SD-RAM: was ist das und was man beachten sollte...

Aufrufe 267 Mal bewertet mit „Gefällt mir” Kommentare Kommentar
Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war

Heute: SD-RAM-Module (168 PIN)

SD-RAM-Module waren einst die unverzichtbare Speicherform für Personal Computer. Noch heute werden in älteren Computern SD-RAM benutzt. Am Anfang sorgten Intel und VIA mit ihren PC100/133-Spezifikationen für einen gewissen Standard. Denkt man dann, dass es somit keine Probleme geben konnte? Leider doch...

Der übereilte Griff ins Speicherregal führte meist zu ungewünschten Überraschungen. Lesen Sie, was Sie beachten sollten...

Zunächst folgendes: der SD-RAM war damals der Standardarbeitsspeicher im PC. Noch ältere PS2 bzw. EDO-RAMs oder die ganz alten FPM-DRAMs haben schließlich ausgedient, nur noch ein Schattendasein sozusagen. Mit den DIMMs hielt eine damals neue Modul-Generation Einzug in die Mainboards. Ihr 64-Bit-breiter Datenpfad ermöglichte im Gegensatz zu den alten SIMMs eine Bestückung mit nur einem Modul pro Speicherbank. Der SD-RAM ist gewissermaßen synchron getaktet- mit den restlichen Komponenten des Computers, das aufwändige Handshaking im Bezug auf die Kommunikation von Prozessor und Chipsatz mit dem Speicher fiel gänzlich weg. Damit reduzierten sich auch die Wartezeiten bei Speicherzugriffen, die Performance stieg.

Soweit zur Theorie. Bei der Anhebung des Bustaktes auf 100 MHz tauchten damals erste Probleme auf. Im Bezug auf die hohen Frequenzen war nicht nur das Timing des Speichers sehr kritisch und genau einzuhalten, auch Laufzeitprobleme, kapazitive Effekte oder Signalübersprechung knechteten die DIMMs gleichermaßen. Ein korrekt an die hohen Frequenzen angepasstes Aussehen der Leiterbahnen wurde unabdinglich. So sind Platinen für den 66-MHz-Betrieb nicht für den Einsatz mit 100- oder 133-MHz-SD-RAMs geeignet, diese zu erkennen ist nicht immer einfach gewesen. Noch kritischer wurde es, wenn in einem System mehrere unterschiedliche DIMMs eingebaut waren, denn abweichende Platinen-Layouts und SD-RAM-ICs verschiedener Hersteller konnten Laufzeiten und Timings ruckzuck durcheinander bringen.

Bereits im Jahr 1997 hat Intel die PC100-Spezifikation vorgestellt. Diese sollte damals durch bestimmte Vorschriften und Anforderungen an Module und SD-RAMs den stabilen Betrieb bei 100 MHz gewährleisten. Etwa ab Mitte '99 waren Speichermodule für den 133-MHz-Betrieb erhältlich, dieser hat sich der taiwanesische Chipsatzspezialist VIA angenommen, während sich die Konzentration Intels  auf die Rambus-Speicher festsaugte. Basierend auf PC100 hatte damals der Initiator des PC133-Standards entsprechende Spezifikationen veröffentlicht und wollte hier für Einheit sorgen.

Soweit dazu...

Was gilt es also beim Kauf von Speichermodulen zu beachten?

Zunächst sollte der Verkäufer, der gebrauchte RAM's verkaufen möchte, darauf achten, dass die Module ordnungsgemäß aus dem System entfernt werden. Das soll heißen, dass schon geringe statische Aufladungen das Modul durch bloßes Anfassen zerstören können. Am Besten beim Ausbau Antistatik-Handschuhe nutzen oder vorher z.B. durch Anfassen an eine Heizung erden.

Die Module sollten dann günstigerweise in einer Antistatik-Tüte oder ähnliche Verpackungen verstaut werden.

Der Verkäufer sollte in der Artikelbeschreibung möglichst genaue Angaben zum Modul machen. Aber bei den einfachen und für den Käufer wichtigen Details fängt es bereits an: die Beschriftung laut PC100/133-Vorgabe. Enthalten sie die teuren Markenmodulen noch größtenteils, sucht man sie bei den DIMMs der zahlreichen OEM-Anbieter meist vergeblich. Von einer kompletten Kennzeichnung mit allen Parametern halten sowieso die wenigsten etwas. Ein kurzer Schriftzug mit PC100 oder PC133 ist oft alles...

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden