Risiko bei Windows-XP Vista Recovery-CD's DVD's

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Vielleicht spielen Sie auch mit dem Gedanken, als günstige Alternative zu den vollwertigen MS-Windows Installationsmedien eine Recovery-CD zu kaufen. Wenn sie glauben, diese funktioniert auch auf jeden Rechner, werden Sie schnell bei der Installation eines Besseren belehrt und oft auch enttäuscht. Eine Recovery-CD passt in der Regel nur zu den PC's aus der Serie, wofür sie erstellt wurde. Verantwortlich dafür sind vorallem bestimmte Datenbanken, die schon vor der Installation die Hardware abfragen und meist bei der Aktivierung Ihren Dienst versagen. Im Detail vergleichen diese die sogenannte Vendor-ID Ihrer Hardware mit einer in den Datensätzen abgelegten Prüfsumme. Betrachten wir mal eine Recovery-CD genauer. Dort finden Sie, genau wie bei den Vollversionen einen Ordner "i386", jedoch mit dem Unterschied, dass die Dateiennamen mit einem Unterstrich enden, z.B. "1394VDBG.SY_" an Stelle von "1394vdbg-sys" für einen Hardwaretreiber. Wenn sie jetzt glauben, man könne die Dateien einfach umbenennen, liegen sie wieder falsch. Die Dateien sind als sogenannte Kabinettdatei gepackt und werden bei der Installation durch das auf den Recovery-CD's befindliche Programm "Extract.exe" (zu finden in "SUPPORT\TOOLS\SUPPORT.CAB") entpackt.

Weiter wird vor der Installation das Übereinstimmen folgender Dateien mit der Vendor-ID des BIOS Ihres Rechners verglichen: "oembios.bin", "oembios.sig", "oembios.cat", "oembios.dat". Auf einer Recovery-CD eines OEM (Original Equipment Manufacturer) ist der Product-Key für eine SLP-Installation in einer Datei "winnt.sif" hinterlegt. Dieser wird dann für alle Rechner dieses Herstellers in Kombination der Product-ID (PID) mit der Vendor-ID Ihrer Hardware gültig. Der Product-Key am Gehäuse eines OEM-Rechners wird als "Stand-Alone-License" verkauft, für den Fall, dass irgendwann eine Komponente aus dem OEM-Rechner getauscht wird und die Vendor-ID sich ändert und entspricht nicht der ursprünglichen Lizens des Rechners. Diese Product-Keys sind ebenfalls als reserviert in einer Datenbank auf dem Aktivierungsserver bei Microsoft für den jeweiligen OEM hinterlegt. Rechtlich ist es heute erlaubt, Recovery-CD's für Hardware anderer Hersteller zu verwenden, technisch ist es jedoch für den Laien fast unmöglich, mit Hilfe einer Recovery-CD eine Windows-Installation mit einem gültigen Product-Key auf einem Fremdrechner zu aktivieren. Auch ist es erlaubt, einen Product-Key eines zerstörten OEM-Rechners auf einen anderen Rechner zu benutzen, jedoch wird dieser von bestimmten z.B. System-Builder-Versionen erst garnicht akzeptiert. Sie können jedoch eine Recovery-CD eines Herstellers auf allen Rechnern seiner Produktserie installieren und aktivieren, was in der Regel vollautomatisch und ohne Internetverbindung funktioniert. Wenn sie also die Recovery-CD zu einem Compaq-Rechner verloren haben, können Sie hier günstig eine neue Compaq-XP-Recovery-CD erwerben, die auch garantiert auf Ihrem Compaq-PC funktionert, jedoch nicht auf einem Rechner eines anderen Herstellers.

Sie können auch unter Umständen keine Recovery-CD einer höheren Windows-Version auf einen Vorgänger-PC installieren. Eine Windows-Vista-Recovery-CD von Acer wird nicht auf einen Acer-PC aktiviert werden, wenn dieser mit einer Windows-XP-Recovery-CD geliefert wurde, es sei denn, Sie besitzen eine Lizenz für ein Upgrade auf Vista.

Eine Windows-XP Recovery-CD von Medion wird zwar auf einem Fujitsu-Siemens-PC installiert, lässt sich aber nicht oder nur mit illegalen Mitteln bei Microsoft aktivieren, jedoch funktioniert sie auf allen Medion-PC's und Notebooks, wenn dieses mit Windows-XP ausgeliefert wurde. Sie können ebenso wenig eine Recovery-CD eines Dell-Rechners auf einen Medion-PC oder auch umgekehrt verwenden. Gleiches gilt für die meisten Recovery-CD's aller PC-Hersteller. Fazit: Überlegen Sie genau vor dem Kauf einer Windows-Recovery-CD, ob diese für Ihr System entwickelt wurde. Die Gültigkeit Ihres Product-Keys ist abhängig von der Vendor-ID Ihrer Hardware und der entsprechenden Prüfsumme in der OEM-Datenbank auf Ihrer Recovery-CD. Erst wenn beides zusammen passt, besteht Ihr Betriebssystem auch die Gültigkeitsprüfung (kb892130, WGA-Check) und Sie können sorglos Ihr Windows updaten.

Fazit: Kaufen Sie nur eine Windows-Recovery-CD, wenn Sie auch den passenden Rechner des entsprechenden Herstellers dazu haben.

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