So wird das Smartphone zur VR-Brille: Google Cardboard

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Können ein bisschen Pappe und ein paar Linsen schon zum echten 3D-Erlebnis verhelfen?  Wir haben das Google-Cardboard für Euch getestet!
Nur ein paar vorgestanzte Pappteile, Klettband und Linsen braucht Ihr für das Google-Cardboard
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Nur ein paar vorgestanzte Pappteile, Klettband und Linsen braucht Ihr für das Google-Cardboard
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Nur ein paar vorgestanzte Pappteile, Klettband und Linsen braucht Ihr für das Google-Cardboard

PlayStation VR, HTC Vive, Oculus Rift – die virtuelle Realität ist derzeit einer der größten Trends der Entertainment- und Elektronik-Branchen. Allerdings: Die meisten der genannten Geräte erscheinen erst in ein paar Monaten. Und wirklich günstig sind sie mit mehreren Hundert Euro nicht.

Mit der Google-Cardboard genannten „VR-Brille“ gelingt hingegen schon jetzt der schnelle und günstige Einstieg in die Welt der 3D-Virtualität. 
Vorgestanzte Löcher müssen nur noch von den Platzhaltern befreit werden
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Vorgestanzte Löcher müssen nur noch von den Platzhaltern befreit werden
Maximal zehn Euro werden für das Standardzubehör fällig, mit dem sich jedes halbwegs moderne Smartphone durch ein bisschen gefaltete Pappe und ein Paar Linsen zum Virtual-Reality-Headset aufrüsten lässt.

Leider folgt hier allerdings auch eine erste Einschränkung: Kleinere Smartphones unter 5 Zoll wollen nicht so recht in das Original-Cardboard von Google passen – das Samsung Galaxy Note 2 zum Beispiel ließ sich in unserem Fall nicht korrekt in die Handy-Halterung applizieren und verrutschte ständig, sodass durch die beiden Linsen zu viel „Leerfläche“ zu sehen war. Beim OnePlus One gab es hingegen keine Probleme. Mögliche Abhilfe schaffen Dritthersteller. Eine Übersicht aller Cardboard-Alternativen findet sich auf Google.com
So wird das Google Cardboard geliefert
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So wird das Google Cardboard geliefert

So wird das Smartphone zur VR-Brille

Das Google-Cardboard wird in Form vorgestanzter, nach Anleitung faltbarer Kartons ausgeliefert. Ebenfalls im Lieferumfang enthalten: zwei Biconvex-Linsen, Gummibänder, ein Klettverschluss zum Befestigen des Smartphones per Papp-Klappdeckel und zwei später als Bedienknöpfe dienende Magneten. Letztere wirken auf den Magnetsensor des genutzten Smartphones ein, das sich so zumindest rudimentär von außerhalb der Brille bedienen lässt.

Der Aufbau der Papphalterung geht äußerst schnell und einfach – selbst ohne die detaillierte zweiseitige Anleitung. Auch das Smartphone ist zügig auf die virtuelle Realität vorbereitet: Einfach Apps installieren, in die Vorrichtung packen, Pappdeckel schließen – fertig. 

Nützliche iOS-Apps im Test

Screenshot von der Cardboard-App – so sieht es ohne Brille aus
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Screenshot von der Cardboard-App – so sieht es ohne Brille aus

Cardboard

Mit der offiziellen Cardboard-App bietet Google eine Reihe von VR-Features an, darunter bekannte Dienste wie Google Earth, Streetview, YouTube und Exhibit – allerdings größtenteils nur als Demo-Versionen. Unter anderem gibt es einen 3D-Tour-Guide durch Paris. Außerdem sind ein dreidimensionaler Trickfilm und ein Video-Abspieler enthalten.
Besonders interessant: der Photo-Sphere-Viewer, mit dem sich durch die Google-Kamera-App aufgenommene Panorama-Bilder in der virtuellen Realität anschauen lassen. Echte Dreidimensionalität bietet das zwar nicht, alte Urlaubspanoramen werden so jedoch zu einem völlig neuen Erlebnis.
Vorrangig dient die Cardboard-App allerdings als Tor zur virtuellen Realität und zeigt neben einem Tutorial etwa auch eine Liste aller installierten und mit der Virtual-Reality-Pappbrille kompatiblen Apps an. 

Zum Testen: die Roller Coaster VR

Die Roller-Coaster-VR lädt zu einer nicht allzu spektakulären Achterbahnfahrt über eine tropische Insel ein und erlaubt dem Nutzer dabei das freie und durch Kopfbewegungen getrackte Umsehen. Besonders viele Interaktionsmöglichkeiten gibt es dabei zwar nicht, aber immerhin einige Überraschungen auf der Strecke.

