PC-Tuning - PCs schneller machen Teil 3

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Trick: Softwareprobleme mit Hardware "totschlagen"

Wenn sich abzeichnet, daß die Lösung von Softwareproblemen lange dauert (d.h. auch entsprechend teuer wird, wenn ein ITler sich damit beschäftigt) und man es selber nicht kann bzw. keine Zeit dafür hat, hilft es oft die Probleme mit Hardware totzuschlagen.
Man kann natürlich selbstverständlich die Softwareprobleme lösen und aufrüsten. Außerdem kann es bei der Lösung von Softwareproblemen helfen, Arbeitsspeicher aufzurüsten, damit man nicht stundenlang auf die Ausführung bestimmter Aktionen warten muß.

Für die Aufrüstung kommen in Frage:
1) Arbeitsspeicher
2) CPU
3) Grafikkarte
4) Festplatte

zu 1:
Arbeitsspeicher ist für Computer und Notebooks der Aufrüstdauerbrenner. Mit mehr Arbeitsspeicher kann man altes Gerät noch eine Zeitlang weiter benutzen. Auch sind im Laufe der Zeit die Anforderungen an den Arbeitsspeicher gewachsen, z.B. braucht Windows XP mit allen Sicherheitsupdates und Service-Packs erheblich mehr Speicher als ohne alles. Aber "ohne alles" kann man heutzutage nicht mehr ins Internet gehen.
Empfohlene Größe für Windows XP : 2 GB
Empfohlene Größe für Windows Vista / 7 : 4 GB
Aber Achtung beim Aufrüsten: Es gibt unterschiedliche Arten von Speicher und wenn man ein älteres Gerät hat, ist eben nicht der supergünstige DDR3-Speicher, sondern vielfach der teure DDR1-Speicher. Ferner ist zu beachten, wieviel freie Steckplätze es gibt, bzw. bei Notebooks, ob man an alle Speicher problemlos rankommt. Falls Sie sich nicht damit auskennen: Der Fachhandel schaut gerne nach.

zu 2:
Kommt meist nur für Computer in Betracht, nicht für Notebooks.
Bei älteren Computern sind häufig noch sogenannte Single-Core-CPUs verbaut. Hängt sich jetzt eine Aufgabe (z.B. Drucken oder Scannen) oder ein (z.B. Speicherstick mit Fehlern) auf, ist davon der ganze PC betroffen. Ab Dual-Core-CPUs würde einfach eine andere CPU weiterrechnen. Ab Sockel 775 oder Sockel AM2 sollte es dementsprechend mindestens eine Dual-CPU sein.
Achtung: Bei Boards mit Sockel 478 oder Sockel A (462) gibt es keine passenden Dual-CPUs. Auch kann es vorkommen, daß nicht jedes 775er oder sAM2-Board Dual-CPUs kann. Diesbezüglich schauen Sie bitte ins Handbuch. Auch ist es möglich, daß ein Biosupdate das Mainboard aufrüstbar macht.

zu 3:
Die Aufrüstung der Graphikkarte kommt meist nur bei Computern in Frage.
Es geht dabei meistens um Computerspiele, die mit der alten Grafikkarte ( oder Onboard-Grafikkarte) nicht laufen.
Dabei ist nach Steckplatz zu unterscheiden in AGP oder PCI-Express.
Bei Notebooks sind zu etwa 90% die Grafikchips auf der Haupplatine verlötet , d.h. nicht aufrüstbar. Bei Varianten mit separater Grafikkarte muß recherchiert werden, welche Grafikkarten es für dieses spezielle Notebookmodell gibt.

zu 4:
Die Aufrüstung mit einer sogenannten SSD-Platte bringt den Performancegewinn schlechthin. Durch den zur Zeit noch sehr hohen Preis kommen wohl nur Größen im Bereich 120-160 GB in Frage. Bei Notebooks würde man die ganze Platte austauschen und die Partitionen auf die neue SSD-Platte klonen. Ähnliches gilt, wenn die PC-Festplatte unter 150 GB belegt ist: Die Daten werden geklont und die große PC-Festplatte wird für weniger wichtige Dinge verwendet (oder für Datensicherung). Wenn die Festplatte stärker belegt ist, muß selektiert werden , verbunden mit einer eventuellen Neuinstallation auf der SSD-Platte. Oder für viel Geld eine richtig große SSD-Platte kaufen.
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