Mut zu Retro: Nachtwäsche & Morgenmäntel im authentischen Vintage-Stil

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Mut zu Retro: Nachtwäsche & Morgenmäntel im authentischen Vintage-Stil

Vintage-Nachtwäsche mag auf den ersten Blick nach altbackenen Oma-Nachthemden klingen, aber Retro ist absolut trendy - und das gilt eben auch für Morgenmäntel und Nachtwäsche. In ausgeleierten T-Shirts kann schließlich jeder schlafen. Wer auch nachts stilvoll und individuell gekleidet sein will, greift zu Vintage-Nachtmode.

Nachtwäsche wird in der Modewelt oft recht stiefmütterlich behandelt. Schließlich trägt man diese Art von Wäsche nur beim Schlafen und dabei ist man eher selten den Blicken fremder Leute ausgesetzt. Für die meisten Menschen ist deshalb das einzige Kriterium, das sie an Schlafanzug, Nachthemd und Co. stellen, dass es bequem sein muss. Eigentlich schade, denn auch wenn die komfortable Passform selbstverständlich ein sehr wichtiger Aspekt bei der Auswahl von Nachtwäsche ist, gibt es doch noch so viel mehr, was diesen Teil der Modewelt ausmacht.

Schließlich soll Nachtwäsche in erster Linie eines leisten - den Stress des Tages vergessen lassen und für eine geruhsame Nachtruhe sorgen. Einen großen Teil dazu beitragen können Schlafanzüge und Nachthemden, die nicht nur bequem sind, sondern Ihnen ein Gefühl von Geborgenheit, Entspannung und auch Sinnlichkeit schenken. Genau dafür sind Vintage-Teile wie gemacht, denn sie lassen den Charme längst vergangener Zeiten wieder aufleben und sorgen dafür, dass Sie sich auch in der Nacht stilvoll, individuell und besonders fühlen. 

Nachthemden und Pyjamas: die Geschichte der Nachtwäsche

Nachtwäsche, wie wir sie kennen, gibt es seit dem 16. Jahrhundert. Bis dahin war es üblich, nackt zu schlafen. Danach etablierte sich das Nachthemd, das zunächst ausschließlich von der Oberschicht getragen wurde - und zwar sowohl von Frauen als auch von Männern. Mitte des 17. Jahrhunderts brachten dann britische Händler den Pyjama aus Indien mit nach Europa, wo er allerdings rasch wieder in Vergessenheit geriet und erst nach 1870 wirkliche Aufmerksamkeit bekam. Recht schnell konnte er daraufhin das Nachthemd in den Schlafzimmern weitgehend verdrängen - jedenfalls, was die Schlafbekleidung für Männer anging. Frauen hingegen trugen noch bis nach dem Ersten Weltkrieg ausschließlich Nachthemden und erst dann auch zunehmend Schlafanzüge.

Heutige Pyjamas bestehen in der Regel aus einer langen, eher weit geschnittenen Hose und aus einem langärmeligen Oberteil, das oft auch geknöpft wird. Es gibt aber auch Schlafanzüge, die kurze Hosen und kurze Ärmel haben - sowohl für Damen als auch für Herren. Nachthemden hingegen sind inzwischen eher in Vergessenheit geraten und werden wesentlich seltener getragen als Schlafanzüge. Im Zuge der angesagten Retro- und Vintagewelle, welche durch die Modewelt schwappt, feiern Nachthemden in jüngster Zeit allerdings wieder ein Comeback und verzaubern mit ihrem ganz besonderen Charme zahlreiche Fashionistas, die Wert auf einen individuellen, geschmackvollen und unangepassten Modestil legen - auch im Bett.

Der Morgenmantel im Laufe der Zeit

Der Morgenmantel bedeutet für viele Menschen Gemütlichkeit und Entspannung pur. Es handelt sich dabei um ein einteiliges, locker und weit geschnittenes Kleidungsstück, das aus zahlreichen verschiedenen Materialien bestehen kann und in der Taille mithilfe eines einfachen Gürtels verknotet wird. Einen Morgenmantel können Sie entweder nach einem entspannten Schaumbad tragen, um die wohlige Wärme noch ein wenig zu erhalten, oder auch über Ihrer Nachtwäsche zum Beispiel beim Frühstück. Aber auch an freien Tagen und beim entspannten Fernsehabend ist ein Morgenmantel die perfekte Kleiderwahl. Man ist sehr schnell hineingeschlüpft und er ist sehr angenehm auf der Haut. Mit diesem Kleidungsstück beginnt und endet der Tag auf äußerst bequeme und komfortable Art und Weise.

Was der Morgenmantel gestern war

Der Morgenmantel stammt übrigens aus dem 18. Jahrhundert. Damals war er der gehobenen Klasse vorbehalten und aus den luxuriösesten und edelsten Stoffen wie Brokat, Samt und Seide gefertigt. Er hatte einen breiten Kragen, reichte bis auf die Füße hinab und der Hausherr empfing in ihm gerne Besucher, wenn er morgens zwar bereits in Hemd und Hose gekleidet war, aber zu Hause nicht in Frack und Zylinder herumsitzen wollte. Also trug er einen hochwertigen Morgenmantel und war damit durchaus in der Lage, einen imposanten Eindruck auf seine Gäste zu machen. Später war der Morgenmantel nicht mehr nur gehobenen Schichten vorbehalten, sondern auch dem ganz normalen Volk. Dennoch blieb er durchaus gesellschaftsfähig. Bis in die 1960er-Jahre hinein trugen sowohl Damen als auch Herren elegante Morgenmäntel wie selbstverständlich auch beim morgendlichen Brötchen- oder Zeitungsholen. Dann änderte sich der Ruf dieses Kleidungsstücks schlagartig und bis heute noch ist es eher verpönt, sich im Morgenmantel vor Menschen außerhalb des Familienkreises blicken zu lassen.

Der passende Morgenmantel für jeden Geschmack

Dementsprechend ist der Morgenmantel heute nur noch selten ein imposantes Kleidungsstück, in dem man Eindruck bei seinen Besuchern schindet. Der Schwerpunkt dieses Kleidungsstücks liegt jetzt stattdessen auf Gemütlichkeit und Tragekomfort. Dennoch gibt es zahlreiche unterschiedliche Macharten, Materialien und Stilrichtungen, sodass auch ganz bestimmt für jeden Geschmack das passende Modell dabei ist. Der eine liebt Morgenmäntel aus kühler Seide, der nächste möchte es so flauschig wie möglich haben. Ob Frottee, Baumwolle, Seide, Polyester oder Satin - Morgenmäntel gibt es in jeder denkbaren Spielart und in jeder Preisklasse. Wenn Sie also auf der Suche nach einem neuen Morgenmantel sind, sollten Sie sich im Klaren darüber sein, welche Art Sie haben möchten und was für Sie wichtig ist. Soll das gute Stück in erster Linie bequem und kuschelig warm sein oder legen Sie Wert auf einen eleganten Morgenmantel, der zu Ihrer Nachtwäsche passt und aus hochwertigen Materialien gefertigt ist?

Nachtwäsche und Morgenmäntel aus unterschiedlichen Zeiten

Sie haben sich nun also auf Ihrer Suche nach Nachtwäsche oder einem Morgenmantel für eine bestimmte Stilrichtung entschieden. Doch ganz egal, ob Sie es elegant oder leger mögen, auf Seide, Spitze oder Frottee setzen, bunte Farben oder dezente Töne lieben: Wenn Sie ein ganz besonderes Stück suchen, das nicht jeder hat und das einen ganz speziellen Charme versprüht, sollten Sie einen Morgenmantel, ein Nachthemd oder einen Pyjama im authentischen Vintage-Stil in Betracht ziehen. Denn egal, ob das gute Stück ein Original-Vintage-Teil ist, das wirklich in vergangenen Epochen gefertigt wurde, oder ob es sich dabei um ein Modell handelt, das fabrikneu aber nach dem Vorbild authentischer Stücke aus vergangenen Jahrzehnten hergestellt wurde - der Vintage-Look ist absolut angesagt und verleiht Ihrem Modestil das ganz besondere Etwas.

In den Fifties liebte man es elegant 

Nachtwäsche und Morgenmäntel aus den 1950er-Jahren beispielsweise bestechen durch ihre Eleganz. Nach den langen und entbehrungsreichen Kriegsjahren wollte man sich endlich nicht mehr nur funktional, sondern wieder richtig schick kleiden. Dementsprechend elegant kam die Mode damals daher - auch für Haus und Bett. Die Damen trugen sowohl Nachtwäsche als auch Morgenmäntel, die Weiblichkeit und Sinnlichkeit ausdrückten. Wenn Sie also auch nachts und morgens Ihre feminine Seite betonen möchten, liegen Sie mit Nachtwäsche und Morgenmänteln aus den 1950er-Jahren genau richtig. Hier gibt es viel Spitze, Seide und fließende Stoffe zu entdecken, gerne üppig bestickt oder verziert mit Rüschen und Schleifen. Egal, ob Nachthemd oder Morgenmantel - die Taille wird betont und hauchdünne, erstmals auch verrucht transparente Stoffe sorgen dafür, dass Sie sich in einem solchen Vintage-Teil sinnlich und verführerisch fühlen. Babydoll-Schnitte sind typisch für dieses Modejahrzehnt.

In den Sixties und Seventies setzte sich der Frottee-Bademantel durch

In den 60er- und 70er-Jahren wandelte sich nicht nur die Mode, sondern auch der Ruf von Nachthemd und Morgenmantel, die jetzt als spießig galten und lediglich eine praktische Funktion hatten. Die 68er-Generation schlief lieber nackt als im Nachthemd und der Morgenmantel verschwand fast völlig von der Bildfläche. Wenn überhaupt, trug man Bademäntel aus Frotteestoffen, welche, typisch für dieses Modejahrzehnt, besonders farbenfroh und oft wild gemustert daherkamen.

Nicki: die Eighties mochten es kuschelig

In den 1980er Jahren waren Schlafanzüge und Nachthemden mit lustigen Comicmotiven absolut angesagt. Man hüllte sich nachts in Garfield, Superman und Donald Duck und liebte generell eher weite Schnitte. Außerdem eroberte kuschelweicher Nickistoff in allen Farben und Formen die Herzen modebewusster Menschen und somit auch ihre Betten und Schlafzimmer.

Tipps für die Pflege von Nachtwäsche und Morgenmänteln im authentischen Vintage-Stil

Wenn Sie sich nun für ein Nachthemd, einen Pyjama oder einen Morgenmantel im authentischen Vintage-Stil entschieden haben, gibt es noch einige Tipps zu beachten, damit Sie möglichst lange Freude an Ihrem neuen Lieblingsteil haben. Denn gerade Vintage-Nachtwäsche ist meist aus ganz besonderen Stoffen gefertigt, die man nicht einfach bei 40 Grad in die Waschmaschine werfen kann.

Morgenmäntel und Nachtwäsche aus Seide zum Beispiel sollten Sie ausschließlich mit der Hand und einem besonders milden Waschmittel reinigen, um sicherzugehen, dass sie den Waschvorgang auch wirklich schadlos überstehen. Frottee ist zwar robuster als Seide, aber auch bei Morgenmänteln aus diesem Material kann es zu unschönen Überraschungen kommen. Wäscht man Frotteesachen zu heiß oder mit einem gewöhnlichen Waschmittel, kann es sein, dass sie nicht nur stark fusseln, sondern auch verfilzen und unangenehm hart werden. Um das zu vermeiden, achten Sie darauf, entsprechende Stücke nur im Schonprogramm zu waschen und dabei Feinwaschmittel und Weichspüler zu verwenden.

Auch Spitzennachthemden sollten Sie lieber im Schonwaschgang oder Feinwäscheprogramm reinigen und zusätzlich mit einem Wäschesack schützen. Nickistoff hingegen ist in der Regel eher unempfindlich und kann problemlos in der Waschmaschine gewaschen werden. Um aber die Stoffqualität auch hier möglichst lange zu erhalten, ist es ratsam, Morgenmäntel, Nachthemden und Pyjamas aus Nickistoff stets auf links zu waschen und möglichst im Wäschetrockner zu trocknen. Möchten Sie sie stattdessen an der Luft trocknen lassen, denken Sie daran, unbedingt Weichspüler zuzugeben.

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