Textverarbeitung – die Top 5 der Bürosoftware

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Textverarbeitung – die Top 5 der Bürosoftware

Computernutzer kennen die Situation: Hardware und Betriebssystem liegen vor, alles ist verkabelt und der Stecker in der Steckdose, doch kaum ist der Rechner hochgefahren, fällt auf, dass ein fähiges Schreibprogramm fehlt. Die Text-Standards des Systems sind äußerst bescheiden, an ein Verwalten von Dokumenten ist vorerst nicht zu denken. Die Hersteller der Betriebssysteme achten auf alles Mögliche, unter anderem auch auf einen großen Kundenstamm. Wer die notwendigen Grundlagen besitzt, kann seinen Computer sicher starten und in einem gewissen Umfang auch nutzen, doch gerade bezüglich der Bürotätigkeiten offenbaren die Konfigurationen - zumal bei Windows – erhebliche Defizite. Lediglich ein beschränkter Text-Editor steht zur Verfügung, das reicht gerade mal zur kurzen Niederschrift.

Bekannte Editor-Programme

Parallel zu den Betriebssystemen bieten die Firmen hingegen ausufernde Programme, die ein Volumen an Möglichkeiten bereitstellen, das kaum jemals von einem Nutzer komplett in Anspruch genommen werden wird. Die Versionen von „Office“ geben ein gutes Beispiel für eine immer komplexer werdende Anwendung ab, die im Kern nach wie vor bloß eine Handvoll unerlässlicher Anwendungen bereitstellt, auf die allerdings permanent zurückgegriffen wird. Hinzu treten regelmäßige Updates.

Auch der zweite große Anbieter der Branche, Apple, geizt nicht mit unterschiedlichen Varianten zur Bewältigung des Büroalltags, auch hier sind die Aspekte kritisch zu beleuchten. „Die Masse machts“, dieses Credo ist bezüglich einer spezialisierten Software bedenklich, schließlich fahren die Anwender mit einem verlässlichen und robusten Programm deutlich besser als mit stetig veränderten Varianten.

Lernen Sie in folgendem Ratgeber die Vor- und Nachteile der Software ganz unterschiedlicher Anbieter kennen; neben den beiden Marktführern existieren interessante und nicht weniger schlagkräftige Programme ebenfalls erfahrener Firmen. Verschaffen Sie sich anhand dieser Informationen einen fundierten Überblick und treffen Sie anschließend souverän und bequem Ihre Wahl auf eBay.

Zeitgemäßes Überbieten: Der Branchenprimus erfindet das Büro neu

Die letzten Jahre in der Computerentwicklung waren geprägt von der alles andere in den Schatten stellenden Vereinbarkeit der unterschiedlichen Endgeräte. Ob Tablet, Notebook oder stationärer Rechner, ein System sollte es sein, möglichst aus einem Guss. Gleiches sollte auch für die entsprechenden Anwendungen gelten, zwischen Schreibtisch und Bahnsessel darf kein Unterschied in der Arbeitsqualität vorherrschen. Apple machte es mit seinen OS-Versionen jahrelang vor, nun hat die ganze Industrie umgeschwenkt, zumal der Kunde weiter den Absatz der mobilen Geräte nach oben schraubt. Fraglich bleibt die Flüssigkeit und das tatsächliche Funktionieren des Übergangs – was der schnelle Prozessor und der großzügige Arbeitsspeicher daheim schaffen, kann auch das modernste Smartphone vor unlösbare Schwierigkeiten stellen. Bezüglich des Klassikers „Office“ hat Microsoft wie schon mit Windows 8 den Schritt in Richtung einer totalen Kompatibilität gewagt, die bewährten Funktionen wurden fit gemacht für die Herausforderungen der heutigen Zeit. Was bedeutet das genau?

