! ! ! SEXUELLE ASPEKTE UND JEANSFETISCHISMUS ! ! !

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Sexuelle Aspekte und Jeansfetischismus




Der je nach Epoche sehr enge und körperbetonende Schnitt von Jeanshosen hat auch einen explizit sexuellen Charakter, und zwar sowohl bei Frauen wie auch bei Männern [4,5,6,7,8,10]. So stellt ein Fachbuch aus dem Gebiet der Textilwissenschaft [1] unter der Überschrift "Jeans als Symbol für Männlichkeit" fest: "...scheinen die Cowboys ihre Jeans auch absichtlich so enganliegend und damit körperbetonend getragen zu haben, um durch das Zurschaustellen ihrer durchtrainierten Beine Frauen zu beeindrucken. Dettmer (gemeint ist Referenz [5], A.d.A) weist zusätzlich darauf hin, daß diese Hosenform auch Auskunft über die Größe der männlichen Genitalien gab" [4]. Dieser körperbetonende Sitz enger Jeans wurde beispielsweise auch bei der 1971 erschienenen LP Sticky Fingers von den Rolling Stones ausgenutzt. Deren Cover zeigt in Großaufnahme eine Jeans, unter der sich die männlichen Geschlechtsteile sehr deutlich abzeichnen. Auch in einem erst 1990 erscheinenen Buch wird dokumentiert, "enge Jeans ermöglichten es dem Mann, die Potenz seines Penis mit Hilfe des knallengen Schnitts" hervorzuheben [8]. Dieser Effekt ist bei jeder engen Röhrenjeans zu beobachten. Typische Beispiele sind das Modell Lee Phoenix und die Modelle 534, 611, 631 und 639 von Levis und, besonders ausgeprägt, bei dem Modell Highlands Mexico.

Bezogen auf Frauen als Jeansträgerinnen wird in der Literatur eine "massive Körperbetonung" durch Jeans mit "bis unters Knie sehr eng geschnittenem Bein" und "hautengem Sitz am Po" dokumentiert [7]. Die "Po betonenden und in der Taille eng und einschnürend sitzenden Jeans" würden die weiblichen Körperformen nicht nur nachzeichnen, sondern "konstruierte Frauenformen" produzieren und damit eine ähnliche Funktion wie "das Korsett" erfüllen [7]. Ein typisches Beispiele für Jeans mit einer solchen Paßform an Po und Taille ist das Modell Levis 737. Zu den Jeans, deren Hosenbeine auf der gesamten Länge außergewöhnlich eng geschnitten sind, gehören das Modell Ultraslim der Firma Big John, die Levis 613 und das Modell Kansas von Wrangler.

Diese "körperbetonenden und erotischen Jeans" [11] sind auch Gegenstand eines ausgeprägten Fetischismus, womit gemeint ist, daß die sexuelle Attraktivität in erster Linie von der Jeans ansich ausgeht, aber nur in untergeordneter Weise vom ihrem Träger und ebenfalls nicht von der selben Person ohne Kleidung. Jeansfetischismus konzentriert sich vorwiegend auf sehr eng sitzende Jeans, seltener auf weit geschnittene Modelle. In einer Umfrage aus dem Jahr 1980 nannten immerhin 3,3 Prozent der befragten Personen den engen Sitz als Grund für das Tragen von Jeans [9, Seite 120]. Mit der sehr engen Paßform wurde beispielsweise in den 1980er Jahren auch explizit geworben. So enthält das große Pappschild am Jeansmodell "Disco" der Firma Mustang beispielsweise die Aussagen „sitzt knalleng“ und „extreme Röhrenform“. Diese Jeans war nicht nur in Stretchmaterial, sondern auch aus normalem Denim erhältlich.

Eine prinzipielle Unterscheidung besteht darin, ob der Fetischismus sich darauf konzentriert, die Jeans selber zu tragen oder andere Menschen in Jeans zu sehen. Im letzteren Fall ist der entscheidende Aspekt häufig der, dass enge Jeans die Körperformen auf eine Art nachzeichnen, die als sexuell attraktiv empfunden wird. Dieser besondere Sitz entsprechend geschnittener Jeans ist keineswegs eine Ausnahme oder nur eine Randerscheinung, sondern im Gebiet der Textilwissenschaften ist dokumentiert, daß es in den 1960er Jahren üblich war, mit "der Jeans in die Badewanne zu steigen" um "mit der Jeans die Körperformen nachzuzeichnen", während "heute Stretchstoffe" für die oben zitierten "massive Körperbetonung" sorgen [7].

