Ob Nintendo DS, 3DS, Lite oder XL: Diese Zubehörpakete sind sinnvoll

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Ob Nintendo DS, 3DS, Lite oder XL: Diese Zubehörpakete sind sinnvoll

Die japanische Firma Nintendo beschäftigt sich schon seit über zwanzig Jahren mit dem Entwickeln und Herstellen von Videospielen und gehört zu den führenden Firmen aus dem Bereich von Spielkonsolen und Handhelds. Der erste weltweite Erfolg von Nintendo war der Game Boy, der sich weit über einhundert Millionen Mal verkauft hat. Ihm folgten etliche Nachfolger, wie zum Beispiel der Game Boy Color oder der Game Boy Advance, die zum ersten Mal mit bunten Videospielen auf einem Handheld überzeugen konnten.

Bereits auf dem ersten Handheld wurden Serien geboren, die bis in die heutige Zeit bestehen konnten: Allen voran natürlich Mario, der kleine italo-amerikanische Klempner, der auf der ewig währenden Suche nach der entführten Prinzessin ist und dabei sowohl seinen Bruder Luigi, als auch sein treues Reittier Yoshi immer wieder mit in den Kampf führt. Die Serie wurde zum größten Erfolg der Videospielgeschichte und brachte nicht nur weitere Jump'n'Run-Spiele mit sich, die sehr den ersten "Super Mario"-Teilen nachempfunden sind, sondern weitete sich auch auf viele andere Genres aus: Sportspiele, wie Tennis oder Fußball, werden in den letzten Jahren immer wieder gerne mit dem typischen Mario-Flair gemixt und erzeugen so lustige Videospiele für Kinder und Erwachsene. Dazu kommt das überaus beliebte "Mario Kart", sowie Spin-Offs, die zum Beispiel Yoshi, Luigi oder den bösen Bruder Wario als Protagonisten haben und für viele Stunden Spielspaß sorgen. 

Die Erfolgsgeschichte des Nintendo DS

Nach dem Megaerfolg des Game Boy und den beachtlichen Verkaufszahlen seiner Nachfolger entschied sich Nintendo dazu, die Technik der Handhelds auf eine neue Ebene zu heben und brachte im Jahr 2004 den Nintendo DS heraus, der eine entscheidende Rolle auf dem Handheld-Markt einnimmt: Zum ersten Mal wurde ein Touchscreen zusätzlich zu dem normalen Spielbildschirm integriert, wodurch diese Technologie für den Massenmarkt übernommen wurde und tatsächlich sehr gut ankam. Das lässt sich nicht zuletzt auch an der Anzahl der verkauften Exemplare festmachen: Mit bis heute über 150 Millionen Konsolen hat der Nintendo DS nicht nur den alten Game Boy überflügelt, sondern auch einen großen Beitrag zur Akzeptanz von Videospielen in der Gesellschaft geleistet. Außerdem konnte er durch seine viele Zusatzfunktionen überzeugen: War es früher nur möglich, mit Freunden zusammen ein Multiplayer-Spiel zu spielen, wenn extra Kabel dafür gekauft und die jeweiligen Geräte miteinander verbunden wurden, so ermöglicht der Nintendo DS dank seiner kabellosen Verbindung bei vielen Nintendo DS Spielen ein lustiges Zusammensein mit bis zu acht Spielern. Zusätzlich gibt es eine Online-Funktion, mit der man nicht nur mit oder gegen andere Spieler spielen kann, sondern ein Online-Shop bietet außerdem noch die Möglichkeit, kleinere Spiele herunterzuladen. Außerdem wird der Nintendo DS mit dem von Anfang an installierten „PictoChat" ausgeliefert, mit dem es möglich ist, in vier separaten Chatrooms mit jeweils 16 Teilnehmern zu chatten und Zeichnungen auszutauschen.

Damals noch neu: Tochscreen und intergriertes Mikrofon

Der größte Spaßfaktor des Handhelds liegt in dem bereits erwähnten Touchscreen, der am besten mit einem extra dafür entwickelten Eingabestift, dem sogenannten Stylus oder Touchpen, genutzt wird. Dadurch können einfach und schnell Menüs durchgeklickt, Zeichnungen gefertigt und andere Aufgaben gelöst werden. Ebenfalls neu ist die Schrifterkennung, mit der es möglich ist, Rechen- und Schreibaufgaben über den Touchscreen zu lösen: Zwar ist der Spieler gezwungen, halbwegs ordentlich zu schreiben, doch funktioniert die Erkennung der handschriftlichen Eingaben meistens sehr gut, wodurch der DS prädestiniert ist, um ihn auch als Lerngerät zu nutzen. Vokabeltrainer, Programme für Mathematikaufgaben und Spiele, die das Gehirnschmalz zum Kochen bringen sollen – wie zum Beispiel die "Gehirn-Jogging"-Reihe – entwickelten sich zu einem heiß begehrten Genre und überzeugten auch Erwachsene der älteren Generation von der Nutzbarkeit des Handhelds. Außerdem gab es auch andere integrierte Funktionen, die das Entwicklerherz höher schlagen ließen: Mit dem eingebauten Mikrofon konnten zum Beispiel Befehle gegeben werden, die dann im Spiel tatsächlich eine Aktion hervorgerufen haben.

Der erfolgreiche Nachfolger: der Nintendo 3DS

Nach dem riesigen Erfolg des Nintendo DS wollte Nintendo einen weiteren Schritt wagen und die Innovationstechnologien erneut in die weltweiten Wohnungen bringen: Der Nintendo 3DS ist die konsequente Weiterentwicklung der Vorgängergeneration und vereint ein größeres Touchpad mit einer verbesserten Steuerung und einem leistungsstärkeren Prozessor. Die große Neuerung besteht jedoch in dem besonderen Bildschirm über dem Touchscreen: Es ist der erste in einer Spielkonsole verbaute Screen, der autostereoskopische 3D-Inhalte darstellen kann, wodurch keine spezielle Brille zum Erkennen der 3D-Effekte von Nöten ist. Aus offiziellen Verlautbarungen von Nintendo ist bekannt, dass sich in Deutschland keine Konsole jemals so schnell verkauft hat, wie der 3DS. Er ist sogar so erfolgreich, dass er seit seinem Release im März 2011 innerhalb von neun Monaten öfter über die Ladentheke ging, als die Nintendo Wii. Mit seinen 13 Starttiteln versuchte er außerdem das breite Feld der verschiedenen Genres abzudecken und so jeden Fan von Videospielen zu überzeugen. Allerdings war von Anfang an klar, dass die Zielgruppe eher bei den Freizeitspielern zu finden ist, die immer mal für ein paar Stunden pro Woche den Handheld in die Hand nehmen. Sogenannte Core-Gamer hingegen waren von den Release-Titeln enttäuscht, weshalb sich die Konsole in dieser Gruppe nur sehr schleppend etablieren konnte.

Mit dem Handheld Videos aufnehmen

Eine weitere Komfortfunktion besteht darin, dass der 3DS abwärtskompatibel ist, also nicht nur 3DS-Spiele auf ihm gespielt werden können, sondern auch Titel des Nintendo DS problemlos auf dem Gerät laufen. Sogar Videospiele, die man im Dsi-Shop – dem Onlineshop des DS – gekauft hatte, lassen sich auf den 3DS übertragen, sodass man die Titel nicht noch einmal bezahlen muss. Außerdem wurde im Dezember 2011 ein System-Update herausgegeben, mit dem es Besitzern des Handhelds möglich ist, mit dem Gerät auch Videos aufzunehmen: Diese dürfen maximal zehn Minuten lang sein und können sowohl in 2D, als auch in 3D aufgenommen werden. Außerdem gibt es den sogenannten Nintendo Briefkasten, mit dem man E-Mails an in der Freundesliste vorhandene Personen schicken und von Freunden auch welche empfangen kann. Durch regelmäßige Nutzung des Briefkastens kann man außerdem weitere Funktionen – wie zum Beispiel neues Briefpapier oder eine 3D-Schrift – freischalten. 