Office überträgt seine Qualitäten ins Internet: Clouds und Soziale Netzwerke sind integriert

Bei einer Software für das Büro liegt es nahe, das Internet mit all seinen Facetten in die Gestaltung mit einzubeziehen. Die aktuelle Version Office 2013 ermöglicht genau das, nach Anlegen eines Kontos können Sie als Nutzer von jedem Rechner weltweit auf ihre eigenen Ressourcen zugreifen. Nach erfolgter Bearbeitung speichern Sie die Daten wie am vertrauten Desktop-PC einfach ab, um von einer anderen Quelle an einem anderen Ort die Arbeit wieder aufzunehmen. Voraussetzung ist neben dem Erwerb von Office allerdings mindestens eine Verwendung von Windows 7 – mit älteren Systemen funktioniert diese Technik des permanenten Zugriffs leider nicht. Für Vielfahrer, die bisher ein Notebook mit sich herumschleppen mussten, bringt diese Innovation ganz sicher Erleichterungen. Falls Sie sowieso täglich den gleichen Arbeitsplatz aufsuchen, wird diese Neuerung keine wirklich wichtige Rolle in Ihrem Arbeitstag spielen.

Parallel zu diesen sogenannten „Clouds“, also virtuelle Speicherplätze, verfügen viele Nutzer in der Tat noch über eine physische Festplatte, die in ein und demselben Rechner liegt und zuverlässig abspeichert. Für diese Klientel bietet Office 2013 nach wie vor die handelsübliche Variante mit einer unkomplizierten Installation. Die Funktionen wurden – wenn überhaupt – optimiert, eine Reihe von Klassikern wie Outlook, Word, Excel und Power Point wurden in das neue Design hinübergezogen. Dieses kommt wie schon Windows 8 in einer Kachel-Optik daher, was Anfangs für leichte Irritationen sorgen könnte. Der Grund für die Veränderung der bekannten Windows-Benutzeroberfläche liegt auch hier in der Anpassung bzw. Angleichung an die Multifunktionalität der Endgeräte. Die in ihrer Größe verschiedenen Auflösungen von Smartphone-Display und PC-Monitor werden durch die neu eingeführten Kacheln grafisch variabel gemacht, entsprechend reibungslos gelingt schließlich die Umsetzung zwischen den unterschiedlichen Geräten.

Office steht nach wie vor verdient an der Spitze der Bürosoftware

Eher wenige und unspektakuläre, aber definitiv sinnvolle Verbesserungen sind bei Office 2013 augenfällig: So ist endlich das PDF-Problem behoben. Bislang stellte der unmittelbare Eingriff in ein solches Format ein Ding der Unmöglichkeit dar, was angesichts der massiven Verbreitung ein großes Ärgernis darstellte. Nun sind Änderungen jederzeit möglich. Des Weiteren ist die Aufteilung der Spalten im Lesemodus verfeinert worden. Bei allen Dokumenten besteht nun die Möglichkeit, genau den Satz, der zuletzt gelesen wurde, bei erneuter Öffnung des Dokuments automatisch wieder aufzunehmen – eine enorme Hilfe, nicht nur bei umfangreichen Dateien. PowerPoint ist ganz auf das zeitgemäße 16:9-Format zugeschnitten und besticht durch eine extra Referentensicht. So sieht der Vortragende stets seine private Ausführung des Manuskripts inklusive Notizen, während das Publikum mit der eigentlichen Präsentation konfrontiert wird. Auch die Kalkulationen in Excel haben ein Lifting erfahren, dank der sogenannten Schnellanalyse klappt das Zusammenbringen unterschiedlicher Datenmengen zügiger als bei älteren Versionen. Finanziell hat sich Microsoft zudem die Mietoption einfallen lassen, auch diese kommt – ähnlich der Cloud-Variante - wohl eher dem mobilen Büro zugute als dem traditionellen Arbeitsplatz. Ein Umstieg jedenfalls ist zumindest bei Verwendung der Vor- oder Vorvorgängerversion von Office nicht vonnöten, es sei denn, Sie möchten die erwähnten Optimierungen unbedingt nutzen. Aufgrund seiner Komplexität der Anwendungen und der immer noch massiven Verbreitung weltweit bleibt Office der Bürostandard in Sachen Software.

