So finden Sie passende Hochtöner für beste Lautsprecher-Qualität

Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
So finden Sie passende Hochtöner für beste Lautsprecher Qualität

Um das komplette Klangspektrum der Heimkino-Anlage oder der Musik-Anlage optimal zu nutzen, müssen die Lautsprecher auch kleinste Klangnuancen realistisch und klar wiedergeben können. Klar, dass das mit einem einzelnen Lautsprecher schwierig wird. Tiefe Bässe und leichte, hohe Töne benötigen eben unterschiedliche Voraussetzung für die optimale Wiedergabe.

Aus diesem Grund unterscheidet man im Hi-Fi-Bereich grob gesagt zwischen drei Frequenzbereichen:

Diese Arten von Lautsprechern finden sowohl im Musikbereich als auch im Heimkino Einsatz. Wir möchten Ihnen in diesem Ratgeber zeigen, was einen guten Hochtöner ausmacht und wie Sie den richtigen für sich finden.
Hochtöner im Einsatz: Hier kommen die hohen Töne zum Tragen

Hochtöner sind für besonders hohe Tonbereiche zuständig. Aufgrund dieser Tatsache sind sie in der Bauweise eher klein gehalten. Das macht sie vor allem in der Kombination mit anderen Lautsprechertypen, zum Beispiel einem Subwoofer, zu einer praktischen Alternative in kleineren Räumen.

Energetisch gesehen ist der Hochton im Hi-Fi-Bereich keine sehr entscheidende Größe. Das liegt vor allem daran, dass der Großteil der elektrischen Energie des Verstärkers, die von den Lautsprechern in Schallleistung umgesetzt wird, für tiefe und mittlere Frequenzen verwendet wird. Und zwar aus folgendem Grund: Für tiefere Töne wird ein größerer Schalldruck benötigt als für die höheren Klangsphären. Aus diesem Grund unterscheidet sich die Bauweise der verschiedenen Lautsprecher enorm. Ein Punkt, auf den wir später noch zurückkommen werden.

Für das menschliche Gehör hingegen spielen die Höhen eine entscheidende Rolle bei der Musik- und Klangwahrnehmung. Je feiner die Signale sind, die ein Lautsprecher zu verarbeiten hat, desto genauer muss er diese Signale umsetzen können.
Eine sehr präzise Arbeit ist daher von größter Wichtigkeit. Das liegt vor allem daran, dass das menschliche Gehör in den hohen Tönen besonders empfindlich ist. Wiedergabefehler, Verzerrungen und Verfärbungen im Klang sind hier viel deutlicher wahrzunehmen als im Bassbereich.

Teamplayer: Die Kombination aus Tieftönern, Mitteltönern und Hochtönern macht die Soundqualität perfekt

Hochtöner werden sowohl in der Hi-Fi-Anlage als auch im Surround-Sound eingesetzt. Hochtöner sind dabei für besonders hohe Frequenzbereiche zuständig. Bässe und tiefere Frequenzen können von den meist kleiner gebauten Lautsprechern nicht wiedergegeben werden.
Für ein ganzheitliches Klangerlebnis sind Hochtöner daher nur in Kombination mit Mitteltönern oder Tieftönern geeignet. In der Kombination dieser Elemente kann so das komplette Klangspektrum abgebildet werden. Doch woran liegt das? Es lohnt sich ein Exkurs in die Physik.

Hochtöner, Mitteltöner und Tieftöner: Die Frequenz entscheidet, welcher Lautsprecher zuständig ist

Um zu verstehen, weshalb für die Wiedergabe von Tönen unterschiedliche Lautsprecher verwendet werden, muss man die Natur von Klängen, Geräuschen und Tönen verstehen. Töne sind Schwingungen der Luft, die sich auf unser Trommelfell übertragen und als Geräusch wahrgenommen werden. Je nachdem, wie diese Schwingung ausfällt, ergibt sich ein hoher oder ein niedriger Ton.
Gemessen werden diese Schwingungen mit der Frequenz. Sie sagt aus, wie viele Schwingungen über einen bestimmten Zeitraum stattfinden. Germessen wird sie in der Einheit Hertz. Je mehr Schwingungen in einem bestimmten Zeitraum stattfinden, desto höher ist der Ton. Wenige Schwingungen ergeben Schalwellen mit einer größeren Länge und damit einen tiefen Ton.

