Per FM-Transmitter MP3-Musik über das Autoradio abspielen

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Spielen Sie Ihre MP3s über das Autoradio ab: Diese FM-Transmitter machen es möglich

Im Auto ist die Verwendung eines Kopfhörers für den Fahrer verboten. Um dennoch die eigene Musik des MP3-Players während der Fahrt zu hören, sind die Lautsprecher des Autos prädestiniert. Moderne Autoradios bieten die Möglichkeit, einen MP3-Player via USB, Bluetooth oder Line-In Kabel mit diesem zu verbinden. Häufig besteht dann auch die Möglichkeit, einen USB-Stick oder eine SD-Steckkarte einzustecken. Ältere Autoradios bieten diese Funktionalität nicht. Die beste verbleibende Möglichkeit, um eine Verbindung kabellos herzustellen, ist der FM-Transmitter. Dieser überträgt das Audiosignal über eine einstellbare UKW-Frequenz an das Autoradio. Die Klangqualität ist mit der eines Kassetten-Adapters vergleichbar. In beiden Fällen wird das Signal analog übertragen. Der folgende Ratgeber informiert Sie über die Funktionsweise eines FM-Transmitters, unterschiedliche Anschlussmöglichkeiten und gibt Ihnen praktische Tipps für die Anwendung.

Der FM-Transmitter funktioniert wie ein Mini-Radiosender

Ein FM-Transmitter ist eine ideale und praktische Lösung für all diejenigen, die Ihre MP3-Lieder im Auto über das Autoradio hören möchten, dieses jedoch keine eingebaute Verbindungsmöglichkeit bietet.

Bei einem FM-Transmitter handelt es sich sozusagen um einen kleinen Mini-Radiosender (Mini-FM-Transmitter). Der Transmitter empfängt die Musiksignale von einem CD-Player, MP3-Player, Handy oder Smartphone und sendet diese an eine freie UKW-Frequenz (die Frequenz darf nicht von einem echten Radiosender belegt sein). Für das Autoradio sind die eingehenden Signale des FM-Transmitters identisch mit denen eines normalen Radiosenders. Ein Kabel zur Übertragung des Signals zwischen Transmitter und Autoradio ist nicht nötig. Das Signal wird problemlos in Stereo-Sound wiedergegeben. Bevor die FM-Transmitter die Verbindung externer Geräte mit dem Autoradio ermöglichten, waren Kassetten-Adapter lange eine verbreitete Alternative, um einen tragbaren CD-Player oder einen MP3-Player mit dem Autoradio zu verbinden. Da Autoradios mit Kassettenfach seit vielen Jahren nicht mehr verkauft werden, ist diese Alternative kaum noch einsetzbar. Die Wiedergabequalität eines FM-Transmitters ist mit der des Kassetten-Adapters vergleichbar. Beide übertragen ein analoges Signal. Im Folgenden erfahren Sie mehr über die optimale Verwendung des FM-Transmitters.

Die Übertragung des Musiksignals

Erst seit 2006 ist die individuelle Übertragung von Radiowellen im Auto gesetzlich erlaubt. Für die Verwendung der Funkfrequenzen sind strenge Richtlinien erlassen worden. FM-Transmitter, die in Deutschland betrieben werden, müssen das CE-Zeichen führen und zugelassen sein. Ob ein Gerät zugelassen ist, ist an einer entsprechenden Beschriftung zu erkennen. Vorgeschrieben ist die maximale Reichweite des FM-Transmitters, die 10 Meter nicht überschreiten darf. Die gesetzlich erlaubte Sendeleistung beträgt 50 Nanowatt, in der Praxis übersteigt die Reichweite des Transmitters außerhalb des Autos so kaum 3 Meter. Theoretisch kann zum Beispiel an einer Ampel das Signal von anderen Autoradios empfangen werden. Dies setzt jedoch voraus, dass der Fahrer entweder zuvor dem Rauschen einer freien Frequenz gelauscht, oder genau in dem Moment den Sendersuchlauf verwendet hat. Damit der FM-Transmitter funktioniert, ist eine freie UKW-Frequenz notwendig. Gerade in Großstädten mit vielen Radiosendern ist der freie Frequenzraum begrenzt. Wichtig bei der Auswahl des FM-Transmitters ist daher ein breites Frequenzspektrum. Im Optimalfall wird der Bereich von 88,1 bis 107,9 Megahertz vollständig unterstützt. Im Internet sind Transmitter erhältlich, die unterhalb der UKW-Band Grenze (87,5 MHz) senden können. Der Betrieb dieser Geräte ist in Deutschland nicht gestattet und wird strafrechtlich verfolgt. Im nahen Umfeld können diese den Feuerwehr- und Polizeifunk stören. Für einen idealen Empfang ist nicht allein eine freie UKW-Frequenz entscheidend. Besonders die Positionierung des Transmitters im Auto ist von Bedeutung. Das Gerät ist möglichst nah an der Autoantenne am besten positioniert.

