Pflegetipps für Ihr Gartenhaus

Aufrufe 1 Mal bewertet mit „Gefällt mir” Kommentare Kommentar
Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
Pflegetipps für Ihr Gartenhaus

Wie Sie an Ihrem Gartenhaus aus Holz lange Freude haben

Ein Gartenhaus ist für viele Gartenbesitzer das schmückende I-Tüpfelchen ihres grünen Refugiums. Die Objekte sind in vielen Formen und aus verschiedenen Materialien erhältlich. Es gibt Gartenhäuser aus Holz, aus Stein oder aus Kunststoff. Auch Modelle aus pflegeleichtem Metall erobern zunehmend den Markt für Gartenhäuser.

Ein Gartenhaus kann vielseitig genutzt werden. Die einen nutzen ihr Häuschen als praktische Unterstellmöglichkeit für Gartengerätschaften. Den anderen dient ein Gartenhaus als hübsche Wochenendresidenz in den Sommermonaten. Viele nutzen die meist einräumigen Gartendomizile als Ort für Gartenpartys oder als süßes Spielhaus für den Nachwuchs.

Die Vorteile eines Gartenhauses aus Holz

Der überwiegende Teil der Gartenbauten ist aus Holz gebaut. Dieses Material überzeugt durch seine hervorragenden Eigenschaften. Es ist verhältnismäßig preiswert und das Umsetzen von Gartenhaus-Bauvorhaben gestaltet sich recht einfach. Holz hat darüber hinaus den entscheidenden Vorteil, dass es sich als natürlicher Baustoff besonders harmonisch in das Ambiente des Gartens einfügt. Des Weiteren ist es sehr langlebig – vorausgesetzt, der Besitzer vernachlässigt nicht die Pflege seines Holzgartenhauses. An einem Objekt aus Holz kann der Bauherr sehr lange Freude haben. Besonders praktisch sind Gartenhäuser als Block- oder Holzhaus Bausatz. Hierbei baut man das Haus einfach nach Plan zusammen. Je nach Komplexität des Hauses ist jedoch professionelle Hilfe empfehlenswert. 

Ein Gartenhaus steht zwölf Monate im Jahr im Freien. Vor allem in den Wintermonaten können Regen, Wind und Schnee dem Gartendomizil sehr zusetzen. Optimal geschützt vor Nässe und unerwünschten Ungeziefer übersteht ein Gartenhaus diese Bewährungsprobe jedoch spielend.

Die richtige Pflege eines Gartenhauses aus Holz

Der perfekte Schutz vor Feuchtigkeit und widrigen Witterungsbedingungen hat bei einem Gartenhaus aus Holz oberste Priorität. Um das Objekt langfristig wetterbeständig zu erhalten, muss sein Besitzer bestimmte Dinge beachten.

Fundamentierung und Dach

Die Nässe des Bodenuntergrundes ist ein Faktor, der einem Holzhaus gefährlich zusetzen kann. In Verbindung mit der Feuchtigkeit von oben kann es zu ernsthaften Problemen kommen. Ein Gartenhaus sollte niemals unmittelbar auf erdigem Boden errichtet werden. Es muss zwar nicht gleich ein Fundament aus Beton sein, aber einige, akkurat verlegte Platten oder Bodenhülsen aus Metall sollten es schon sein, um den Boden des Holzhauses optimal zu schützen. Ein ordnungsgemäßer Holzschutz verhindert zusätzlich, dass Feuchtigkeit ins Haus zieht. Zudem beugt eine fachgerechte Errichtung des Gebäudes möglichen Wasserschäden vor – hierbei wird darauf geachtet, dass Nässe direkt abgeleitet werden kann.

Das Dach eines Gartenhauses aus Holz muss unbedingt wasserdicht sein, da es Niederschlägen standhalten muss. Bei kleineren Gebäuden bietet das Verlegen einer speziellen Dachpappe ausreichend Schutz. Mit zunehmender Größe des Objektes sollte der Bauherr über das Eindecken mit Dachziegeln nachdenken.

Wie Sie Wasserschäden verhindern

Nicht nur die kalte Jahreszeit hinterlässt Spuren an einem Gartenhaus aus Holz. In den Sommermonaten ist das Objekt permanent von heißer und trockener Luft umgeben – und innerhalb weniger Stunden kann es zu heftigen Regengüssen mit starkem Sturm kommen. Dieses Regenwasser könnte durch die Hausecken von außen nach innen dringen. Um diesem Eindringen vorzubeugen, sollte der Gartenhaus-Besitzer diese Stellen in einem bestimmten Turnus mit Silikon abdichten. Das verhindert mögliche Beschädigungen durch Regen und Feuchtigkeit.

Auch der, der sein Gartenhaus regelmäßig auf Wetterbeständigkeit prüft, kann Probleme mit Wasser bekommen. Das ist der Fall, wenn der Besitzer nasse Sitzkissen oder Gartenliegen im Haus lagert. Aus diesem Grund sollten nach Möglichkeit keine feuchte Kleidung oder Gerätschaften in einem Gartenhaus aufbewahrt werden.

So bleibt ein Gartenhaus aus Holz lange schön

Der überwiegende Teil der Holz-Gartenhäuser ist aus Massivholz. Normalerweise ist eine Spezialbehandlung mit einem Mittel für Holzschutz nicht unbedingt erforderlich. In der Regel können auch heftige Witterungsbedingungen einem Massivholz-Objekt nichts anhaben. Auf den unbehandelten Gebäuden entsteht eine silbergraue Patina – eine natürliche Schutzreaktion des Baustoffes.

Aber die Jahre gehen an einem Holzgartenhaus nicht spurlos vorbei. Die Sonne, der Wind, Regen und Schnee führen zu Fleckenbildung an der Außenfassade der Häuser. Gartenhausbesitzer sollten sich daher nicht nur auf die Widerstandsfähigkeit von Holz verlassen und dem Naturschauspiel lieber mit speziellen Mitteln zum Schutz von Holz vorbeugen. Diese Produkte schützen das beliebte Baumaterial zuverlässig vor Niederschlag und Abnutzung.

Das Gartenhaus wind- und wetterfest machen

Ein Anstrich ist eine Möglichkeit, sein Gartenhaus wind- und wetterfest zu machen. Vor dem eigentlichen Holzschutz-Anstrich müssen die Außenfassaden des Hauses sorgfältig gesäubert werden. Dazu eignen sich Bürsten und Besen. Wer mag, der kann sein Gartenhaus auch mit dem Kärcher vom Schmutz befreien. Nachdem das Material komplett gereinigt wurde und wieder vollständig getrocknet ist, wird das Gartenhaus von alten Farbresten befreit. Dabei empfiehlt es sich, auf Schmirgelpapier mittlerer Körnung zurückzugreifen. Auch das Tragen einer Spezialmaske ist ratsam. So gelangen keine Staub- oder Schmutzpartikel in die Atemwege. Dieser Arbeitsschritt ist nur erforderlich, wenn das Gartenhaus zuvor bereits einen Anstrich hatte.

Eine gründliche Behandlung mit einem Holzgrund auf Wasserbasis schützt das Objekt vor dem Befall durch Bläuepilze. Darüber hinaus begünstigt diese Vorbehandlung eine bessere Haftung des späteren Hauptanstriches.

Breite, weiche Flachpinsel eigenen sich besonders gut zum Streichen von Holzhäusern. Mit den langen Borsten sind auch schwierige Stellen zwischen den Bohlen gut zu erreichen. Es dauert nur wenige Stunden, bis die erste Lage des Endanstrichs ausgehärtet ist. An warmen Sommertagen ist das sogar in weniger als zwei Stunden der Fall. Anschließend folgt der finale Anstrich. Wer möchte, der kann farbliche Akzente setzen, in dem er Dachblenden oder Türrahmen in einer Kontrastfarbe streicht.

Schutz vor Pilz und Parasiten

Wer seinem Holzhaus regelmäßig diese Art der Verjüngungskur angedeihen lässt, der sorgt nicht nur für eine ansprechende Optik des Gartenhauses, sondern schützt sein Domizil auch vor Pilzbefall und Parasiten.

Neben dem Anstrich gibt es noch eine weitere Möglichkeit des Holzschutzes: das Einölen. Diese Methode kommt immer seltener zum Einsatz. Bei dieser Behandlung wird das Material mit einem Spezialöl für Holz eingeölt. Das hat den Vorteil, dass die Struktur und der natürliche Farbton des Baustoffes vollständig erhalten bleiben. In gewissen Abständen verschwindet dieser Schutzfilm beispielsweise durch Regen von der Holzoberfläche. Deswegen sollte der Besitzer die Behandlung einmal jährlich wiederholen. Der Pflegevorgang ist so lange erforderlich, bis das Holz kein Öl mehr aufnimmt. Ein eindeutiges Zeichen dafür ist die dünne Ölschicht auf der Materialoberfläche. Vor jeder Ölung ist das Gartenhaus gründlich von Schmutz zu befreien. Dabei empfiehlt es sich, auf Seifenlauge oder ein wenig Wasser mit einem Spitzer Spülmittel zurückzugreifen. Unterbleibt eine gründliche Reinigung, besteht das Risiko, dass sich der Schmutz unter dem Holzöl ansammelt. Im Nachhinein lässt sich dieser nur mit großem Aufwand entfernen.

