So rüsten Sie Ihre Standheizung für PKW oder Transporter einfach nach

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So rüsten Sie Ihre Standheizung für PKW oder Transporter einfach nach

Die Standheizung bietet Ihnen große Vorteile beim Heizen der Innenräume Ihres Fahrzeuges. Einer der größten Vorzüge liegt darin, dass diese Systeme anders als herkömmliche Heizungen nicht auf einen laufenden Motor angewiesen sind, um Wärme zu erzeugen. Sie werden direkt über den Treibstoff betrieben.

Luftheizung und der Wasserheizung

Möchten Sie eine Standheizung in Ihrem Wagen integrieren, so haben Sie die Auswahl zwischen zwei unterschiedlichen Modellen: der Luftheizung und der Wasserheizung. Luftbasierte Standheizer werden für gewöhnlich direkt im Innenraum der Fahrerkabine installiert. Diese Systeme heizen die Innenluft unmittelbar auf und arbeiten dadurch besonders zügig. Standheizungen eignen sich jedoch kaum zur Anbringung in Personenkraftwagen, da sie ausschließlich über das Medium Luft arbeiten. Zu diesem Zweck sind wasserbasierte Standheizer deutlich praktischer. Die Geräte fallen kleiner aus und können darüber hinaus beinahe überall im Motorraum angebracht werden.

Standheizung nachträglich einbauen

Sie können Ihren Wagen auch nachträglich mit einer Standheizung ausrüsten, sollte diese nicht serienmäßig vorhanden sein. Zu diesem Zweck finden Sie auf dem Markt zahlreiche Modelle unterschiedlicher Hersteller. Möchten Sie auch den Einbau dieser Systeme selbstständig vornehmen, benötigen Sie neben Grundkenntnissen über die Mechanik von Kraftfahrzeugen außerdem einige Werkzeuge und selbstverständlich handwerkliches Geschick.

Neben der Standheizung selbst sind auch zahlreiche Zubehörteile zur Aufrüstung der Systeme erhältlich. Beispielsweise erreichen Sie anhand einer Funkfernbedienung eine leichtere und flexiblere Handhabung der Produkte. Sehr moderne Verfahren sehen zudem den Einsatz von Mobiltelefonen zur Steuerung der Standheizung vor.

Wasserbasierte Standheizer – Aufbau und Funktionsweise der Systeme

Anders als die luftbasierte Variante des Standheizers wird bei wasserbasierten Systemen auf die Kühlflüssigkeit des Autos zurückgegriffen, um die Wärme zu speichern und abzuleiten. Der eingebaute Brenner der Heizsysteme gibt die erzeugte Wärme an die Flüssigkeit ab, wo diese gespeichert wird. Über das Gebläse im Armaturenbrett Ihres Fahrzeugs wird diese Warmluft in das Wageninnere abgegeben.

Da die Kapazitäten in den Innenräumen der meisten Personenkraftwagen bereits nach Werkauslieferung derart ausgeschöpft sind, dass keine weiteren Einbauten vorgenommen werden können, wird bei privaten Fahrzeugen häufig auf die wasserbasierten Standheizer zurückgegriffen. Bei diesen Anwendungen haben Sie den Vorteil, die entsprechenden Bauteile im Motorraum Ihres Wagens unterzubringen. Beinahe alle gängigen Modelle bieten an dieser Stelle genügend Stauraum zum Anschluss derartiger Module.

Nichtsdestotrotz bestehen einige Nachteile des wasserbasierten Systems gegenüber der luftbasierten Variante. So werden Sie die gewünschten Effekte erst nach wenigen Minuten wahrnehmen können. Da der Brenner vorerst das Kühlwasser erwärmen muss, verzögert sich die Vorlaufzeit der Standheizung. Die meisten Modelle benötigen an dieser Stelle einige Minuten, um die eingestellte Temperatur zu erreichen. Auch der Wirkungsgrad dieser Produkte ist für gewöhnlich nicht so stark ausgeprägt. Sie werden bei einem luftbasierten Heizer mehr Energie aus der gleichen Menge Treibstoff gewinnen, als bei wasserbasierten Verfahren. Dieses Phänomen ist darauf zurückzuführen, dass der Behälter für das Kühlwasser in der Regel sehr schlecht isoliert ist, wodurch ein beachtlicher Teil der Wärme verloren geht.

Die Vorteile wasserbasierter Systeme gegenüber Luftheizern

Neben diesen Nachteilen bestehen bei der Verwendung wasserbasierter Standheizer auf jeden Fall diverse Vorteile für die Nutzung in Ihrem Personenwagen. Zunächst wird bei dieser Variante der Motor normalerweise mit vorgewärmt. Das hat den Vorteil, dass der Motor beim Anlassen die Autobatterie weniger stark in Anspruch nimmt. Gerade im kalten Zustand ist diese meist in Ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt. So verhindern Sie durch das Vorwärmen mit der Standheizung auch bei Temperaturen, die weit in den Minusbereich reichen, dass Ihr Auto absäuft.

Des Weiteren hat die vorgelagerte Erwärmung positive Effekte für die Umwelt. Da die Abgastemperatur beim Start des Autos bereits etwas erhöht ist, wird auch die Betriebstemperatur des Katalysators schneller erreicht. Dadurch stößt Ihr Fahrzeug weniger Schadstoffe beim Start aus. Außerdem benötigt der Motor bei erhöhter Temperatur während des Starts weniger Kraftstoff, was sowohl den Schadstoffausstoß reduziert als auch den Treibstoffverbrauch verringert. Auch das Motoröl wird auf diese Weise schneller erwärmt, was dem Motor Ihres Wagens zugutekommt. Durch das Vorwärmen werden Sie die Lebensdauer Ihres Automotors somit um einige Kilometer verlängern.

Außerdem haben Sie die Möglichkeit, einen wasserbasierten Standheizer dahingehend einzustellen, dass dieser selbst bei ausgeschaltetem Motor, beispielsweise im Stau oder an einem Bahnübergang, weiter arbeitet. Somit ist auch während der besonders kalten Wintermonate garantiert, dass Sie immer in einem angenehm warmen Fahrzeug sitzen.

Der Einbau von Standheizungen – informieren Sie sich über die Kompatibilität der Produkte

Bei der Verwendung von Standheizungen auf Wasserbasis sind Ihnen in der Regel sehr große Freiheiten überlassen. Die Modelle sind meist dahingehend konzipiert, dass Sie diese je nach Kapazitäten im Motorraum an unterschiedlichen Stellen anbringen können. Beim Kauf gilt es darauf zu achten, für welche Fahrzeugklassen die jeweiligen Modelle geeignet sind.

Die meisten Hersteller bieten Produkte für Fahrzeuge jeglicher Größenordnung an. Sollten Sie einen SUV, Kombi oder Kleinwagen fahren, ist ein passendes System praktisch immer verfügbar und auch nicht sonderlich schwer zu finden. Achten Sie bei der Auswahl einer geeigneten Standheizung daher genauestens auf die Artikelbeschreibungen. Hier finden Sie im Normalfall sehr ausführliche Angaben dazu, für welche Fahrzeuggröße die Produkte geeignet sind.

Die Größe des Fahrzeugs spielt insofern eine Rolle, da diese bestimmt, welche Kapazitäten im Motorraum zur Verfügung stehen. Bei größeren Fahrzeugen gestaltet sich dieser Bereich des Autos sehr viel größer, als bei einem Kleinwagen. Dementsprechend müssen die Dimensionen der Heizer angepasst werden.

Die Standheizung einbauen – hilfreiche Tipps zur eigenständigen Installation des Systems

Viele Hersteller von Heizungssystemen für Personenwagen bieten im Lieferumfang der Produkte auch gleich den Einbau durch eine autorisierte Werkstatt an. Wenn Sie den Wunsch hegen, die Installation selbst vorzunehmen, haben Sie hierzu die Möglichkeit. Vor dem Einbau werden Sie sich am besten über einige Punkte klar:

Da die meisten Fahrzeughersteller den Motorraum Ihrer Modelle unterschiedlich strukturieren, wird sich auch der Einbau einer Standheizung je nach Auto anders gestalten. Die Anleitungen, die Ihnen erklären, welche Besonderheiten bei Ihrem Wagen zu beachten sind, schätzen Sie besonders. Informieren Sie sich vor dem Einbau zusätzlich beim Hersteller Ihrer Standheizung darüber, ob eine detaillierte Vorlage erhältlich ist.

Abgesehen davon sollten Sie sich vor dem Einbau bewusst machen, dass dies einen besonders tiefen Eingriff in die Mechanik Ihres Fahrzeuges bedeutet. Zu diesem Zweck müssen gewisse Autoteile, wie beispielsweise der Kotflügel oder die Geräuschkapsel, ausgebaut werden. In diesem Zusammenhang empfiehlt sich eine eigenständige Installation nur dann, wenn Sie über ausreichende Kenntnisse der Mechanik von Personenwagen verfügen und sich den Eingriff zutrauen. Andernfalls laufen Sie Gefahr, Ihren Wagen zu beschädigen, oder die Straßenzulassung des TÜVs einzubüßen.

Das passende Werkzeug zum Einbau einer Standheizung in Ihrem PKW

Um den Einbau Ihres Standheizers eigenständig vorzunehmen, benötigen Sie einige Werkzeuge. Die meisten Utensilien, die hierfür erforderlich sind, werden sich in Ihrer Heimwerkstatt finden lassen. Nichtsdestotrotz ist es möglich, dass Sie in speziellen Fällen auf professionelle Hilfe angewiesen sind.

Wichtig ist vor allem der Akku-Bohrer. Diesen benötigen Sie zur Entfernung und Befestigung von Schrauben. Schraubschlüssel dürfen auch nicht fehlen, um sämtliche Muttern zu entfernen oder festzuziehen. Ein Torx-Schraubendreher und ein Schraubendreher für Kreuzschlitz und Schlitzschrauben schließen die Liste der wichtigsten Werkzeuge ab.

Da die meisten wasserbasierten Standheizer im Motorraum des Fahrzeuges oder bei manchen Modellen auch an der Unterseite installiert werden, ist in einigen Fällen der Einsatz einer Hebebühne für Ihre Zwecke unumgänglich. An dieser Stelle sollten Sie nicht auf einen Wagenheber zurückgreifen, da dieses Werkzeug nicht dazu in der Lage ist, Ihr Auto weit genug anzuheben, sodass Sie problemlos darunter arbeiten können.

Praktisches Zubehör für die Standheizung in Ihrem Auto – die Funkfernbedienung

Ein praktisches Zubehörteil für Standheizungen stellt die Funkfernbedienung dar. Diese ist besonders in der kalten Jahreszeit sehr hilfreich. Mit deren Hilfe können Sie Ihren Wagen bereits vor Betreten aufheizen, damit bei Abfahrt die gewünschte Temperatur erreicht ist. Während Sie sich beispielsweise noch in der warmen Wohnung für die Arbeit fertig machen, arbeitet die Standheizung in Ihrem Wagen auf Knopfdruck vor.

Die etwas simplere Alternative zur Fernbedienung stellt die Zeitschaltuhr dar. Ältere Modelle von wasserbasierten Standheizungen verwenden diese Technik zur zeitgerechten Vorheizung des Fahrzeuges. Dabei nehmen Sie die Einstellung einmalig vor und stellen beispielsweise die gewöhnliche Abfahrtszeit auf dem morgendlichen Weg zur Arbeit ein. Eine Funktion im Zeitschalter sorgt daraufhin dafür, dass Ihr Auto zu dem angegebenen Zeitpunkt bereits die gewünschte Temperatur erreicht hat. Auf diese Weise können Sie sich das Eiskratzen an der Frontscheibe am Morgen sparen und müssen auch nicht mehr unter größter Abneigung in ein unterkühltes Fahrzeug steigen.

Kontrolle der Standheizung via Smartphone? Die moderne Technik macht auch das möglich

Sehr moderne Standheizer mit Wasserbetrieb bieten Ihnen die Möglichkeit, den Betrieb der Geräte über Ihr Smartphone zu steuern. Zu diesem Zweck wurden von den Herstellern der Heizsysteme Apps entwickelt, die Sie auf Ihr Telefon herunterladen und anschließend mit Ihrem Heizsystem verbinden können. Ein Klick auf dem Bildschirm des Telefons reicht aus, damit die Heizung den Betrieb aufnimmt. Diese Form stellt eine sehr interessante Innovation zur Funkfernbedienung dar. Bei der durch das Smartphone gesteuerten Variante haben Sie noch leichteren Zugriff, da Sie kein zusätzliches Zubehör mit sich tragen müssen und darüber hinaus auch weitere Funktionen wählen können.

Dennoch können durch die Verwendung eines Mobiltelefons zur Steuerung Ihrer Standheizung Mehrkosten für Sie entstehen, da zur Datenübertragung die Dienste der Netzanbieter in Anspruch genommen werden müssen. Informieren Sie sich daher über die Tarife Ihres Netzbetreibers.

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