Tapeten - frischer Look für Ihre vier Wände

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Weiß gestrichene Raufaser ist out, jetzt kommt Farbe und Struktur an die Wand. Bunte Tapeten setzen neue Akzente der Wohnlichkeit. Mit einer trendigen Dekoration verpassen Sie Ihrer Wohnung im Handumdrehen ein neues Outfit. Praktischerweise ist selber tapezieren gar nicht so schwer: Wir erklären, wie Sie zum Artdirektor in Ihrem Zuhause werden.
                  


Was Sie vor und nach dem Tapezieren beachten sollten

 

Tapeten werden als Rollen verkauft. Der Trend geht zu immer breiteren Maßen, weil das Klebekanten spart. Vorsicht bei Vinyltapeten: Sie sind zwar abwaschbar und deshalb in Küche, Flur und Bad beliebt. Bei hoher Luftfeuchtigkeit kann sich aber darunter Schimmel bilden.
Wer öfter mal die Farbe wechseln möchte, nimmt am besten Tapete mit der Kennzeichnung "überstreichbar".


Tapetentrends - voll von der Rolle


Rauer Beton ist ein gewagtes Dekor. Wie gut, dass bei den Tapetentrends gilt: Nichts ist unmöglich. Von englischen Blumenmustern im Landhausstil bis zur täuschend echten Bretterwand im Vintagelook gibt es jede Menge freches Wanddesign.
Dreidimensionale Effekte sind angesagt, daneben peppige Freestylemuster im XXL-Format. Ob nostalgisch oder exotisch - digitale Drucktechnik ermöglicht es, jedes beliebige Muster an die Wand zu bringen.
Prominente Tapetendesigner wie Barbara Becker oder Dieter Bohlen sorgen für noch mehr Glamour in der bunten Welt der Tapeten.

Struktur oder Satin - Schönheit beim Wandkleid


Papier war gestern, heutzutage gibt es eine Vielzahl von Materialien, die als Tapete an die Wand kommen. Vinyl, Metall, Kunststoff, Zellulose und Textilien - die Hersteller lassen sich immer wieder Neues einfallen, damit in den eigenen vier Wänden keine Langeweile aufkommt. Sie wollen Steine sehen, ohne Zement mischen zu müssen? Strukturoberflächen gaukeln Mauerwerk vor, wo keines ist.

Dagegen wirkt eine Satintapete filigran, fühlt sich seidenweich an und ist dabei robust genug, um sie abzuwischen. Brillante optische Effekte, erzeugt mit hochtechnologischen Verfahren, bringen Wohnungswände zum Strahlen. Und das Beste: Das Ganze vergilbt nicht so wie die gute alte Mustertapete.

Kleb Dir eine - mit Vliestapete geht es kinderleicht


Die Vliestapete hat das Tapezieren revolutioniert. Einfach die Wand mit Vlieskleber einstreichen, vorgeschnittene Tapetenbahn von oben nach unten andrücken, fertig. Sie sitzt noch nicht perfekt? Lösen Sie die Tapete wieder ab, um sie an die richtige Stelle zu kleben. Denn: Das Material verformt sich nicht.
In Neu- wie Altbauten erweist sich als praktisch, dass die Vliestapete auch kleine Wandrisse überdeckt. Allerdings ist sie oft durchscheinend: Sie sollten die Wände daher mit Tapeziergrund weiß vorstreichen. Auch nach Jahren geht der Tapetenwechsel mit der Vliestapete mühelos: zack, zack, Bahn für Bahn von der Wand abziehen und nach Belieben neu bekleben.


Fototapete - jetzt kommt Raumtiefe in 3D


Gute Nachricht für Bilderfreunde: Die Fototapete ist zurück, mit großartigen Motiven in faszinierender Qualität. Beliebt sind nach wie vor Aufnahmen von Landschaften mit Sehnsuchtsfaktor.

Wandfüllende Fotos in 3D-Optik vertiefen Ihr Wohnzimmer bis in die Unendlichkeit. Einen irrsinnigen Farbwirbel erzeugen abstrakte Bildkompositionen. Mit einer Weltraumtapete heben Sie ab ins Universum. Besonders Kreative nehmen ein eigenes Foto und werden selbst zum Designer ihrer Tapete.Tipp: Stellen Sie nur einfarbige Möbel vor die Fototapete, denn Konkurrenz schadet ihrer Schönheit.

Schmuck in Streifen: Borten und Bordüren


Sie haben ein ruhiges Muster gewählt und wollen es aufpeppen? Mit einer Wandbordüre setzen Sie einen hübschen Akzent.

Einen solchen Tapetenstreifen können Sie umlaufend als
Borte kleben oder Sie betonen damit Fenster und Türen. Wollen Sie zwei verschiedene   Tapetenmuster verbinden, lassen Sie dazwischen Platz für eine Bordüre im gleichen Farbton. Selbstklebende  Bordüren können Sie einfach darüber kleben. Praktisch und vielseitig: Bei manchen Tapetenkollektionen gibt es eine Auswahl an passenden Borten und Bordüren in verschiedenen Längen und Breiten.

Tapetentattoo - der schnelle Hingucker


Lust auf Veränderung? Keine Angst, Sie müssen dafür nicht gleich das ganze Zimmer tapezieren. Setzen Sie mit Tapetentattoos auf schnelle Deko-Effekte. Selbstklebende Sticker im Großformat gesellen sich gern bedruckt mit knallbunten Blüten zu gelangweilten Wänden.

Nicht weniger auffällig, aber deutlich pompöser wirkt dort der Schattenriss eines Kronleuchters. Auch schöne Hingucker: Piepmätze auf einem Ast oder stilisierte Blumenranken, oft quer geklebt. Frech wird es mit Wohnzimmergrafitti, ein witziger Spruch ist sicher auch für Sie dabei.

Kinderzimmer, Küche, Flur - Tapete überall

 

Comicfiguren im Kinderzimmer, Fliesenimitate als Küchentapete, orientalische Blumenmuster im Flur - es ist verführerisch, sich beim Tapezieren so richtig auszutoben.
Aber vielleicht ist manchmal weniger doch mehr. Kinder malen selber gerne Bilder und freuen sich, wenn im Kinderzimmer genug freier Platz zum Aufhängen ist. Große Muster in einem engen Flur können erschlagend wirken.
Mit anderen Worten: Treiben Sie es nicht zu bunt in vielen Räumen, sonst ist schon bald der nächste Tapetenwechsel fällig.


Raumeffekte mit Tapete zaubern


Sie haben sich in ein auffälliges Design oder kräftige Farben verguckt? Dekorieren Sie damit nur eine einzige Wand und es wird zum Knalleffekt. Wenn Sie ein Zimmer rundum mit Tapete bekleben möchten, wählen sie lieber ein kleines Dekor wie feine Streifen oder zarte Blüten: Das bringt kleine Räume groß raus.

Elegant wirkt ein Mustermix im gleichen Farbton an verschiedenen Wänden. Ist ein Zimmer schmal und hoch, lassen Sie oben einen 30-Zentimeter-Streifen tapetenfrei und streichen Sie ihn in der Farbe der Zimmerdecke. Das zieht sie optisch herunter und weitet elegant das Raumgefühl.

Faustformel für den Tapetenbedarf - Raumumfang x Raumhöhe / fünf

 

Sie brauchen kein Rechenkünstler zu sein, um festzustellen, wie viele Rollen Tapete Sie benötigen.

1. Messen Sie mit einem Zollstock die Breite jeder Wand und rechnen Sie diese zusammen: Das ist der Raumumfang. 
2. Messen Sie aus, wie hoch der Raum ist, bzw. bis zu welcher Höhe Sie die Tapete kleben wollen. Fenster und Türen müssen Sie nicht abziehen.
3. Für die Faustformel multiplizieren Sie Raumumfang mal Höhe und teilen das Ergebnis durch fünf.


