Pimp up your PC – So wechseln Sie richtig Computergehäuse

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Pimp up your PC – So wechseln Sie richtig Computergehäuse

Fertig konfigurierte PCs gibt es wie Sand am Meer. Die Komplett-Rechner werden in vielen verschiedenen Konfigurationen angeboten, haben jedoch häufig den Nachteil, dass nicht jede verbaute Hardware-Komponente Ihren Bedürfnissen entspricht. So bieten viele Komplett-Systeme zwar einen schnellen Prozessor und einen großen Arbeitsspeicher, verfügen jedoch häufig nur über eine langsame Grafikkarte oder zu wenig Anschlüsse.

Falls Sie auf der Suche nach einem PC sind, der all Ihre Anforderungen erfüllt, müssen Sie sich einen eigenen Rechner zusammenstellen. Das hat den Vorteil, dass Sie genau wissen, welche Hardware letztendlich verbaut wird. So brauchen Sie nur bei den Hardware-Komponenten auf teure Modelle zurückzugreifen, von denen Sie eine flotte Performance benötigen.

Egal, für welche Hardware Sie sich letztendlich entscheiden: Für den Zusammenbau Ihres selbst zusammengestellten PCs benötigen Sie ein entsprechendes Computergehäuse. Auf eBay sind zahlreiche Varianten in einer großen Auswahl erhältlich. Hier können Sie sich zwischen verschiedenen Größen, Formen und Farben entscheiden. Dabei richtet sich die Auswahl nicht nur nach Ihren persönlichen designerischen Vorlieben, sondern auch nach der Hardware, die Sie in dem Computergehäuse unterbringen möchten. Zudem gibt es das eine oder andere Feature, das im Alltag durchaus nützlich sein kann.

Dieser Ratgeber gibt Ihnen einen Einblick in die Welt der Computergehäuse. Sie erhalten einen Überblick über die verschiedenen Größen und erfahren zudem, worauf Sie beim Kauf und Zusammenbau eines Computergehäuses achten sollten.

Die Abmessungen

Computergehäuse unterscheiden sich zunächst in ihrer Größe. Lesen Sie nun, welche Größe für welchen Einsatzbereich zu empfehlen ist.

Das Desktop-Gehäuse

Sogenannte Desktop-Gehäuse sind besonders kleine und kompakte Computergehäuse. Mit einer Bauhöhe von meist nur 10 Zentimetern sind die Gehäuse sehr flach und lassen sich damit prima auf dem Schreibtisch unterbringen. Aus diesem Grund kommen Desktop-Gehäuse meist in kleineren Büros zum Einsatz. Ein Desktop-Gehäuse bietet Ihnen die Möglichkeit, direkt auf dem Gehäuse weitere Peripherie-Geräte, wie beispielsweise einen Bildschirm, zu platzieren. Aufgrund seiner geringen Bauhöhe bietet das Desktop-Gehäuse meist jedoch nur wenig Platz für zusätzliche Laufwerke oder andere Hardware. Möchten Sie einen PC zusammenstellen, der lediglich zum Surfen im Internet oder zum Erstellen von Dokumenten zum Einsatz kommen soll, ist das Desktop-Gehäuse jedoch eine gute Wahl.

Der Midi-Tower

Der Midi-Tower ist die wohl verbreitetste Gehäusegröße. Im Schnitt misst der Midi-Tower ca. 40 Zentimeter in der Höhe, ca. 40 Zentimeter in der Tiefe und rund 20 Zentimeter in der Breite. Damit bietet der Midi-Tower einerseits ausreichend Platz für den Einbau von Laufwerken und Hardware, bleibt auf der anderen Seite jedoch angenehm kompakt und kann auch in kleineren Räumlichkeiten platzsparend aufgestellt werden.

Falls Sie sich einen Multimedia-PC zusammenstellen möchten, ist ein Computergehäuse im Midi-Format in aller Regel ein guter Kauf.

Der Big-Tower

Möchten Sie einen besonders leistungsstarken PC oder einen Computer mit vielen Laufwerken zusammenstellen, so sollten Sie sich für einen sogenannten Big-Tower entscheiden. Wie der Name vermuten lässt, bietet dieses Computergehäuse sehr viel Platz. Mit einer Bauhöhe von bis zu 60 Zentimetern und einer Tiefe von ebenfalls ca. 60 Zentimetern stellt der Big-Tower einen großen Innenraum zur Verfügung. Hier können Sie nicht nur leistungsstarke Grafikkarten, die in der Regel deutlich größer sind als leistungsschwächere Modelle, sondern auch mehrere Festplatten oder CD-Laufwerke unterbringen.

