PC-Tuning - PCs schneller machen - Teil 1

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Oft erlebt man, wenn der PC einige Zeit in Gebrauch ist, daß er immer langsamer wird. Aber da auf dem PC viele Dinge eingerichtet sind (Internet, Emailprogramme, Officeeinstellungen etc.), möchte man es gerne vermeiden, Windows neu aufzuspielen.
Diese Serie beschäftigt sich aber nicht nur mit dem Tuning älterer PCs, es werden auch Tipps für neue PCs gegeben. Da das Thema sehr komplex ist, teilen wir es auf. Etwa alle zwei Wochen wird ein neuer Teil erscheinen. So "stay tuned".

Teil 1 beschäftigt sich mit der Festplatte.
Hier ist bei neuen PCs meist wenig zu machen. Allerdings sollte man gleich beim Kauf des PCs auf eine schnelle Festplatte achten. Hier mal 20 oder 30 Euro für eine schnelle Platte gleicher Kapazität zu investieren, kann absolut lohnend sein. Alternativ kann man über ein Raidsystem nachdenken, welches Festplattenzugriffe teilweise um Faktor 2 verbessert. Als Zusatzkosten schlagen ein teureres Mainboard und mindestens eine zusätzliche Festplatte zu Buche (Kosten ca. 150-200 Euro). Bei der Auswahl des  Mainboardes sollte dann darauf geachtet werden, daß der Raidcontroller von dem neuen Betriebssystem unterstützt wird, da sonst die Installation des Betriebssystems komplizierter wird.
Bei älteren PCs geht der Blick als erstes nach dem Füllungsgrad. Randvolle Festplatten/Partionen haben keinen Platz für die Auslagerungsdatei, laufen auf den langsamen Teilen Festplatte und es besteht Gefahr , daß das Dateisystem abschmiert. Über Arbeitsplatz (Vista + Win7: Computer), rechte Maustaste auf C: , Eigenschaften kann man ersehen, wieviel % belegt sind. Idealerweise sollten nicht mehr als 70% der C:-Partition belegt sein, in keinem Falle mehr als 90%. In diesem Falle ist sofortiger Handlungsbedarf gegeben. Stehen noch andere Festplattenpartitionen zur Verfügung , können Musik, Bilder, Filme oder ähnliches verlagert werden. Geht dies nicht oder reicht das nicht, müssen Programme deinstalliert werden. Der Deinstallation von Programmen wird ein eigenes Kapitel gewidmet. Unter Systemsteuerung - Software kann man Programme deinstallieren. Oft finden sich dort Programme, von denen man genau weiß, daß sie nicht mehr benötigt werden. Programme die man nicht kennt, sollte man erstmal nicht deinstallieren, da diese unter Umständen von anderen Programmen benötigt werden. Eine Warnung sei noch hinzugefügt: Die Deinstallation kann sich jedoch bei vollen Festplatten schon geraume Zeit dauern.
Der zweite Blick geht zur Defragmentierung. Unter Start - Programme - Zubehör - Systemprogramme findet sich die Defragmentierung. C: markieren, auf Überprüfen klicken. Wird eine Defragmentierung empfohlen, sollte diese durchgeführt werden.
Auch dieser Vorgang kann länger dauern, insbesondere wenn mehrere Jahre nicht mehr defragmentiert wurde.
Belegung und Fragmentierung sollten auch für die anderen Festplattenpartitionen überprüft werden, insbesondere falls von einer anderen Partition gebootet wird.
Als Nächstes ist das Überprüfen der Auslagerungsdatei dran. Unter Start - Einstellungen - Systemsteuerung - System - Registerkarte "Erweitert" - Systemleistung - Erweitert - Virtueller Arbeitsspeicher auf Ändern klicken. Oft sind die Auslagerungsdateien für die heutigen Programme zu klein. Heutzutage bietet sich eine permanente Auslagerungsdatei von 3000 MB an. Dazu müssen 3 GB auf der Platte frei sein und es sollte damit die Platte nicht voll sein. Ein Klick auf "Benutzerdefinierte Größe" wird gesetzt, unter Anfangsgröße und unter maximale Größe wird nun 3000 eingetragen. Findet sich im System eine fast unbenutzte Partition, bietet es sich an die Auslagerungsdatei komplett dahin zu verlagern.
Zwei Sonderfälle müssen noch erwähnt werden:
Startet Windows häufig mit Scandisk (Überprüfung der Festplatte) kann dies auf eine defekte Festplatte hindeuten. Mittels Testprogrammen sollte die Festplatte überprüft werden und gegebenfalls die defekte Festplatte ausgetauscht werden. Bei einem Austausch sollte eine neue Festplatte verwendet werden (bessere Performance) - für die Datenübertragung bietet sich ein Partitionierungsprogramm an, z.B. Ghost, Acronis, Partition Magic, etc.
Tritt beim Start des Computers eine Meldung auf, wie z.B. "Smart capable, but not enabled" , so ist die Festplatte Smart-fähig (Festplatte "denkt" mit) und sollte daher auch im Bios eingestellt werden. Dies betrifft aber nur ältere IDE-Festplatten, bei modernen Sata-Festplatten gibt es übrigens kein "Smart".
 
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