Sturmhaube aus Seide oder Baumwolle? Tipps zu Auswahl und Kauf

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Sturmhaube aus Seide oder Baumwolle? Tipps zu Auswahl und Kauf

Für alle Fälle - Sturmhauben

Bevor man sich dem Kauf einer Sturmhaube zuwendet, sollte man sich bewusst machen, dass nicht nur Motorradsportler Gebrauch von ihr machen. So ähnlich Sturmhauben sich zumeist auch sehen, ihre unterschiedlichen Nutzungen haben auch unterschiedliche Ausführungen zur Folge.

Sturmhaube als Skimaske

Da gibt es zum Beispiel die Sturmhaube als Skimaske. Sie dient vornehmlich dem Kälteschutz. Im Alltag wird sie nur von Kindern getragen und hält den Kopf und die Ohren warm. Auf der Piste hingegen findet man auch den einen oder anderen Erwachsenen, der versucht, sich so gegen den kalten Wind zu schützen. Hier gibt es Varianten von Kopfbedeckung bis Gesichtsschutz. Der Gesichtsschutz ist jedoch eher bei Extremsportlern notwendig, die sich bemühen hohe Berggipfel zu erobern. Die Masken von Eistauchern haben natürlich einen entsprechenden Nässeschutz und verhindern weitgehend den Kontakt von Gesichtshaut und Eiswasser.

Sturmhaube als Identitätsschutz

Im Militär, bei der Polizei und auch bei Kriminellen findet die Sturmhaube als Identitätsschutz Verwendung. Dementsprechend dünn und winddurchlässig sind die Sturmhauben oder hier auch Balaclava genannt. Balaclava leitet sich von dem russischen Ort ab, an dem diese Masken das erste Mal vom Militär verwendet wurden. Dies hatte allerdings weniger mit dem Identitätsschutz, sondern tatsächlich mit dem Kälteschutz zu tun. Unter dem Namen "Hasskappe" erlangte das Kleidungsstück schließlich in den 1980er-Jahren Berühmtheit.

Gesichtshauben im Feuerschutz

Im Feuerschutz spielen Gesichtshauben ebenfalls eine Rolle. Durch spezielle Imprägnierungen der Materialien gewährleisten die Flammschutzhauben bis zu einem gewissen Grad Feuerschutz an den Stellen, die nicht durch Gasmasken und Feuerschutzanzug abgedeckt werden. Die Haube zählt auch im Motorsport zur vorgeschriebenen Schutzausrüstung. Hier ist es allerdings dem Piloten überlassen, ob er sein komplettes Gesicht bedeckt oder nicht. Diese Hauben habe eine Verlängerung im Halsbereich, damit sie unter den Overall reichen.

Sturmhaube im Motorsport

Bei den Motorsportarten dient die Maske vornehmlich dem Schutz gegen Wind, Insekten – ab einer gewissen Geschwindigkeit können sich Fliegen wie Geschosse auf der Haut anfühlen - und Schweiß. Das Polster des Helms lässt sich schlechter bis gar nicht reinigen. Dadurch funktioniert die Sturmhaube ähnlich eines Strumpfes und saugt den Großteil des Schweißes auf, sodass möglichst wenig in das Polster übergeht. Die Ausführungen sind hier äußerst variantenreich. Im Folgenden eine Auflistung verschiedener Materialqualitäten und Formen von Sturmhauben, die besonders im Motorsport Verwendung finden.