Wirklich lange Spaß bringt das Achterbahnfahren ebenfalls nicht. Allerdings bietet die kostenlose Preview-App ausreichend Zeit, um einen Ausblick darauf zu erhalten, was in der virtuellen Realität alles möglich ist. Wer zur sogenannten „Motion-Sickness“ neigt, sollte aber lieber auf die Achterbahnfahrt verzichten.
Mit der Roller Coaster VR App geht es auf Achterbahnfahrt (Scrrenshot Roller Coaster VR App)
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Mit der Roller Coaster VR App geht es auf Achterbahnfahrt (Scrrenshot Roller Coaster VR App)

VR ONE Cinema

Nützlicher ist da schon VR ONE Cinema. Die ursprünglich für das VR-One-Headset entwickelte Applikation verfrachtet uns in ein virtuelles Kino, in dem wir Videos über eine „große“ Leinwand abrufen können.

Das ist nicht sonderlich spektakulär, aber durchaus alltagstauglich: Aus einem hell beleuchteten und für einen Kinofilm möglicherweise ungeeigneten echten Raum wird durch VR One Cinema im Handumdrehen ein abgedunkelter virtueller Kinosaal, in dem sich entspannt und von der Außenwelt ungestört Filme schauen lassen.
Die gewünschten Dateien im MP4- und MOV-Format müssen allerdings erst in das entsprechende Verzeichnis („Apps“ -> „File Sharing“ -> „VR ONE Cinema“) kopiert werden und sollten bestenfalls eine minimale Auflösung von 720p aufweisen. 
Eigene Videos im 3D-Kino anschauen (Screenshot VR One Cinema App)
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Eigene Videos im 3D-Kino anschauen (Screenshot VR One Cinema App)
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Eigene Videos im 3D-Kino anschauen (Screenshot VR One Cinema App)

Nützliche Android-Apps im Test



Eigene Videos lassen sich mit AAA VR Cinema anzeigen (Screenshot AAA VR Cinema)
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Eigene Videos lassen sich mit AAA VR Cinema anzeigen (Screenshot AAA VR Cinema)

AAA VR Cinema

Ähnlich wie VR ONE Cinema auf iOS-Geräten funktioniert auch AAA VR Cinema auf Android-Smartphones. Es handelt sich um einen Medien-Player, mit dem sich 2D- und 3D-Videos auf einer (gefühlt) großen Leinwand in der virtuellen Realität abspielen lassen. Unterstützt werden diverse Video-Codecs und 3D-Formate. Auch einen 360-Grad-Rundumsicht-Support gibt es.

Witzig: Die Menüsteuerung erfolgt durch das „Anstarren“ der entsprechenden Optionen. Man muss also nicht im laufenden VR-Betrieb auf dem Smartphone herumtippen.

Insgesamt ist AAA VR Cinema eine praktische und überzeugende Virtual-Reality-App, mit der das Anschauen echter 3D-Videos möglich ist. Extrapunkte gibt es für die innovativen Bedienelemente. 
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YouTube 360 Grad

Nicht als separate Applikation, sondern alltagstauglich in die eigentliche Haupt-App integriert ist die neue 360-Grad-Funktion der Videoplattform YouTube. Bereits seit Juni 2015 gibt es bei einigen Inhalten einen VR-Button, mittlerweile weisen die Videos in der YouTube-App für Android einen eigenen Cardboard-Button auf. Über den lassen sich die bewegten Bilder für die VR-Brille umrechnen – die Cardboard-App ist dazu nicht notwendig. Auch das Anschauen von normalen Videos wird so fast schon zu einem cineastischen Erlebnis.

Tatsächlich geht die Funktion äußerst leicht von der Hand: Durch die Magnetbuttons und per Kopfbewegung lassen sich die Filme anhalten sowie vor- und zurückspulen. Mit nur 14 echten VR-Videos ist die Auswahl auf YouTube bisher aber noch etwas mager.
Rundgang durch den Google Shop in London (Screenshot Google Shop at Currys VR)
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Rundgang durch den Google Shop in London (Screenshot Google Shop at Currys VR)

Google Shop at Currys VR Tour

Ebenfalls interessant ist die App Google Shop at Currys VR Tour. Der Name verrät es: Das Programm lädt zu einer Tour durch eine Virtual-Reality-Version des neuen Google-Retail-Stores in London ein. Eine Google-Mitarbeiterin erklärt dabei einige Besonderheiten und betätigt sich als Tourguide.

Google Shop at Currys VR Tour bietet einen interessanten Ausblick auf die Zukunft der Virtual-Reality-Spielereien. Wie wäre es  beispielsweise mit einem virtuellen Shopping-Bummel in Paris, New York oder Tokio vom heimischen Sofa aus? 

Unser Fazit

Die virtuelle Realität ist wohl einer der faszinierendsten Trends der letzten Jahre. Und Google erlaubt mit seinem Cardboard schon jetzt einen kostengünstigen ersten Blick in die VR-Zukunft. Zugegeben: Die Papp-Brille glänzt nicht gerade durch Tragekomfort und technische Gimmicks – kostet dafür aber auch kein Vermögen wie die kommenden echten VR-Headsets. Wer sich für die Technologie interessiert, sollte die 5 bis 10 Euro unbedingt investieren. Ab ca. 15 Euro gibt es sogar deutlich komfortablere Plastik-Alternativen.

Habt Ihr auch schon einmal eine VR-Brille ausprobiert?
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