Orte, an denen tragbare Radios immer noch unschlagbar sind

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Orte, an denen tragbare Radios immer noch unschlagbar sind

Tragbare Radios scheinen zwar in Zeiten von Smartphones und Tablet PCs längst überholt zu sein. Aber noch immer finden Sie in dieser Kategorie eine Vielzahl von Geräten, auf die Sie in bestimmten Situationen lieber nicht verzichten möchten. Dieser Ratgeber soll Ihnen einen Überblick darüber geben, wann Sie auf tragbare Disc-Player & Radios zurückgreifen können, welches Funktionen Sie erwarten dürfen und worauf Sie beim Kauf achten sollten.

Wann sich die Anschaffung von tragbaren Radios noch lohnt

iPods & MP3-Player sind inzwischen Standard in allen Lebenslagen. Und doch gibt es noch immer Orte, an denen tragbare CD-Player und Radios die perfekte Wahl sind. Stellen Sie sich vor, Sie planen mit Ihrer Familie im Park ein Picknick. Mit ein wenig musikalischer Untermalung wird Ihr Nachmittag perfekt. Ein tragbares Radio hat hier den Vorteil, dass Sie es stets mitnehmen können, ganz egal wo Sie schließlich Ihr Lager aufschlagen. Darüber hinaus gibt es aber gerade im privaten Umfeld sehr viele Situationen, in denen tragbare Stereoanlagen ihre großen Stärken ausspielen. Hierzu gehören beispielsweise folgende Orte und Gelegenheiten:

  • Beim Zelten im Freien
  • Ausgedehnte Ausflüge mit dem Fahrrad
  • Im Urlaub am Campingplatz
  • Als Radiowecker für Vielreisende
  • Als Radio für das Badezimmer
  • Für die sportliche Betätigung (z. B. Joggen)
  • Bei der Gartenarbeit im eigenen oder im Schrebergarten
  • Beim Besuch im Freibad

Es gibt sogar Menschen, die ihr tragbares Radio bevorzugen, wenn sie unter der Dusche stehen. Dann sollte es allerdings schon ein spezielles wasserdichtes Radio sein, das den Einsatz unter Wasser übersteht bzw. für Feuchträume geeignet ist.

Auch im beruflichen Umfeld lohnen sich tragbare Geräte sehr. Handwerker, die täglich auf wechselnden Baustellen zum Einsatz kommen oder bei verschiedenen Kunden arbeiten, bringen häufig ein tragbares Baustellenradio mit. So können sie überall ihre Lieblingssender hören, egal wo sie gerade arbeiten. Damit Sie an Ihrem tragbaren Gerät viel Freude haben, sollten Sie sich genauer mit den Eigenschaften und technischen Voraussetzungen von Radios auseinandersetzen.

Die Auswahl an Frequenzbändern bei tragbaren Radios

Frequenzbänder sind die Frequenzbereiche, die durch das Radio verarbeitet werden können. Sie dienen der Übermittlung der Radiowellen und bieten Ihnen eine adäquate Auswahl an Radiosendern. Hierzulande werden unter anderem folgende Technologien unterschieden:

UKW: Ultrakurzwellen als akzeptierter Standard für tragbare Radios

UKW ist die Abkürzung für Ultrakurzwelle und bezeichnet den hierzulande am meisten verbreiteten Standard hinsichtlich der Ausstrahlung von Radioprogrammen. Das Frequenzband umfasst den Bereich von 87,5 bis 108,0 MHz. Bei diesem Frequenzband erfolgt die Übertragung der Radiosignale auf den UKW-Träger per Frequenzmodulation. Die Abkürzung FM für Frequenzmodulation hat sich als Synonym für das UKW-Radio eingebürgert. Deshalb findet sie sich auch auf den meisten tragbaren Radios.

UKW-Sender sind genau in dem Radius empfangbar, in dem Ihr Radio den Sender „sehen“ kann. Daher empfangen Sie immer für die Radiosender das beste Signal, die am nächsten zum Empfänger stehen. Die Sendefrequenz muss korrekt eingestellt werden, da sonst Störungen und Rauschen an der Tagesordnung sind. Derzeit ist UKW das wichtigste Frequenzband für die Übermittlung von Radiosignalen. Es lohnt sich, zukünftig auch auf Geräte mit integriertem DAB zu setzen. Analog zum Fernsehen werden auch Radiosignale immer mehr digital übermittelt.

