Rundum-Beschattung Ihrer Terrasse oder Ihres Balkons mit Seitenwandmarkisen

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Rundum-Beschattung Ihrer Terrasse oder Ihres Balkons? Mit Seitenwandmarkisen kein Problem!

Hinter der Bezeichnung Markise verbirgt sich eine feste und zum Teil blickdichte Bespannung wie bei einem Sonnensegel. Für die nötige Festigkeit und Stabilität sorgt eine Konstruktion aus Gestellen. So flexibel der Aufbau der Markise ist, so unterschiedlich sind die Einsatzmöglichkeiten. Markisen lassen sich als Blendschutz, Objekt- und Sichtschutz sowie als Wärmeschutz einsetzen. Mit der Konstruktion der Markisen ist ein Katalog gesetzlicher Rechtsprechungen verbunden. Nicht jedem Garten-, Terrassen- oder Balkonbesitzer ist es erlaubt, eine Markise als festen Bestandteil einer Außenanlage zu installieren.

Verfolgen Sie die Geschichte der Markise bis in die Anfänge zurück, kommen Sie in der Mitte des 18. Jahrhunderts an. Die französische Adelsdame – die Marquise –, die Frau des Offiziers nutzte diese Konstruktionen, um sich vor dem grellen Licht und der Hitze der Sonne zu schützen. Dieser Komfort und Luxus war einzig und allein den Damen vorbehalten, zum Beispiel wenn diese auf Stippvisite im Heereslager waren. Die praktische Vorrichtung hat sich über die Jahrhunderte hinweg durchgesetzt.
Heute haben Sie die Auswahl zwischen unterschiedlichen Hightech-Modellen, die gleich mehrere Funktionen miteinander verbinden. Bei der Qualitätskontrolle der Markisen spielen die Beschaffenheit der Stoffe und Materialien, die Flexibilität der Konstruktion, die Verarbeitung und Langlebigkeit sowie die Dauer der Montage eine ausschlaggebende Rolle bei der Kaufentscheidung. Tragen Sie sich mit dem Gedanken eine Markise an der Terrasse oder im Bereich des Balkons zu montieren, so gilt es, elementare Hinweise vor der Anschaffung zu berücksichtigen. Erfahren Sie mehr über die Installation und Vorteile zeitgemäßer Seitenmarkisen.

Rechtsprechung: Markisen und Seitenmarkisen

Den Überblick über die rechtlichen Vorschriften im Bereich der Markisen zu behalten, ist nicht in jeder Situation ein Kinderspiel, da die Gesetzgebung von einer einheitlichen Rechtsprechung noch weit entfernt ist. Vor der Anschaffung der Seitenmarkisen werfen Sie einen Blick in die Teilungserklärung. Diese finden Sie auch unter der Bezeichnung "Gemeinschaftsordnung". Was Sie auf jeden Fall einsehen können, ist eine Angabe und Vorschrift zu der Größe und der farblichen Gestaltung. Einem Verbot gehen Sie aus dem Weg, wenn das Anbringen der Markise begründbar ist. Leiden Sie unter der grellen Sonneneinstrahlung und können Ihre Terrasse aus diesem Grund nur eingeschränkt nutzen, schafft nur eine Markise Abhilfe. Die Gesetzgebung geht hier im Allgemeinen von einer baulichen Veränderung aus, und diese verlangt nach rechtlicher Zustimmung. Passt die Markise zum allgemeinen Bild des Hauses oder der Außenanlage? Willigen die Nachbarn und Mitbewohner des Hauses sowie der Vermieter in den Bau der Markise ein? Wenn auf diese Fragen eine positive Antwort folgt, können Sie in die bauliche Planungsphase übergehen.

Gestaltung des Außenbereichs mit dem Nachbarn besprechen

Die rechtlichen Einschränkungen und Vorschriften greifen ins Leere, wenn es sich um Ihr eigenes Haus handelt. Die Gestaltung ist damit nicht an Gesetze geboten, da Sie die Immobilie erworben haben und als Besitzer in den meisten Fällen allein entscheiden, wie der Außenbereich zu gestalten ist. Befindet sich das Haus in einer dicht bebauten Siedlung oder besitzen Sie eine Doppelhaushälfte und wollen in direkter Nachbarschaft eine Markise anbringen, ist es ratsam, dieses Vorhaben mit dem Nachbarn offen zu besprechen. Sie laufen nicht Gefahr, sich später in einem Nachbarschaftsstreit aufgrund einer neu installierten Markise wiederzufinden. Gerade der Bau von Seitenmarkisen dürfte beiden Parteien entgegenkommen, da es sich um eine Optimierung der Privatsphäre handelt. Der Sichtschutz schafft ein erhöhtes Maß an Intimität.

Die Tuchwelle entscheidet über die Art der Markise

Im Laufe der letzten Jahre hat sich eine enorm große Anzahl an Markisenarten entwickelt. Diese gehen auf die unterschiedlichen Bedürfnisse und Wünsche der Terrassenbesitzer ein. Die wichtigste Unterscheidung fällt zwischen der Rollmarkise, der festen Installation und der faltbaren Markise. Wie es der Name schon sagt, fahren Sie die rollbare Markise über eine Tuchwelle aus und können diese nach der Benutzung wieder einrollen. Hier entsteht der Vorteil, dass der Stoff vor Regen, Wind und Wetter geschützt ist. Bei dem faltbaren Modell fehlt hingehen die Tuchwelle. Unter dieser Konstruktion lassen sich drehbare Wellen in unterschiedlichem Durchmesser verstehen. Nach dem Einrollen hängt das Tuch auf diesen Wellen. Je stärker die Tuchwellen ausfallen, desto niedriger ist die Gefahr, dass ein Markisentuch durchhängt und so auf Dauer Schaden nimmt. Die feste Vorrichtung können Sie nach der Montage von Hand nicht verschieben.

In zahlreichen Gärten finden sich heute Sonnenschutzsegel. Auch wenn diese einen umfassenden und praktischen Schutz vor dem Licht der Sonne bieten, handelt es sich nicht um eine Markise. Diese setzt eine feste Gelenkstruktur oder Konstruktion voraus und bietet dem Nutzer darüber hinaus eine hohe Haltbarkeit und Stabilität über viele Sommer hinweg. Je nach Art der Markise und Installation lassen sich Seilspannmarkisen, Klemm- und Gelenkarmmarkisen von den Fallarm- und Korbmarkisen unterscheiden. Die Entscheidung für eines der Modelle ist von Ihren örtlichen Gegebenheiten, dem Platz, der Intensität der Nutzung und dem jeweiligen Zweck dieser Vorrichtung abhängig.

Material der Seitenmarkisen: das Markisentuch

Der Stoff, der straff auf das Gestänge der Markise gespannt wurde, ist das Markisentuch. Es sollte aus einem widerstandsfähigen Material bestehen. Im Außenbereich herrschen im Winter Temperaturen unter der Null-Grad-Marke, und zeitweise kommt es zu widrigen Witterungsbedingungen. Empfindliche Stoffe würden in diesem Bereich frühzeitig den Geist aufgeben. PVC, Acryl und Polyester sind mit den besten Eigenschaften für den Außenbereich ausgestattet und für den Einsatz an der Markise wie geschaffen. Acryl erkennen Sie als dünn verarbeiteten Stoff. Dieses Garn weist Sonnenstrahlen ideal ab und bietet einen Rundum-Wärme- und -Sonnenschutz. Die Hersteller geben Acryl eine spezifische Imprägnierung. So haben Schmutz und Staub keine Chance. Regen und Schnee perlen an diesem Material ab. Der große Vorteil ist die hohe Beständigkeit gegen ultraviolettes Licht. Diese Art Markisentücher sind einfarbig und treten vor allem im Bereich der Gelenkarmmarkisen auf.