Obwohl aus elastischem Stretchmaterial gefertigte Jeans tatsächlich eng am Körper anliegen und somit die Funktion des Zur-Schau-Stellens der Körperformen übernehmen, werden Stretchjeans aber nicht grundsätzlich als Ersatz für hauteng sitzende Jeans aus herkömmlichen, unelastischem Demin angesehen. Auch die oben erwähnte Praktik, mit hautengen Jeans zu baden um die Hose anschließend beim Trocknen an den Körper schrumpfen zu lassen, ist heute noch üblich.

Grund dafür ist die zweite Form von Jeansfetischismus, der sich auf das Tragen extrem enger Jeans bezieht. Mit der Formulierung extrem eng ist gemeint, dass die Jeans ihre normale Funktion als Kleidungsstück nicht mehr erfüllen, weil die "schmalen Hosenbeine... so eng anliegen, daß sie die Bewegungsfreiheit einschränken [10, Seite 14]. Diese Art Jeans wird als "eng wie ein Korsett" beschrieben [8]; auch ein anderer Autor weist solchen Jeans eine ähnliche Funktion wie "das Korsett" zu [7]. Charakteristisch ist für extrem enge Jeans, daß sich Po und Beine nicht mehr frei innerhalb der Jeans bewegen können, sondern zusammen mit dem enganliegenden Stoff. Die Anstufung der Jeansgrößen in Inch-Weiten ist so, daß dieser Sitz bei zwei beieinander liegenden Größen möglich ist. Die weitere Jeans ist von der Optik her schöner, weil der Stoff mehr Falten wirft, die den engen Sitz hervorheben. Die kleinere Größe ist vom gefühl beim Tragen her aufregender. Nach dem Ausziehen sieht man typischerweise einen Abdruck der Nähte auf der Haut.

Insbesondere kann man in extrem engen Jeans nicht mehr normal sitzen. In einer Abhandlung zum Thema Textilgestaltung heißt es dazu: "Die zu engen Jeans verhindern eine ausreichende Hüftbeugung, so daß sich der Jeansträger nicht normal auf einen Stuhl setzen kann. Er sitzt auf dem vorderen Drittel des Stuhls und lehnt sich mit den Schultern an die Lehne" [9, Seite 355]. Szene-typisch werden solche Jeans als "Stehjeans" bezeichnet und mit positiv gemeinten Attributen wie "kneifend eng" beschrieben. Der Druck der Jeans auf den Körper spielt dabei eine wichtige Rolle und wird als sexuell anregend empfunden. In der Textilwissenschaft heißt es bezüglich dieser Wirkung, "die engen Jeans" erinnerten "den weiblichen Körper ständig daran, daß es ihn gibt" [7]. Allerdings ist dieser Effekt nicht auf Frauen beschränkt, sondern tritt bei Männern gleichermaßen auf, wo hautenge Jeans ein "Kleidungsstück" darstellen, "das die Hoden quetscht" [8]. Der "erotisierende Effekt von Denim auf nacktem Körper" wird als "prickelnd" bezeichnet, und "Beengtheit an Gesäß und Hoden" könne "ein erotisches Vergnügen sein, eine Art permanenter Masturbation" [8].

Das Anziehen einer extrem engen Stehjeans ist nur mühsam und im Liegen möglich, was "artistische Anstrengungen" verlangt [10]. Bei Jeans mit besonders engem Schnitt der Hosenbeine ist außer den bereits erwähnten Einschränkungen beim Sitzen auch die Bewegung im Bereich der Knie eingeschränkt. Mindestens teilweise ist die von solchen Jeans ausgehende Faszination dem Bereich Bondage zuzuordnen, stellen extrem enge Jeans doch eine erhebliche Bewegungseinschränkung dar.

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