Bedenken Sie beim Kauf jedoch, dass der Big-Tower sehr viel Platz einnimmt. Möchten Sie Ihren künftigen PC also in einem kleinen Raum aufstellen, so ist der Big-Tower eher nicht zu empfehlen. Auch, wenn Sie Ihren PC häufig transportieren möchten, ist der Big-Tower aufgrund seines hohen Eigengewichts nicht zu empfehlen.

Falls Sie jedoch viel Platz zur Verfügung haben, ist der Big-Tower eine tolle Alternative zum Midi-Tower. Sie können eine Vielzahl von Hardware-Komponenten und Laufwerken unterbringen und haben zudem die Möglichkeit, Ihren PC ständig zu erweitern.

Das Material

Computergehäuse werden aus verschiedenen Materialien gefertigt. Für einen preiswerten Einstieg sorgen die Kunststoffgehäuse. Diese haben aufgrund des verwendeten Materials ein geringes Eigengewicht und lassen sich somit sehr gut transportieren. Fahren Sie also häufig auf LAN-Partys oder müssen Sie Ihren PC aus anderen Gründen oft tragen, so ist das Computergehäuse aus Kunststoff eine gute Entscheidung. Allerdings ist das Material empfindlich für Beschädigungen und Stöße. Legen Sie also Wert auf eine robuste Bauweise, so sollten Sie zu einem Computergehäuse aus Metall greifen.

Einen guten Kompromiss zwischen Eigengewicht und Stabilität stellt das Computergehäuse aus Aluminium dar. Das Metall ist angenehm leicht und weist zudem eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen Stöße auf.

Die Anzahl der Slot-Öffnungen

Viele Hardware-Komponenten, die in ein Computergehäuse eingebaut werden, benötigen einen sogenannten Slot. Dabei handelt es sich um eine kleine Metallblende auf der Rückseite des PC-Gehäuses, aus der die Anschlüsse der Hardware-Komponente austreten. So finden sich hier die Anschlüsse der Grafikkarte, der Netzwerkkarte oder der Soundkarte. Überlegen Sie sich also vor dem Kauf, wie viele Komponenten Sie in das Computergehäuse einbauen möchten, und greifen Sie anschließend zu einem Modell, welches eine entsprechende Anzahl an Slotöffnungen zur Verfügung stellt.

Die Anzahl der Einbauschächte

Für den Einbau der Hardware benötigen Sie Einbauschächte. Dabei handelt es sich um zwei kleine Schienen, auf denen das Laufwerk, wie beispielsweise die Festplatte, abgelegt und anschließend mit dem Gehäuse verschraubt wird. Ähnlich wie bei den Slotöffnungen gilt: Überlegen Sie vor dem Kauf, wie viele Laufwerke Sie einsetzen möchten, und entscheiden Sie sich dann für ein Computergehäuse, welches entsprechend viel Platz bietet.

Die Anschlüsse

Einige Computergehäuse sind mit integrierten Anschlüssen ausgestattet, die im Alltag durchaus praktisch sein können. So müssen Sie beispielsweise eine USB-Festplatte nicht umständlich auf der Rückseite des Gehäuses mit dem PC verbinden, sondern können diese einfach über das Frontpanel anschließen.

Tipps und Tricks für einen unkomplizierten Einbau

Haben Sie sich für ein Computergehäuse entschieden, so geht es nun an den Einbau der einzelnen Komponenten. Im Folgenden finden Sie einige Tipps und Tricks, die Ihnen den Zusammenbau Ihres eigenen PCs erleichtern können.

Das passende Werkzeug

Zunächst benötigen Sie das für den Zusammenbau passende Werkzeug. Unverzichtbar ist ein Kreuzschlitz-Schraubendreher in einer mittleren Größe. Mit diesem können Sie die einzelnen Hardware-Komponenten im PC-Gehäuse befestigen. Des Weiteren benötigen Sie eine gewisse Anzahl an Kabelbindern, mit denen Sie die Strom- und Datenkabel im Computergehäuse zusammenbinden und so ordentlich verstauen können. Empfehlenswert sind zudem eine kleine, aber stabile Pinzette und eine dünne Spitzzange. Beide Werkzeuge können Ihnen beim Einbau der Hardware-Komponenten wertvolle Dienste leisten.