Die Klangqualität eines FM-Transmitters

Das Audiosignal wird, wie bei einem normalen Radiosender, analog übertragen. Die maximal mögliche Klangqualität entspricht somit der eines Radiosenders mit voller Empfangsleistung. Kommt es bei der Signalübertragung zu Problemen, ist das klassische Rauschen des Radios zu hören. Ein besseres kabelloses Audiosignal wird über Bluetooth bereitgestellt.

Tragbare und fest verbaute FM-Transmitter

Üblicherweise handelt es sich bei FM-Transmittern um mobile Geräte, die über den Zigarettenanzünder mit Strom versorgt werden. Erhältlich sind darüber hinaus Geräte, die fest verbaut werden. Diese werden zwischen der Autoantenne und dem Antenneneingang des Autoradios platziert. Damit ist der FM-Transmitter ohne sichtbaren Kabelsalat angeschlossen. Am Armaturenbrett wird dieser dann dauerhaft angebracht. So ist eine optimale Klangqualität sichergestellt.

Funktionen eines FM-Transmitters

Wer regelmäßig mit dem Auto die gleiche längere Strecke zurücklegt, fährt dabei durch unterschiedliche Sendezonen. Eine Frequenz, die am Startort frei ist, kann am Zielort von einem echten lokalen Radiosender belegt sein. Damit das Signal des lokalen Radiosenders nicht überlagert wird, muss auf eine freie Frequenz ausgewichen werden. Wichtig ist daher, dass in dem FM-Transmitter mehrere Frequenzen eingespeichert werden können. Die gleichen Frequenzen werden idealerweise am Autoradio selbst ebenfalls abgespeichert. So ist der Wechsel der Frequenz während der Autofahrt ein Kinderspiel. Alternativ kann der FM-Transmitter auch automatisch nach einer freien Frequenz suchen. Der Suchlauf des Radios wird automatisch bei Störungen der Wiedergabe aktiviert. In der Regel empfiehlt es sich, diese Funktion zu deaktivieren.

Um einen optimalen Klang zu ermöglichen, sind in einigen FM-Transmittern Geräuschfilter integriert. Der Filter versucht, die im Radio üblichen Störgeräusche zu filtern. Zur Not besteht die Möglichkeit, in den Monobetrieb zu wechseln, sollte das Signal einmal sehr schlecht sein. Zur Verbesserung der Klangqualität ist ein im FM-Transmitter verbauter Equalizer ebenso hilfreich. Die Tonausgabe ist damit Ihren individuellen Vorlieben angepasst. Gute Transmitter senden Informationen über den MP3-Titel via RDS (Radio Data System) an das Autoradio. Titelname und Länge werden so im Display des Autoradios angezeigt. Dazu muss das Autoradio natürlich ebenfalls die RDS-Technologie unterstützen. Kann der FM-Transmitter aufgrund der Position der Radioantenne des Autos nicht in Reichweite platziert werden (z. B. wenn die Antenne auf dem Heck verbaut ist), schafft eine Fernbedienung Abhilfe. Mit dieser wird die Sendefrequenz bequem eingestellt. Der MP3-Player ist darüber jedoch nicht steuerbar.

Auf dem Markt sind ebenso FM-Transmitter erhältlich, die selbst in der Lage sind, MP3-Dateien zu lesen. Der Anschluss eines MP3-Players ist so überflüssig. Meist kann bei solchen Transmittern ein USB-Stick angeschlossen oder eine SD-Speicherkarte eingesteckt werden (FM-Transmitter-USB-SD). Die Titelauswahl und Bedienung erfolgt dann über die Bedienknöpfe des Transmitters oder über die Fernbedienung.

Ebenfalls erhältlich sind FM-Transmitter, die mp4-Dateien lesen können. Diese verfügen über einen eigenen Bildschirm, über den Filme angesehen werden können. Die Ausgabe des Audiosignals erfolgt über die Lautsprecher des Autos (FM-Transmitter-MP4).

Die unterschiedlichen Anschlussmöglichkeiten eines FM-Transmitters

Um einen FM-Transmitter mit einem mobilen CD-Player, MP3-Player oder Smartphone zu verbinden, stehen verschiedene Anschlussmöglichkeiten zur Auswahl.

Standard: der Miniklinken-Anschluss (3,5 mm)

Zur Standardausführung gehört der Miniklinken-Anschluss (3,5 mm). Über solch ein Kabel wird der Audioausgang des Abspielgeräts mit dem Transmitter verbunden (FM-Transmitter-Klinke). Einziger Nachteil dieser Lösung ist das lästige Kabel.

Empfang des Audiosignals und Lademöglichkeit für den MP3-Player: der USB-Port

Eine weitere Möglichkeit, um eine Verbindung herzustellen, ist der USB-Port (FM-Transmitter-micro-USB). Neben der Bereitstellung der Musikdaten kann der Transmitter so (vorausgesetzt dieser kann ausreichend Leistung abgeben) den MP3-Player gleichzeitig aufladen. Auch bei dieser Lösung fällt das notwendige Kabel negativ auf.

Bluetooth: die fortschrittlichste Lösung

Die fortschrittlichste Verbindungsmöglichkeit wird kabellos über Bluetooth hergestellt (vorausgesetzt der MP3-Player ist bluetoothfähig). Neben der Übertragung des Audiosignals bieten einige Geräte zusätzlich die Möglichkeit, als Freisprechanlage zu agieren, was die Sicherheit im Auto erhöht. Der FM-Transmitter verfügt dann über ein integriertes Mikrofon, die Stimme des Gesprächspartners wird komfortabel über die Lautsprecher des Autos wiedergegeben (FM-Transmitter-Bluetooth).

Speziell: Verbindung mit einem iPod

Für den iPod mit Docking-Anschluss sind kompatible Transmitter verfügbar (FM-Transmitter-iPhone). Mit diesen ist neben der Weiterleitung des Audiosignals auch das Aufladen des iPods möglich. Idealerweise befindet sich direkt am Transmitter eine Halterung für den iPod, sodass keine weiteren Kabel nötig sind.

Möglichkeiten der Stromversorgung für den FM-Transmitter

Für die Stromversorgung des FM-Transmitters stehen mehrere Alternativen zur Auswahl. Die meisten Geräte verfügen über einen 12-Volt-Anschluss für den Zigarettenanzünder. Erhältlich sind auch Minisender, die den MP3-Player als Stromquelle nutzen können. Dessen Batterie ist so zwar schneller erschöpft, dafür kann der Transmitter auch außerhalb des Autos verwendet werden.

Transmitter, bei denen der 12-Volt-Anschluss zum Gehäuse gehört und die über keine eingebaute Batterie verfügen, können nur im Auto eingesetzt werden (außer der MP3-Player kann als Stromquelle genutzt werden). Befindet sich die Radioantenne im hinteren Teil des Fahrzeugs, kann es aufgrund der Distanz zwischen Zigarettenanzünder und Antenne zu Beeinträchtigungen der Klangqualität kommen. In diesem Fall sollte sich im hinteren Bereich des Fahrzeugs ebenfalls ein Zigarettenanzünder befinden. Um den Transmitter während der Fahrt bedienen zu können, ist dann eine Fernbedienung nötig. Die Distanz des Transmitters zur Autoantenne sollte stets möglichst kurz gehalten werden.

Um die Batterie zu schonen, schalten sich gute Transmitter automatisch ein und aus. Wird die Wiedergabe der Musik für mehr als eine Minute unterbrochen, schalten sich diese Geräte automatisch ab. Das schont die interne Batterie wie auch die Autobatterie.

FM-Transmitter als Zusatzkomponente

FM-Transmitter sind auch in anderen Geräten verbaut. So existieren Navigationsgeräte, die mit einem solchen Transmitter ausgestattet sind. Die Tonausgabe erfolgt wieder komfortabel über die Lautsprecher, während gleichzeitig Musik abgespielt werden kann. Auch manche Smartphones (z. B. das Nokia N8) verfügen über einen integrierten FM-Transmitter. Die Wiedergabe des Sounds über das Autoradio ist damit ohne Kabel möglich. Auch Gespräche und Navigationsansagen können auf diesem Weg an das Autoradio gesendet werden.

Probleme bei der Verwendung eines FM-Transmitters

Je nach Fahrzeug kann es bei der Verwendung eines FM-Transmitters zu Problemen kommen, die die Qualität der Audioübertragung negativ beeinflussen. Bei einigen neueren Fahrzeugen ist die Radioantenne in der Frontscheibe integriert. Ist diese gleichzeitig beheizbar, kommt es häufig zu Empfangsproblemen. Auf die Verwendung eines Transmitters sollte dann verzichtet werden. Was bleibt, sind kabelgebundene Übertragungsmöglichkeiten oder Bluetooth.

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