Spiderman, Daredevil oder die Fantastischen Vier – das Marvel Universum stellt sich vor

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Spiderman, Daredevil oder die Fantastischen Vier – das Marvel Universum stellt sich vor

Es ist ein Name, der die Herzen vieler Comic- und Superhelden-Fans stets höher schlagen lässt – Marvel. Das amerikanische Unternehmen mit Hauptsitz in New York ist zum Inbegriff der Comic-Welt geworden. Die meisten der Figuren aus dem Marvel Universum haben ikonenhafte Gestalt angenommen und sind auch aus der modernen Popkultur nicht mehr wegzudenken. Gerade durch die Übernahme durch den Disney-Konzern im Jahr 2009 und die verstärkte Ausrichtung auf das Filmgewerbe befindet sich das Unternehmen Marvel Enterprises aktuelle im Höhenflug.

Filme, Comics, Merchandising – es gibt viele Produkte, die es lohnt, im Kontext des Marvel Universums näher zu betrachten. Vor allem gibt es aber eine Vielzahl von Charakteren und Superhelden, die sich über die Jahre in die Herzen unzähliger Fans gekämpft haben. Der folgende Ratgeber soll Ihnen helfen, den Einstieg in diese spannende Welt einfacher zu gestalten.

Über die Anfänge von Marvel

Der Ursprung des heutigen Marvel Imperiums liegt in dem kleinen Verlag „Timely Publication“ welcher 1934 von Martin Goodman gegründet wurde. Im Jahr 1939 kam die Abteilung „Timely Comics“ dazu. Inspiriert durch den Erfolg der Action-Comics um „Superman“ witterte Goodman das große Geld im Comic-Geschäft und holte sich das junge Unternehmen Funnies Inc. an Bord. Funnies Inc. war fortan für die kreative Seite zuständig, Goodman kümmerte sich um Vertrieb und Vermarktung.

Im Oktober 1939 erschien dann auch das erste Heft aus der Reihe „Marvel Comics.“ Der Name war inspiriert von dem Pulp-Titel „Marvel Science Stories.“ Das erste Heft verkaufte sich sehr zufriedenstellend, weshalb weitere Exemplare in Auftrag gegeben wurden. Stück für Stück baute Goodman sein Imperium auf, kaufte dabei unter anderem die Comic-Rechte von Funnies Inc. auf und stellte eigenes Personal ein. Ein erster großer Erfolg wurden dann die „Captain America“-Comics, die erstmals im März 1941 erschienen. Der Superheld konnte es in Sachen Popularität schnell mit der etablierten Konkurrenz aufnehmen.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs ebbte die Euphorie für Superhelden in den 50er Jahren ab und Timely war gezwungen, viele beliebte Serien einzustellen. Gerade Action-Comics fielen in Ungnade und die Verkaufszahlen sanken deutlich. Im November 1951 änderte sich die Bezeichnung von Timely hin zu Atlas Comics.

Eine neue Superheldenwelle brachte in den 60ern die Wende und Marvel den Erfolg

Anfang der 1960er Jahre kam es zum Umdenken, an dem vor allem der damalige Chefredakteur einen großen Anteil hatte. Angespornt vom Erfolg des Hauptkonkurrenten DC und ihrer „Justice League“-Serie um Superman und Batman, entwickelte Lee zusammen mit Autor Jack Kirby die Serie „Fantastic Four.“ Diese Fantastischen Vier waren überraschend erfolgreich und brachten Marvel wieder in die Erfolgsspur zurück. Das Konzept Superhelden auch als normale Menschen mit alltäglichen Problemen darzustellen ging auf. Neue Helden wie Iron Man oder Marvels erfolgreichste Schöpfung, Spiderman, traten in Erscheinung.

Auch wenn es in den nächsten Jahren immer wieder schwächere Phasen geben sollte, so etablierte sich der Name langsam aber sicher im Bewusstsein der Comic-Fans. Besonders die stärkere Ausrichtung auf Filme mit Beginn des 21. Jahrhunderts brachte Marvel, die in diesem Zuge auch ihr eigenes Filmstudio gründeten, auf die Erfolgsspur. Der Zusammenschluss mit Disney war hierbei sehr wichtig. Allein das 2012 im Kino veröffentlichte Superhelden-Zusammentreffen „The Avengers“ spielte über 1,5 Milliarden Dollar ein und gilt aktuell als dritterfolgreichster Film aller Zeiten (Stand: 2013).