Doch zu kompliziert? Viele Tapetenhersteller bieten im Internet einen Bedarfsrechner. Er gibt nach Eingabe der Quadratmeter sofort die nötige Zahl an Tapetenrollen an.

  Gut zu wissen: Die klassische Tapete aus bedrucktem Papier ist immer noch die umweltfreundlichste Wandbekleidung. Sie ist häufig aus Altpapier recycelt. Moderne Tapeten gehen hingegen mit einem Materialmix an den Start, weil oft auch Kunststoffe verwendet werden. Für gesundheitliche und ökologische Unbedenklichkeit achten Sie auf das europäische Prüfsiegel RAL-GZ 479 oder auf das Umweltsiegel "Blauer Engel".

Diese Werkzeuge brauchen Sie zum Tapezieren


Tapeziertisch, Leiter, Zollstock und Bleistift, Cuttermesser, große Schere, Eimer, großer Pinsel oder Quast, Wasserwaage, Tapezierwalze oder -bürste, Leinenhandschuhe für empfindliche Tapeten


Tapezieren leichtgemacht: Schritt-für-Schritt-Anleitung

 

Schneiden Sie eine Tapetenbahn auf dem Tapeziertisch mit der Dekorseite nach unten zu. Rechnen Sie oben 6 und unten 4 Zentimeter für den Überstand hinzu. Streichen Sie mit dem Quast Kleister flächendeckend bis über den Rand darauf. Falten Sie die Bahn zusammen, 1/3 von oben und 2/3 von unten. Die Kanten müssen exakt aufeinanderliegen, damit sie nicht austrocknen. Lassen Sie den Kleister einweichen, je nach Tapete bis zu 15 Minuten. Dann beginnen Sie an der Fensterseite, oben. Richten Sie die erste Bahn mit der Wasserwaage aus. Drücken Sie die Tapete mit einer weichen Tapezierbürste oder -walze von der Mitte aus zu den Seiten an.
Die Blasen bürsten sie einfach zu den Seiten hin aus. Tupfen Sie Kleisterflecke mit einem Tuch weg, auf keinen Fall reiben. Kleben Sie die nächste Bahn nahtlos an die erste. Tipp: Um die Stoßkanten zu glätten, gibt es spezielle kleine Rollen.

  Wichtig zu wissen: Tapetenreste gehören nie ins Altpapier. Kleine Mengen dürfen im Haus- oder Restmüll entsorgt werden. Meist fällt beim Tapetenwechsel aber so viel Müll an, dass Sie Ihre Tapetenreste lieber zum Recycling-Hof bringen.

Die fünf golden Regeln fürs Tapezieren

 

1. Alte Tapeten restlos entfernen.
2. Fenster und Türen schließen.
3. Heizung ausschalten.
4. Einkleistern und ziehen lassen - nach Herstellerangaben.
5. Tapete nahtlos Stoß auf Stoß kleben.


Farbe statt Tapete - die fröhliche Alternative

 

Tapeten sind so gar nicht nach Ihrem Geschmack? Dann runter mit dem Zeug und die Wände bemalt! Fixieren Sie bröseligen Putz zuerst durch Überstreichen mit Tiefgrund. Ein paar Spritzer Abtönfarbe in weiße Dispersionsfarbe gerührt, ergibt einen pastelligen Ton. Im Angebot sind auch fertige Farbmischungen in Trendfarben. Bringen Sie die Farbe volldeckend auf die Wand oder arbeiten Sie mit der Lasurtechnik: Zuerst lasieren Sie die Wand mit einem Farbton, dazu benötigen Sie eine Lasurbürste. Nach der ersten Schicht streichen Sie im selben oder einem abgestuften Farbton darüber. Wenn Sie dazu mediterrane Farbnuancen wählen, holen Sie sich so einen Hauch Mittelmeer nach Hause.

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