So verbinden Sie Blumen mit gestalterischen Elementen

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So verbinden Sie Blumen mit gestalterischen Elementen

Wenn Sie an Ihren Garten denken, fallen Ihnen sicherlich auch zuallererst prächtig blühende Blumenvarianten ein; denn sie sind es, die den Garten zu jeder Jahreszeit bunt und variantenreich aussehen lassen. Je nach Blickwinkel – ob von der Terrasse oder von einer lauschigen Laube aus – erfreut sich so das Auge an Pracht- und Beetstauden wie Sonnenbraut, Sonnenauge und Goldrute, deren Namen schon auf ihre sommerliche Blüte bei strahlendem Sonnenschein verweisen. Sie schauen auf Taglilie, Schafgarbe, Rittersporn oder Mohn, die ihre ganze Pracht auch nur an vollsonnigen Standorten entfalten können. Oder Sie freuen sich, wenn der Blick auf Ihren Steingarten fällt, worin die ökologisch besonders wertvollen Wildstauden wie Adonisröschen, Blaukissen und Silberwurz ebenso reizvoll wie naturnah zur Geltung kommen.
Auch viele Farne und Gräser wie Herzzittergras oder Schafschwingel sorgen im Steingarten für immer wieder neue, faszinierende Licht- und Schattenspiele. Wohingegen das Herz eines jeden Rosenliebhabers aufgeht, wenn das Auge über Beetrosen wie die in herrlichem Rot blühende Ponderosa oder die sonnengelbe Friesia schweift, bevor es an der Vielfalt von Strauchrosen hängen bleibt und vielleicht sogar Stammrosen einen Höhepunkt Ihres Rosengartens markieren.
Was wir gemeinhin als Blumen bezeichnen, unterteilt der Fachmann in Ziergehölze wie Rhododendren und Flieder, Stauden wie Eisenhut und Lilie sowie Zwiebel- und Knollenblumen, zu denen so bekannte Blumensorten wie Narzissen und Tulpen, Dahlien und Gladiolen zählen. Immer aber sind diese Blühpflanzen das Tüpfelchen auf dem i bei der Gartengestaltung. Sie werden dann gepflanzt, gehegt und gepflegt, wenn Grundarchitektur und Einrichtung des Gartens festgelegt und alle Vorarbeiten für einen Garten erledigt sind, der ganz Ihren individuellen Ansprüchen und Neigungen entspricht. Stöbern sie doch einfach auf eBay und lassen Sie sich davon inspirieren, wie vielfältig Sie mit immer neuen Varianten an Blühpflanzen Ihren Garten zu jeder Jahreszeit in ein bewundertes Kleinod verwandeln können. Und freuen Sie sich über jede Menge Anregungen, die auch erfahrene Hobbygärtner immer wieder aufs Neue überraschen.

Anlage und Architektur eines Gartens – die Planung der Blütenpracht

Es empfiehlt sich, bei der Anlage eines Gartens ähnlich vorzugehen wie bei der Wohnungseinrichtung, wo auch jeder Raum seine eigene Funktionalität und Ästhetik besitzt.
Beginnen Sie bei der Gartenplanung am besten damit, dass Sie Nutzen und Infrastruktur des Gartenbereichs exakt festlegen: Wo und wie sollen Wege angelegt und Wasseranschlüsse gesetzt werden? Bevorzugen Sie eine große Rasenfläche, die eventuell auch als Kinderspielwiese genutzt werden kann? Oder soll es in Ihrem Garten naturnah zugehen – mit einer Wildkräuterwiese und vielen Wildgehölzen? Wollen Sie – neben Ihrer Terrasse – im Garten selbst noch einen lauschigen Platz anlegen, am besten im Schutz einer Hecke und idealerweise umgeben von einer Laube oder Pergola? Oder planen Sie eine Terrassenerweiterung in Ihren Garten hinein, damit Sie im Sommer genügend Platz haben, wenn Sie mit vielen Freunden zusammen draußen sitzen wollen? Soll die Gestaltung Ihres Abstellplatzes oder Ihrer Garageneinfahrt in die Architektur Ihres Gartens eingebunden werden, um so diesen häufig steril und versiegelt anmutenden Bereich naturnäher wirken zu lassen? Bietet Ihr Garten eventuell Platz für eine Steingartenanlage oder einen Gartenteich? Wie sieht es mit den Begrenzungen aus – lieben Sie laubabwerfende oder immergrüne Hecken, oder bevorzugen Sie einen Gartenzaun als Trennung und Sichtschutz? Wollen Sie mit einem etwas abseitsstehenden Kompostplatz wertvollen Dünger selbst produzieren und dabei äußerst umweltfreundlich die organischen Abfälle Ihres Haushalts sinnvoll verwerten?

