Philosophische Zitate in den Matrix-Filmen

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Mit dem Hollywood-Film "The Matrix" gelang den Wachowski-Geschwistern im Jahr 1999 ein Welterfolg, der sich zu den modernen Klassikern des Films entwickelt hat – und der nicht nur mit Action begeistert, sondern mit Philosophie zum Nachdenken anregt.

 

"The Matrix" – der Welterfolg von 1999

Als "The Matrix" im Jahr 1999 weltweit in die Kinos kam, konnte noch niemand ahnen, welchen Einfluss der Film auf die Popkultur haben würde. Zu den bahnbrechenden Innovationen des Filmes gehörte vor allem der "Bullet Time"-Effekt, der später von zahlreichen anderen Filmemachern kopiert wurde. Auch der Look von Hauptdarsteller Keanu Reeves mit langem schwarzen Mantel und Sonnenbrille wurde vielfach imitiert, während die philosophischen Bemerkungen von "Morpheus" Laurence Fishburne bis heute gerne zitiert werden.

Zur Philosophie der Wachowski-Brüder wurde viel geschrieben: So wird die Thematik von "Matrix" auf den französischen Philosophen Descartes zurückgeführt, der als Erster feststellte, dass der Mensch innerhalb seines Geistes und seines Gehirns lebt (Cogito ergo sum – Ich denke, also bin ich).

 

Was ist die "Matrix" überhaupt?

Der Film stellt die Theorie auf, dass die Menschen nur noch in einer Matrix leben, einer Computersimulation, während ihre Körper in einem Zustand der Bewusstlosigkeit gehalten werden. Nur eine kleine Gruppe von Revolutionären wie Morpheus und die junge Trinity führen einen Kampf gegen die Maschinen, die die Menschheit in die Matrix zwingen. Sie werden dabei verfolgt von düsteren Agenten. Der junge Hacker Neo wird von den Revolutionären rekrutiert, weil er laut eines Orakels derjenige sei, der die Menschen aus der Matrix befreie.

Die Matrix entspricht damit einem Gleichnis, das der griechische Philosoph Platon bereits in der Antike erzählte: Darin sind die Menschen mit dem Gesicht zur Wand in einer Höhle angekettet. Lediglich ein Feuer wirft Schatten an diese Wand, so dass die Schatten die einzige Form der Realität sind, die diese Menschen kennen.

 

Baudrillard, der moderne Philosoph

Ganz deutlich wird auch auf den französischen Medienphilosphen Jean Baudrillard referenziert, in dessen Buch "Simularces et Simulation" Neo seine Hackersoftware aufbewahrt. Baudrillard schrieb schon 1972 in "Requiem für die Medien", dass die Menschheit durch das vollständige Eindringen der Massenmedien in den Alltag den Bezug zur Wirklichkeit verloren habe und in einer Simulationsgesellschaft lebe – und das war noch lange vor dem Internet.

Umfassend hat sich Dieter Broers in seinem Buch "Der Matrix Code" mit dem philosophischen Unterbau von "The Matrix" befasst. Wer den Film nach der Lektüre noch einmal sehen will, findet bei eBay eine große Auswahl an DVDs und Matrix-Blu-Rays.

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