Textilien - Original und Fälschung

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Textilien - Original und Fälschung

Produktpiraterie ist auch in diesem Jahr wieder ein Thema. Immer neue Funde beschäftigen die Zollkriminalämter. Besonders beliebt bei Fälschern und Käufern: Textilien, vor allem Jeans. Um unwissend eine Fälschung zu erwerben, ist nicht einmal eine Auslandsreise nötig. Im Internet agieren Profiseller, die sich durch die Anonymität des Inter-
nethandels sicher fühlen. Doch das kann auch schief gehen: Im Juli 2004 fasste die Polizei Duisburg einen Händler und beschlagnahmte über 400 gefälschte Hosen. 4000 weitere war der Mann bereits über diesen Weg losgeworden.

Unser Fälschungsexperte Detlev Jentsch zeigt, anhand welcher Merkmale man echte von unechten Jeans unterscheiden kann. Er erklärt auch, wo man am besten einkauft, um sicherzugehen, kein gefälschtes Produkt zu erwerben.

Merkmale für eine echte Levis-Jeans:

  • Eine geprägte Nummer auf der Rückseite des obersten Hosenknopfes muss vorhanden sein.

  • Der oberste Hosenknopf muss größer sein als die darunter liegenden.

  • Dem größeren Knopf folgen drei bis fünf kleinere Knöpfe in einer Reihe.

  • Am Hosenbundabschluss befindet sich jeweils oben und unten eine bis zum Ende durch genähte horizontale Naht.

  • Am Hosenbund befindet sich am äußersten Rand, neben dem Knopf, eine vertikale Doppelnaht.

  • Lederschild am Gürtelbereich hinten

  • Nummern, Wörter und Buchstaben richtig geschrieben

  • Material der Knöpfe (Die sind bei unechten Jeans meist nur aus Messing. Das kann schnell zu Allergien führen)

  • Rotes Levis-Schild an hinterer Potasche

  • Schlechtes, dünnes Material der Hose

Merkmale einer gefälschte Jeans allgemein

 

  • Material des Stoffes (ist dünner als bei der echten Markenware)

  • Material der Knöpfe

  • Schreibweise der Logos

  • Farbechtheit (Auswaschen der Farbe nach wenigen Wäschen)

  • Passform (schlecht oder gar keine)

  • Schild am Hosenbund (aus Plastik, Schrift verlaufen)

  • ausgefranste, schlecht vernähte Knopflöcher

Vorsicht beim Zoll mit gefälschter Designerware
Wer sich kofferweise mit gefälschter Bekleidung, nachgemachten Uhren, CDs, Schuhen, Sonnenbrillen oder Medikamenten eindeckt, macht sich strafbar. Der Zoll drückt nur bei kleinen Einkäufen die Augen zu. Die Reisefreimenge von 175 Euro gilt als absolute Obergrenze. Diese Richtlinie gilt seit Verschärfung des EU-Rechts 2004. "Dabei zählt der tatsächlich gezahlte Preis, nicht der Originalpreis daheim" (Zitat Zollamt München).

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