Die Qual der Wahl - die bekanntesten und beliebtesten Figuren des Marvel Universums

Nach über sieben Jahrzehnten auf dem Markt hat sich Marvel nicht nur als Marke etabliert, das Unternehmen hat auch unzählige Helden hervorgebracht, die sich großer Beliebtheit erfreuen. Es ist daher unmöglich, eine komplette Liste aller Charaktere zu geben, da viele von Ihnen auch nur kurz auftauchen. Die folgende Aufzählung beinhaltet die bekanntesten Helden aus dem Stall der New Yorker:

  • Spiderman
  • Iron Man
  • Captain America
  • Die Fantastischen Vier
  • X-Men
  • Daredevil
  • Hulk

Spiderman – die beliebteste Figur aus dem Hause Marvel

Der Mann mit den übernatürlichen Spinnenkräften gilt als Aushängeschild des Marvel Universums und ist die erfolgreichste Figur des Unternehmens. Entwickelt wurde er von Stan Lee und Steve Ditko, seinen ersten Auftritt hatte er im August 1962 in der „Amazing Fantasy“-Reihe. Im wahren Leben heißt er Peter Parker und ist eher ein schüchterner Zeitgeselle. In der Schule kaum beachtet, lebt er ein unspektakuläres Leben bei seinem Onkel Ben und Tante May. Zufällig wird er von einer radioaktiven Spinne gebissen und erlangt so seine Superkräfte. Dazu gehören das Erklimmen von Häusern, das Auswerfen von Netzen, erhöhte Geschwindigkeit und Körperkraft.

Lange weiß Parker nichts mit den Fähigkeiten anzufangen, doch erst der tragische Tod seines Onkels bei einem Raubüberfall, welchen Parker hätte verhindern können, ändert seine Perspektive. Fortan verschreibt er sich der Gerechtigkeit in New York City und tritt gegen unzählige Gegner, aber auch seine alltäglichen Probleme als Teenager an. Denn seine Identität hält er natürlich geheim.

Iron Man – cooler Multimilliardär in brandgefährlicher Rüstung

Iron Man wurde ebenfalls von Stan Lee entwickelt, hier in Zusammenarbeit mit Larry Lieber und den Zeichnern Don Heck und Jack Kirby. Das erste Comic erschien 1963. Hinter der robusten Rüstung des Mannes aus Eisen versteckt sich Multimilliardär Tony Stark. Seine Firme Star Industries fertigt Waffen im großen Stil an. Während einer Demonstration im Vietnamkrieg wird Stark lebensbedrohlich verletzt gefangen genommen und von einem Warlord gefangen genommen. Stark baut in diesem Kontext einen Prototyp seiner Rüstung, die ihn auch am Leben erhält, und kann so fliehen.

Er schwört der Waffenproduktion ab und verschreibt sich der Bekämpfung des Bösen, ausgerüstet mit den neusten Hightech-Spielzeugen. Nebenbei kämpft auch Stark mit persönlichen Problemen, seinem Ego und der Verantwortung, die sich aus seiner Rolle ergeben. Besonders durch die erfolgreichen Realverfilmungen mit Schauspieler Robert Downey Jr. konnte die Figur ab 2008 wieder an Popularität gewinnen.

Captain America – Marvels erstes Superhelden-Erfolgsmodell

Er ist der erste erfolgreiche Superheld aus der Feder des Marvel-Vorgängers Timley Comics. Das erste Heft erschien im Jahr 1941 und diente damals als Kriegspropaganda. Gekleidet in den Landesfarben der USA trat Captain America damals gegen Nazis, Kriegsverbrecher und andere Bösewichte an. Wenngleich er in den Jahren immer wieder von verschiedenen Personen verkörpert wurde, gilt die Version mit Steve Rogers als Mann hinter Maske als die Bekannteste.

