Statcounter.com leicht zu integrierender Besucherzähler

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PRO: gute Bedienbarkeit
KONTRA: ab 100 Pageloads kostenpflichtig

Besucherzähler allgemein
Ich habe mittlerweile drei Websites. Für alle drei habe ich eine Domain eingekauft, daneben habe ich versucht, möglichst kostenlose Funktionen zu bekommen, wie z.B. Webhosting, Newsletter, Gästebuch und Besucherzähler.
Für mich ist es schon wichtig, wie viele Besucher meine Homepage besuchen, wohin sie gehen, wie sie navigieren.

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Anbieter
RISIKO: Statcounter ist der „Business Name“ des irischen Computer-Menschen Aodhan Cullen (in Irland müssen alle Gewerbetreibenden einen Business Name anmelden), er ist in Dublin tätig unter der Adresse 77, Delwood Drive, Castleknock, Dublin 15 tätig. Die Seite ist seit 2000 registriert. Ein Einzelunternehmer birgt insofern das Risiko, dass sein Service von einen auf den anderen Tag eingestellt wird und sämtliche nachfolgende beschrieben Funktionen nicht mehr funktionieren. Natürlich können auch Firmen irgendwann mal insolvent werden, aber dieses Risiko hängt meist nicht an einer Person.

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Sprache:
nur englisch. Wer kein englisch kann, ist hier bestimmt aufgeschmissen und wird deshalb Unterstützung benötigen.

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Anmeldung und Konfiguration.
STANDARD: man gibt seine Koordinaten, sucht sich einen Usernamen und ein Passwort aus und erhält eine Bestätigungs-eMail. Dann geht die Arbeit los.
Es besteht die Möglichkeit, mehrere Projekte (= Websites) parallel zu verwalten. Jedes Projekt bekommt einen Namen. Man definiert sämtliche Unterseiten, die es auszuwerten gilt und gibt die Kategorie ein. Wichtig: die eigene IP ausschalten, dann sind sämtliche Kontrollbesuche der eigenen Seite nicht aufgezeichnet. Schließlich will man ja nicht sehen, wie oft man selbst die Seite kontrolliert, sondern wer alles zu Besuch kommt.
SEHR GUT: Das Aussehen des Besucher-Zählers kann fast beliebig geändert werden. Ich persönlich bin aber der Meinung, dass geneigte Besucher daraus nur die falschen Schlüsse ziehen können, frei nach dem Motto „was erst 20.000 Besucher, das kann ja nichts gutes sein.“ Deshalb ist mein Zähler unsichtbar. Das ist auch möglich.

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Layout und Funktionen.
OKAY: Statcounter hat besonders viele Möglichkeiten. Man kann sehen, wie viele Pageloads vorkamen, wie viele Besucher da waren, und wie sie durch die eigene Seite navigiert haben.
Man kann interessante Erkenntnisse ziehen: wird die Seite über Google über besondere Suchbegriffe eher gefunden, welches ist die populärste Seite und wo hauen die Leute wieder ab. Das hilft bei der Optimierung der Seite.


Es gibt zwei Hauptgruppen bei Statcounter: Einstellungen und Statistik.

Im Einstellungsbereich kann man die einzelnen Projekte (= Websites) definieren, und die diversen Unterseiten definieren. Es bietet sich an, sämtliche Seiten, die die eigene Webseite hat, mit kompletter URL über einen anderen Editor zunächst aufzuschreiben, weil das Feld für die zu untersuchenden Unterseiten zwar offenbar kein Limit hat, aber nur eine recht kleine Feldgröße hat, so dass die Übersichtlichkeit verloren gehen kann. Durch die Definition der diversen Unterseiten hat man später die Möglichkeit, die Popularität der einzelnen Seiten zu untersuchen.
Nachdem man alle Einstellungen ausgesucht hat, erhält man einen HTML-Code, den man in die eigene Seite hinein kopieren muss. Nur dann ist gewährleistet, dass Besucher tatsächlich erfasst werden. Wenn dieser Code richtig erfasst ist und auf dem eigenen Webserver hinterlegt ist, kann es losgehen.

Im Statistikbereich kann man im Hauptmenü sehen, wie viele Besucher an welchen Tagen auf der eigenen Seite waren, wie viele Besucher schon mal da waren, wie viele neu sind, und wie viele Pageloads insgesamt vorkommen. Meine Seiten haben im Schnitt etwa 3 Pageloads pro Besucher, da auch etliche Besucher gleich nach der Index-Seite wieder abhauen, ist das ein recht guter Wert. (Zum Vergleich: Ciao.de hat etwa 3,1 Pageloads pro Besucher, Wikipedia 5,1 und die Postbank 1,3)
Ferner kann man auch Auswertungen auf Tages-, Wochen-, Monats- und Jahresbasis ansehen. Des weiteren kann man die letzten 100 Pageloads genau verfolgen: welcher Besucher hat wie navigiert. Sind besondere Funktionen genutzt worden oder nicht. Auch die Internet-Browser sowie Auflösungen der Bildschirme und Betriebssysteme können überprüft werden.

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Preis
Bis zu 100 Pageloads ist der Besucherzähler kostenfrei, bei mehreren Pageloads, sind ältere Besuche nicht mehr zugängig. Das ist bei angenommenen 5 Besuchern täglich mit je 3 Pageloads bereits nach einer Woche erreicht.
Man kann auch ältere Pageloads freischalten mittels Upgrades:
• Bis zu 1.000 Pageloads: € 7,-- im Monat
• Bis zu 10.000 Pageloads: € 15,-- im Monat
• Bis zu 25.000 Pageloads: € 24,-- im Monat
Ich kann nicht beurteilen, ob dies günstig oder teuer ist.


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Demo-Bereich
Falls man noch unentschieden ist, bietet Statcounter auf seiner Seite ein Demo-Zähler an mit ein paar Bildern, wie die Administration funktioniert. Das ist hilfreich.

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Vergleich mit anderen Zählern:
Ich hatte vorher extremetracking.com als Besucherzähler. Die Maschine zählte nur die Zugriffe auf die Hauptseite, aber nicht auf die Unterseiten. Außerdem konnte ich dort keine Unsichtbarkeit einstellen und musste  mindestens einen Punkt zeigen, der das Layout doch störte. Dagegen ist Statcounter Gold. Ansonsten habe ich keine weiteren Erfahrungen mit anderen Zählern.

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Fazit
Für Homepages für Private und Kleingewerbetreibende ist Statcounter sicherlich gut gemacht. Wenn der Anbieter mal ausfällt, muss halt ein neuer Zähler gesucht werden. Insgesamt aber doch empfehlenswert.
Für große kommerzielle Seiten dürfte die Statcounter wohl nicht mehr geeignet sein, und über den Preis habe ich keinen Vergleich.

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