Pimp my Wohnzimmer: Mit diesen 7 kleinen + günstigen Kniffen gestaltest Du ein Zimmer mit WOW-Effekt

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Dein Wohnzimmer braucht einen Frischekick? Du willst aus einem langweiligen, kleinen Raum etwas Großartiges schaffen? Kein Problem, denn ein Wohnzimmer-Makeover muss gar nicht teuer sein. Innenarchitektin Miriam Marlett verrät: Auf die kleinen Dinge kommt es an! Und sie zeigt 7 Kniffe, wie aus Deinem Zimmer ein Wohnraum wird, der in jedes Designer-Magazin passt.
Die Innenarchitektin Miriam Marlett gewährt uns einen Blick in ihr Wohnzimmer. (© Sina Huth)
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Die Innenarchitektin Miriam Marlett gewährt uns einen Blick in ihr Wohnzimmer. (© Sina Huth)

Wenn man Miriam Marletts Wohnzimmer betritt, besteht kein Zweifel mehr, welchen Beruf sie ausübt. Alles wirkt modern, schick, durchgestylt. Die Innenarchitektin lächelt darüber. „Eigentlich ist da nichts groß dabei. Man muss sich bei der Einrichtung nur an ein paar kleine Designtricks halten“. Und die will sie uns verraten.
Miriam Marlett ist Diplom-Innenarchitektin und gestaltet viele ihrer Möbel selbst. (© Sina Huth)
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Miriam Marlett ist Diplom-Innenarchitektin und gestaltet viele ihrer Möbel selbst. (© Sina Huth)
Wenn man in viele andere deutsche Wohnzimmer guckt, fällt eines auf: Die Wände sind meistens weiß. Miriam findet das allerdings gar nicht schlecht: „Es ist grundsätzlich eine gute Idee, Wände in neutralen Tönen zu streichen. Dann sind bei der Einrichtung keine farblichen Grenzen gesetzt.“ Denn mit Farbe, weiß die Design-Expertin, muss man insgesamt sparsam umgehen. Zu viel wirkt schnell überladen. „Wenn man alle Wände bunt streicht, drückt das optisch“, sagt Miriam. „Vor allem dunkle Töne lassen Räume kleiner wirken“. Deshalb heißt es gerade in kleinen Zimmern eine weiße Grundlage schaffen und bunte Akzente setzen. Zum Beispiel indem man nur eine einzige Wand streicht – in einer Farbe, die heraussticht, wie Royalblau. „So schafft man Tiefen und Blickpunkte in einem Raum“, erklärt Miriam. Und es spart Geld, denn gute, kräftige Wandfarbe kostet.
Muster, Farben, Formen: Die Innenarchitektin experimentiert gerne und holt sich aus verschiedenen Quellen Inspirationen.
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Muster, Farben, Formen: Die Innenarchitektin experimentiert gerne und holt sich aus verschiedenen Quellen Inspirationen.

Trick 1: Farbakzente setzen – aber mit Konzept!

Ganz wichtig ist es der Innenarchitektin zufolge, sich vor dem (Um-)Gestalten eines Raumes ein Farbkonzept zu überlegen. „Das ist das Geheimnis eines Zimmers, das aussieht wie aus dem Design-Katalog“, erklärt die 28-Jährige. „Man beschränkt sich auf einige wenige Farben und greift diese im Zimmer immer wieder auf.“ Miriam hat sich in ihrem Wohnzimmer für Blau, Gelb und Kupfer als zentrale Farben in einem sonst schlicht Grau und Weiß gehaltenen Raum entschieden. Diese Farben tauchen an der Wand, auf dem Sofa, in Lampen und kleinen Details im ganzen Zimmer auf. Das macht den Gesamteindruck sehr harmonisch und lässt das Zimmer komplett durchgestylt wirken.