Mithilfe eines „Supersoldatenserums“ wird der schwächliche Rogers in den Comics zum kraftvollen Superhelden. Ausgerüstet mit einem unverwüstlichen Schutzschild zieht er in den Kampf, auch in der Neuzeit. Die sehr amerikanisch wirkenden Comics hatten es dabei stets schwer, außerhalb Ihres Herkunftlandes große Erfolge zu feiern.

Die Fantastischen Vier – Superhelden mit ganz bodenständigen Problemen

Ein weiterer Erfolgsschlager aus der Feder des Autoren-Traumpaares Stan Lee und Jack Kirby war das Superhelden-Quartett „Fantastic Four,“ hierzulande besser bekannt als Die Fantastischen Vier. Die Comic-Serie startete im Jahr 1961, das Team besteht aus Mr. Fantastisch (Mr. Fantastic), Das Ding (The Thing), Die Unsichtbare (Invisible Women) und der menschlichen Fackel (Human Torch). Ihre speziellen Superkräfte erhielten die vier Astronauten, als sie mit einem Raumschiff in der Atmosphäre auf kosmische Strahlung trafen.

Die Superkräfte der vier Helden entsprechen dabei den vier Elementen Feuer, Wasser, Luft und Erde. Neu an Ihnen war auch das Fehlen einer Geheimidentität sowie die Darstellung als normale Menschen, die ebenfalls mit Problemen zu kämpfen hatten.

X-Men – einer der beliebtesten Comic-Reihen aller Zeiten

In Sachen Popularität steht die Comic-Superhelden-Verbindung X-Men inzwischen auf einer Stufe mit Spiderman. Besonders in den letzten Jahren konnten Sie zusätzlich an Popularität gewinnen. Auch hier standen Stan Lee und Jack Kirby Pate, der erste Comic erschien 1963. Nach einigen Umbesetzungen und Neuinterpretationen wurde die Reihe in den 1980er und 90er Jahren schließlich zur erfolgreichsten Comic-Reihe der Welt. Die Protagonisten sind eine Gruppe Mutanten. Menschen mit einem speziellen Quellcode, der ihnen besondere Fähigkeiten vererbt. Sie agieren unter der Führung des telepathisch Begabten Professor X. Zu den bekanntesten Charakteren hier gehören:

  • Wolverine
  • Colossus
  • Storm
  • Cyclops
  • Beast
  • Nightcrawler

Daredevil – das intelligente Comic mit dem gewissen Flair

Daredevil, der hierzulande auch unter dem Namen Devil Man, Der Dämon oder Der Teufelskerl Bekanntheit erlangte. Hinter seiner Maske steckt Matthew Michael Murdock, ein Anwalt, der allerdings seit einem Unfall als Kind blind ist. Bei diesem Unfall wurde Murdock auch mit einer radioaktiven Flüssigkeit übergossen, was zur Schärfung seiner vier übrigen Sinne führte.

Obwohl Stan Lee hier ebenfalls federführend bei der Kreation der Figur war, konnte Daredevil nicht an andere Erfolge aus dem Haus Marvel anknüpfen, genießt aber unter Kritikern und Comic-Fans einen guten Ruf. Als der bekannte Autor Frank Miller die Serie in den 80er Jahren in ein erwachsenes und düsteres Gefilde lenkte, konnte die Comic-Reihe mit Intelligenz und Stil zum Kritikerliebling machen.

Hulk – groß, grün und griesgrämig

Der stämmige Hulk ist nicht nur aufgrund seines grünen Aussehens eine der markantesten Figuren im Marvel Universum. Hinter dem erstmals 1962 auftauchenden Charakter verbirgt sich der Wissenschaftler Bruce Banner, der nach einem Unfall lebensbedrohlicher Gammastrahlung ausgesetzt wird. Er stirbt allerdings nicht, verwandelt sich nun aber bei jedem Anfall von Wut in das grüne Monster Hulk. Dies gerät in regelmäßigen Abständen außer Kontrolle und wird dann nicht nur zur potenziellen Bedrohung für die Bösewichte, sondern auch für das Militär.

Im Laufe der Reihe kann Banner seine Kräfte jedoch zusehends kontrollieren und wird dabei auch ein integraler Bestandteil der Rächerinitiative „Avengers“ um Captain America und Iron Man.

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