Polyvinylchlorid – kurz PVC – finden Sie vor allen Dingen in festen Markisen. Regen, Wind und Wetter machen diesem soliden und robusten Material auch auf Dauer nichts aus. Sie finden keine rollbaren Markisen aus reinem PVC, da reines PVC im Prozess des Auf- und Abrollens Bruchstellen zeigt. In diesem Bereich ist das Markisentuch nur mit PVC überzogen. Für PVC sprechen die beständige Robustheit, die Umweltverträglichkeit und die einfache Pflege. Das macht Ihr Markisentuch schmutzabweisend und schützt blickdicht gegen Sonne und Hitze. Polyester ist im Vergleich zu Acryl robuster und widerstandsfähiger. Diese Art Markisentücher müssen jedoch vor der UV-Einstrahlung imprägniert und geschützt werden, da es um die dauerhafte Festigkeit in diesem Bereich nicht zum Besten bestellt ist. Im Bereich der Herstellung der Markisentücher, legen die Hersteller die Stoffe doppelt übereinander, um diese im Anschluss zu verkleben. Durch eine aufwendige Verklebung erhöht sich die Lichtbeständigkeit und Haltbarkeit der Tücher, so greift der Händler heute vermehrt auf diese Fertigungsverfahren zurück.

Vorteil und Montage von Seitenmarkisen

Die Seitenmarkise unterscheidet sich in der grundlegenden Konstruktion kaum von der herkömmlichen Markise, doch wird diese nur im seitlichen Bereich über dem Boden angebracht. Sie ist im Vergleich zu dem Paravent oder der spanischen Wand um ein Vielfaches stabiler, da sie aus einer festen Konstruktion besteht. Kräftiger Wind, Regen, Hagel und Schnee können eine hochwertige Seitenmarkise nicht aus dem Gleichgewicht bringen. Stellen Sie sich zunächst eine normale Markise vor, diese bedienen Sie heute kaum noch mit der traditionellen Kurbel, sondern fahren den Markisenstoff automatisch aus. Die Markise ist im oberen Bereich am Haus befestigt, so verhält es sich auch mit der Seitenmarkise. Nur dass Sie diese Konstruktion in den meisten Fällen manuell – also von Hand – ausfahren.

In einer Kassette steckt die zusammengerollte Markise, diese bringen Sie seitlich an der Hauswand an. Zahlreiche Hersteller liefern die nötigen Schrauben und Dübel zur Befestigung mit. Greifen Sie nach der Montage der Grundkonstruktion zum Handgriff und ziehen die Markise seitlich aus der Kassette. Sie könne so einen umfassenden Schutz gegen fremde Blicke schaffen. Gerade im Bereich benachbarter Gärten oder dort, wo sich ein freier Blick auf die eigene Terrasse bietet, sind die Markisen im seitlichen Bereich eine praktische Lösung.

Befestigung der Seitenmarkise am Haus oder frei stehend im Garten

Ziehen Sie an dem Handgriff die Markise heraus, so aktivieren Sie automatisch die integrierte Federwelle und spannen das Markisentuch. Installieren Sie parallel zur Kassette den Haltepfosten, an dem Sie den Haltegriff im ausgezogenen Zustand befestigen. Alternativ lassen sich die Gitter des Balkons zum Befestigungspfosten umfunktionieren. Besteht nicht die Möglichkeit, die Seitenmarkise am Haus zu befestigen, so haben einige Hersteller vorgesorgt und bieten eine Montage im Erdboden. Gerade auf freien Flächen im Garten oder für Dauercamper stellt die Markise so den idealen und festen Blickschutz dar. Die Musterung und Farbe obliegt Ihrem persönlichen Geschmack und sollte nicht zu auffallend und schrill ausfallen. Gehen Sie davon aus, dass Sie diesen Blickschutz die nächsten Jahre nutzen.

Seitenmarkisen als optimaler und dauerhafter Blick- und Sonnenschutz

Vor der Anschaffung und Montage einer festen Markise oder Seitenmarkise werfen Sie einen Blick in die kommunale Gesetzgebung, nur so gehen Sie möglichem Ärger im Nachhinein aus dem Weg. Ebenso hilfreich ist das Gespräch mit den benachbarten Mietparteien oder dem Hausbesitzer. Soll der Sonnenschutz an der Hauswand installiert werden oder frei im Garten stehen? Zahlreiche Anbieter liefern das Installationszubehör passend zur Markise. Vertrauen Sie bei der Kaufentscheidung ausschließlich den hochwertigen und robusten Materialien PVC, Polyester oder Acryl. Die robusten Stoffe halten auf widrigen Wetterbedingungen zuverlässig stand, und Sie sind vor fremden Blick und dem grellen Licht der Sonne hinter Ihrer Seitenmarkise für viele Sommer geschützt.

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