So machst du dein Auto winterfit: 9 clevere Tipps

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Und plötzlich ist er da: der Winter. Da springt das Auto nicht mehr an, die Sicht ist total blockiert und die Reifen schlittern auf dem Eis. Damit all das nicht passiert, haben wir 9 clevere Tipps, mit denen du dein Auto jetzt schon in Topform für den Winter bringst. Warum du dazu unbedingt eine Euromünze brauchst, erfährst du jetzt.
Die kalten Temperaturen bergen einige Gefahren für Autofahrer. (© Thinkstock via The Digitale)
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Die kalten Temperaturen bergen einige Gefahren für Autofahrer. (© Thinkstock via The Digitale)
Teste das Reifenprofil mit dem Münztest! (© Thinkstock via The Digitale)
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Teste das Reifenprofil mit dem Münztest! (© Thinkstock via The Digitale)

1. Taugen die Reifen noch was? Der Münztrick zeigt's

Die Autoreifen brauchen vor allem im Winter ein ausreichendes Reifenprofil. Im Sommer wie Winter sind mindestens 1,6 mm  vorgeschrieben, insbesondere zur kalten Jahreszeit sollte das Profil aber besser vier Millimeter betragen. Um die Reifenprofile zu testen, eignet sich neben einem Reifenprofilmesser perfekt eine 1-Euro-Münze. Der goldene Rand der Münze ist nämlich genau 3 Millimeter breit.
Halte die Münze in die Vertiefung des Reifenprofils in der Mitte des Reifens. Verschwindet der goldene Rahmen im Profil, ist der Reifen noch für den Winter verwendbar. Ragt der Rahmen heraus oder ist knapp unter der Profiloberfläche, solltest du den Reifen wechseln. Falls der Reifen ungleichmäßig abgefahren ist, solltest du den Test am Rand des Reifens wiederholen.
Eine Überprüfung der Lichter ist nicht nur zum Wintereinbruch sinnvoll. (© Thinkstock via The Digitale)
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Eine Überprüfung der Lichter ist nicht nur zum Wintereinbruch sinnvoll. (© Thinkstock via The Digitale)

2. Klare Sicht im Dunkeln - für umme

Sehen und gesehen werden: Dieses Motto gilt auch im Auto auf der Straße. Gerade zur dunklen Jahreszeit ist eine klare Sicht durch schmutzfreie, funktionierende Lichter wichtig. Die Glühbirnen kannst du selbst prüfen und austauschen werden. Um die Scheinwerfereinstellung und generelle Funktion der Lichter zu checken, ist jedoch ein Licht-Test notwendig. Ein so genannter Licht-Test kann in jeder Werkstatt durchgeführt werden. Hier wird untersucht, ob die Scheinwerfer korrekt eingestellt, die Gläser trocken und die Reflektoren frei sind. In Partnerwerkstätten des Deutschen Kfz-Gewerbes ist dieser Test seit 1956 kostenlos. Jedes Jahr im Oktober wird diese Aktion angeboten.
Verschiedene Sprays helfen dir das Schloss frostfrei zu halten. (©Thinkstock via The Digitale)
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Verschiedene Sprays helfen dir das Schloss frostfrei zu halten. (©Thinkstock via The Digitale)

3. Nie wieder blockierte Schlösser

Wer kennt das nicht? Das Auto steht über Nacht in der Kälte und am nächsten Morgen bekommst du nur mit Mühe und Not die Türen auf. Gegen die Eisblockade der Türschlösser hilft ein Frostschutz. Damit sich in den Schlössern kein Wasser sammelt und einfriert, kannst du sie mit einem Graphitspray behandeln. Im Gegensatz zum handelsüblichen Öl wird Graphit bei Temperaturen unter dem Gefriergrad nicht dickflüssig und verharzt nicht. Ein Schloss-Enteiser sollte aber ebenfalls mitgeführt werden. Nach der Benutzung des Enteisers solltest du das Schloss stets wieder schmieren.

Auch bei Dichtungen empfiehlt es sich, einen Frostschutz aufzubauen. Gegen das Anfrieren am Blech kannst du Glyzerin, Silikon, Hirschtalg oder Talkum verwenden. Ein Talkum erweist sich als besonders praktisch und preiswert. Dafür solltest du im Vorfeld die Dichtungen reinigen und danach mit dem gewählten Frostschutz behandeln. Diese Maßnahme schützt die Gummis aktiv und vermindert die Gefahr,  dass sie aufgrund frostbedingter Schäden ausgetauscht werden müssen. Dieser Austausch  kann schnell ziemlich teuer werden, deswegen ist eine konsequente Vorbeugung sinnvoll.
Die Batterie ist der wichtigste Faktor, um problemlos durch den Winter zu kommen. (© Thinkstock via The Digitale)
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Die Batterie ist der wichtigste Faktor, um problemlos durch den Winter zu kommen. (© Thinkstock via The Digitale)

4. Überprüfung der Batterie und Elektrik

Startprobleme an kalten Wintertagen lassen sich häufig auf eine schwächelnde Batterie zurückführen. Gerade Kurzstreckenfahrten bedeuten für die Batterien im Winter Schwerstarbeit.

Daher ist es zu empfehlen, vor allem ältere  Batterien in der Werkstatt überprüfen zu lassen und sie rechtzeitig auszuwechseln. Zudem muss auch der Ladestrom, den die Lichtmaschine liefert, und die Verbindung von Batterie zu Elektrik begutachtet werden. Natürlich kann es keinesfalls schaden, wenn du für den Fall der Fälle ein Starthilfekabel im Auto mitführst.
Für saubere Scheiben sorgen die Scheibenwischer nur, wenn sie auch selbst sauber sind. (© Thinkstock via The Digitale)
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Für saubere Scheiben sorgen die Scheibenwischer nur, wenn sie auch selbst sauber sind. (© Thinkstock via The Digitale)

5. Immer freie Sicht

Matsch, Schnee und Streusalz sorgen im Winter immer wieder für verdreckte Autoscheiben. Damit du keinen Blindflug riskierst, ist es ratsam, die Funktion und Sauberkeit der Scheibenwischer sicher zu stellen. Es ist nicht immer zwingend notwendig die Wischer auszutauschen. Meist löst eine ordentliche Reinigung schon das Problem. Dafür montierst du die Scheibenwischer ab und säuberst sie mit etwas Wasser, Spülmittel und Scheibenreiniger. Lass besser die Finger von Lösungsmitteln. Sie können die Beschichtung des Gummis angreifen und beschädigen. Falls trotz alledem noch Schlieren auf den Scheiben entstehen, können auch Wachs- oder Silikonreste aus dem letzten Besuch der Waschanlage der Grund sein. In diesem Fall hilft eine Reinigung der Autoscheiben mit Fensterreiniger und Mikrofasertüchern.
Während der Fahrt erweist sich die Scheibenwaschanlage als essenzielles Tool. (© Thinkstock via The Digitale)
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Während der Fahrt erweist sich die Scheibenwaschanlage als essenzielles Tool. (© Thinkstock via The Digitale)

6. Gefrierschutz in die Scheibenwaschanlage füllen

Kaum etwas ist nerviger - und gefährlicher - als zugefrorene Scheiben, die die Sicht blockieren. Daher solltest du rechtzeitig für einen Frostschutz in der Scheibenwaschanlage sorgen. Scheibenreiniger bis -20 °C helfen gegen das Gefrieren des Spritzwassers bei Temperaturen im Minusbereich. Direkt im Anschluss ist es wichtig, das Spritzwasser so lange zu betätigen, bis sich die Mischung in den einzelnen Leitungen verteilt hat. Vergisst du das bei einem bevorstehenden Frost, dehnt sich das Wasser im Zuge des Gefriervorganges in den Leitungen aus, was schlimmstenfalls ein Platzen der Leitungen zufolge hat.
Selbst das Kühlmittel benötigt einen Gefrierschutz. (© Thinkstock via The Digitale)
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Selbst das Kühlmittel benötigt einen Gefrierschutz. (© Thinkstock via The Digitale)

7. Frostschutz auch im Kühlmittel

Genau wie bei der Batterie wird auch der Kühler am besten in der Werkstatt geprüft. Falls nicht, kannst du das Kühlmittel auch an der nächsten Tankstelle mit einem Prüfgerät (Spindel) kontrollieren und bei Bedarf Kühlerfrostschutzmittel nachfüllen. Denn die ein oder anderen Motorschäden sind schon auf einen eingefrorenen Kühler zurückzuführen. 

Der richtige Reifen ist das A und O im Winter. (© Pixabay)
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Der richtige Reifen ist das A und O im Winter. (© Pixabay)

8. Die richtigen Reifen draufziehen

Wenig überraschend, aber erstaunlich wichtig: Kein Auto ist fit für den Winter ohne passende Winterreifen. Denn passiert auf glatten, verschneiten Straßen ein Unfall und die Sommerreifen sind noch drauf, kann das teuer werden – 60 Euro Bußgeld sind mindestens drin. Bei einer Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer erhöht sich diese Summe beträchtlich. Außerdem kommt dem Fahrer auf Sommerreifen unter Umständen eine Mitschuld zu, auch wenn du den Unfall gar nicht verursacht hast. Das gilt allerdings nur dann, wenn tatsächlich Glätte vorherrscht bzw. Witterungsbedingungen vorliegen, die den Einsatz von Winterreifen nötig machen. Ist der Winter überraschend warm und frostfrei, sind im Grund keine Winterreifen Pflicht. Da man das aber vorher nie weiß und es im Winter jederzeit zu einem Kälteeinbruch kommen kann, macht es Sinn, mit Winterreifen für jede Wetterlage gerüstet zu sein.
Der ADAC, Stiftung Warentest wie auch unterschiedliche Automagazine stellen jedes Jahr die besten und sichersten Reifenmodelle vor.
 Ob es sich lohnt, auch gebrauchte Reifen zu kaufen, erfährst du hier.
Um die Scheibe vom Frost zu befreien, gibt es verschiedenste Herangehensweisen. (© Thinkstock via The Digitale)
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Um die Scheibe vom Frost zu befreien, gibt es verschiedenste Herangehensweisen. (© Thinkstock via The Digitale)

9. Das passende Zubehör: Eis kratzen mit eiskalten Händen war gestern

Das passende Winter-Equipment erleichtert das Überbrücken der kalten Monate ungemein. Eiskratzer, Handschuhe und Besen: Mit dieser Ausrüstung bist du schonmal gut gewappnet, aber es geht noch besser.
Mit dem Eiskratzer-Handschuh schlägst du gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Die Hände frieren in der Kälte nicht und das Kratzen geht viel schneller und besser von der Hand.

Damit der Handschuh aber erst gar nicht zum Einsatz kommt, hilft eine Thermomatte für die Scheiben. Sie deckt das gesamte vordere Blickfeld ab und verhindert, dass der Frost auf der Scheibe greifen kann. Für das kleinere Budget kannst du zu diesem Zweck auch eine Folie, ein Tuch oder Bettlaken zur Abdeckung der Windschutzscheibe benutzen. Die Enden des Textils kannst du bedenkenlos in die Autotür einklemmen.

Weiterer Tipp: Schmiere schon am Vorabend die Scheibe mit einem Gemisch aus Essig und Wasser ein. Im Idealfall verwendest du da eine Sprühflasche gefüllt mit drei Teilen Essig und einem Teil Wasser. Die entstandene Schicht macht die Scheibe weniger frostanfällig. Die Reste lassen sich am nächsten Morgen ganz einfach mit Spritzwasser und Scheibenwischern entfernen.
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