Apple mit ganz ähnlichen Funktionen

Bei Apple-Nutzern stehen trotz möglicher Kompatibilität mit Microsoft-Produkten die eigenen Zusatzsoftwares hoch im Kurs. Das Pendant zu Office nennt sich „iWork“ und profitiert von der gewohnt erstklassigen Arbeitsgeschwindigkeit und Geschmeidigkeit im Umgang. Alles Nötige für die Organisation des Schreibtischs ist vorhanden, dank entsprechender Ausführungen läuft iWork ebenso auf dem iPad oder einem MacBook. Da die Bindung an einen Apple-PC Voraussetzung der Anwendung ist, stellt sich diesbezüglich nicht wirklich die Frage eines Wechsels: Sollten Sie keinen Mac oder ein ähnliches Produkt besitzen, dürfte der Erwerb oder der Umstieg auf iWork keine Option darstellen. Im Grunde schenken sich Office und iWork wenig, bei beiden Softwares handelt es sich um jahrelang erprobte und entsprechend ausgereifte Produkte, die keinen Anwender vor ernste Probleme stellen dürften. Das große Plus: Aufgrund ihrer Marktgröße bieten beide Hersteller ein umfangreiches Support- und Updateangebot, das auch die Anwendung vermeintlich veralteter Versionen auf höchstem Niveau ermöglicht. Der Service ist zudem meist kostenlos.

Am Rande und mitunter sehr speziell: alternative Anbieter

Abseits der großen Zwei hat sich ein riesiger Markt weiterer Hersteller etabliert, vom Alleskönner bis zum Spezialisten in Finanzkalkulationen sind Software-Lösungen für alle Bereiche erhältlich.

Lexware: Buchhaltung leicht gemacht

Einer der vielseitigsten ist Lexware. Früh schon auf die breit gestreuten Anforderungen der Buchhaltung spezialisiert, punktet die Marke bis dato mit aufwendigen Programmen, die in Sachen Komfort gegenüber dem Platzhirsch Office nicht ins Hintertreffen geraten, aber durch das Setzen von Akzenten jeweils einen ganz bestimmten Teilaspekt beleuchten. Und zwar äußerst gründlich. Der Klassiker heißt „Lexware Büro Easy“ und vereint die gängigsten Funktionen einer kompetenten Buchhaltung. Für Unternehmen wie Selbstständige im Ein-Mann-Büro gleichermaßen konzipiert, bewältigt das Programm anfallende Standards wie das digitale Führen eines Kassenbuches ebenso bequem wie das Herstellen von individualisierten Mahnschreiben. Was Office für die breite Anwendergruppe bedeutet, nämlich eine fundierte Zusammenstellung an digitalen Hilfen zur Bewältigung aller relevanten Bürotätigkeiten, dass bedeutet Lexware Büro Plus für die Sparte der Buchhaltung. Besonders wichtig sind die streng nach den geforderten Normen entworfenen Dokumentvorlagen, die allerdings eine regelmäßige Aktualisierung noch einmal dringlicher machen. An diesem Punkt steht der Service des Herstellers dem von Microsoft und Co. in nichts nach, die Firmenseite bietet umfangreiche Updates zum Herunterladen an. Weitere Klassiker und bereits mit mehreren Versionen am Markt vertreten sind die Softwares „Lohn und Gehalt“ sowie „Faktura“, ein Programm zur Erstellung von Abrechnungen und Lieferscheinen.

Weitere Anbieter

Neben Lexware finden sich zwar deutlich kleinere, aber durch ihre Produkte nicht weniger überzeugende Anbieter. Die Schar ist schier unüberschaubar, die Leistungen ähnlich. Zünglein an der Waage dürfte Ihr persönlicher Anspruch sein, denn nicht wenige Firmen bieten Programme zu einem Thema, etwa dem Klassiker „Buchhaltung“, auch in schlanken Versionen zu einem deutlich kleineren Preis. Achten Sie dabei genau auf die Art der Version, vor allem, ob es sich tatsächlich um eine Vollversion oder eine Lizenz handelt, die nach einem Jahr gegen Gebühr verlängert werden muss. Als durch ein gesundes Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugende Produkte dürfen „Invoice“ und „Faktura Manager“ gelten. Beide sind auffallend minimalistisch programmiert, ohne in der Bedienung für Behinderungen zu sorgen. Auch banale Tätigkeiten, wie das Aufsetzen eines Geschäftsbriefs, bieten sich mit diesen Softwares an, dank der gegenüber einer simplen Word-Datei gegebenen zahlreichen Optionen des weiterführenden Bearbeitens werden in der Summe deutlich bessere Ergebnisse erzielt – diesbezüglich zahlt sich die Spezialisierung aus. Zu beachten sind allerdings die Grenzen der Anwendbarkeit – geeignet fast ausschließlich für Windows basierte PCs – und der nicht selten spärliche Kundensupport der oftmals kleinen Firmen.

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