Farbenfrohe Vielfalt planen und gestalten – mit Blühpflanzen Akzente setzen

Sobald Sie diese baulichen Fragen für sich in jeder Hinsicht zufriedenstellend beantwortet haben, können Sie nun daran gehen, Ihren Garten zu "möblieren": Betrachten Sie dabei am besten Gehölze als große Möbelstücke, Rasen oder Blumenwiese als Teppich, Stauden, Gräser und Farne sowie alle Zwiebelblumenpflanzen als Kleinmöbel oder dekorative Bilder an der Wand.

Verschwenderische Pracht – Beet- und Prachtstauden für Sonnenplätze

Zu den beliebtesten Prachtstauden in unseren Regionen gehören sicherlich die sonnenhungrigen Sorten Sonnenbraut und Goldrute sowie Mohn und Rittersporn, die alle viel Sonne benötigen, um ihre beeindruckende Blütenpracht zu entfalten. Gleiches gilt für die Schafgarbe, deren große, gelbe Blütendolden wie kleine Sonnen aussehen und die bevorzugt neben Salbeigewächsen und Glockenblumen steht.
Auch die beliebten Astern mögen es sonnig. Dafür erfreuen sie aber auch des Gärtners Herz, je nach Sorte, vom Frühjahr an bis weit in den späten Oktober hinein. Man unterscheidet Astern nach der Blühzeit: Eine der Frühjahrsastern ist die Aster alpinus – auch Alpenaster genannt. Weil sie sandigen, kalkhaltigen und durchlässigen Boden beansprucht, ist sie besonders gut als Pflanze für den Steingarten geeignet. Dort wächst zum Beispiel die Sorte Dunkle Schöne mit ihren tief-dunkelroten, ins Violette spielenden Blüten auf eine Höhe von etwa 20 Zentimetern. Zu den Sommerastern zählt die Bergaster, die ebenfalls volle Sonne sowie kalkhaltigen und durchlässigen Boden bevorzugt und deren Sorte Lady Hindlip üppige rosa Blüten zeigt und bis zu 60 Zentimeter hoch wächst. Zu den beliebtesten und bekanntesten Herbstastern zählt die Glattblattaster, die man, ihrer kriechenden Wurzeln wegen, besonders leicht selbst vermehren kann. Die Sorte Dauerblau mit ihrer kräftigen Lilafarbe erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 150 Zentimetern.

Stauden als Zier für Mauern, Pergolen, Hecken und Zäune

Viele Stauden gedeihen auch prächtig im Schatten oder Halbschatten. Wenn sie auf den ersten Blick nicht ganz so farbenprächtig und bunt wirken wie ihre verschwenderisch blühenden Verwandten, die Prachtstauden für Sonnenplätze, so überzeugen sie Gartenliebhaber mit ihrem vielfältigen Grün, aus dem sich dann die farbigen Akzente um so dekorativer abheben. So zählen zu den bekanntesten Schattengewächsen unter den Stauden der fast mannshoch wachsende Eisenhut sowie das kleine, zierliche Adonisröschen, dessen gelbe Blüten im frühen Frühjahr, oft schon Ende Februar, fast vorwitzig aus dem letzten Schnee hervorlugen – noch bevor sich seine zartgrünen Blätter entfalten. Wenn der Eisenhut im Schatten und Halbschatten gedeihen soll, beansprucht er nährstoffreichen, kühlen und feuchten Boden und viel Stickstoff, am besten in Form von natürlichem Dünger. Dann aber ist er die ideale Pflanze für die Einzelstellung – entweder vor Zäunen oder vor Mauern. Aber auch für die Pflanzung in Rabatten ist diese weiß oder blau blühende Staude bestens geeignet.
Roter Fingerhut oder der weiß blühende Waldgeißbart mit seinen ausladenden, in auffälligem Grün gezackten Blättern wetteifern gerne mit ihm um die schönste Blütenpracht. Die weiß blühende Glockenblume entfaltet ihre Strahlkraft dagegen besonders filigran gemeinsam mit Astilbe und verschiedenen Farnen, die sich ebenfalls im Schatten oder Halbschatten wohlfühlen wie zum Beispiel Frauenfarn mit seinen fein gefiederten, hellgrünen Wedeln oder auch dem absolut winterharten Schildfarn, der seine glänzend grüne Farbe über den gesamten Winter bis weit ins Frühjahr hinein bewahrt.