Trick 2: Langweiliges Sofa mit Kissen aufpeppen

„Accessoires und kleine Akzente machen oft den größten Unterschied“, sagt Miriam. So machen ein paar Kissen in den Tönen des Farbkonzepts aus einem grauen Standard-Sofa eine Couch mit Design-Charakter. Die Kissen hat Miriam günstig zusammengekauft und teilweise selbst mit Stoffen neu bezogen.
Der Vorher-Nachher-Vergleich zeigt, wie viel kleine Details bewirken. (© Sina Huth)
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Der Vorher-Nachher-Vergleich zeigt, wie viel kleine Details bewirken. (© Sina Huth)
Kleine Veränderung, große Wirkung: Mit wenig Geld erhält Dein Sofa einen neuen Look. (© Sina Huth)
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Kleine Veränderung, große Wirkung: Mit wenig Geld erhält Dein Sofa einen neuen Look. (© Sina Huth)

Um den Look zu vervollständigen, hat sie die Couchfüße abgeschraubt und durch neue ersetzt – in Blau und Kupfer. „Die sind recht günstig im Internet zu haben. Vor allem für Massenware wie Ikea-Möbel gibt es einige sehr viel schönere Ersatzteile von anderen Anbietern. Damit kann jeder seine Möbel ein wenig aufhübschen“, so die Expertin.
Die Bilderwand ist schnell gemacht. Wer sich daran satt gesehen hat, tauscht einfach ein paar Bilder aus. (© Sina Huth)
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Die Bilderwand ist schnell gemacht. Wer sich daran satt gesehen hat, tauscht einfach ein paar Bilder aus. (© Sina Huth)

Trick 3: Eine Wandseite zur Bilderwand umgestalten

Neben der blauen Wand gibt es in Miriams Wohnzimmer noch drei weiße. Damit diese im Vergleich nicht kahl und verloren wirken, hat die Innenarchitektin eine Bilderwand auf einer Wandseite gestaltet. „Hier kann man die Farben aus dem Farbkonzept verstärken“, sagt Miriam. In den Bilderrahmen stecken nicht nur Fotos, sondern auch Grafiken, Poster, Tapetenreste und Graffity-Tags, die zum Farbschema passen – allerdings nicht alle. „Man darf da auch mal aus dem Schema ausbrechen“, sagt Miriam mit einem lächelnden Blick auf die grell-pinkfarbene Katze. „Das belebt das Ganze“.
Die Innenarchitektin kombiniert Fotos, Bilder und Graffity und verpasst ihnen einen einheitlichen Rahmen. (© Sina Huth)
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Die Innenarchitektin kombiniert Fotos, Bilder und Graffity und verpasst ihnen einen einheitlichen Rahmen. (© Sina Huth)

Die Bilderrahmen  sind günstig, teilweise gebraucht und günstig neu lackiert. Dass sie verschiedene Größen haben, lockert das Gesamtbild auf. „Man kann da auch mit unterschiedlichen Formen spielen und pompöse Goldrahmen mit schlichten schwarzen kombinieren. Das macht viel her“.
Diese alte Vitrine hat Miriam für ein paar Euro erstanden – und dann daraus ein schickes Unikat gemacht. (© Sina Huth)
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Diese alte Vitrine hat Miriam für ein paar Euro erstanden – und dann daraus ein schickes Unikat gemacht. (© Sina Huth)

Sattgesehen an alten Möbeln, aber kein Geld für neue Designerstücke? Dann polier’ einfach alte Möbel auf. So manche Gebrauchtware ist mit ein wenig frischer Farbe kaum wiederzuerkennen. Zum Beispiel die weiße Vitrine im Essbereich der Innenarchitektin, die einmal eine verstaubte, dunkelbraune Kommode war. „Ich schaue mich viel auf Flohmärkten und bei eBay Kleinanzeigen um“, sagt Miriam. „Dort findet man oft sehr günstig alte Möbel, die man mit wenig Aufwand wunderschön herrichten kann“. Die Kommode hat die Expertin zunächst abgeschleift und anschließend in zwei Schichten weiß lackiert.
Upcycling statt wegschmeißen: Miriam Marlett gab Vitrine und Sessel mit wenig Geld ein neues Gesicht. (© Sina Huth)
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Upcycling statt wegschmeißen: Miriam Marlett gab Vitrine und Sessel mit wenig Geld ein neues Gesicht. (© Sina Huth)

Die Sessel vor dem Fenster hat Miriam generalüberholt: Erst Stoff und Polster entfernt, frischen Schaumstoff aufgelegt und dann mit neuem Stoff überzogen. „Feste Baumwoll- oder spezielle Möbelstoffe eignen sich am besten dafür“, erläutert die Expertin. „Die kann man dann einfach auf das Gestell drauftackern“. Ersparnis im Vergleich zu neuen Sesseln: mehrere hundert Euro.

Trick 5: Mit Pflanzen dem Raum Frische und Stil verleihen

Pflanzen sorgen für ein angenehmes Raumklima. Statt ausufernden Blumen sind bei der Innenarchitektin jedoch Palmen, Katkeen und Immergrünes angesagt – hübsch auf ein paar alten Hockern arrangiert. Auch die hat die Schnäppchenjägerin gebraucht gekauft. Das kräftige Grün der Pflanzen in den verschiedenen Facetten wirkt moderner und frischer als ein Sträußchen Rosen. „Und man hat das ganze Jahr etwas davon“.
Ein leerer Fleck im Raum wirkt mit ein paar Pflanzen gleich lebendig. (© Sina Huth)
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Ein leerer Fleck im Raum wirkt mit ein paar Pflanzen gleich lebendig. (© Sina Huth)
Rustikal trifft modern: Der Holzstamm-Couchtisch ist ein preisgünstiger Hingucker. (© Sina Huth)
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Rustikal trifft modern: Der Holzstamm-Couchtisch ist ein preisgünstiger Hingucker. (© Sina Huth)

Trick 6: Günstige Holzelemente einbauen – am besten im DIY-Stil

„Holz sorgt für Wärme in Räumen“, sagt Miriam. Holzmöbel dürfen deshalb in einem gemütlichen Wohnzimmer nicht fehlen. Doch statt einen massiven Couchtisch hat sich Miriam einfach ein Stück Baumstamm vor das Sofa gestellt. Das Zusammenspiel aus Natur und Designermöbel funktioniert bestens – und kostet so gut wie nichts.
DIY ist angesagter denn je – und günstiger ist es aus. (© Sina Huth)
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DIY ist angesagter denn je – und günstiger ist es aus. (© Sina Huth)

Auch bei der Fernseherkonsole hat die talentierte Handwerkerin einiges an Geld gespart. Die hat sie aus Paletten zusammengebastelt. Praktisch: Die Öffnungen in den Paletten dienen als Ablagefläche. Dank festgeschraubter Räder ist der Fernseher fix ans andere Raumende gerollt.

Es muss nicht alles Designer-Schick sein. Verspielte Details machen den Charme einer Wohnung aus. (© Sina Huth)
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Es muss nicht alles Designer-Schick sein. Verspielte Details machen den Charme einer Wohnung aus. (© Sina Huth)

Trick 7: Kleine verspielte Details hinzufügen

„Persönlichkeit bekommt ein Wohnraum durch die Details“, weiß die Expertin. An der blauen Wand hängt eine auf dem Flohmarkt gekaufte Kuckucksuhr, die das Holzelement im Raumkonzept widerspiegelt. „Zu viel Schnickschnack wirkt aber schnell ramschig“, warnt Miriam. Deko sollte daher mit Bedacht gewählt werden – und zum Gesamteindruck passen. Wie der kleine Blumentopf, der zufrieden vor der Bilderwand lächelt und unterstreicht: Das ist ein Wohnzimmer zum Wohlfühlen.
Ein Anblick, der zum Lächeln einlädt: Der selbstbemalte Topf passt ins stilbewusste DIY-Konzept. (© Sina Huth)
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Ein Anblick, der zum Lächeln einlädt: Der selbstbemalte Topf passt ins stilbewusste DIY-Konzept. (© Sina Huth)
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