Schnelle SSD oder Magnetspeicher – die richtige Festplatte

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So finden Sie die für Sie passende Festplatte bei eBay

Fotos, Musik-MP3s und auch Videodateien beanspruchen jede Menge Platz auf Ihrem PC oder Notebook. Die Speicherkapazität Ihrer Festplatte ist nicht unbegrenzt. Früher oder später stoßen Sie dort an Grenzen. Dann kommen Sie um den Kauf einer neuen Festplatte nicht herum.
Ihnen stehen diesbezüglich drei Möglichkeiten offen:

  • Sie bauen eine zusätzliche interne Festplatte ein. Voraussetzung ist ein freier Steckplatz – dieser fehlt oftmals bei Notebooks.
  • Sie ersetzen Ihre interne Festplatte durch eine neue, leistungsstärkere Platte.
  • Sie erweitern Ihre Speicherkapazität mit einer externen Festplatte.

Neue Festplatte – bessere Performance

Neben begrenztem Speicherplatz ist oftmals noch ein weiterer Grund ausschlaggebend für den Kauf einer neuen Festplatte. Technologische Fortschritte ermöglichen deutlich schnellere Zugriffsraten der Platten auf die darauf gespeicherten Daten.
Dadurch fährt Ihr Rechner schneller hoch, Programme starten umgehend und große Datenmengen sind innerhalb kürzester Zeit kopiert. Mit einer neueren Festplattentechnologie verleihen Sie Ihrem PC oder Notebook einen deutlichen Geschwindigkeitsschub. An besagten technischen Unterschieden der auf eBay erhältlichen Festplatten setzt dieser Ratgeber an. Sie erhalten Informationen, worin die Vorteile einzelner Varianten liegen – und mit welchen Einbußen Sie rechnen müssen. Der zweite Teil des Ratgebers widmet sich Hinweisen zu internen Festplatten, ehe abschließend die externen Speichermöglichkeiten folgen.

Unterschiede bei den Speichertechnologien – Tipps für den Festplattenkauf

Herkömmliche Festplatten arbeiten mit einem magnetischen Speichermedium. Die als HDD (hard disk drive) bezeichneten Platten sind seit Ende der 90er-Jahre mit Speicherkapazitäten im Gigabyte-Bereich erhältlich. Die erste magnetische Festplatte präsentierte IBM allerdings bereits im Jahr 1956. Mittlerweile finden Sie in modernen Rechnern und Notebooks mitunter Festplatten ab der Terabyte-Grenze. Mehr als 50 Jahre waren die magnetischen Datenträger das Speichermedium schlechthin.
Doch aktuell vollzieht die IT-Branche eine Wachablösung: Die als SSDs bezeichneten Festplatten drängen auf den Markt. SSD steht für SolidState Drive und bezeichnet ein Speichermedium, das nicht mehr magnetisch, sondern elektronisch arbeitet. Beim Festplattenkauf müssen Sie deshalb eine Entscheidung treffen zwischen der herkömmlichen magnetischen Lösung oder einer SSD.

SSD-Festplatten: schneller und leise – dafür teurer

Die seit 2007 im Handel erhältlichen SSD-Festplatten kommen ohne rotierende Magnetscheiben aus. Stattdessen speichert diese Technologie die Daten in einem Flashspeicher. Die Technologie führt zu einer Reihe von Punkten, in denen SSDs den Magnetfestplatten überlegen sind. Zum einen bleibt durch die fehlenden Rotationsscheiben die Geräuschentwicklung während des Betriebes aus. Darüber hinaus arbeiten SSD-Platten deutlich energiesparender. Schließlich ist kein Motor mehr für den Antrieb der Speicherscheiben notwendig. Das macht die Technologie beispielsweise für den Einsatz in Notebooks so interessant. Aus dem Wegfall der rotierenden Platten resultiert zudem eine höhere Stoßfestigkeit.

Der alles entscheidende Vorteil der SSDs gegenüber herkömmlichen HDD-Platten besteht in den deutlich kürzeren Zugriffszeiten auf die gespeicherten Daten. Bei einer Magnetfestplatte nimmt die Positionierung des Lesekopfes für den Datenzugriff zwischen zwei weit voneinander entfernt liegenden Sektoren viel Zeit in Anspruch. Der Datenzugriff bei einer SSD erfolgt dagegen unabhängig vom vorher verwendeten Sektor. Bezüglich des Zugriffs auf die Daten sind SSDs herkömmlichen Platten um das Hundertfache überlegen. Die Datenübertragung ist ebenfalls schneller (Faktor drei).

