Outdoor-Viewing leicht gemacht: Europameisterschaft to go

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Sommer, Sonne, Fußball! Oder auch „Jogi to go“! Wenn Deutschland in Frankreich um den Titel spielt, macht das zwar auch im Wohnzimmer Spaß. Doch so richtig nach Sommermärchen fühlt sich die Europameisterschaft vor allem draußen an, bei einer zünftigen Europameisterschafts-Party, beim Grillen, beim Campen oder am See. Jogi, Schweini, Gomez, Müller & Co. zum Überall-Mitnehmen – wir verraten, mit welcher Technik die Outdoor-Europameisterschaft perfekt funktioniert.


Mit einem DVB-T-Stick ist die EM überall dabei. Foto: TrekStor
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Mit einem DVB-T-Stick ist die EM überall dabei. Foto: TrekStor

DVB-T:

Seit gut zehn Jahren ist das digitale Antennen-TV erste Wahl fürs Draußen-Fernsehen, für das ganz private Public Viewing in der Hängematte, im Freibad, beim Picknick. Mit einem Stick am Smartphone, am Tablet oder am Notebook wird das Fernsehen mobil, der Empfang klappt fast überall. Und dafür ist weder ein WLAN-Netz noch eine Mobilfunkverbindung nötig – die Flatrate bedankt sich! Nur die Bildqualität (ohne HD) ist nicht ganz so überragend. Aber wen stört das, wenn Jogis Jungs wie erhofft zum Titel stürmen? Gerade ist in Deutschland der Nachfolger DVB-T2 HD gestartet – doch für unterwegs gibt es leider noch kaum geeignete Hardware. Deshalb bleibt das gute alte DVB-T zur Europameisterschaft noch einmal Europameister in Sachen Überall-TV. Die Technik ist ausgereift und günstig. Sticks wie der Elgato EyeTV Mobile für iOS (59 Euro) oder der EyeTV Micro für Android (35 Euro) verwandeln Smartphones und Tablets in mobile Fernseher. Die TerraTec Cinergy mobile DVB-T Box (69 Euro), ebenfalls für iOS und Android, ist noch komfortabler. Sie verbreitet das DVB-T-Signal per WiFi in ihrer Umgebung, so muss kein Stick ans Gerät. Und zum Europameisterschaft-Gucken am Notebook ist der TerraTec Cinergy DVB-T Stick (15 Euro) ideal. Wichtig: Wer jetzt noch einen DVB-T-Empfänger kauft, hat daran nur ein paar Monate Freude. Denn ab 2017 wird das Signal abgeschaltet, für DVB-T2 HD ist dann neue Hardware erforderlich.
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DVB-T2 HD:

Am 31. Mai ist das neue HD-Antennenfernsehen in 18 deutschen Großstädten und ihrer Umgebung gestartet – pünktlich zur Europameisterschaft. In der ersten Phase sind damit ARD, ZDF, RTL, ProSieben, VOX und Sat.1 zu sehen. Ab Frühjahr 2017 steigt die Auswahl auf bis zu 45 Programme. Nie zuvor waren so viele Sender per Antenne zu empfangen. Wermutstropfen: Die Privaten sind bei DVB-T2 HD (das auch als Freenet TV vermarktet wird) nur bis nächstes Frühjahr gratis. Dann kosten RTL, ProSieben & Co. als Abo rund fünf Euro im Monat. Fürs Wohnzimmer gibt es bereits die ersten Empfänger für DVB-T2 HD, wie den Xoro HRT 8720 (90 Euro). Doch für unterwegs, für die Fußball-Party im Garten, sieht es bisher noch mau aus. Empfänger für iOS und Android sind noch gar nicht zu haben. Einige Hersteller werben zwar mit dem Label „DVB-T2“. Doch meist handelt es sich um Import-Geräte, die mit der deutschen Verschlüsselung nicht klarkommen. Ganz wichtig beim Kauf: Achten Sie auf die Logos „DVB-T2 HD“ und „Freenet TV“. Oder schauen Sie im Datenblatt nach, ob der Standard „H.265 (HEVC)“ für die Komprimierung der Bilder unterstützt wird. Denn nur dann klappt der Empfang. Das bisherige „H.264“ genügt nicht. Fürs Notebook gibt es dagegen bereits erste passende Sticks wie den Hauppauge WinTV SoloHD (55 Euro). Er unterstützt DVB-T2 HD. Allerdings fehlt ab Werk der Software-Decoder für H.265, der sich aber aus dem Internet laden und installieren lässt. Und wer weiß: Wenn die deutsche Mannschaft das Finale am 10. Juli in Paris erreicht, gibt’s bis dahin vielleicht auch schon die ersten DVB-T2 HD Sticks für iPhone, iPad und Android.
Das ARD-Duo Matthias Opdenhövel und Mehmet Scholl auch unterwegs am Smartphone erleben. Foto: ARD/Apple
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Das ARD-Duo Matthias Opdenhövel und Mehmet Scholl auch unterwegs am Smartphone erleben. Foto: ARD/Apple

Mediatheken:

Keine Hardware, sondern einfach nur eine kostenlose App – auch damit werden Smartphone und Tablet zur tragbaren Fußball-Arena. Mit den Apps (iOS, Android) von ARD und ZDF sind fast alle Spiele live zu sehen. Nur sechs Partien laufen bei Sat.1. Hier ist die 7TV-App die ersten 30 Tage kostenlos, das reicht locker für die Europameisterschaft. Danach wären eigentlich 2,99 Euro im Monat fällig. Doch wenn das Gratis-Probeabo nicht verlängert wird, endet es laut Sat.1 automatisch. Wenn die Fernsehsender überlastet sind, ist die TV-App Zattoo (ebenfalls iOS und Android) eine prima Alternative. In Standard-Bildauflösung ist die Europameisterschaft hier kostenlos zu sehen, in HD verlangt Zattoo 9,99 Euro im Monat. Am Notebook laufen die Livestreams auf sportschau.de, em.zdf.de und sat1.de. Aber Achtung: Bitte mit den Apps und am Notebook nur per WLAN Fußball gucken! Denn die Datenmengen per Mobilfunk sind so enorm hoch, dass die Flatrate meist nicht einmal für ein ganzes Spiel reicht. Und noch ein Tipp: Die Streams von ARD, ZDF und Sat.1 laufen aus rechtlichen Gründen meist nur innerhalb Deutschlands. Wer im Auslandsurlaub ist, kann diese Blockade aber mit einer Proxy-Software knacken. Sie verschleiert, aus welchem Land der Stream angeklickt wird. Top sind Faceless VPN Connection (iOS, 1,99 Euro im Monat) oder Hotspot Shield VPN (Android, 2,49 Euro im Monat).

Xoro HTC 1946 - idealer kleiner EM-Fernseher für den Garten oder fürs Camping. Sogar mit DVD! Foto: Xoro
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Xoro HTC 1946 - idealer kleiner EM-Fernseher für den Garten oder fürs Camping. Sogar mit DVD! Foto: Xoro

Mini-Fernseher:

Seit sich jedes Smartphone oder Tablet per DVB-T zum Fernseher aufrüsten lässt, sind die kleinen Camping- oder Garten-Fernseher längst nicht mehr so gefragt wie früher. Doch es gibt sie nach wie vor, und sie haben ihre Vorteile. Sie sind technisch einfacher, weil keine Apps installiert werden müssen. Außerdem sind sie günstiger als ein Top-Tablet, die Bildschirme sind größer, und die Bildqualität ist bei kleinen HD-Fernsehern besser als am Tablet per DVB-T. Ein echter Titelkandidat unter den TV-Minis ist der 18,5 Zoll (47 Zentimeter) kleine Xoro HTC 1946. Er bietet HD – und hat allen Ernstes sowohl einen DVD-Player als auch das brandneue DVB-T2 HD an Bord. Ein kleiner Unterhaltungsriese, der rund 200 Euro kostet. Günstigere Alternative, bei eBay für 140 Euro, ist der 20 Zoll (51 Zentimeter) kleine Telefunken L20H270I3, der ebenfalls ein HD-Ready-Bild bietet. Bei dieser Bildschirmgröße ist das ein echter Volltreffer!
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