Sturmhauben aus Baumwolle für den Wind- und Insektenschutz

Baumwolle zählt zu den am weitesten verbreiteten Naturtextilien auf unserem Planeten. Dies liegt zum einen an der relativ einfachen Zucht von Baumwollpflanzen und zum anderen am angenehmen Tragekomfort. Im Gegensatz zu vielen tierischen Fasern kratzt Baumwolle nicht auf der Haut und Tierhaarallergien können getrost außer Acht gelassen werden. Zudem hat sie die angenehme Eigenschaft bis zu 65 % ihres Gewichts an Wasser aufnehmen zu können. Das bedeutet, dass die unangenehmen Rinnsale, die der Schweiß im Gesicht verursacht, ausbleiben. Allerdings hat Baumwolle auch den Nachteil, dass sie sehr lange braucht, um wieder zu trocknen. Das kann unter Umständen schon mal richtig unangenehm werden. So mag man nach einem kurzen Zwischenstopp die durchnässte Sturmhaube ungern wieder aufsetzen. Hier bietet es sich an, bei längeren Ausflügen gleich zwei oder drei Sturmhauben mitzunehmen. Dies ist dank der industriellen Herstellung preislich durchaus zumutbar. Und dank der Unempfindlichkeit des Stoffes kann man sie auch dort hinquetschen, wo Platz ist. Die Tatsache, dass Baumwolle in die Kochwäsche gesteckt werden kann, sorgt dafür, dass sie problemlos gereinigt werden kann. Das ist unter hygienischen Gesichtspunkten höchst erfreulich, da sich ansammelnde Bakterien und Pilze einfach weggekocht werden können. Eine regelmäßige Wäsche ist unbedingt notwendig. Es sollte beachtet werden, dass Baumwolle als Pflanzenprodukt sehr leicht entflammbar ist. Eine Sturmhaube aus Baumwolle bietet also nur Schutz gegen Kälte, Wind und Insekten.

Sturmhauben aus Fleece für die kalten Tage

Es soll auch Menschen geben, die sich selbst im Winter auf das Motorrad schwingen. Entweder um ihren Freiheitsdrang weiter auszutoben oder um schnell von A nach B zu kommen. Egal, aus welchem Grund man sich den Witterungen stellt, eine normale Baumwollmütze kann da schon mal seinen Dienst versagen. Es gäbe rein theoretisch die Möglichkeit einfach 2 Mützen übereinander anzuziehen, aber das wäre doch ziemlich beengend unter dem Helm. Glücklicherweise hat die Textilindustrie sich nicht in den Winterschlaf begeben und für Outdoorsportler ein Textil namens Fleece entwickelt. Es zeichnet sich aus durch seine wärmeisolierenden und wasserabweisenden Eigenschaften und ist zusätzlich auch noch atmungsaktiv. Leider ist Fleece an sich noch nicht winddicht, was bei hoher Geschwindigkeit auf dem Motorrad besonders wichtig ist. Daher werden in die Fleecetextilien winddichte Membranen eingearbeitet, um einen angemessenen Schutz zu gewährleisten. Fleece trägt sich genauso angenehm auf der Haut wie Baumwolle und ist im Gegensatz dazu sogar knitterfrei. Genau wie Baumwolle ist Fleece nicht feuerfest und außerdem auch nicht hitzebeständig. Fleece wird aus Kunststofffasern hergestellt, wodurch es zumindest auf die Temperaturen bezogen ähnliche Eigenschaften wie eine PET-Flasche aufweist: bei starker Hitze verformt es sich und unter Umständen gehen einige Eigenschaften verloren. Trotzdem ist eine Sturmhaube aus Fleece eine geeignete Alternative für die kalte Jahreszeit.

Tragbare und komfortable Sturmhauben aus Seide

Bei Seidensturmhauben geht es weniger um die schöne Optik, als um die angenehme Tragbarkeit. Tatsächlich spalten sich die Meinungen bezüglich Annehmlichkeit von Seide oder Baumwolle. Die einen bevorzugen das Tragegefühl von Seide, die anderen von Baumwolle. In jedem Fall hat Seide den Vorteil, dass sie nicht ausleiert. Zudem fühlt sie sich im Sommer angenehm kühl auf der Haut an, im Winter hingegen angenehm warm. Sie nimmt bis zu einem Drittel ihres Gewichts an Feuchtigkeit auf und trocknet auch verhältnismäßig schnell wieder. Jedoch sieht man das einer unregelmäßig durchnässten Seidenhaube auch an. Die Ränder sind bis zum nächsten Waschen sichtbar. Inzwischen ist die Pflege von Seide handhabbarer geworden. Je nachdem, welche Vorgaben der Hersteller macht, kann Seide auch bei 30° bis 60 °C gewaschen werden. Nachteilig mag für den einen oder anderen Träger jedoch die Tatsache sein, dass Exemplare, die im normalen Preisbereich liegen, durchweg eine Naht durch das Gesichtsfeld über die Schädeldecke bis in den Nacken haben. Dadurch kann es gerade im Stirnbereich zu Druckstellen kommen, die sehr unangenehm sein können. Sollte das Material Seide trotzdem überzeugen, gibt es auch Sturmhauben ohne Stirnnaht. Diese sind jedoch kostspieliger, was angesichts der Langlebigkeit jedoch vertretbar ist. Sturmhauben aus Seide bieten also eine angenehme Alternative zu Modellen aus anderen Materialien.

Sturmhauben mit Motiven

Das wohl am meisten gewählte Motiv auf Sturmhauben ist der Totenkopf. Mal wird nur der Unterkiefer, mal das komplette Gesicht und mal auch nur der obere Schädelteil ohne Unterkiefer dargestellt. Dabei ist die Form der Sturmhaube völlig egal. Darstellungsformen finden sich auch auf dem kleinsten Stoffstreifen. Bereits die Piraten trugen den Totenkopf auf ihren Flaggen, sodass man schon von weitem dem drohenden Tod entgegenblicken konnte. Im Krieg galt das Tragen eines Totenkopfsymbols als Bekenntnis zur Unbarmherzigkeit. Man kämpft bis zum eigenen Tod und kennt auch keine Gnade mit sich ergebenden Gegnern. In der Jugendkultur sind Totenköpfe Ausdruck der Rebellion.

Auch Comicfiguren, wie zum Beispiel Hulk, sind als Motiv auf Sturmhauben vorzufinden. Er symbolisiert den bösen Charakter seines gutmütigen Wissenschaftler-Ichs. Er steht für Unkontrollierbarkeit, Impulsivität, Bösartigkeit und leider auch Einfältigkeit – wobei, dies wahrscheinlich weniger die gewünschte Aussage des Trägers sein dürfte.

Für Motorradsportler finden sich viele weitere, meist Furcht einflößende Motive auf Sturmhauben, die ganz nach Geschmack und erwünschter Aussage gewählt werden können.

Formen von Sturmhauben

Sturmhauben gibt es in verschiedenen Ausführungen. Es gibt Hauben, die nur die Augen freilassen. Hier gibt es die Eulenversion, welche wirklich nur zwei Löcher für die Augen freilässt. Sie hat den Vorteil, dass die Naht nicht auf der Nase oder am Mund drückt. Für Menschen, deren Augenhöhlen vielleicht nicht die entsprechenden Vorgaben der Haube erfüllen, gibt es auch eine Ausführung bei der die gesamte Augenpartie ausgespart bleibt. Besteht der Wunsch, auch den Mund freizuhaben aber trotzdem noch die Nase zu schützen, gibt es auch hierfür entsprechende Designs. Derjenige, der sich hier zu sehr eingeengt fühlt, kann auf die Variante zurückgreifen, die das Gesichtsfeld freilässt. Der Schweiß wird trotzdem aufgefangen und das An- und Ausziehen des Helms bereitet auch weniger Schwierigkeiten.

Besitzer von Halbschalenhelmen oder Jethelmen dürften eher das gegenteilige Problem haben. Zum Schutz der Nasen- bis Kinnpartie bietet der Markt verschiedenen Lösungen an, deren Tauglichkeit allein der Träger bewerten kann. Hier gibt es zum Beispiel die Variante des Ear-slips. Hierbei handelt es sich um eine Sturmhaube, die mit Hilfe von zwei Laschen hinter den Ohren befestigt wird. Oder eine Art Schlauchschal, der zugleich auch den Hals- und Nackenbereich schützt. Er wird über den Kopf gezogen und kann je nach Bedarf bis über die Nase oder die Ohren hochgezogen werden. Es gibt ihn auch mit integriertem Ohrenschutz. Im Sommer auf Überland-Strecken tut es da mit Sicherheit auch ein einfaches Halstuch, welches ebenfalls nach Bedarf selber zu Recht gezogen werden kann. Für die weniger Geschickten im Umgang mit Textilien gibt es auch sogenannte Banderos. Diese werden dann im Nackenbereich mit Klettverschlüssen oder Ähnlichem verschlossen und haben bereits die gewünschte Form über Nase und Kinn. Zudem hat sich hier auch eine regelrechte Armada an Textildesignern ausgetobt, um atemberaubende Designs darauf niederzubringen.

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