserspeicheranlage sorgt für einen kontinuierlichen Wasserfluss, indem der Wasservorratsbehälter und das entsprechende Pflanzgefäß fest durch einen Docht miteinander verbunden werden. Der kontinuierliche Wasserfluss in den Wurzelraum verhindert dabei eine Überwässerung. Nach einem ähnlichen System funktioniert die Tropfbewässerung. Hierbei wird ein Wasserschlauch an einen Wasserhahn angeschlossen, wahlweise auch an einen Wasservorratsbehälter. Nutzt man für die Tropfbewässerung das Einrohrsystem, werden kleine Löcher in den Schlauch gestanzt, die das Wasser nur tropfenweise an die Pflanze abgeben. Beim sogenannten Kapillarschlauchsystem dagegen schließt man mehrere dünne Teilschläuche an den Hauptschlauch an und kann so mehrere Pflanzen gleichzeitig bewässern. Insgesamt hat eine solche Tropfbewässerung den Vorteil, dass sie sehr präzise gesteuert werden kann und gleichzeitig die vorhandenen Wasserressourcen optimal genutzt werden.

Technikaffine Gärtner können auch einen Bewässerungscomputer nutzen. Diese werden zwischen dem Einrohrsystem und dem Wasserhahn oder zwischen dem Einrohrsystem und der Wasserpumpe einer Regentonne angeschlossen. Damit kann man sowohl die Intensität als auch die gewünschte Dauer der Bewässerung programmieren, den Rest erledigt dann der Bewässerungscomputer automatisch.

Braucht das Gewächshaus eine Heizung?

Besonders dann, wenn exotische Pflanzen im Gewächshaus überwintern, sollte man über eine zusätzliche Heizung nachdenken. Denn in einem komplett unbeheizten Gewächshaus können Sie Pflanzen nur bis zu einer Außentemperatur von rund -4 Grad Celsius auch tatsächlich vor Frostschäden schützen. Zu den Ausnahmen gehören lediglich robuste Kübelpflanzen oder Salat- und Gemüsepflanzen, die in einem unbeheizten Gewächshaus auch kältere Außentemperaturen überstehen.

Die deutlich bequemste Lösung für eine eigene Heizung im Gewächshaus ist die Ankoppelung des Gewächshauses an die Zentralheizung des Wohnhauses. Mithilfe eines Thermostates kann die Temperatur im Inneren auf eine optimale Temperatur von rund 12 Grad Celsius eingestellt werden. Man spricht dann von einem Kaltgewächshaus. Sollen ganzjährig Nutzpflanzen gezogen werden, muss das Thermostat die Innentemperatur dagegen auf 12 bis 18 Grad Celsius regeln. Bei exotischen Pflanzen ist sogar eine Raumtemperatur von mindestens 18 Grad Celsius notwendig. In diesem Fall spricht man auch von einem Warmhaus. Gleichzeitig muss für eine ausreichende Isolation des Gewächshauses gesorgt werden, beispielsweise mit Hilfe von Luftpolsterfolie.

Gebläseheizungen und Co

Eine weitere Heizmöglichkeit bieten elektrische Gebläseheizungen. Die sind zwar in der Anschaffung äußerst günstig, verbrauchen aber viel Strom. Propangas und Petroleum lassen sich ebenfalls als Heizmittel einsetzen. Dabei muss das Gewächshaus jedoch ständig gelüftet werden, damit sich keine Gase bilden. Öl-, Kohle- oder Holzöfen eignen sich nur bedingt als Heizung. Das Gewächshaus müsste hierfür über einen Kamin für den Rauchabzug verfügen, der vom Schornsteinfeger abgenommen und regelmäßig kontrolliert werden muss. Alternative Energien wie Wind- oder Solarenergie spielen bei den Heizungskonzepten von Gewächshäusern bisher noch keine Rolle.

Elektrische Frostwächter sind eine weitere Alternative. Dabei handelt es sich um eine leistungsstarke Heizungsanlage, die sehr wirtschaftlich arbeitet und vielfältig einsetzbar ist. Im Sommer kann der Frostwächter problemlos zur Klimaanlage umfunktioniert werden. Der Vorteil eines solchen Frostwächters: Die gewünschte Temperatur kann individuell eingestellt werden, was dabei hilft, Energie zu sparen.

Belüftungssysteme für optimales Raumklima im Gewächshaus

Die Belüftung und optimale Verschattung des Gewächshauses, insbesondere im Sommer, kann manuell oder durch automatische Systeme erfolgen. In der Regel reicht eine Belüftung von Hand aus. Bei größeren Gewächshäusern oder sehr empfindlichen Pflanzen empfiehlt sich ein automatisches Belüftungs- und Beschattungssystem, damit die Pflanzen keinen Schaden nehmen. Lassen Sie sich von einem Experten im Fachgeschäft beraten, welches System sich für Ihre Zwecke am besten eignet.

Denkbar ist für die optimale Belüftung beispielsweise ein automatischer Fensteröffner. Das Öffnen oder Schließen der Fenster wird dabei über einen Ölzylinder gesteuert. Ist es im Gewächshaus zu warm, öffnet sich der Zylinder und sorgt so dafür, dass sich die Fenster öffnen. Ist es dagegen zu kalt, zieht der Zylinder sich zusammen und die Fenster werden geschlossen. Die automatische Verschattung eines Gewächshauses erfolgt meist mit Hilfe von Temperaturfühlern. Ist die Sonneneinstrahlung zu hoch, wird ein Mechanismus ausgelöst, der die Scheiben des Gewächshauses verdunkelt und die Pflanzen auf diese Weise schützt.

Gewächshaus – Möglichkeiten für Einsteiger

Wer nicht direkt mit einem aufwendigen Gewächshaus starten, sondern das neue Hobby erst einmal ausprobieren will, für den eignen sich zunächst kleinere Varianten. So gibt es beispielsweise Mini-Gewächshäuser, die zwischen zwei und zehn Quadratmetern groß sind. Noch einfacher ist für Einsteiger ein sogenanntes Anlehngewächshaus, das einfach an die Südwand des Hauses oder der Garage „angelehnt“ wird und nicht frei im Garten steht. Als dritte Möglichkeit, um erste Erfahrungen zu sammeln, bieten sich sogenannte Foliengewächshäuser an. Ähnlich einer Zeltplane wird ein solches Foliengewächshaus über ein Gestänge aus Aluminium oder Stahlblech gezogen. Die Folie ist lichtdurchlässig und in aller Regel gewebeverstärkt, um auch einem kräftigen Windstoß standhalten zu können. Scheint die Sonne auf ein solches Foliengewächshaus, tritt derselbe Effekt wie bei einem „richtigen“ Gewächshaus ein und der innere Luftraum wird erwärmt. Ein solches Foliengewächshaus eignet sich zum Beispiel dafür, um Gemüsepflanzen im Frühjahr vor Nachtfrost zu schützen, und kommt auch in größerem Maßstab in der Landwirtschaft zum Einsatz.

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