Beim Lautsprecher ist die Membran die Schallquelle. Hier wird das elektrische Signal, das von dem Verstärker ausgeht, in tatsächlichen Schalldruck umgewandelt. Genauer: Durch ein Signal wird die Membran in Schwingung versetzt. Die Schwingung der Membran sorgt für Schallwellen in der Luft, die sich bis zu unserem Gehörgang ausbreiten. Auch hier gilt: Viele, schnelle Schwingungen ergeben einen hohen Ton. Lange Schwingungen ergeben einen tiefen Ton. Um den gesamten Frequenzbereich ohne Abstriche in bestimmten Bereichen wiederzugeben, wird das Klangspektrum in meist drei Bereiche aufgeteilt.

Kleinere Membrane von Hochtönern sind in der Lage, feine Schwingungen ohne Verzögerungen und ohne Nachschwingen der Membran klar und präzise wiederzugeben. Für tiefere Töne hingegen fehlt ihnen die nötige Fläche, um den benötigten Schalldruck für tiefe Frequenzen zu erreichen. Große Bass-Membrane hingegen sind für die präzise Wiedergabe von feinen Schwingungen nicht gut geeignet, da die Membran aufgrund ihrer Größe zu stark nachschwingt.

Frequenzweichen bilden die Türsteher für unpassende Frequenzen

Um das Klangspektrum in einzelne Frequenzbereiche aufzuteilen, werden sogenannte Frequenzweichen eingesetzt. Diese sind in der Regel in die einzelnen Lautsprechern integriert und sorgen dafür, dass jeder Lautsprecher die Frequenzen wiedergibt, für die er konstruiert wurde.

Das Signal des Verstärkers wird mithilfe von Kondensatoren und Spulen aufgeteilt. Man nutzt dabei die physikalischen Voraussetzungen der beiden Komponenten. Während ein Kondensator tiefe Frequenzen blockiert und hohe Frequenzen weiterleitet (Hochpass), lassen Spulen tiefe Frequenzen passieren und sperren hohe Frequenzen (Tiefpass). Durch die passende Kombination beider Komponenten kann genau bestimmt werden, welche Lautsprecherelemente welchen Frequenzbereich wiedergeben.

Hochtöner in Kombination mit anderen Lautsprechern: Darauf sollten Sie beim Kauf achten

Bei der Aufteilung des Klangspektrums auf mehrere Lautsprecher gibt es eine wichtige Hürde, die es zu nehmen gilt: de Übergabefrequenz, auch Trennfrequenz genannt. Gerade wenn Sie schon Lautsprecher besitzen und Hochtöner als Ergänzung erwerben möchten, müssen Sie darauf achten, dass sich die Frequenzbereiche der einzelnen Lautsprecherkomponenten nicht überschneiden. Lücken dürfen auch nicht auftreten.

Nutzen Sie also Hochtöner mit einem Subwoofer, müssen Sie beachten, dass der Frequenzbereich des Subwoofers genau dort aufhört, wo der Bereich der Hochtöner beginnt. Die Trennung zwischen Subwoofer und Mitten liegt in der Regel zwischen 80 und 100 Hertz. Diese Werte werden vom Hersteller angegeben, sodass Sie sie beim Kauf vergleichen können.

Liegt die Trennfrequenz Ihres  Subwoofers bei 80 Hertz und bei Ihrem Mitteltöner bei 100 Hertz, entsteht eine Lücke im Frequenzgang. Dieses sogenannte „Loch“ ist deutlich zu hören: Töne in diesem Frequenzbereich werden nur leise oder im schlimmsten Falle gar nicht wiedergegeben. Außerdem ist es wichtig, dass alle Lautsprecher die gleiche Lautstärke wiedergeben.

Beim Kauf von Lautsprechern und Hochtönern kann der angegebene Frequenzgang hier gute Informationen liefern. Der Frequenzgang wird in einem Diagramm dargestellt und gibt darüber Auskunft, ob die einzelnen Frequenzbereiche in einer konstanten Lautstärke wiedergegeben werden. Ist die Linie nicht gerade, sondern von Ausschlägen geprägt, bedeutet das nichts Gutes für die Lautsprecher: Einige Bereiche des Klangspektrums werden also lauter oder leiser wiedergegeben, als andere. Es entsteht ein unharmonisches Klangbild, das besonders im Mitteltonbereich stark ins Gewicht fällt.

Bei Lautsprechern des gleichen Herstellers sollten diese Probleme nicht auftauchen. Hier sind die einzelnen Lautsprecherelemente in der Regel aufeinander abgestimmt.