DAB: Neueres digitales Hörfunksystem für die digitale Übertragung von Radiosystemen

DAB sollte ursprünglich einmal der Nachfolger des UKW-Radios werden, ist aber inzwischen aufgrund der eher langsamen Einführung mehr als Ergänzung zu sehen. DAB wird auch als „Digital Radio“ bezeichnet und nutzt für die Übertragung das Band III bei einer Frequenz von 200 MHz. Es unterscheidet sich von UKW insbesondere dadurch, dass durch Gleichwellennetze mehrere Sender auf derselben Frequenz senden können. Dadurch können in einem Frequenzband wesentlich mehr Radiosender untergebracht werden, wodurch eine größere Sendervielfalt entstehen kann. Obwohl dieselben Frequenzen genutzt werden, stören sich die Sender nicht gegenseitig, wie es bei UKW der Fall wäre.

DAB ist bekannt dafür, eine außerordentlich hohe Klangqualität übermitteln zu können, die teilweise sogar mit CD-Qualität vergleichen zu ist. DAB+ ist eine Weiterentwicklung des Standards und bietet durch die Nutzung der aktuellsten Audiokompression noch bessere Klangergebnisse und eine größere Sendervielfalt.

Kurzwelle: Radioprogramme aus aller Welt verfolgen und hören

Tragbare Radios, die Kurzwelle empfangen können, können aufgrund der großen Reichweite der Kurzwellensignale im Optimalfall sogar Radiosender aus aller Herren Länder empfangen. Im Regelfall werden sie aber eher für nationale Radiosender genutzt. Wer gerne topaktuell informiert ist, nutzt die Möglichkeit, um Nachrichten aus anderen Ländern aus erster Hand zu erfahren. Über Kurzwelle können die Sendungen in deutscher Sprache oder in Fremdsprachen aus mehr als 200 Ländern gehört werden. So kann beispielsweise auch schlecht erhältliche Musik aus fernen Ländern empfangen werden.

Der Kurzwellenrundfunk ist beinahe schon ein Kult. Tausende Radiohörer organisieren sich sogar in Kurzwellen-Hörerclubs, um sich hier gemeinsam über den Empfang der Radiosender auszutauschen. Während des Kalten Krieges wurde der Kurzwellenrundfunk insbesondere als Propagandainstrument verwendet. Bis heute gibt es aktiv genutzte Untergrundsender in aller Welt.

Analog oder digital? Die Radiowelt nach der Analogabschaltung

Für den Fernsehempfang wurde sie bereits zum 30. April 2012 vollzogen, für den Empfang von Radiosendern steht sie noch aus: die Analogabschaltung. Die EU forderte die Umschaltung auf das digitale Radio eigentlich bis spätestens Ende 2012. Aktuell ist die vollständige Digitalisierung jedoch nicht einmal bis Ende 2015 absehbar. Daher sind noch für einige Zeit die UKW-Frequenzen sowie die digitalen Signale gleichzeitig verfügbar. Die Umstellung auf digitale Signale soll dafür sorgen, dass die Störanfälligkeit der Radiosignale sinkt, ebenso wie die Kosten für die Übertragung. Zudem steigt die Übertragungskapazität wesentlich an.

Allerdings zieht die Umstellung auch für die Verbraucher einige Veränderungen nach sich. Mit herkömmlichen, analogen Radioempfangsgeräten im UKW-Band wird es nach der Analogabschaltung nicht mehr möglich sein, Radiosender zu empfangen. Für den Empfang der digitalen Signale sind spezielle Radioempfangsgeräte erforderlich, die mit der DAB- oder DAB+-Technologie umgehen können. Daher sollten Sie beim Kauf Ihres tragbaren Radios darauf achten, dass dieses den DAB-Standard bereits unterstützt. So sind Sie auch für die Zukunft bestens gerüstet.

Funktionen von tragbaren Radios: Die große Vielfalt der Extras

Ein einfaches Empfangsgerät aus der Kategorie TV, Video & Audio empfängt Radiosender und spielt das Radioprogramm ab. Doch gibt es zahlreiche Extras, die die Nutzung Ihres tragbaren Radios um einiges komfortabler gestalten. Dazu gehören unter anderem die folgenden Funktionen:

Betrieb per Batterie: Für tragbare Radios unabdingbar

Eine der häufigsten Optionen bei tragbaren Radios ist die Möglichkeit, sie mit Batterien zu betreiben. Welche Batteriengröße benötigt wird, hängt sowohl von der Größe als auch der Leistung des Radios ab. Kleine Geräte kommen häufig schon mit normalen AA-Mignon-Batterien aus. Größere Radios hingegen brauchen unter Umständen die teureren Baby- oder Mono-Batterien.