Zwiebel- und Knollenblumen – die Garanten fürs Durchblühen im Garten

Ohne Zwiebel- und Knollenblumen lässt sich ein großer Wunsch der meisten Gärtner kaum erfüllen: Durchblühen soll er, der ideale Garten, von den ersten sonnigen Frühlingstagen an bis möglichst weit in den Spätherbst hinein. Zwiebel- und Knollenblumen sind dafür die besten Garanten, und zwar einfach deshalb, weil dabei Zwiebel oder Knolle als Speicherorgane fungieren. Dadurch können Frühblüher wie Schneeglöckchen oder Frühlingskrokusse bereits im Spätsommer des Vorjahres eingepflanzt werden und erfreuen das Auge des Gartenbesitzers bereits mit den ersten länger werdenden Tagen im Februar. Später blühende Arten wie Tulpen und Narzissen werden im September oder Oktober gepflanzt, und zwar wie alle Zwiebel- und Knollenblumen, nach diesen Grundregeln für die Pflanztiefe: Die Zwiebeln und Knollen sollen doppelt bis drei Mal so tief in den Boden gelegt werden, wie sie hoch sind. Dabei variiert diese Höhe je nach Bodensubstanz: In sandigen und leichten Böden pflanzen Sie am besten etwas tiefer, wohingegen man in schwererem Erdreich eher flacher pflanzt. Was die Qualität des Bodens angeht, so bevorzugen fast alle Zwiebel- und Knollenblumen neutralen bis leicht sauren Boden mit einem pH-Wert zwischen 6,5 und 7. Außerdem brauchen sie im Frühjahr genügend Feuchte, danach aber trockenen Boden, weil in dauernasser Erde die unterirdischen Organe verfaulen.

Mit Blumen die Jahreszeiten im Garten abwechslungsreich gestalten

Wie immer Sie Ihren Garten mit Blühpflanzen gestalten: Achten Sie darauf, zum Beispiel bei den Zwiebel- und Knollengewächsen nicht alle Zwiebeln im Vordergrund des Beetes einzupflanzen. Denn nur so können Sie gewährleisten, dass nachwachsende, später blühende Sorten das welke Laub der ersten Frühjahrsblüher mit ihren Austrieben verdecken. So bieten sich für den Vordergrund des Beetes die Frühblüher Schneeglöckchen, Krokusse und Winterlinge an, gefolgt zum Beispiel von der Schachbrettblume, diversen Tulpenarten und Narzissen, die von Ende März bis in den frühen Juni hinein ihre Farbenpracht entfalten, bevor im Hochsommer dann Lilien, Dahlien und Gladiolen den Sommer in seiner ganzen Fülle in ihrem Garten einfangen.
Sommer- und Herbstastern, Rosen, Nelken und viele Arten von Echinaceen färben Ihre Blumenbeete bis weit in den späten Herbst hinein bunt und strahlen mit der im Spätsommer beginnenden bunten Herbstfärbung der Laubbäume um die Wette. Gleiches gilt für die einjährige Sonnenblume, deren hohe Sorten bis zu drei Metern an lichter Höhe erreichen. Für die Gartengestaltung mit Blühpflanzen von Sommer bis Spätherbst sind allerdings die halbhoch wachsenden Sorten wie Schnittgold von Bedeutung, deren schmaler Sonnenkranz aus goldgelben Blütenblättern sehr eindrucksvoll die tiefschwarze Scheibe im Inneren umrahmt. Für ein üppiges Sonnenblumenbeet sollten Sie im April einzelne Samen direkt an eine sonnige Gartenstelle legen – danach brauchen Sie dieser Gartenblume eigentlich nur noch bei ihrem beeindruckenden Wuchs zuzuschauen: Sie gedeiht in voller Sonnenlage problemlos in jedem guten Gartenboden.

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