Zubehörteile für Nintendo DS und 3DS

Natürlich gibt es eine ganze Menge an Zubehör für die Handhelds, die in verschiedenen Versionen auf den Markt gebracht wurden: Der Nintendo DSi besitzt zum Beispiel eine zusätzliche Kamera und ist damit als Upgrade des normalen DS zu sehen, außerdem wurden sämtliche Versionen noch in einer XL-Variante auf den Markt gebracht, die mit zwei größeren Bildschirmen überzeugen können. Beim Zubehör kann man zwei Kategorien feststellen: Manches braucht man, andere sind wiederum optional. So ist zum Beispiel ein Ladekabel unumgänglich, da die Geräte nicht mit Batterien angetrieben werden, sondern ein eingebauter Lithium-Ionen-Akku den benötigten Strom liefert. War die kabellose Spielzeit beim Nintendo DS bei höchster Lichteinstellung noch ca. acht Stunden lang, so muss der Nintendo 3DS bereits nach fünf Stunden wieder an das Stromnetz angeschlossen werden. Außerdem werden Speicherkarten, sogenannte R4-Module, benötigt, um Spielstände und heruntergeladene Inhalte zu sichern. Dabei sind natürlich verschiedene Größen der Speichermedien vorhanden und es ist sinnvoll, den eigenen Verbrauch zu überschlagen, da sich eine sehr große SD-Karte nicht für jeden lohnt.

DS und 3DS-Zubehör für Unterwegs

Außerdem sehr beliebt sind die sogenannten Cases, bei denen es sich um Schutzverpackungen für die Konsole und die dazugehören Spiele handelt: Da die Handhelds gerade von Kindern zu allen möglichen Aktivitäten mitgenommen werden, ist es sinnvoll, extra solche Schutzhüllen zu kaufen, da es immer mal passieren kann, dass die Konsole herunterfällt oder sonstige Unfälle geschehen. Für lange Reisen im Auto wurde sogar ein Ladegerät entwickelt, das in den Zigarettenanzünder gesteckt werden kann und so das Laden während der Fahrt ermöglicht. Ebenfalls sehr beliebt sind die sogenannten Skins, bei denen es sich um Schutzfolien handelt, die auf die Geräte geklebt werden. Dabei gibt es Motive aus allen möglichen Richtungen und Genres, um die eigene Konsole zu verschönern: Neben Tribals und Mustern werden auch sehr gerne Folien gekauft und verklebt, die zu dem jeweiligen Lieblingsspiel passen. So gibt es natürlich Folien mit verschiedenen Motiven aus dem Mario-Universum, aber auch Pferde und kleine Hundewelpen erfreuen sich großer Beliebtheit. 

Reparatur der Handhelds selbst machen

Gerade bei häufigem Gebrauch kommt es immer wieder vor, dass die Konsolen ein paar Kratzer bekommen oder tatsächlich ein Teil kaputtgeht und ersetzt werden muss. Dann gibt es die Möglichkeit, zu einem Spezialisten zu gehen und für viel Geld die Konsole wieder in Stand setzen zu lassen. Alternativ können Sie jedoch auch das nötige Zubehörteil kaufen und mit etwas Geschick den Nintendo DS oder 3DS selbst reparieren. Ein typischer Verschleiß ist zum Beispiel beim Gelenk zu finden, das die beiden Bildschirme miteinander verbindet und dafür sorgt, dass der Handheld auf- und zugeklappt werden kann. Manchmal kommt es auch vor, dass das Gerät herunterfällt oder aus sonstigen Gründen ein Bildschirm den Geist aufgibt. Dann ist es möglich, dass lediglich der Bildschirm an sich und nicht die Elektronik im Inneren Beschädigungen aufweist, wodurch ein einfacher Wechsel des Bildschirms ausreichen sollte. Allerdings sollten Sie darauf achten, ob noch Garantie auf dem Gerät ist, denn dann ist es immer besser, die Konsole einzuschicken und einen professionellen Monteur die Reparaturen durchführen zu lassen. Möchten Sie trotzdem selbst Hand anlegen, dann sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass jeglicher Garantieanspruch erlischt, sobald Sie selbst an dem Gerät schrauben.

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