Stuntscooter: Hightech-Roller und Extremsportgerät

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Kinderherzen schlagen noch beim Anblick eines einfachen Holzrollers höher. Große begeistern sich eher für Tretroller mit Spitzentechnologie: Stuntscooter sind hochtechnische Sportgeräte, die nicht nur bei Extremsportlern immer beliebter werden.
 


Gut zu wissen vor dem Kauf eines Stuntscooter

Stuntscooter sind technisch hochgerüstete Sportgeräte und haben mit einem klassischen Tretroller nicht viel gemeinsam. Einsteiger sollten einen vormontierten Stuntscooter kaufen, viele Fortgeschrittene stellen sich den Roller lieber selbst zusammen.

Beachten Sie: Es gibt zwei Komponentenstandards die nicht kompatibel sind. Kombinieren Sie immer nur entweder ICS-Parts oder SCS-Parts. Eine systemübergreifende Zusammenstellung ist nicht möglich.

 


Deck

Das Deck ist die Trittfläche des Scooters. Als optimales Material erweist sich hier Aluminium. Im Verschleiß zwar weniger robust als Stahl, überzeugt Alu durch sein geringes Gewicht und die Flexibilität. Aluminium-Decks gibt es in zwei Härtestufen: in 6061er-Alu und dem widerstandsfähigeren 7075er.
Länge und Breite des Decks sind abhängig von der Größe des Fahrers und den bevorzugten Fahreigenschaften. Wer einen besonders wendigen Scooter will, braucht ein kurzes Deck. Lange und breite Decks bieten mehr Stabilität, vor allem bei Sprüngen. Die Verbindungsrohre zu Lenker und Gabel heißen Headtube und Downtube. Sie sind an das Deck angeschweißt.

Tipp: Bei der nicht verschweißten Variante sind die drei Teile komplett aus einem Guss und deutlich stabiler.

 


Griptape

Untrennbar mit dem Deck verbunden ist das Griptape. Die selbstklebende Folie hat eine sandpapierähnliche Oberfläche und gibt dem Fahrenden Halt. Je grobkörniger das Griptape, desto geringer ist die Gefahr, abzurutschen. Allerdings braucht man für manche Tricks eine gewisse Rutschfähigkeit auf dem Deck. Sie müssen also selbst herausfinden, welche Körnung für Sie geeignet ist. Das Griptape verschleißt übrigens schnell und sollte regelmäßig erneuert werden.
Tipp: Reinigen Sie das Deck gut, bevor Sie ein neues Griptape aufziehen. Vielleicht ein buntes, um Ihrem Stuntscooter eine individuelle Note zu verleihen.

 


Bar

Als Bar bezeichnet man den Lenker des Stuntscooters. Er besteht immer aus einem horizontalen Rohr – dem Crosstube – und dem vertikalen Rohr – dem Downtube. Zu unterscheiden sind 2 Standardformen: Der T-Bar und der Y-Bar haben unterschiedliche Fahreigenschaften. Normalerweise ist der Bar aus Aluminium gefertigt; Modelle aus Stahl sind belastbarer. Beinah unkaputtbar ist die verstärkte Oversizevariante.
Tipp: Stellen Sie sich auf das Deck. Wenn Sie mit gestreckten Armen den Crosstube gut greifen können, hat der Bar die richtige Höhe. Kürzen lässt er sich mit einer Metallsäge.

 


Fork

Mit der Fork werden Deck, Bar und die Vorderachse zusammengehalten. Auch hier ist Aluminium das Material der Wahl. Zur Fixierung werden die drei Komponenten mit Manschetten verschraubt. Die sogenannten Clamps gibt es in unterschiedlich starken Ausführungen mit einfacher oder mehrfacher Doppelverschraubung – One, Double, Triple und Quad.
Wichtig: Der Innendurchmesser des Clamp muss mit dem Außendurchmesser der Fork zusammenpassen.

 


Wheels

Eine tragende Rolle spielen die Wheels – die Räder des Scooters. Die zwei Standardgrößen haben einen Durchmesser von 100 oder 110 Millimetern. Die kleinere Variante rollt wendiger, die größere schneller. Man unterscheidet bei den Wheels den Kern und die Lauffläche.
Auch Anfänger sollten sich bei dem Kern für Aluminium und gegen Kunststoff entscheiden – der geringe Preisunterschied macht sich hinsichtlich Qualität und Langlebigkeit bezahlt. Bei der Lauffläche aus Polyurethan werden unterschiedliche Härtegrade angeboten: weiche Rollen mit der Bezeichnung 70 A und harte Rollen mit 90A.
Tipp: Harte Rollen halten länger, weiche Rollen haben besseren Halt auf der Straße.

 


Bearings

Bearings sind die Kugellager und sorgen im Optimalfall für widerstandsfreies Rollen. Je härter der Stahl, desto stabiler und robuster das Kugellager. Ein absolut präziser Einbau, regelmäßiges Nachfetten und die Vermeidung von Feuchtigkeit sorgen für langen Fahrspaß.
Tipp: Überprüfen Sie die Kugellager von Zeit zu Zeit auf reibungslose Gängigkeit.


Axes

Sind die Bearings in den Wheels verbaut, werden diese auf die Achsen - Axes - aufgezogen. Sie tragen nicht nur das Rad, sondern stellen über die Gabel auch das Verbindungsglied mit dem Deck dar.
Tipp: Axes aus gehärtetem, schwarzen Stahl mit einem 8mm-Durchmesser und Außengewinde haben sich in der Praxis gut bewährt.

 


Brakes

Nicht immer nötig, aber manchmal wichtig: Bremsen. Zwei Bremssysteme kommen wahlweise zum Einsatz. Entweder Flexbrakes aus Stahl, die relativ elastisch, leicht zu treten und mit den meisten Stuntscooter-Modellen kompatibel sind. Oder Bremsen mit Rückholfeder. Sie sind zwar komfortabler zu nutzen, doch sie machen häufig störende Geräusche beim Fahren.


Zubehör

Neben den elementaren Komponenten gibt es noch Pegs. Die seitlichen Steigbügel für die Achsen sind eine gute Möglichkeit, Ihren Stuntscooter zu tunen. Dafür eignen sich auch auffällige Grips, also Griffe für den Lenker. Viele Scooter ziehen an der Halfpipe genau dadurch die Blicke auf sich.
Tipp: Sparen Sie nicht an der Sicherheitsausrüstung – Helm, Knie- und Ellenbogenschoner sollten selbstverständlich sein.

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