Der richtige Arbeitsplatz

Eine große Rolle beim Zusammenbau eines PCs spielt auch der Ort, an dem der Zusammenbau stattfindet. Wählen Sie hierfür einen großen und vor allem hellen Arbeitsplatz. Halten Sie zudem einige Ablagemöglichkeiten bereit, in denen Sie die Schrauben der Hardware verwahren können. Nehmen Sie Abstand davon, beim Einbau auf Teppichboden zu arbeiten. Einige Textilfasern können sich elektrostatisch aufladen und damit die Hardware-Komponenten beschädigen.

Die Vorbereitung

Das Mainboard ist das Herzstück eines jeden PCs. Beginnen Sie also zunächst damit, das Mainboard so vorzubereiten, dass Sie es in das Computergehäuse einsetzen können. Hierzu müssen Sie den Prozessor in den Sockel drücken und anschließend den Prozessorkühler montieren. Verwenden Sie dabei unbedingt eine Wärmeleitpaste. Diese sorgt für eine stabile Kühlung des Prozessors. Nun können Sie den Arbeitsspeicher in das Mainboard einsetzen. Haben Sie alle Kernkomponenten Ihres PCs auf dem Mainboard vereint, können Sie sich dem Gehäuse widmen.

Der Anfang

Beginnen Sie den Zusammenbau mit dem Einbau des Netzteils. Haben Sie ein Computergehäuse erworben, welches bereits mit einem Netzteil ausgestattet ist, so können Sie diesen Schritt natürlich überspringen. Ansonsten setzen Sie das Netzteil auf den entsprechenden Schienen auf oder platzieren Sie es im unteren Teil des Computergehäuses. Achten Sie dabei darauf, dass der Lüfter des Netzteils nach außen und nicht ins Gehäuseinnere zeigt.

Sitzt das Netzteil fest an seinem Platz, können Sie das Mainboard einsetzen. Legen Sie das PC-Gehäuse dazu auf die Seite, sodass Sie das Mainboard von oben in Position bringen können. Achten Sie dabei darauf, dass die Anschlüsse des Mainboards zur Gehäuserückseite weisen. Fixieren Sie das Mainboard anschließend mit den passenden Schrauben. Vorsicht: Der Schraubenzieher darf auf keinen Fall in Berührung mit dem Mainboard kommen, da sonst empfindliche Leiterbahnen beschädigt werden könnten.

Fast geschafft

Haben Sie das Mainboard fest im Computergehäuse montiert, so verbinden Sie dieses mit dem eingebauten Netzteil. Verwenden Sie dazu den 20- oder 24-poligen Stromstecker. Diesen drücken Sie in die passende Buchse, bis der seitliche Haken einrastet. Nachdem das Mainboard mit Strom versorgt ist, müssen Sie noch die Bedienelemente des Computergehäuses mit dem Mainboard verbinden. Hierzu zählen nicht nur der Ein/Aus-Schalter, sondern auch der Reset-Knopf und eventuell vorhandene Status-LEDs. Die Verbindung erfolgt über kleine Stecker, die jeweils mit mehreren PINs ausgestattet sind. Welcher PIN dabei auf welchen Stecker gehört, können Sie der Betriebsanleitung des Mainboards entnehmen.

Einschalten und genießen

Nachdem die Bedienelemente des Computergehäuses verbunden sind, sind Sie mit dem Zusammenbau des PCs fast fertig. Setzen Sie zum Schluss die restlichen Hardware-Komponenten wie Festplatte, Grafikkarte und sonstige Laufwerke ein und verbinden Sie diese mit dem Mainboard. Für die Verbindung sind in der Regel ein Datenkabel und ein Stromkabel erforderlich. Nachdem Sie auch die Hardware-Komponenten eingebaut haben, können Sie das PC-Gehäuse wieder verschießen. Sie haben es geschafft. Genießen Sie Ihren selbst zusammengestellten PC und erfreuen Sie sich lange am schicken Computergehäuse, welches von nun an Ihren Schreibtisch oder Ihr Büro ziert.

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