Dynamisch, magnetostatisch, elektrostatisch oder Plasma - diese Arten von Hochtönern gibt es

Bei Lautsprechern der tiefen und mittleren Frequenzen kommen in der Regel sogenannten Schwingspulen zum Einsatz. Die Spule wird mithilfe des elektronischen Signals des Verstärkers in Schwingung versetzt. Sie gibt diese Schwingung an die Membran weiter, die wiederum die Schallwellen erzeugt.

Diese Form des Lautsprechers ist für besonders hohe, feine Frequenzen nicht sehr gut geeignet. Hier konnten sich vor allem zwei Bauweisen etablieren. Magnetostaten sind Lautsprecher, deren Antrieb nicht in Form einer Schwingspule auf einen Punkt der Membran konzentriert ist. Der Antrieb ist hier über eine Folie auf die ganze Membran verteilt bzw. stellt, im Falle des Bändchen-Magnetostaten, selbst die Membran dar.

Für besonders feine Töne: Bändchen-Magnetostaten als Hochtöner

Als Membranmaterial wird beim Bändchen-Magnetostaten zumeist Aluminium verwendet. Um den Ton horizontal abzustrahlen, ist das Bändchen (engl. Ribbon) vertikal ausgerichtet. Die Membran ist sehr dünn und leicht strukturiert. Um eine breitere Abstrahlung zu gewährleisten, ist das Bändchen leicht nach außen gewölbt. Gemeinsam mit der Oberflächenstruktur bietet die Wölbung der Membran Stabilität.

Die Folie befindet sich im Magnetfeld (Statorfeld) eines Dauermagneten und wird vertikal von einem elektrischen Signal durchflossen. Durch die beiden Magnetfelder entsteht eine Schwingung der Membran. Diese Schwingung erzeugt die Schallwellen.

Robust und vielseitig einsetzbar: Folien-Magnetostaten als Hochtöner

Die Membran bei einem Folien-Magnetostaten besteht aus einer Kunststofffolie, auf der Leiterbahnen angebracht sind. Die Leiterbahnen sind meist ebenfalls aus Aluminium gefertigt und bringen die Membran durch elektronische Signale des Verstärkers zum Schwingen.

Der Vorteil der Folien-Lautsprecher liegt darin, dass die Folien weniger empfindlich sind, als die Metall-Membran der Bändchen-Lautsprecher. Es sind daher wesentlich vielfältigere Bauformen möglich.

Magnetostatische Lautsprecher eignen sich hervorragend für Hochtöner, da hier besonders feine Schwingungen präzise an die Membran weitergegeben werden können. Anders als bei Spulenlautsprechern können hier jedoch nur kleine Membrane verwendet werden, weshalb Elektrostaten für die Wiedergabe von Bässen und mittleren Tonhöhen nur bedingt geeignet sind.

State of the Art: Plasmahochtöner funktionieren gänzlich ohne Membran

Ein ganz anderes Wirkungsprinzip hat die neueste Kategorie von Hochtönern. Plasmahochtöner setzen nicht mehr auf eine vibrierende Membran, um den Klang zu erzeugen. Sie nutzen das physikalische Verhalten der Luft. Diese dehnt sich bekanntermaßen bei Erwärmung aus. Dazu wird mithilfe eines speziellen Verstärkers ein Wechselstrom zwischen zwei Elektroden erzeugt.
Durch den Wechselstrom entsteht zwischen Anode und Kathode ein Plasma, das sich im Takt der elektronischen Signale ändert. Durch die graduelle Ausdehnung der Luft werden Schallwellen erzeugt.

Obwohl Plasma-Lautsprecher einen besonders großen Frequenzbereich abdecken können und keine Schwingungsprobleme mit sich bringen, sind sie im Alltag nur schwer mit anderen Lautsprechern zu kombinieren. Gängige Mittel- und Tieftonsysteme sind nur in seltenen Fällen auf den Frequenzbereich eines Plasmahochtöners ausgelegt, sodass ein unharmonisches Klangbild entsteht.

Fazit: Hochtöner sind in der Gruppe stark

Hochtöner sind eine Bereicherung für das Klangspektrum Ihrer Anlage. Sie sind als Surround-Lautsprecher im Heimkino oder als Zusatz zu Ihrer Stereo-Anlage bestens geeignet. Durch klare Höhen wirkt der Raumklang Ihrer Anlage noch plastischer und realistischer.
Diese Tipps und Hinweise zum Kauf von Hochtönern können Sie dabei unterstützen, das beste aus Ihrem Lautsprecher-System herauszuholen.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden