Nützliche Notebook-Erweiterungskarten bei eBay finden

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Nützliche Notebook-Erweiterungskarten bei eBay finden

Mehr als nur Standard – Erweiterungskarten für das Notebook

Ähnlich wie einen Desktop-Computer kann man auch das mobile Gegenstück Notebook aufrüsten und an individuelle Bedürfnisse anpassen. Mit der Serienausstattung muss sich niemand mehr zufriedengeben. Dabei ist es nicht der USB-Port, der hier für mehr Komfort und zusätzliche Features sorgt, sondern der Erweiterungsschacht, der in jedes Notebook integriert ist. Dieser Ratgeber liefert Informationen über nützliche Notebook-Erweiterungskarten und zeigt, worauf beim Einkauf zu achten ist.

PCMCIA oder ExpressCard – integrierte Technik und kein Kabelsalat

PCMCIA und ExpressCard sind beim Notebook die Gegenstücke zu PCI und PCI Express beim stationären Rechner. Beide Variationen ermöglichen es, externe Peripheriegeräte mit dem Notebook zu verbinden und zusätzliche Anschlussmöglichkeiten zu schaffen. Dabei liegt der entscheidende Vorteil gegenüber dem USB-Port klar auf der Hand. Die eingebauten Erweiterungskarten müssen nicht über ein zusätzliches Kabel angeschlossen werden, sondern verschwinden im Gehäuse. Außerdem sind CardBus (PCMCIA) und ExpressCard bei der Datenübertragung etwa doppelt so schnell wie ein herkömmlicher USB 2.0 Port.

Seit 1990 gibt es für Notebooks PCMCIA-Anschlüsse, die viele Hersteller auch als CardBus bezeichnen. Gebräuchlich sind die Typen I und II, die sich in der Dicke unterscheiden, in Tiefe und Breite aber identisch sind. Normal ist hier die 32-Bit-Version, die pro Sekunde bis zu 133 Megabyte Datentransfer ermöglicht. PCMCIA-Karten schonen darüber hinaus den Prozessor.

In den Notebooks der neueren Generation findet man anstelle der PCMCIA-Schnittstellen die ExpressCard. Die ExpressCard-Erweiterung kann zwar auch über den USB 2.0 Port angeschlossen werden. Allerdings nimmt man dann eine Reduzierung der Datentransferrate auf die Möglichkeiten der USB-Schnittstelle in Kauf, die selten mehr als 60 Megabyte pro Sekunde beträgt. Wird die ExpressCard jedoch – ähnlich wie der PCI-Anschluss im PC - direkt eingebaut, sind bis zu 500 Megabyte Datentransfer pro Sekunde kein Problem. Auch hier gibt es zwei unterschiedliche Stärken.

Kauftipp: Wer eine ExpressCard-Erweiterung für das Notebook kauft, sollte unbedingt die größere 54-Millimeter-Version anschaffen, damit sich auch die größeren Erweiterungskarten verwenden lassen.

Die hohe Datenfrequenz bringt Vorteile, wenn hochwertige Grafiken angezeigt werden sollen. An die ExpressCard kann problemlos eine externe Grafikkarte angeschlossen werden, die besonders bei aufwendigen Videospielen in 3D eine gravierend bessere Auflösung bietet.

Obwohl die ExpressCard moderner und schneller ist, halten viele Notebook-Besitzer an der bewährten PCMCIA-Schnittstelle fest. Kompatibel sind die beiden Einschübe untereinander nicht, es sei denn, man verwendet einen entsprechenden Adapter. Einige wenige Hersteller bieten inzwischen Notebooks sowohl mit PCMCIA- als auch mit ExpressCard-Anschluss an.

Wichtig: Beim Kauf eines Notebooks, das mit PCMCIA-Anschluss versehen ist, ist darauf zu achten, dass Karten des Typs I und des Typs II gleichermaßen verwendet werden können.

Notebook aufrüsten – eine einfache und doch vielseitige Angelegenheit

Sowohl die PCMCIA- als auch die ExpressCard-Schnittstellen bieten vielseitige Möglichkeiten, das Notebook an die individuellen Bedürfnisse anzupassen. Für den gewerblichen Bereich können sogar Lesegeräte für Chipkarten so ganz problemlos eingebaut werden. Hier die bekanntesten Erweiterungskarten für das Notebook auf einen Blick:

  • Netzwerkkarten
  • Bluetooth-Erweiterungen und WLAN-Karten
  • TV-Karten
  • Soundkarten
  • UMTS-Karten
  • Grafikkarten
  • USB-Karten
  • Speicherkartenleser sowie
  • Externe Festplatten

Was die Notebook-Erweiterungskarten leisten und für wen sie besonders geeignet sind, zeigen die Detailinformationen in diesem Ratgeber.

Mit dem Notebook im Netzwerk

Ob zu Hause, auf der Arbeit oder bei Freunden, wer sich mit seinem Notebook in ein verkabeltes Netzwerk begibt, möchte vor allen Dingen eines: eine schnelle Leitung. Hier kann es, besonders bei älteren Notebook-Modellen zu Problemen kommen. Integrierte Netzwerkanschlüsse haben normalerweise eine Bandbreite, die den Datentransfer auf etwa 100 Megabit pro Sekunde beschränkt. Netzwerke mit Gigabit-Ethernet-Technik erlauben aber eine etwa zehn Mal schnellere Datenübertragung. Mit einer Netzwerkkarte, die sowohl über die PCMCIA- als auch über die ExpressCard-Schnittstelle eingebaut werden kann, passt sich das Notebook der hohen Geschwindigkeit des Netzwerkes an. Die entsprechenden Adapter mit einem Datentransfer auf 1.000 Megabit pro Sekunde kosten dabei teilweise weniger als 20 Euro.

Während moderne Handys und PDAs nahezu alle über die Bluetooth-Technologie verfügen und sich kabellos ins Netzwerk einwählen können, gehören Wireless-LAN-Anschlüsse bei älteren Notebooks nicht zum Standard. Eine Möglichkeit, Bluetooth nutzen zu können, sind Mini-USB-Sticks. Notebookbesitzer, die nur über einen ExpressCard-Anschluss verfügen, kommen um diese Lösung nicht herum. Für PCMCIA-Schnittstellen gibt es entsprechende Erweiterungskarten zum Preis von etwa 20 Euro.

Moderne Notebooks verfügen in der Regel standardmäßig über einen Wireless-LAN-Anschluss. Trotzdem kann es sinnvoll sein, eine WLAN-Erweiterungskarte zu verwenden. Wenn zum Beispiel die Übertragungsrate des Notebooks nicht mit dem Standard des Routers harmoniert oder man das leistungsfähigere 802.11-n-WLAN nutzen möchte, ist ein entsprechendes Upgrade durch eine Notebook-Erweiterung die beste Lösung, für die allerdings etwa 70 Euro an Kosten anfallen.

Mit den Notebook fernsehen

Mithilfe eines DVB-T-Tuners und einer kleinen Antenne kann mittlerweile an jedem Ort der Fernsehempfang sichergestellt werden. Wer auf eine hohe Bildqualität und eine größere Senderauswahl Wert legt, sollte sich um einen digitalen TV-Tuner bemühen. Digitale TV-Karten für das Notebook gibt es sowohl für die PCMCIA- als auch für die ExpressCard-Schnittstelle. Einige Hersteller bieten TV-Erweiterungskarten für das Notebook auch als Hybrid-Lösung an. Es können sowohl analoge TV-Sender als auch digitales Fernsehen damit empfangen werden. Hier liegen die Anschaffungspreise für Notebook-Erweiterungskarten zwischen 50 und 100 Euro.

Damit auch Spiele den richtigen Sound haben

Notebooks haben eingebaute Lautsprecher oder lassen sich problemlos mit der heimischen Hi-Fi-Anlage verbinden. Hier ist allerdings, je nach Alter und Standard des Notebooks, unter Umständen mit Einschränkungen bei der Wiedergabequalität zu rechnen. Auch bei den sogenannten Gamer-Notebooks, die ansonsten über eine hervorragende Ausstattung verfügen, fehlt häufig die passende leistungsfähige Soundkarte. Das liegt daran, dass der Sound-On-Board keine atmosphärischen Effekte übermitteln kann. Für den privaten Bereich können Sound Blaster Soundkarten verwendet werden. Dabei sind die Erweiterungskarten für den Sound mit PCMCIA-Schnittstelle etwas teurer als die ExpressCard-Erweiterungskarten. Zwischen 70 und 80 Euro kostet es, dem Notebook den passenden Sound für den privaten Bereich zu verleihen.

Kauftipp: Achten Sie beim Kauf der Soundkarte darauf, dass sie über einen digitalen Ausgang verfügt. Dann lässt sich das Notebook auch an einem A/V-Receiver betreiben.

Wer professionelle Musik-Aufnahmen mit seinem Notebook machen möchte, kommt um hochwertige Wandlerkarten und Aufnahmesysteme nicht herum. Hier liegt die Preisspanne deutlich höher. Zwischen 200 und 400 Euro kostet die Erweiterung des Notebooks zum professionellen Tonstudio.

Handy-Funktionen auf dem Notebook

UMTS ist eine Technologie, die eigentlich für das mobile Surfen im Internet über das Handy entwickelt wurde. Diese Technik funktioniert aber auch ausgezeichnet mit dem Notebook. Wer sich häufig in Regionen aufhält, in denen WLAN-Hotspots seltener vorkommen und auch keine DSL-Verfügbarkeit vorhanden ist, kann mit einer UMTS-Erweiterung für das Notebook trotzdem den schnellen Zugriff auf das Internet sicherstellen. Moderne UMTS-Erweiterungskarten beherrschen sowohl die üblichen GSM- und GPRS-Standards des Mobilfunks als auch HSDPA – das wesentlich schnellere UMTS-Verfahren. Zwischen 100 und etwa 200 Euro muss man für diese Notebook-Erweiterung im Schnitt investieren.

Externe Grafikkarten

Notebooks haben in der Regel Grafik-On-Board, also auf der Hauptplatine. Für den normalen Gebrauch und für kleinere Spiele reicht die Auflösung dieser integrierten Lösung in der Regel aus. Wer jedoch aufwendige Spiele liebt, die auch 3-D-Animationen enthalten, oder Videos und Fotos am Notebook bearbeiten möchte, sollte über die Anschaffung einer leistungsfähigen externen Grafikkarte nachdenken. Grafikkarten gibt es sowohl für PCMCIA- als auch für ExpressCard-Ports zu relativ günstigen Preisen unter 100 Euro.

USB – die vorhandenen Anschlüsse sind meist schnell belegt

Besonders bei kleineren Notebooks oder Netbooks sind meist nicht mehr als ein oder zwei USB-Ports vorgesehen. Wer sein Notebook mit Peripheriegeräten wie Scanner, Drucker oder ähnlichem Zubehör verwendet, stößt hier schnell an die Grenzen. Dabei ist es ausgesprochen preiswert, über eine USB-Erweiterungskarte dem Notebook zusätzliche USB-Ports zu verschaffen. Zwischen 15 und 30 Euro, je nach Schnittstelle, kosten USB-Karten. Ähnlich hoch sind die Kosten zum Beispiel bei der Nachrüstung mit FireWire-Karten, die für die professionelle Videobearbeitung am Notebook gebraucht werden. Ebenfalls relativ preiswert ist es, das Notebook mit einem leistungsstarken Speicherkartenleser auszurüsten. Zwar verfügen moderne Notebooks inzwischen über einen integrierten Cardreader, aber häufig lassen sich hier nicht alle Kartenmodelle auslesen. Wenn es für einen bestimmten Medientyp keine Unterstützung im Notebook selber gibt, sorgen günstige Erweiterungskarten via PCMCIA oder ExpressCard für Abhilfe.

Externe Festplatten – zusätzlich große Datenmengen abspeichern

Wer mit der Speicherkapazität der integrierten Festplatte nicht auskommt, kann sich günstig mit externen Festplatten eine zusätzliche Speichermöglichkeit schaffen. Um die externe Festplatte an das Notebook direkt anschließen zu können, wäre eine eSATA-Schnittstelle notwendig. Diese wird aber von den meisten Herstellern nicht als Standard angeboten. Um hier nicht auf die eingeschränkte Datentransferleistung eines USB-2.0-Ports angewiesen zu sein, können sowohl für PCMCIA- als auch für ExpressCard-Ports entsprechende Erweiterungskarten angeschafft werden. Zwischen 20 und 30 Euro betragen hier die Investitionskosten für die Aufrüstung.

SD IO – ein Sonderfall bei den Notebook-Erweiterungskarten

Konstruiert wurde die SD IO-Technologie für PDAs und Pocket-PCs. Die meisten Hersteller produzieren sie auch weiterhin nur für die mobilen Kleinstgeräte. Einige wenige Notebookhersteller, darunter zum Beispiel Toshiba, haben jedoch einen Erweiterungssteckplatz für SD-IO-Karten auch für das Notebook entwickelt. An diese Schnittstelle können die unterschiedlichsten Geräte angeschlossen werden. Damit könnte zum Beispiel das Notebook bei Bedarf auch mit einem Barcode-Scanner ausgestattet werden.

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