TFT, LED und Bildformat – ein Ratgeber über Monitore und Zubehör

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TFT, LED und Bildformat – ein Ratgeber über Monitore und Zubehör

Der TFT-Monitor ist für Sie ein unverzichtbares Arbeitswerkzeug. Egal ob Büroanwendungen, Multimediainhalte oder der Zugang zum Internet: Ohne einen passenden PC-Monitor ist ein produktiver Umgang mit dem Computer nicht denkbar. Zu unterscheiden sind dabei LCD-Modelle, LED-Monitore und 3D-fähige Monitore.

Die Stärken der TFT-Monitore

TFT-Monitore mit 24 Zoll, 26 Zoll und 27 Zoll zeichnen sich durch eine kompakte Bauweise aus und können von Ihnen überall leicht aufgestellt werden. Anders als Röhrenmonitore besitzen diese Modelle kaum Tiefe und nehmen damit auf dem Schreibtisch wenig Platz weg. Besonders platzsparend sind die kleinsten Modelle mit 22 Zoll oder weniger.

Bei diesen Monitoren kommen in der Regel TN-Panels zum Einsatz, die günstig in der Produktion sind und auch sich schnell bewegende Bildinhalte scharf darstellen können. Die Schärfe der Darstellung reicht zwar auch hier nicht an die besten Röhrenmonitore heran, ist jedoch für die meisten Anwendungen mehr als ausreichend.

Nachteile ergeben sich bei den LCD-Monitoren vor allem in Hinblick auf die Hintergrundbeleuchtung. Hier werden Lampen eingesetzt, die nicht abgeschaltet werden können, wenn Bildinhalte angezeigt werden sollen. Der Grund dafür liegt darin, dass die Flüssigkeitskristalle der Flachbildschirme selbst nicht leuchten können und daher auf Lampen im Hintergrund angewiesen sind. Als Anwender fällt Ihnen das dann negativ auf, wenn in dunklen Szenen Licht durchdringt und Schwarzwerte gräulich erscheinen. Abhilfe können hier die LED-Monitore schaffen.

Diese Vorteile hat LED gegenüber LCD

Wenn Sie besonderen Wert auf einen geringen Stromverbrauch und tiefe Schwarzwerte legen, dann ist ein PC-LED-Monitor eine gute Wahl. Die LED-Technik hat zuerst in der Welt der Flachbildfernseher Einzug gefunden und wurde dann zunehmend auch für Computermonitore verwendet. Bei diesen TFTs wird auf eine andere Art der Hintergrundbeleuchtung gesetzt, die eine Reihe von Vorteilen mit sich bringt.

LED-Lampen zeichnen sich durch eine besonders flache Konstruktionsweise aus und verbrauchen damit im Gehäuse des Monitors nur wenig Platz. Hierdurch können die Hersteller deutlich flachere Gehäuse bauen, als es bei den LCD-TFTs der Fall ist. Wenn Sie also aus Platz- oder aus ästhetischen Gründen ein flaches Gehäuse bevorzugen, sind LED-TFTs stets eine gute Wahl. Die LED-Hintergrundbeleuchtung verbraucht zudem deutlich weniger Strom, als dieses bei LCD der Fall ist. Einige Monitore können einen Stromverbrauch von unter 10 Watt realisieren und verbrauchen damit trotz ihrer für Flachbildmonitore typischen großen Bildfläche weniger Strom als eine Glühbirne. Aus Umweltschutzgründen sind LED-Monitore damit zu präferieren.

Die LED-Lampen bringen jedoch noch eine Reihe von anderen Vorteilen mit sich. So werden bei einigen Produkten die Lampen nicht über den Bildschirmhintergrund verteilt, sondern in den Rahmen des Monitors eingebaut. Diese Technik wird auch als Edge-Lit bezeichnet und löst ein Problem, das praktisch alle LCD-Monitore mit sich bringen: Schwarzwerte werden nicht verwaschen und werden tatsächlich als tiefes Schwarz dargestellt. Das hat insbesondere dann Vorteile, wenn Sie auf dem TFT auch Filme sehen und Spiele spielen möchten. Gerade dunkle Szenen in Filmen und Spielen können von Edge-Lit und von LED-Lampen im Allgemeinen profitieren.

Eine alternative Technik besteht in der partiellen Abschaltung der LED-Lampen. Hierbei werden bei besonders dunklen Bildbereichen die entsprechenden LED-Lampen einfach heruntergeregelt, sodass weniger Licht durchdringen kann. Doch auch ohne diese Spezialtechniken profitieren Sie bei LED grundsätzlich von besseren Schwarzwerten.

Ein LED-Monitor mit 27 Zoll oder in einer beliebigen anderen Größe bringt aber auch Vorteile bei solchen Aufgaben wie der Foto- und der Videobearbeitung mit sich. Die Monitore erreichen sehr hohe Kontrastwerte und können damit plastische und farbenfrohe Darstellungen von Medien verschiedenster Art erzielen. Damit sind LED-Monitore für den professionellen Gebrauch ebenso geeignet wie für den Konsumentenbereich.

VESA-Halterung: TFT an der Wand befestigen

Eine besonders praktische Eigenschaft vieler TFT-Bildschirme ist das Vorhandensein einer VESA-Halterung. VESA ist ein in der Computerwelt weitverbreiteter Standard, um industrielle Produkte insbesondere im Bereich der Computergrafik zu vereinheitlichen. Viele TFT-Monitore werden auf der Rückseite mit Bohrlöchern versehen, die diesem Standard entsprechen, sodass Wandhalterungen und eine Vielzahl von Computermonitoren untereinander kompatibel sind. Wenn Sie wünschen, können Sie auf diese Weise Ihren TFT ganz einfach an der Wand aufhängen. Entsprechende Wandhalterungen finden Sie ebenso wie die passenden Monitore bei eBay.

Gerade bei großen TFTs wie etwa 27-Zoll-Monitoren ist die Verwendung einer Wandhalterung sinnvoll. Bei diesen Bildschirmgrößen können Sie auch bei einer etwas größeren Entfernung zum Bildschirm kleine Schrift immer noch gut lesen, Filme und andere Multimediainhalte lassen sich auf besondere Weise genießen. Der größte Vorteil bei der Verwendung einer Wandhalterung ist jedoch darin zu sehen, dass Sie auf dem Schreibtisch immens viel Platz sparen. Nicht nur der Stellplatz des Monitors selbst, sondern insbesondere auch die Fläche dahinter steht dann zu Ihrer freien Verfügung.

HDMI oder Display-Port? So wird der TFT richtig angeschlossen

Bei der Auswahl eines TFTs müssen Sie sich häufig zwischen HDMI und Display-Port entscheiden. Während VGA-Anschlüsse kaum noch vorkommen, werden viele gerade höherwertige Bildschirme mit einem solchen Display-Port ausgestattet. Hierbei handelt es sich um eine Alternative zu HDMI, bei der datenlastige Signale, wie sie etwa bei der 120-Hz-Übertragung vorkommen, besser bewältigt werden können. Bei Multi-Monitor-Installationen oder beim Einsatz von 3D kann ein Display-Port daher Sinn machen.

Am weitesten verbreitet ist jedoch der HDMI-Standard, der von fast allen TFTs und LED-Monitoren unterstützt wird. Hier haben Sie die größte Flexibilität, wenn es um den Anschluss von Computern, Spielekonsolen, Camcordern und vielen anderen Geräten mehr geht. HDMI überträgt jedoch nicht nur Bild-, sondern auch Tonsignale. Das ist insbesondere dann praktisch, wenn der TFT bereits über eingebaute Lautsprecher verfügt, da in einem solchen Szenario dann keine Verstärker oder Receiver mehr zum Einsatz kommen müssen und auch der Umweg über die Soundkarte des PCs eingespart werden kann.

Diese Auflösungen können TFTs bieten

Bei der Wahl eines Monitors sind nicht nur die Größe, die Paneltechnik und die Art der Hintergrundbeleuchtung von Interesse. Sie müssen sich auch für eine Auflösung entscheiden, die in der Regel zwischen 1280 x 720 und 1920 x 1200 Pixeln liegen wird. Je höher die gewählte Auflösung ist, desto mehr Bildpunkte können angezeigt werden und desto schärfer präsentiert sich das Bild. Doch nicht nur die Anzahl der Pixel, sondern auch die Pixeldichte ist wichtig.