HDD-Festplatten sind noch nicht vom Markt verdrängt

Allerdings müssen Sie bei einem SSD-Speicher einen höheren Preis akzeptieren. Eine herkömmliche HDD-Festplatte erhalten Sie deutlich günstiger als eine SSD mit gleicher Kapazität. Zwar ist die SSD-Technologie ausgereift, deren Produktion allerdings noch immer sehr aufwendig. Dadurch sind derzeit bei großer Speicherkapazität die Magnetfestplatten noch immer erste Wahl. Während HDD-Platten mit mehr als einem Terabyte keine Seltenheit mehr sind, müssen Sie bei einer SSD mit 512 MB tief in die Tasche greifen. Dadurch geht eine Geschwindigkeitssteigerung des Rechners dank SSD oft mit Einbußen bei der Speicherleistung einher.
Eine denkbare Lösung ist für Sie die Kombination einer HDD-Festplatte mit einem SSD-Speicher. In diesem Fall nutzen Sie die herkömmliche Festplatte als Speicherort für große Datenmengen. Systemzugriffe erfolgen dagegen über die schnellere SSD. Voraussetzung hierfür ist das Vorhandensein von mindestens zwei Festplatten-Steckplätzen.

Bei externen Festplatten legen Sie als Kunde in der Regel Wert auf besonders großen Speicherplatz. Vor allem dann, wenn Sie eine zusätzliche Platte als zentralen Speicherort in Ihrem Heimnetzwerk zur Verfügung stellen. Deshalb sind SSDs bei großen, externen Festplatten noch nicht weit verbreitet. Kleinere Varianten mit 128 GB besitzen teilweise schon die schnellen Flashspeicher. Mittelfristig löst die SSD die herkömmliche Festplatte mit Sicherheit ab. Die Vorteile der Flashtechnologie überwiegen, dazu sinken deren Preise stetig.
Dann spielen SSDs auch bei externen Festplatten und als alleiniger, großer Speicherort eine wichtige Rolle. Bis dahin müssen Sie allerdings einen Kompromiss eingehen. Große Speicherkapazität bedeutet zwangsläufig eine langsamere HDD-Festplatte. Die schnellen SSDs gehen dagegen mit weniger Speicherplatz einher.

Hinweise zum Kauf einer internen Festplatte

Eine interne Festplatte bauen Sie direkt in das Gehäuse Ihres PCs oder Notebooks ein. Während bei PCs oftmals ein freier zusätzlicher Steckplatz vorhanden ist, müssen Sie beim Notebook in der Regel die bereits verbaute Platte ersetzen. Neben der verwendeten Festplattentechnologie sollten Sie beim Kauf einer neuen Festplatte noch einige weitere Punkte beachten. Dazu gehören bei HDD-Festplatten beispielsweise die Umdrehungen in der Minute. Ferner ist der Anschluss der Platte von Bedeutung.

Rotations per Minute und Zugriffszeiten geben Aufschluss über Geschwindigkeit der Festplatte

Beabsichtigen Sie den Kauf einer äußerst schnellen Festplatte, sind Sie mit einer SSD bestens beraten. Allerdings unterscheiden sich die herkömmlichen HDD-Platten ebenfalls in ihrer Geschwindigkeit. Achten Sie deshalb beim Kauf einer HDD auf die technischen Daten. Aufschluss über die Arbeitsgeschwindigkeit einer Festplatte liefern die Angaben zur Anzahl der Umdrehungen in der Minute. Die entsprechenden Werte sind in "rotations per minute", kurz: rpm, gemessen. Festplatten in Desktop-PCs arbeiten in der Regel mit 7.200 rpm. Dieser Wert ist dort Standard.
Das lässt sich nicht auf Notebooks übertragen. Hier finden noch immer Festplatten mit 5.400 rpm – oder sogar 4.200 rpm – Verwendung. Dennoch sollten Sie sich beim Kauf einer neuen HDD-Festplatte für ein Modell mit 7.200 Umdrehungen in der Minute entscheiden. Damit erreichen Sie auch noch bei einer herkömmlichen HDD-Festplatte zufriedenstellende Geschwindigkeitsergebnisse.

Ausschlaggebend für die Startzeit eines Programmes ist die Zugriffszeit der Festplatte. Dazu finden Sie ebenfalls in den technischen Daten Hinweise. Angegeben sind die Zeiten in Millisekunden. Je geringer der Wert, desto besser. Gute Festplatten liegen bei der Suchzeit unter fünf Millisekunden. Empfehlenswert sind nur solche Festplatten, deren Zugriffszeiten eine Grenze von zehn Millisekunden nicht überschreiten.

Anschluss der Festplatte über Serial-ATA-Standard

Ein weiteres Kriterium beim Festplattenkauf ist die Höhe der Datenübertragung zwischen der Platte und dem Prozessor. Der dazugehörige Wert hängt maßgeblich vom verwendeten Anschluss ab. Aktueller Standard bei den Schnittstellen ist Serial-ATA. IDE-Anschlüsse sind mittlerweile veraltet und somit nicht mehr empfehlenswert. Intel entwickelte den S-ATA-Standard im Jahr 2000.
Mittlerweile existieren drei verschiedene Versionen von S-ATA, die sich in der Geschwindigkeit des Datentransfers unterscheiden. Die erste Version von S-ATA erreicht eine maximale Datenübertragungsrate von 150 Megabyte in der Sekunde (MB/s). S-ATA II erhöhte den maximalen Durchsatz auf das Doppelte. Festplatten mit S-ATA III ermöglichen bis zu 600 MB/s. Bei herkömmlichen HDD-Festplatten ist ein Anschluss mit S-ATA II völlig ausreichend.
SSD-Speicher nutzen dagegen den Transferrahmen des Standards der zweiten Generation voll aus. Diesbezüglich ist S-ATA III sinnvoll. Die meisten Modelle unterstützen deshalb den aktuellen Standard. Die hohen Raten erreichen Sie jedoch nur, wenn Ihr Rechner ebenfalls über eine S-ATA-III-Schnittstelle verfügt. Unterstützt Ihr PC lediglich S-ATA II, können Sie dennoch eine S-ATA-III-Platte einbauen. Die Standards sind abwärts kompatibel.

Worauf Sie beim Kauf einer externen Festplatte achten sollten

Sobald sich der noch verfügbare Speicherplatz auf der internen Festplatte im kritischen Bereich befindet, kommen externe Lösungen ins Spiel. Mit einer externen Festplatte schaffen Sie zusätzliche Speicherkapazität. Über USB – oder Funk – lagern Sie derzeit nicht benötigte Dateien aus.

Speicherkapazität der externen Festplatte: mindestens 500 Gigabyte empfohlen

Planen Sie den Einsatz einer externen Festplatte, um damit auf Ihrem Notebook oder PC Platz zu schaffen, ist die Speicherkapazität von großer Bedeutung. Achten Sie auf ausreichend Speicherplatz. Mindestens 500 Gigabyte gelten als Standard. Sofern mehrere Nutzer Ihre Daten auf der externen Platte sichern, sollten Sie den Kauf einer 1-Terabyte-Lösung in Betracht ziehen. Das bedeutet zugleich: Auf die schnellen SSD-Speicher müssen Sie verzichten. Externe SSDs bieten nur selten mehr als 256 MB Speicherkapazität.

Zukunftssicher: externe Festplatten mit USB 3.0

Unter externen Festplatten sehr weit verbreitet ist der USB-Anschluss. Sie verbinden Platte und Rechner unkompliziert über den USB-Eingang. Achten Sie auf den unterstützten Standard. Viele Festplatten arbeiten mit USB 2.0. Der aktuelle Standard USB 3.0 übertrifft die Datenübertragungsraten des Vorgängers um das Zehnfache. Empfehlenswert sind deshalb externe Festplatten mit USB 3.0. Damit sind Sie zukunftssicher ausgestattet. Die abwärts kompatible USB-3.0-Platte arbeitet auch noch an einem Rechner mit USB 2.0.

2,5 oder 3,5 Zoll – unterschiedliche Größen der externen Festplatten

Von entscheidender Bedeutung beim Kauf von externen Festplatten ist neben Kapazität und Anschluss die Größe. Erhältlich sind die Platten in Größen von 2,5 oder 3,5 Zoll. 2,5-Zoll-Festplatten zeichnen sich durch einen geringen Stromverbrauch aus. Somit ist der USB-Anschluss ausreichend, eine weitere Stromzufuhr ist nicht notwendig. Das prädestiniert 2,5-Zoll-Modelle für den mobilen Einsatz. Zur Datenspeicherung in großen Mengen ist dennoch der große Bruder mit 3,5 Zoll besser geeignet. Sie müssen zwar eine zusätzliche Stromversorgung akzeptieren, dafür steht Ihnen deutlich mehr Speicherplatz zur Verfügung.

Externe Festplatte mit Netzwerkunterstützung für das Heimnetzwerk

Im modernen Heimnetzwerk mit vielen Teilnehmern darf eine externe Festplatte nicht fehlen. Allerdings ist nicht jedes Gerät netzwerkkompatibel. Sie müssten die Platte an einen PC anschließen und über ihn die Netzwerkfreigabe realisieren. Die Festplatte ist jedoch nur sichtbar für die restlichen Teilnehmer, wenn der PC in Betrieb ist.
Deutlich komfortabler ist eine externe Festplatte mit NAS-Unterstützung. Derartige Geräte besitzen einen integrierten Prozessor mit Arbeitsspeicher, sind also als eigenständiger Rechner anzusehen. Dadurch benötigen diese keinen zusätzlichen Host-PC.

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