Technik im Miniaturformat – welche Maßstäbe bei Modellautos üblich sind

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Technik im Miniaturformat – welche Maßstäbe bei Modellautos üblich sind

Modellautos bergen eine große Faszination für Jung und Alt. Für viele gibt es nichts Schöneres, als die kleinen Besonderheiten mit viel Bedacht auszusuchen und diese zu hegen und zu pflegen.
Modellautos besitzen unterschiedliche Maßstäbe. Was das meint und welche davon üblich sind, erklärt Ihnen dieser Ratgeber im Folgenden.

Was steckt hinter dem Hobby Modellauto?

  • Das Sammeln von Modellautos vereint Basteln mit dem Wunsch nach schönen Objekten. Detailtreue und Präzision macht für viele das Sammeln aus.
  • Wer sich den Wunsch von einem teuren Oldtimer oder einem flotten Schlitten nicht erfüllen kann, der kauft sich das kleine Modell und erfreut sich so an der Optik des Wagens.
  • Modellautos bieten nicht nur dem Sammler einen Mehrwert. Auch als Dekorationsgegenstände leisten Modellautos gute Dienste.
  • Bei vielen Messen und Ausstellungen rund um das Thema Modellauto treffen sich Sammler, Händler und Interessierte, um sich über die neuesten Ausführungen auszutauschen und die über die aktuellen Trends zu diskutieren. Hierbei entstehen vielfach auch nachhaltige Freundschaften unter den Hobbysammlern.

Der Maßstab ist wichtig – was meint das überhaupt?

Kein Sammler sammelt jedes Auto. Zwar gibt es sogenannte Konvolute, die eine Sammlung meinen, die aus unterschiedlichen Formen, Farben und Marken bestehen. Jedoch sind die meisten auf bestimmte Stücke spezialisiert. Entweder gefällt nur eine ganz spezielle Firma oder es werden ausschließlich LKWs gesammelt. Vielen kommt es aber auch ausschließlich auf den Maßstab an.

  • Der sogenannte Maßstab gibt das Verhältnis zwischen einem Modell und dem tatsächlichen Fahrzeug in der Realität wieder.
  • Da ein Modell eines Autos immer nur eine Nachahmung ist, besitzt es auch einen Maßstab.
  • Es gibt Modellautos in den Maßstäben von 1:160 bis 1:8.
  • Je größer der Maßstab ist, desto seltener werden die Autos. So sind Modelle im Maßstab 1:16 oder 1:12 heiß begehrt. Die Fahrzeuglänge entspricht hierbei 31,5 cm bzw. ca. 42,0 cm.

Die Größe 1:87 ist einer der beliebtesten Maßstäbe im deutschsprachigen Raum

Weniger im Bereich der Modellautos angewandt, war der Maßstab 1:87 vor allem im Modelleisenbahnzubehör anzutreffen. Hierbei entspricht die Länge etwa 4 bis 5,8 cm.

Es gibt jedoch vermehrt und äußerst beliebt auch LKWs, Busse oder Feuerwehrautos, die nach realen deutschen Fahrzeugen gebaut wurden. Historische PKWs oder Fahrzeuge, die aus anderen Ländern stammen, sind hingegen eher rar. Deutschland ist damit in dem Maßstab 1:87 führend. Bekannte Hersteller hierfür sind Herpa, Wiking, Rietze und Busch. Die Firma Schuco, eine der großen Traditionsmarken, stellte Modelle im Maßstab 1:87 bereits in den 1950er-Jahren her. Diese wurden in Form der Piccolo-Serie hergestellt. Diese gibt es aber heute nicht mehr und sie werden nur noch als Nachbauten für Sammler angeboten. Die Autos in diesem sehr kleinen Maßstab sind zumeist aus Kunststoff gefertigt. Bekannt sind vor allem Werbemodelle, die aus Deutschland stammen.

Matchbox bringt seine Modelle unter 1:64 ganz groß heraus

Vor allem die Firma Matchbox hat den Maßstab 1:64 bekannt gemacht. Diese werden allerdings als Spielzeugautos deklariert, ebenso wie die in den USA vertriebenen Hot-Wheels von Mattel, die Monstertrucks. Die 7 bis 8 Zentimeter großen Autos gibt es jedoch auch als Modellauto. Dabei sind diese, wie die bereits genannten Fahrzeuge, ein Produkt der Fantasie. Sie sind zumeist aus Metall- oder auch aus Plastikteilen gefertigt. Mitunter findet man als Sammler aber auch reale Wagen, die im Maßstab 1:64 nachgebaut wurden. Vor allem in China werden Modellautos in dieser Größe produziert. Dafür wurde die Marke „Code 3" erstellt. Unter dem Namen werden Feuerwehrmodelle verkauft, die dabei auch mit viel Liebe zum Detail gestaltet wurden. Dies ist der große Unterschied zu Herstellern wie Siku oder Majorette.

1:50 oder ca. 10,0 cm groß – LKWs und Baumaschinen

Für viele Sammler sind vor allem LKWs und Baumaschinen äußerst begehrte Stücke, die sie unbedingt in ihren Vitrinen haben müssen. Conrad, Corgi oder auch NZG stellen unter anderem auch Kräne und Trucks als zehn Zentimeter große Nachbauten her. Tatsächliche Modellautos für die breite Sammlergemeinde wird man nicht zwingend finden.

Auch eine Nische: 1:32

Ebenso nur sehr sporadisch auf dem Markt der PKWs vertreten, sind Fahrzeuge in 1:32. 15,8 cm lang sind diese Modelle ungefähr. Vor allem landwirtschaftliche Maschinen und Traktoren können in dieser Größe erworben werden. Sollten Sie sich auf diese Stücke spezialisiert haben, werden Sie dabei eine große Auswahl vorfinden können. Auch Slotcar-Racing-Modelle gibt es in 1:32.

Der mit Abstand beliebteste Maßstab bei den Sammlern weltweit: 1:43

Wenn man Sammler von normalen PKWs im Miniformat nach ihrem favorisierten Maßstab fragt, wird man mit Sicherheit ziemlich schnell 1:43 hören. Dies entspricht in etwa 11,7 cm und wird auch als der internationale Sammlermaßstab bezeichnet. Aufgrund der enormen Nachfrage ist auch die entsprechende Produktion und damit das Angebot sehr groß. So kann man im Handel so gut wie jedes Fahrzeug erwerben, das es auch als echtes im Straßenverkehr gibt. Und dabei beschränkt sich die Herstellung nicht nur auf einheimische, deutsche Gefährte. In ganz Europa ist die Länge von 11,7 cm populär, sodass man auch ausländische Fahrzeuge erwerben kann. Das stellt ein großes Plus für alle Fans dar. Auch Modelle aus den USA gibt es, ebenso wie historische Bauten. Wenn man als Sammler vor allem immer die aktuellsten Modellautos sein Eigen nennen möchte, ist man mit 1:43 immer auf Augenhöhe. Alle gängigen Formel-1-Fahrzeuge sowie Rallyflitzer kann man dabei erstehen. Hat man sich in den Kopf gesetzt, ausschließlich japanische Autos sammeln zu wollen, ist der internationale Sammlermaßstab ebenso eine Empfehlung. Viele dieser Modelle gibt es ausschließlich in 1:43.

Dadurch, dass der Maßstab 1:43 so gut wie weltweit gesammelt wird, gibt es in diesem Bereich eine Vielzahl von Groß- und Kleinserienherstellern. Zu nennen wären dazu unter anderem Unternehmen wie Brooklin, Brumm, Make Up, Minichamps oder Norev.

Günstig und dennoch gut: 1:24/1:25

Zur Erklärung vorab: Zwischen den einzelnen Serien gibt es immer leichte Abweichungen zwischen 1:24 und 1:25. Deshalb werden dabei meist die beiden Größen schlicht zusammengefasst.

Zwar gibt es in dieser Größe keine so große Auswahl, wie man sie bei 1:43 finden kann. Dennoch hat der Maßstab seinen Reiz und das ist nicht zuletzt der oftmals sehr günstige Preis. So sind Modellautos in 1:24 oft um mehr als die Hälfte preiswerter als die etwas kleineren Stücke. Dabei hat man nur einen minimalen Unterschied in der Optik, wobei leidenschaftliche Sammler dennoch das eine oder andere kritisieren können. Wer allerdings auf noble Fahrzeuge oder auf Sportwagen sein Augenmerk legen möchte, der wird in der Kategorie mit ziemlicher Sicherheit fündig werden. Auch Pick-Up-Trucks aus den USA werden in 1:24/1:25 angefertigt. Amerika ist das Hauptabnahmegebiet für diese Größen, jedoch hat auch Deutschland einen Boom erlebt, der bis heute andauert. Durch den Trend der Tuning-Modelle gibt es auch eine große Fangemeinde hierzulande.

1:18 ist eine schöne Größe, um sein Fahrzeug ansprechend zu präsentieren

Um das Modellauto auf dem Schreibtisch oder als Einzelstück in der Vitrine besonders gut wirken zu lassen, ist 1:18 optimal. Werden es mehr Wagen in dieser Größe, gilt es vorab darauf zu achten, ob man auch genug Platz für all diese Autos findet. Denn mit einer Länge von ca. 28,0 cm können viele Modelle eine Ablagefläche ziemlich schnell überladen wirken lassen.

Der weitere Vorteil an diesen recht großen Wagen: Man kann jedes Detail gut erkennen. Zudem kann man dabei nicht nur alles genau begutachten, sondern auch Türen, Fenster und den Kofferraum öffnen. Bei einigen Modellen gibt es die Möglichkeit, die Räder mithilfe des Lenkrades zu bewegen.

BBurago gilt als Erfinder der Fahrzeuge in 1:18 bei den Modellen aus Metall. Bereits im Jahre 1977 gab es hierbei die ersten Stücke. Minichamps, Kyosho, Yat Ming, Sun Star oder Welly haben unter anderem in der Herstellung nachgezogen.

Das Nonplusultra – Fahrzeuge in einem Maßstab von 1:16 oder 1:12

Besonders exklusiv und deshalb sehr selten vertreten sind Modellautos in dieser Größenordnung. Denn mit einer Größe von ungefähr 31,5 cm bzw. 42,0 cm nimmt ein solches Modellauto zeimlich viel Raum in Anspruch. Vor allem bei besonders aufwendig gearbeiteten Stücken nimmt man gerne diesen Maßstab.

In 1:16 wurden zu Beginn alle detailgetreuen Bausätze hergestellt. Dieser wurde aber dann durch 1:18 am Ende verdrängt. Dennoch gibt es heute noch eine sehr große Auswahl an passenden Fahrzeugen in dieser Größe.

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