 Wenn Sie Ihr tragbares Radio regelmäßig mit Batterien betreiben wollen, sollten Sie auf Akkus zurückgreifen, die Sie wiederaufladen können. Passende Ladegeräte finden Sie in der Kategorie Ladegeräte & Dockingstationen bei ebay. Handelsübliche Batterien reichen oft nur für wenige Stunden Hörspaß.

Der Netzbetrieb: Für den Alltag die perfekte Wahl

Jedes tragbare Radio sollte auch die Möglichkeit besitzen, über einen Netzstecker an einer Steckdose angeschlossen werden zu können. Es wird regelmäßig vorkommen, dass Sie Ihr Radiogerät auch einmal in der Nähe der Stromversorgung nutzen. Dann wäre es Verschwendung, teure Batterien zu verwenden.

Analog oder Digital – die Anzeige der Radiosender

Radioempfangsgeräte benötigen eine Anzeige für die Radiosender. An dieser Anzeige können Sie ablesen, welche Frequenz gerade eingestellt ist. Zudem können Sie hier die Veränderungen verfolgen, wenn Sie den Radiosender ändern. Hierfür lassen sich zwei Varianten unterscheiden:

  • Analoganzeige: Bei der Analoganzeige besteht eine Anzeige, die beim Radio häufig horizontal aufgebaut ist. Auf der Legende erkennen Sie die verschiedenen Frequenzen. Ein Pfeil oder Stift zeigt die aktuell eingestellte Frequenz an. Wenn Sie mithilfe des Reglers den Radiosender verstellen, bewegt sich analog dazu der Pfeil in die entsprechende Richtung.
  • Digitalanzeige: Die Digitalanzeige – bei modernen Radios ist sie der Standard – besteht aus einem digitalen Display, auf dem die eingestellte Senderfrequenz in Zahlen dargestellt wird. Häufig bieten diese Digitalanzeigen weitere Informationen, beispielsweise den Batteriestand oder die eingestellte Lautstärke.

Do it yourself Radio: Empfangsgeräte zum Selbstkurbeln

Wenn Sie viel unterwegs sind, aber die hohen Kosten für Batterien scheuen, könnte ein Kurbelradio für Sie die richtige Wahl sein. Bei einem derartigen Modell ist ein Hebel angebracht, mit dem Sie kurbeln müssen. Dadurch produzieren Sie den Strom, den das Radiogerät für den Betrieb benötigt. Ihr tragbares Radio ist dann völlig von einer externen Stromquelle wie Batterien oder einer Steckdose unabhängig. Allerdings ist natürlich auch der Aufwand für das Kurbeln relativ hoch.

Modern und grün: Das tragbare Radio mit Solarbetrieb

Sie können Radios mit integrierter Solarzelle kaufen. Diese lädt sich bei Sonneneinstrahlung auf und erzeugt Energie für den Betrieb des Radios. Dies ist zwar eine sehr umweltfreundliche und unabhängige Möglichkeit des Betriebs. Allerdings hat das solarbetriebene Radio im Vergleich zum normalen Hifi-Tuner den Nachteil, dass es nicht uneingeschränkt zur Verfügung steht. Bei Nacht stößt das tragbare Radio mit Solarzelle schnell an seine Grenzen. Ein zusätzlicher Netzstecker sollte daher bei solchen Modellen Pflicht sein.

Mit Kopfhörern immer und überall ganz dezent Radio hören

Kopfhörer sind eine praktische Angelegenheit, um Ihr tragbares Radio immer und überall zu nutzen, ohne andere Leute zu stören. Gerade im Freibad oder in der U-Bahn, wo sehr viele Menschen an einem Ort versammelt sind, wäre es sehr störend, wenn jeder in beliebiger Lautstärke sein Radio aufdrehen würde. Wenn Sie Ihr Radio daher für den Einsatz an solchen Orten kaufen, sollten Sie darauf achten, dass es über eine Kopfhörerbuchse verfügt. So können Sie bei Bedarf die normalen Lautsprecher abstellen und den Ton nur noch über die Kopfhörer empfangen.

Ein integrierter Gürtelclip: Perfekt für den Einsatz im Sport

Möchten Sie Ihr tragbares Radio beispielsweise beim Joggen und Laufen nutzen? Dann informieren Sie sich am besten im Vorfeld, ob bei dem gewünschten Modell ein Gürtelclip integriert ist bzw. ob dieser nachträglich nachgerüstet werden kann. Damit können Sie Ihr Radioempfangsgerät am Gürtel befestigen und haben Ihre Musik immer und überall dabei.

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