Nicht nur die Innenwände und äußeren Fassaden eines Holzgartenhauses müssen regelmäßig gepflegt werden. Der Fußboden ist ebenso in wiederkehrenden Abständen zu behandeln. Vor der Errichtung erhalten die Bohlen des Hausbodens eine besondere Grundierung. Dafür eignet sich beispielsweise eine sogenannte offenporige Lasur. Damit sich im Fußboden keine Feuchtigkeit staut, sollte das Gartenhaus auf einem Kiesuntergrund stehen. So kann Nässe in tiefer gelegene Erdschichten ablaufen und der Holzboden bleibt trocken.

Die besten Produkte zur optimalen Pflege des Holzgartenhauses

Der Baufachhandel bietet ein großes Sortiment an speziellen Produkten zur Pflege von Gartenhäusern aus Holz. Ölhaltige Farben eignen sich für das Material besonders gut. Sie dringen sehr tief ins Holz ein. Außerdem entstehen bei diesen Aufträgen keine Risse. Auch mit einem abblätternden oder schuppigen Anstrich muss sich der Gartenhausbesitzer nicht herumärgern. Bei speziellen Holzschutzmitteln kann man zwischen der deckenden Variante und farblosen Anstrichen wählen. Ist das Gartenhaus aus rauen Holzsorten errichtet, bleibt die Struktur des Materials sichtbar.

Eine Gartenhauspflege auf Ölbasis überdauert mehr als zehn Jahre, wobei eine Behandlung mit einer ölhaltigen Lasur spätestens nach vier Jahren erneuert werden muss. Es handelt sich dabei lediglich um Richtwerte. Wann ein neuer Anstrich notwendig wird, hängt auch immer von den Witterungsbedingungen ab.

Der Handel bietet eine große Vielfalt ölhaltiger Anstriche. Diese werden jedoch nur zur Renovierung des Gartenhauses genutzt. Ölhaltige Farben zur Verschönerung des Gartenhauses sind sehr ergiebig. Ausgehend von einem Zweifach-Anstrich ist bei der transparenten Variante ein Liter ausreichend für etwa 13 Quadratmeter. Ein Liter deckende Farbe reicht unter gleichen Voraussetzungen für rund 17 Quadratmeter. Bei rauen Oberflächen sind die Anstriche nicht ganz so ergiebig.

So bleiben Scharniere und Schlösser leichtläufig

Auch an den Türen und Scharnieren eines Gartenhauses nagt der Zahn der Zeit. Bevor es quietscht und klemmt, sollte sich der Besitzer rechtzeitig um die Vorrichtungen kümmern. Das regelmäßige Einfetten und Ölen verhindert unangenehme Geräuschentwicklung und gewährleistet das problemlose Öffnen und Schließen der Türen. Die Scharniere danken die Pflege mit Leichtläufigkeit.

Ein undichtes Dach – das muss nicht sein

Das Dach eines Gartenhauses muss in regelmäßigen Abständen überprüft werden. So fallen defekte Dachpfannen, Risse in der Dachpappe oder sonstige Schäden rechtzeitig auf. Bleiben diese Schäden unentdeckt, so staut sich Nässe unter der Dachpappe. Gegebenenfalls beginnt das Material zu faulen. Es kann bereits eine geringe Menge Wasser ausreichen, um großen Schaden anzurichten.

Bei den turnusmäßigen Kontrollen sollten Gartenhausbesitzer besonders das Umfeld der Dachpappennägel begutachten. Dort entstehen besonders oft Risse. Wurde die Dachpappe mit schmalen Latten fixiert, so muss der Besitzer des Hauses prüfen, ob diese Konstruktion noch ausreichend stabil ist. Die Latten sollten auf jeden Fall alle zwölf Monate mit einem Holzschutzmittel behandelt werden.

Damit das Dach langfristig hält, ist es regelmäßig von Schnee, Blättern, Ästen, Zweigen oder Ähnlichem zu befreien. Wird das versäumt, droht die Dachkonstruktion einzustürzen.

Die Pflege des Außenbereiches

Bei einem auf Platten oder Pflaster errichteten Objekt muss Pflanzenbewuchs vermieden werden, damit Regenwasser gut ablaufen kann. Verunreinigungen oder Erde lagern sich gern auf dem Material ab. Bei unmittelbarem Kontakt besteht die Gefahr, dass das Holz permanenter Nässe ausgesetzt ist. Es droht Fäulnis.

Auch das Stutzen großer Sträucher und nahestehender Bäume ist erforderlich, da sie das Gartenhaus schädigen könnten.

Die optimale Pflege eines Gartenhauses kann dessen Lebensdauer bedeutend erhöhen. Wer sich diese Ratschläge zu Herzen nimmt, der wird sicherlich noch sehr lange Freude an seinem Gartenhaus haben.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden