Safran - rotes Gold

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Nicht aus allen Krokusarten lässt sich Safran gewinnen; nur bestimmte Sorten wie der „Crocus Sativus“ bilden die entscheidenden, rot- bis purpurfarbenen Narben, (mittlerer Teil der Blüte und weibliches Organ).auch Stempelfäden– oder im Italienischen „stimmi“ oder "pistilli" genannt.
Diese kleinen Fäden sind der Safran.
Er hat einen sehr intensiven Geruch und leicht bitteren Geschmack. Weicht man Safran in warmem Wasser ein, so erhält man eine wohlriechende, leuchtend orangerote Lösung.
Normalerweise zählt jede Blüte, sie besteht aus sechs zart lila bis leuchtend violetten Blütenblättern, drei Stempelfäden.  Wie viele Blüten muss man reinigen, um ein Kilo des Gewürzes zu erhalten? Die Antwort versetzt  in Staunen: zwischen 80.000 – 150.000 Blüten!
 Die Safran-Ernte erfolgt in Europa nur einmal im Jahr, im November, das „rote Gold“ kann nur in Handarbeit gepflückt und verarbeitet werden, und das erklärt den extrem hohen Preis des Gewürzes.

Safran ist zwar, wie gesagt, sehr teuer; da es sehr sparsam verwendet wird, hält ein Gramm davon aber auch sehr lange. Für ein Gericht für vier Personen reicht zum Beispiel eine kleine Messerspitze des Pulvers.
Der Safran wurde übrigens schon immer mit Gold aufgewogen. So sind über die Jahrtausende kuriose Fälle von Fälschungen durch betrügerische Händler bekannt.
Wer also auf Nummer sicher gehen will, dem wird der Kauf von ganzen Safranfäden empfohlen. Diese müssen vor der Weiterverwendung pulverisiert werden.
In Europa wird Safran fast nur im Mittelmeerraum angebaut;
im Mittelalter diente es als Tausch- und Handelsobjekt, und ersetzte auch Geld.
Damals wurde Safran fast ausschließlich zum Färben benutzt, fand aber auch in der Medizin und natürlich beim Safran Kochen Verwendung.
Gegen Mitte des 16. Jahrhunderts wird der Safrananbau in der Toskana unterbrochen. Einige der möglichen Gründe sind: die wirtschaftliche Krise aufgrund der Verschiebung der "Via Francigena", aber vor allem der Import französischem Safrans zu niedrigeren Kosten aber auch geringerer Qualität.
Dank Gründung der Vereinigung "Il Croco" und des Interesses der Provinz Siena und der Region Toskana wurde dessen Anbau im Jahr 1993 wieder aufgenommen.
Heute dient es wegen seiner ätherischen Öle als Würzmittel. Und als Pharmazeutikum soll es eine "verdauungsfördernde, Schmerz stillende und Krampf lösende" Wirkung haben..

         

Wir bauen selbst Safran an, deswegen beziehe ich mich auf die Toskana.


 
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