Die Pixeldichte ist ein Wert für die Anzahl der Pixel pro Flächeneinheit. Bei gleicher Auflösung zeigen Monitore mit einer größeren Bilddiagonale weniger Pixel an, sodass das Bild an Schärfe verliert. Die Auflösung alleine ist also kein Kriterium für die Bildschärfe, Sie müssen sie stets ins Verhältnis zur Bildgröße setzen. Zudem müssen Sie beachten, dass Sie bei einem Monitor für den Computer einen deutlichen geringeren Betrachtungsabstand haben werden als bei einem Fernseher, weshalb hier Verpixelungen leichter erkennbar sind. Hohe Auflösungen sind also generell besser.

Ein weiteres wichtiges Kriterium beim Kauf eines TFTs in Bezug auf die Auflösung ist das Seitenverhältnis. Bei Bürocomputern wurden lange Zeit Bildverhältnisse von 4:3 angeboten, weil hier in der Höhe z. B. mehr Text dargestellt wird. Das ist besonders praktisch beim Scrollen von Webseiten oder der Benutzung von Schreibprogrammen. Gebräuchlicher bei Konsumenten-Displays ist heute aber das Seitenverhältnis von 16:9 - wie es etwa bei den HD-ready- und Full-HD-Fernsehern zum Einsatz kommt. Dieses Seitenverhältnis bietet viel Platz in der Breite, was gerade Multimediainhalten zugutekommt.

Auf die Reaktionsgeschwindigkeit kommt es an

Auch TFTs weisen ihre spezifischen technischen Nachteile auf und dazu kann bei einigen Modellen vor allem die Reaktionsgeschwindigkeit gehören. Damit ist gemeint, wie viel Zeit vergeht, bevor der Monitor einen Pixel von einem Farbwert auf einen anderen umgeschaltet hat. Spitzenmodelle erreichen hier einen Wert von 2 ms oder weniger, andere Modelle können jedoch auch deutlich langsamer sein. Als Anwender sehen Sie eine zu geringe Reaktionsgeschwindigkeit daran, dass sich schnell bewegende Objekte auf dem Bildschirm Schlieren bilden bzw. dass das Bild bei Kameraschwenks insgesamt weniger scharf wirkt.

Wenn Sie beim Kauf eines TFTs besonderen Wert auf eine hohe Reaktionsgeschwindigkeit legen, sollten Sie darauf achten, dass in dem jeweiligen Modell ein TN-Panel verbaut wurde. Diese Panels reagieren deutlich schneller als zum Beispiel IPS-Panels und sind damit für Multimediaanwendungen sehr gut geeignet.

60 oder 120 Hz? Das sind die Unterschiede

Auf dem Markt werden Sie vor allem zwei Bildschirm-Typen vorfinden: Monitore mit 60 und Monitore mit 120 Hz. 60 Hz war lange Zeit der Standard bei TFTs und bieten bereits eine genügend hohe Bildwiederholrate für ein angenehmes Arbeiten. Wenn Sie jedoch auf eine möglichst hohe Bildplastizität Wert legen und 3D-Inhalte nutzen möchten, sind 120 Hz eine gute Wahl. Die doppelt so hohe Bildwiederholfrequenz sorgt dafür, dass Animationen flüssiger dargestellt werden können. Bei der Darstellung von 3D-Inhalten wird die Bildfrequenz jedoch geteilt und es werden pro Auge 60 Hz dargestellt.

Monitore mit 120 Hz setzen häufig auf einen Display-Port-Anschluss, um die höhere Datenrate bewältigen zu können. Beim Kauf eines solchen Monitors sollten Sie darauf achten, dass Sie auch über ein entsprechendes Kabel verfügen. Display-Port-Monitore können nicht per HDMI-Kabel angeschlossen werden. Eine Ausnahme hiervon liegt jedoch vor, wenn der Monitor sowohl einen HDMI- als auch einen Display-Port-Eingang besitzt.

Aufbruch in die dritte Dimension

Ein 3D-Monitor ist stets mit einem 120-Hz-Panel ausgestattet und kann Bilder in drei Dimensionen erzeugen. Hierfür werden abwechselnd auf das linke und rechte Auge des Betrachters gegeneinander verschobene Bilder projiziert, sodass durch eine optische Täuschung ein 3D-Effekt erzeugt wird. Möglich ist das etwa bei vielen Blu-Ray-Filmen und auch bei Computerspielen sowie bei entsprechend aufbereiteten Streaming-Videos. Beim Kauf eines solchen Monitors sollten Sie darauf achten, dass die benötigte Shutter-Brille bereits mitgeliefert wird.

 
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